28. November 2016


Podcast: Entsparen - Der Finanzwesir rockt, Folge 29

Shownotes

"Das Leben kann nur rückwärts verstanden werden, gelebt werden muss aber vorwärts."
Søren Kierkegaard

Das ist das Problem beim Entsparen. Vermögensbildung ist wie ein Langestreckenflug. Man startet ohne zu wissen, ob und wenn ja wie man am Zielflughafen landen wird. Ein Problem für viele. Die ganze Diskussion wird sehr defensiv geführt und ist von Angst geprägt.
Viele Leser möchten reicht es nicht zu wissen, wie es in 30 oder 40 Jahren aussieht (Unmöglichkeit 1), sondern sie möchten jeden einzelnen Schritt auf dem Weg dahin vorab kennen (Unmöglichkeit 2).
Aber wie Herr Kierkegaard erkannt hat: Ein deterministisches Leben wie auf Schienen gibt es nicht. Und wir wissen: Dänen lügen nicht!
Es muss ja nicht so krass sein, wie Leser S. es sich wünscht: Er hat weder Weib noch Kind, geschweige denn ETFs, macht sich aber detaliiert Gedanken, wie er die nicht vorhandenen ETFs an die nicht gezeugen Kinder vererbt. Trotzden: Für alle unter Mitte 50 ist Entsparen kein Thema.

Ok, dieser Philosophiekram ist ja ganz nett, aber gibt es denn nichts Konkretes zu sagen?
Doch. Wir haben uns die Angebote der Finanzinsdustrie (Auszahlpläne, Sofortrenten, Etappenstrategie) angesehen, sind aber nicht richrig überzeugt.
Was gibt es sonst noch?
Die Rente mit Dividende zum Beispiel. Natürlich fallen Dividenden auch schon einmal aus oder schwanken. Wenn man es aber geschickt anstellt und ein bißchen so plant wie die Energiebranche, dann kann sind Dividenden ein probates Mittel Einkommen zu generieren.

  • Grundlast = Kohlekraftwerk = staatliche Rente / Rente aus einer berufsständischen Versorgungskasse / Betriebsrente
  • variable Spitzenlast = Gaskraftwerke = Dividenden

Wer als "immer selbständig Gewesener" nie in ein Kohlekraftwerk investiert hat, muss sein Gaskraftwerk im Dauerbetrieb fahren. Das ist eine Herausforderung und die Strafe dafür nicht diversifiziert zu haben.

Ach ja, und dann gibt’s da noch den inversen Glidepath von Rob Arnott. Glidepath bedeutet nix anders als "100 minus Alter = Aktienquote". Ist der Glidepath invers, so bedeutet das: Alter und Aktienqote steigen parallel. Das Rentner-Depot besteht zu 80% aus Aktien. Irrer Irrsinn oder kluge Strategie? Wir finden es heraus.

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Finanzbegriff der Woche

Der Begriff Desinvestition, auch Devestition (englisch divestment oder disinvestment) bezeichnet das Gegenteil einer Investition.
In der Betriebswirtschaftslehre bezeichnet er die Freisetzung von Kapital in einem Unternehmen durch den Verkauf von Vermögensgegenständen, also die Umwandlung von in Sach- oder Finanzwerten investierten Geldbeträgen in liquide Form.
Privatleute machen genau das Gleiche, wenn Sie von Aktien in Anleihen umschichten.

Buchempfehlung des Finanzwesirs

Allen, die demnächst mit der Desinvestition beginnen möchten, empfehlen wir einen Blick auf die Werke des Privatiers Peter Ranning.

  1. Seine Web-Site: Der Privatier - Mit 56 Jahren freiwillig aufhören zu arbeiten?
  2. Sein Buch: Gedanken eines Privatiers: Freiwilliger Ruhestand mit 56 Jahren*

Gedanken eines Privatiers: Freiwilliger Ruhestand mit 56 Jahren

Für alle, die noch ein paar Jahre haben bis zur Rente: Das Leben kann stürmisch sein aber trotzdem gut ausgehen. Sturmwarnung: Das aufregende Leben des Kapitäns Jürgen Schwandt. Auf See und in den Häfen.* von Stefan Krücken.

Sturmwarnung: Das aufregende Leben des Kapitäns Jürgen Schwandt. Auf See und in den Häfen.

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Kommentare

Couponschneider sagt am 28. November 2016

Ihr zwei gefallt mir immer wieder. Ihr rennt ja bei mir eine offenen Tür ein, wenn ihr sagt, erstmal anfangen und so einfach wie möglich. Ich schrieb ja erst kürzlich über "Zack und Wumms": http://couponschneider.blogspot.de/2016/11/die-strategie-des-zack-und-wumms.html und dass ich über abseitige Wege (P2P, Immobilien, inkl. REITs, Fonds usw.) nicht nachdenke.

Der Faustregel, Aktienquote = 100 - Lebensalter, habe ich mich schon vor drei Jahren gewidmet: http://couponschneider.blogspot.de/2013/05/aktienanteil-100-minus-lebensalter.html

Ich kann ihr nichts abgewinnen. Meine Cash-Reserve definiere ich absolut und nicht relativ, weder relativ zum Gesamtvermögen noch zum Nettogehalt. Ich pumpe dann maximal in Aktien, wie ein Berserker: http://couponschneider.blogspot.de/2014/01/in-jungen-jahren-gilt-sparen-wie-ein.html

Zusammengefasst ist mein Motto: Zack und wumms und das wie ein Berserker.

Ich habe mal hochgerechnet: Mit dem aktuellen Stand meines Depots erwirtschafte ich 2017 ca 620 € brutto an Dividende pro Monat, übrig bleiben knapp 500 € netto. Und 2017 investiere ich ja weiter, d.h. ich werde weitere Dividendenzahler mir ins Depot holen, das Depot wächst weiter. Die 620 € sind auch konservativ, da ich bislang nur bislang sichere Dividendensteigerungen berücksichtige, wie z. B. Siemens. Alles andere liegt zu weit in der Zukunft. Nicht berücksichtigt habe ich recht starken Dollar. Alle meine amerikanischen Dividenden schwellen an.


PIBE350 sagt am 02. Dezember 2016

,,Wie er seine nicht vorhandenen ETFs an seine nicht gezeugten Kinder vererben kann."

:-D

Hmmm, auch wenn ich mit zunehmendem Alter schon etwas entspannter und gelassener geworden bin, liebe ich es immer noch, Pläne bis kleinste Detail zu schmieden. Der erwähnter Fragesteller muss sich also nicht grämen. ;-)


Capri sagt am 02. Dezember 2016

Hallo Couponschneider,

da bin ich völlig bei Dir. Entscheidend ist die eigene Lebenssituation, respektive das Gesamtvermögen. Wenn meine Grundbedürfnisse übererfüllt sind, kann ich 50 % Schwankungen mit einer Pobacke absitzen. Es interessiert mich schlichtweg nicht.

Aber ich denke, dass sich leider nicht viele Leute in so einer komfortablen Situation befinden.

Grüße,

Capri


Zinskraft sagt am 02. Dezember 2016

Toller Podcast :-) gerade die Thematik mit dem, der bereits alles über das Entsparen wissen will, bevor er überhaupt richtig mit dem Investieren angefangen hat.
Bin auch der Meinung, das es wichtigste getan ist, wenn man sich überhaupt mit dem Thema beschäftigt und einfach mal anfängt.

Gerade "meine" Generation Y hält scheinbar wenig vom Sparen. Und das obwohl wie nicht mehr mit einer ausreichenden gesetzliche Rente rechnen können.

Auf dem Blog von Zinskraft gibt es hierzu diesen Artikel: Generation Y: Wir werden niemals alt!