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      <title><![CDATA[Finanzwesir]]></title>
      <link>https://www.finanzwesir.com</link>
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      <![CDATA[Finanzwesir - F&uuml;r Leute, die sich selbst um ihr Geld k&uuml;mmern.]]></description>
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      <copyright>Copyright 2026</copyright>
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               <item>
         <title><![CDATA[Krisenmodus]]></title>
         <author>kontakt@finanzwesir.com (Finanzwesir)</author>
         <link>https://www.finanzwesir.com/blog/krisenmodus<![CDATA[/?utm_source=fw-rss&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed-Finanzwesir]]></link>
         <guid>https://www.finanzwesir.com/blog/krisenmodus</guid>
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                           <![CDATA[<img src="/assets/img/social-media/krisenmodus.png" />]]>
                        <![CDATA[<br><p>Krisenmodus -  das Wort des Jahres.<br />
Warum gerade Krisenmodus? Weil Krisenmodus das Wort ist, das</p>
<blockquote>
<p>&quot;das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben dieses Jahres sprachlich in besonderer Weise bestimmt hat&quot;.</p>
</blockquote>
<!--more-->
<p>Sagt die Gesellschaft für deutsche Sprache.<br />
Das mag ja sein. Aber nur weil der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz der Bundesrepublik Deutschland sich von</p>
<blockquote>
<p>&quot;Wirklichkeit umzingelt&quot;</p>
</blockquote>
<p>sieht, muss das doch nicht für den Rest von uns gelten.<br />
Was hat er denn gedacht? Das er kontemplativ vor sich hin ministern kann? Der Job eines hochrangigen Politikers ist interrupt-gesteuert. Jeder Politiker, selbst
der Außenminister der Vereinigten Staaten, ist krisengetrieben.<br />
Die New York Times schrieb einmal über George Shultz:</p>
<blockquote>
<p>&quot;Die Stunde der Einsamkeit war die einzige Möglichkeit für ihn, Zeit zu finden, um über die strategischen Aspekte seiner Arbeit nachzudenken. Andernfalls wäre er ständig mit taktischen Fragen beschäftigt gewesen und hätte sich nie auf größere Fragen von nationalem Interesse konzentrieren können.&quot;</p>
</blockquote>
<p>Für die Medien ist Krisenmodus ein Synonym für Klickmodus.<br />
Wir als Privatmenschen müssen das nicht mitmachen.<br />
Wenn ich zurückblicke: Mir ist schon der eine oder andere Weltuntergang versprochen worden, aber alles, was ich bekommen habe waren fünf neue Fernsehkanäle. Und die Krisen meiner Kindheit und Jugend waren - genau wie die Krisen heute - &quot;existenzbedrohende, fünf nach zwölf, wir sind im freien Fall&quot;-Krisen.<br />
Jede Krise hat ihre lautstarken Propheten und Apologeten die klappend durch die Talkshows ziehen.  </p>
<h2>Das Krisen-Defilee</h2>
<ul>
<li>Ölkrise 1973 / 74: Schluss mit der Vollbeschäftigung. Binnen eines Jahres kletterte die Arbeitslosenquote von 1,2 % auf 4,7 %. Einen Lockdown gab&#8217;s auch. Hieß aber nicht Lockdown, sondern &quot;autofreier Sonntag&quot;.</li>
<li>1977: Der Deutsche Herbst: RAF-Terror in der ganzen Republik und die haben sich nicht irgendwo festgeklebt.</li>
<li>Waldsterben, Ozonloch, sauerer Regen, der den Damen im Ruhrgebiet die Nylonstrümpfe von den Beinen ätzt und Flüsse, die in Regenbogenfarben schillern. Mit der Umwelt stand es nicht zum Besten.</li>
<li>NATO-Doppelbeschluss, Pershing II-Nachrüstung, Fulda Gap - Deutschland als Aufmarschgebiet für die größte Panzerschlacht, die die Welt je gesehen hat und sollte der Iwan durchbrechen: Atombomben. </li>
<li>Die 80er-Jahren: Generell eine Dekade der Agonie, des Punks, der No-future-Generation: hohe Arbeitslosigkeit, Tschernobyl und wirklich schlechte Musik. </li>
<li>1989: Krise oder Chance? Jedenfalls haben die Ostdeutschen ihr komplettes Lebensmodell entsorgen müssen. Das war hart.</li>
<li>In den 90er-Jahren auf einmal jede Menge Leute aus der IĆ-Fraktion in Deutschland. Wo kommen die ganzen Knežević, Marković und Jovanović auf einmal her? Vom Balkan, denn da tobten die Jugoslawienkriege. Soviel zum Thema &quot;Ukraine, erster Krieg in Europa seit dem zweiten Weltkrieg&quot;. </li>
</ul>
<p>Zur damaligen Zeit war das alles so dramatisch, wie heute der Klimawandel. Der Staat wird zerfallen, wir werden alle radioaktiv verdampfen, wir werden verhungern, weil die versauerten Böden nichts mehr hergeben. Und jetzt? Alles vergessen, alle unter 40 müssen doch erst einmal googlen, was es mit &quot;Deutscher Herbst&quot; und &quot;Fulda Gap&quot; auf sich hat. </p>
<h2>Krise ist normal</h2>
<p>Alle zehn Jahre ein Weltuntergang, das ist normal.</p>
<blockquote>
<p>&quot;Verrückt heißt nicht kaputt. Verrückt ist normal&quot;<br />
Morgan Housel in &quot;Same as ever&quot;</p>
</blockquote>
<p>Unsere Welt hat fünf große Faunenschnitte mitgemacht, bei denen drei Viertel aller Arten ausstarben. Seit vier Milliarden Jahren ist nach der Krise vor der Krise. Mal ist es zu warm, dann wieder zu kalt, mal zu trocken, dann zu feucht und ab und zu verwüstet ein Meteor oder ein Rudel amoklaufender Vulkane das Land.<br />
Unser Planet kann nur Krise. Die Krise ist der Motor der Evolution. Ohne Krise kein Fortschritt.<br />
Je mehr Krise, desto weniger Compliance und &quot;aus versicherungstechnischen Gründen&quot;.
Ohne die Erfahrungen der Militärärzte im Ersten Weltkrieg hätten es Bluttransfusion und Radiologie wesentlich schwerer gehabt, sich zu den heutigen Standardtherapien in der modernen Medizin zu entwickeln.<br />
Krisenmodus ist immer; nicht nur 2023.  </p>
<h2>Immer nur Krise?</h2>
<p>Die Krise ist laut und drängelt sich in den Vordergrund. Der Fortschritt kommt auf leisen Sohlen daher. Ein kleines Beispiel: Ich bin kein Freund des SUVs. Dennoch muss ich zugeben: Wenn ein Porschepanzer manierlich vorbeirollt, hört man den kaum und es riecht auch nicht.<br />
Röhrt dagegen der Nachbar mit seinem Youngtimer 911er vorbei ist die Luft blau, es stinkt und obwohl er angemessen fährt, macht die Karre einen Höllenlärm.<br />
40 Jahre Fortschritt im Autobau.<br />
Nicht nur im Automobilbau - auch in den anderen Lebensbereichen haben wir große Fortschritte gemacht. Wir wohnen komfortabler, essen besser und urlauben exotischer als vor 30 Jahren. Nur merken wir das nicht, weil es so langsam geht und weil der Fortschritt von Krisen umzingelt ist. </p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Auch 2023 gilt das kölsche Grundgesetz - die Krise kann uns mal.</p>
<p>§ 1 Et is wie et is<br />
§ 2 Et kütt wie et kütt<br />
§ 3 Et hätt noch immer jotjegange </p>
<h2>Der Plan für 2024</h2>
<blockquote>
<p>&quot;Die Dosis macht das Gift&quot;<br />
Theophrastus Bombast von Hohenheim </p>
</blockquote>
<p>Lassen Sie 20 % Krisenmodus in Ihr Leben. Das belebt, mehr lähmt. Nicht, dass Sie sich auf einmal in einer Talkshow wiederfinden und Ihr Leben bejammern.</p>
<h2>PS</h2>
<p>Meine aktuellen Lieblingsworte sind kommod und dufte.</p>]]>
         </description>
         <pubDate>2023-12-14T00:00:00+01:00</pubDate>
         </item>
               <item>
         <title><![CDATA[Was bewegt den Anleihenkurs?]]></title>
         <author>kontakt@finanzwesir.com (Finanzwesir)</author>
         <link>https://www.finanzwesir.com/blog/anleihe-kurs<![CDATA[/?utm_source=fw-rss&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed-Finanzwesir]]></link>
         <guid>https://www.finanzwesir.com/blog/anleihe-kurs</guid>
         <description>
                           <![CDATA[<img src="/assets/img/social-media/anleihe.png" />]]>
                        <![CDATA[<br><p>Die Null- und Negativzinsphase haben wir hinter uns gelassen, Zeit für einen kleinen Auffrischungskurs &quot;Die Anleihe, das unbekannte Wesen&quot;.</p>
<h2>Geschäftsmodell Anleihe</h2>
<p>Jemand braucht Geld. Beim Geldleihen gibt es drei Eckpunkte</p>
<ol>
<li>Wie viel? </li>
<li>Bis wann? Das ist die Laufzeit, wann muss das Geld zurück gezahlt werden?</li>
<li>Zu welchem Preis? Das ist der Zinssatz.</li>
</ol>
<!--more-->
<h3>Unterschied Kredit / Anleihe</h3>
<ul>
<li>Anleihe: Ein Schuldner, viele Gläubiger,  Kredit: Ein Schuldner ein Gläubiger</li>
<li>Im Gegensatz zu einem Kredit - der eine Sache zwischen Schuldner und Bank ist - sind Anleihenanteile an der Börse handelbar. </li>
</ul>
<h2>Anleihenkurse</h2>
<p>Im einfachsten Fall bestimmen diese Parameter die Anleihe</p>
<ol>
<li>Stückelung, sagen wir 100 Euro, auch Nennwert genannt. </li>
<li>Zinssatz, in diesem Beispiel 2 %</li>
<li>Laufzeit, in diesem Beispiel 5 Jahre</li>
<li>Kurswert</li>
</ol>
<p>Während die Parameter eins bis drei fix sind, ist der Kurs variabel. Die Rendite einer Anleihe hängt vom Kurs ab. Eine Anleihe startet ihr Leben &quot;zu hundert&quot;, also zum Nennwert. Ich zahle 100 Euro für einen Anteilsschein im Wert von 100 Euro und bekomme fünf Jahre lang jedes Jahr 2 Euro Zinsen. Bei Endfälligkeit bekomme ich meine 100 Euro zurück.<br />
Zwei Prozent Rendite wie versprochen, was geht mich der Kurs an?<br />
Wenn Sie eine Anleihe von der Geburt bis zum Tod halten, dann ist Ihnen der Kurs tatsächlich egal. Aber wer kann das schon als Normalsterblicher? Große institutionelle Anleger, wie beispielsweise Ihr Riesterversicherer machen so etwas. Wenn wir eine Anleihe oder einen Anleihe-ETF kaufen möchten, müssen wir an die Börse. Und da spricht der Preis.<br />
Setzen wir unser Gedankenexperiment fort:<br />
Nach drei Jahren steigen die Zinsen. 3 % das neue 2 %.<br />
Was passiert mit der alten Anleihe?<br />
Der Kurs sinkt, denn das ist der einzige Freiheitsgrad, den die Anleihe hat. Laufzeit und Zins sind ja fix. </p>
<ul>
<li>Alte Anleihe: Restlaufzeit: 2 Jahre, macht 2 * 2 € = 4 € Zinsen</li>
<li>Neue Anleihe: Ich bekomme in den ersten zwei Jahren: 2 * 3 € = 6 € Zinsen</li>
</ul>
<p>Was tun? Das was immer hilft: Rabatt geben. Wenn der Kurs der Altanleihe um 2 Euro sinkt, herrscht Waffengleichheit.</p>
<ul>
<li>Altanleihe nach 2 Jahren: 4 Euro Zinsen und gekauft zu 98, macht dann bei der Rückgabe auch 6 Euro Gewinn. Zurückgezahlt wird der Nennwert und auch die Zinsen beziehen sich immer auf den Nennwert.</li>
<li>Neuanleihe: 2 Jahre je 3 Euro Zinsen.</li>
</ul>
<p>Der umgekehrte Fall: Die Zinsen fallen. 1 % ist das neue 2 %.<br />
Was passiert? Der Kurs steigt.</p>
<ul>
<li>Altanleihe: 4 Euro in 2 Jahren.</li>
<li>Neuanleihe: 2 Euro in 2 Jahren - solange der Kurs der der Altanleihe nicht über 102 steigt, bin ich dabei. </li>
</ul>
<p>Genau dieses Szenario hatten wir die letzten 40 Jahre. Und deshalb waren Anleihen so gut im Depot. Bei jeder Zinssenkung gewannen die bestehenden Positionen. Jetzt hat sich das aber umgekehrt. Zur Verdeutlichung ein Extrembeispiel: Die hundertjährige Österreichanleihe.</p>
<ul>
<li>Laufzeit: 20.09.2017 - 20.09.2117</li>
<li>Zinssatz: 2,1 %</li>
<li>WKN: A19PCG</li>
<li>Aktueller Kurs: 74 %, Tiefstkurs am 11. Oktober: 65 % - das bedeutet: Sie kaufen aktuell an der Börse 100 Euro Nennwert für 74 Euro, bekommen dann bis 2117 jedes Jahr 2,10 Euro Zinsen und im September 2117 gibt&#8217;s dann 100 Euro zurück.  </li>
</ul>
<p>Je länger die Laufzeit, umso heftiger die Kursschwankungen. Und die bange Frage: Wo Alpen? Wird es Österreich in 94 Jahren überhaupt noch geben?</p>
<h2>Alles gelogen!</h2>
<p>Na ja, nicht gelogen, aber auch nicht ganz wahr. So eine Anleihe hat nämlich ein Problem: Sie kommt mit einem Emissionsprospekt und in diesem Vertragswerk können Sie alles Mögliche vereinbaren: Ausgabe zu 90, keine Zinsen, dafür Rücknahme zu 100, Zinsen nur, wenn der Dienstag auf einen Mittwoch fällt und wenn der schwarzer Schwan kommt, wird die Anleihe zur Aktie.<br />
In diesem Artikel geht&#8217;s mir aber ums Prinzip und dass lässt sich anhand einer Feld-Wald-und-Wiesen-Anleihe am besten erklären. Grob vereinfachend, ja, aber prinzipiell richtig. Das ist das Motto dieses Artikels.<br />
Grundsätzlich ist es immer Geld gegen Zinsen. Mal mit mehr und mal mit weniger Fallstricken.<br />
Bei Anleihen gilt: Caveat emptor - das ist bildungsbürgerlich für &quot;der Käufer möge sich vorsehen&quot;.</p>
<h2>Was ist mit Anleihen-ETFs?</h2>
<p>Anleihen-ETFs kaufen sehr oft Laufzeitbänder. Nehmen wir als Beispiel den ETF <em>iShares Euro Corporate Bond 1-5yr</em> (WKN: A0RPWQ). Dieser ETF kauft Unternehmensanleihen mit einer Laufzeit von einem bis fünf Jahren. Folgende Anleihen kommen in Frage</p>
<ul>
<li>Neu aufgelegte Anleihen mit einer Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren.</li>
<li>Altanleihen mit einer Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren. Die Anleihe selbst mag 2012 mit einer Laufzeit von 15 Jahren aufgelegt worden sein. Da die Restlaufzeit 2023 noch 4 Jahre beträgt, passt sie ins Beuteschema des ETFs.</li>
</ul>
<p>ETFs ohne Laufzeitleitplanken, wie der <em>iShares Core Euro Government Bond</em> (WKN: A0RL83) invesiteren breit. Dieser ETF besitzt ein ganzes Bündel an Anleihen mit einer Laufzeit von einem bis über dreißig Jahren. </p>
<p>Egal ob Laufzeitband oder nicht: Anleihen mit einer Restlebensdauer von weniger als als einem Jahr gelten als Geldmarkt-Produkte. Ein anständiger Anleihen-ETF hält so was nicht. Das bedeutet: Keine Rückgabe zum Nennwert - jeder Anleihen-ETF ist voll dem Kursrisiko ausgesetzt.</p>
<h2>Fazit</h2>
<ol>
<li>Steigt der Leitzins, sinken die Kurse von Anleihen und umgekehrt.</li>
<li>Je kürzer die Laufzeit einer Anleihe, umso unempfindlicher ist sie gegen Zinsschwankungen. Bei kurzen (Rest-)Laufzeiten ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sich der Leitzins vor Ende der Laufzeit drastisch verändert.</li>
<li>In Zeiten steigender Zinsen sollte die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer (Duration) von Anleihen in etwa dem Anlagehorizont entsprechen, damit das Zinsänderungsrisiko nicht zu hoch wird. </li>
<li>Je tiefer der Zinssatz, den der Emittent einer Anleihe während der Laufzeit zahlt und je länger die Laufzeit einer Anleihe, desto höher ist in der Regel die Duration, also auch das Zinsänderungsrisiko. Bewiesen durch die hundertjährige Österreichische.</li>
</ol>]]>
         </description>
         <pubDate>2023-12-08T00:00:00+01:00</pubDate>
         </item>
               <item>
         <title><![CDATA[Von Zinserhöhungen sofort profitieren]]></title>
         <author>kontakt@finanzwesir.com (Finanzwesir)</author>
         <link>https://www.finanzwesir.com/blog/tagesgeld-etf<![CDATA[/?utm_source=fw-rss&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed-Finanzwesir]]></link>
         <guid>https://www.finanzwesir.com/blog/tagesgeld-etf</guid>
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                           <![CDATA[<img src="/assets/img/social-media/tagesgeld-etf.png" />]]>
                        <![CDATA[<br><p>Sie haben mehr als 100.000 Euro im Sparstrumpf? Sie trauen der Einlagensicherung auch bei niedrigeren Beträgen nicht?<br />
Dann legen Sie Ihr Geld doch in einem Tagesgeld-ETF an. Diese ETFs bilden die sogenannte &quot;Overnight Rate&quot; - auch €STR (Euro Short-Term Rate) genannt - ab. Der €STR ist der Zinssatz, zu dem sich institutionelle Anleger wie Banken, Geldmarktfonds, Versicherungsgesellschaften über Nacht Geld leihen, ohne dass Sicherheiten hinterlegt werden müssen.<br />
Der sperrige Profibegriff lautet: unbesicherte Übernacht-Geldaufnahme. Letztlich handelt es sich um institutionelles Tagesgeld.<br />
Der  €STR-Zinssatz entspricht mehr oder minder der Einlagefazilität.<br />
Hä, Einlagefazilität?   </p>
<!--more-->
<p>Das ist der Zinssatz, den die <a href="https://www.bundesbank.de/resource/blob/607806/c22cf69aad3bc56a68736c003deb0f6e/mL/s510ttezbzins-data.pdf">EZB zahlt - oder verlangt</a> - wenn Banken kurzfristig nicht benötigtes Geld bei der Zentralbank parken.<br />
Seit dem 20. September liegt der die Einlagefazilität bei 4 %. Der aktuelle €STR-Zinssatz (29.11.2023) liegt bei 3,902 %.<br />
Am 08. Februar 2023 hat die EZB die Einlagefazilität auf 2,50% erhöht und schwupp, am 9. Februar lag der €STR bei 2,401 %. Die Schwankungsbreite des €STR im Februar und März: 2,388 % - 2,405 %.<br />
Am 22. März kam dann die nächste Fazilitätserhöhung auf 3 % und am nächsten Tag sprang der €STR auf 2,899 %.<br />
So treppenstuft sich das dann durchs Jahr, bis hoch auf 3,902 %. (<a href="https://www.euribor-rates.eu/de/ester/">Quelle</a>)</p>
<p>ETFs, wie der <em>Xtrackers II EUR Overnight Rate</em> bilden diesen Zinssatz nach und wir als Kleinsparer können davon profitieren. Auch wenn die EZB unsere zwei Euro fuffzich nicht nimmt. </p>
<h2>Vorteile eines Tagesgeld-ETFs</h2>
<p>Wenn die EZB die Zinsen erhöht, profitieren Sie sofort. Beim Tagesgeld müssen Sie darauf hoffen, dass die Bank Ihnen etwas abgibt. Ein Tagesgeld-ETF hat noch weitere Vorteile:</p>
<ol>
<li>Sicher</li>
<li>Operativ einfach</li>
<li>Preiswert</li>
<li>Kleinste Stückelung</li>
</ol>
<h3>Sicher</h3>
<ol>
<li>Wie jeder ETF sind auch Tagesgeld-ETFs Sondervermögen, die bei einer Pleite des Anbieters nicht die Insolvenzmasse fallen. Anders als bei Tagesgeld. Hier sind Sie ein Gläubiger der Bank und können nur hoffen, dass die Einlagensicherung - die nicht mehr ist als ein politisches Versprechen - sie raus haut.</li>
<li>Der €STR ist der Nachfolger des EONIA. Nach den ganzen Mauschelskandalen rund um den Libor hat der Regulator beschlossen diese Zuruf-Benchmarks (5-7 der wichtigsten Devisenhändler telefonieren sich jeden Tag zusammen, schwören, dass die chinesische Mauer zum Vertrieb &quot;megastark&quot; ist und mauscheln dann einen Gentlemens-Agreement-Zinssatz zusammen) durch eine objektive und transparente Berechnung zu ersetzen. Mehr dazu bei der <a href="https://www.bundesbank.de/de/statistiken/geld-und-kapitalmaerkte/zinssaetze-und-renditen/euro-short-term-rate/euro-short-term-rate-793046">Deutschen Bundesbank</a>. Für Sie bedeutet das: Egal ob Krise oder Boom: An jedem Bankarbeitstag ist ein klar definierter €STR am Start und die ETF-Anbieter wissen, was zu tun ist.</li>
<li>Die Rendite wird über regulierte  und bewährte Swap-Konstruktionen erwirtschaftet. Swap bedeutet: Der ETF hat einen Tauschpartner, der die Fonds- gegen die Indexperformance tauscht. Mehr dazu in <a href="/blog/swap-etf">diesem Artikel von mir</a>.</li>
</ol>
<h3>Operativ einfach</h3>
<p>Einfach den ETF kaufen und die Einlagefazilität kassieren. Volumen: beliebig und keine Haken und Ösen wie beim Tagesgeld. Kein &quot;nur für Neukunden&quot;, &quot;nur die ersten 6 Monate&quot;, &quot;nur wenn Sie ein Depot eröffnen&quot;, &quot;nur wenn Sie uns in den sozialen Medien liken&quot;.<br />
Wenn Sie sich für einen Tagesgeld-ETF entscheiden, können Sie auch auf die Geldwäsche des kleinen Mannes verzichten.<br />
Bank sagt: &quot;Nur frisches Geld kriegt Sonderkonditionen&quot;.<br />
Also wird flugs ein Tauschring gebildet: A überweist an B, B überweist an C und C überweist an A. Jetzt haben alle frisches Geld und können für die nächsten sechs Monate 3,75 % aufs Tagesgeld kassieren. Nach einem halben Jahr muss dann alles wieder aufgefrischt werden; die Sonderkonditionen sind passé.</p>
<h3>Preiswert</h3>
<p>Die TER (Kostenquote) liegt zwischen 0,05 % und 0,15 %. Unabhängig von den Kosten: Hier parken die Profis ihr Geld. Das bedeutet: Jeder ETF muss die versprochene Indexrendite liefern, sonst sind die Profis weg. Und, nicht vergessen: Das hier ist Tagesgeld XXL. Diese Fonds sind keine Duck&#8217;schen Geldspeicher, in denen Sie Ihr Geld jahrelang aufbewahren. </p>
<h3>Kleinste Stückelung</h3>
<p>Ein Anteilsschein kostet - je nach Fonds - gut 100 Euro. </p>
<h2>Nachteil</h2>
<p>Es handelt sich um One-Night-Stand-Renditen. Wenn die EZB die Fazilität senkt, ist es am nächsten Tag vorbei mit der Zinsherrlichkeit. </p>
<h2>Den passenden Geldmarktfonds finden</h2>
<ul>
<li>Geldmarktfonds bei <a href="https://extraetf.com/de/etf-search?asset_class=5&amp;currency=EUR">ExtraETF</a></li>
<li>Geldmarktfonds bei <a href="https://www.finanzfluss.de/informer/etf/suche/?asset_class=money_market&amp;currency=EUR">Finanzfluss</a></li>
<li>Money Market Funds bei <a href="https://www.justetf.com/de/find-etf.html?sortField=fundSize&amp;sortOrder=desc&amp;assetClass=class-moneyMarket&amp;groupField=index&amp;currency=EUR">JustETF</a></li>
</ul>
<p>Ich habe bei diesen Links bereits alle Nicht-Euro-ETFs herausgefiltert. Wir wollen ja Tagesgeld deluxe und keine Währungsspekulation. Achten Sie bei der Auswahl Ihres Tagesgeld-ETFs auf jeden Fall darauf, dass die Fondswährung Euro ist. </p>
<p>Die drei größten ETFs, die in Frage kommen</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Fondsname</th>
<th>Fondsgröße in Mio. €</th>
<th>TER</th>
<th>WKN</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Xtrackers II EUR Overnight Rate</td>
<td>4.105</td>
<td>0,10 %</td>
<td>DBX0AN</td>
</tr>
<tr>
<td>Lyxor Smart Overnight Return</td>
<td>1.259</td>
<td>0,05 %</td>
<td>LYX0WM</td>
</tr>
<tr>
<td>Amundi EUR Overnight Return</td>
<td>1.132</td>
<td>0,10 %</td>
<td>LYX0B6</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Was bringt so ein Geldmarktfonds?</h2>
<p>Aber nicht, dass Sie denken, nun bricht der Zinswohlstand aus. Kaufkraftverlustbremse ja, Vermögensaufbau nein. Wenn Sie mit diesen Produkten die Inflation herein wirtschaften, ist das ein Erfolg. </p>
<h3>Rendite der drei größten Geldmarktfonds vom 1.1.2023 - 30.11.2023</h3>
<p><img src="/assets/img/blog/vergleich-tagesgeld-geldmarkt-etf.png" alt="Vergleich größte Tagesgeld, Geldmarkt-ETFs in Euro" /><br />
Was sagt uns dieser Chart?<br />
Es ist egal, für welchen Fonds Sie sich entscheiden. 0,11 % (110 € auf 100.000 € eingesetztes Kapital) sind nicht der Rede wert. Vielleicht liegt ja 2024 auch der Amundi vorn. Wer weiß dass schon? </p>
<p><img src="/assets/img/blog/Inflation-ezb-fazilität.png" alt="Inflation versus EZB-Fazilität" /></p>
<p>Was sagt uns dieses Balkendiagramm?<br />
Die Inflation schlägt man nicht mit Fazilitätsrenditen. Ab Oktober schlägt die Fazilität die Inflation. Dafür betrug die Inflation im Januar das vierfache der EZB-Rate. </p>
<h2>Zielgruppe der Money-Market-Fonds</h2>
<ol>
<li>Strategische Entscheidung, unabhängig von der anzulegenden Summe: Ihre Zeit Ihnen wichtig. Sie haben keine Lust auf Tagesgeld-Hopping - viel zu hohe Opportunitätskosten.Jedes Mal diese Anmelderei und Video-Ident, nur um dann sechs Monate später von vorne anzufangen. </li>
<li>Sie wollen etwas Sicheres und haben keine Lust Gläubiger einer notorisch unterkapitalisierten Firma zu sein, die sich bis jetzt immer darauf verlassen hat, dass der Steuerzahler schon einspringt. Genau das sind Sie als Bankkunde. </li>
<li>Geerbt, Immobilie oder Firma verkauft: &quot;Was sind schon 100.000 Euro?&quot; - Sie müssen so viel Geld parken, dass die Kleinsparerkonditionen der Banken und Broker bei Ihnen nicht greifen.</li>
</ol>]]>
         </description>
         <pubDate>2023-12-01T00:00:00+01:00</pubDate>
         </item>
               <item>
         <title><![CDATA[25 menschliche Abgründe]]></title>
         <author>kontakt@finanzwesir.com (Finanzwesir)</author>
         <link>https://www.finanzwesir.com/blog/charlie-munger-anleger-psychologie<![CDATA[/?utm_source=fw-rss&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed-Finanzwesir]]></link>
         <guid>https://www.finanzwesir.com/blog/charlie-munger-anleger-psychologie</guid>
         <description>
                           <![CDATA[<img src="/assets/img/social-media/munger.png" />]]>
                        <![CDATA[<br><p>Im Original: &quot;Die Psychologie der menschlichen Fehleinschätzung&quot; (The Psychology of Human Misjudgment). Eine Rede, die Charlie Munger - der Geschäftspartner von Warren Buffett - ursprünglich vor einem Publikum an der Harvard University im Jahr 1995 gehalten hat.<br />
Das Schöne an der menschlichen Psychologie: Sie ist über Jahrhunderttausende, wenn nicht Millionen von Jahren gereift. 28 Jahre mehr oder weniger machen da nichts aus.<br />
Herr Mungers Erkenntnisse von 1995 sind auch heute noch gültig.<br />
Meine Erfahrung als Anleger: Wir fahren besser, wenn wir uns auf das konzentrieren, was sich nie ändert. Amphibien sehen nur Dinge, die sich bewegen. Aber Menschen sind keine Frösche - wir können auch auch Konstanten unsere Schlüsse ziehen.</p>
<!--more-->
<h3>1. Belohnung und Bestrafung</h3>
<p>Unser Handeln wird durch Belohnungen und Bestrafungen beeinflusst, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht.<br />
Fragen Sie immer: Welche Gravitationskräfte wirken gerade? Zuckerbrot oder Peitsche, Furch oder Gier. </p>
<h3>2. Sympathie</h3>
<p>Wir neigen dazu, Menschen und Ansichten zu bevorzugen, die wir mögen. Und machmal lassen wird dabei alle Fünfe gerade sein. Unsere Kinder sind lebhaft; die Gören der anderen vorlaute Saubratzen.</p>
<h3>3. Abneigung und Hass</h3>
<p>Hass oder Verachtung verleiten uns dazu Fakten zu verdrehen. Versuchen Sie, logisch und nicht emotional zu denken. Nur weil Sie etwas schlecht finden, muss es nicht falsch sein.</p>
<h3>4. Zweifel und Vermeidung</h3>
<p>Stress kann zu übereilten Entscheidungen führen. Bekämpfen Sie dies, indem Sie absichtlich Verzögerungen einplanen, um überlegtere Entscheidungen zu treffen. Der Klassiker: Noch mal &#8216;ne Nacht drüber schlafen. Für Investoren:  </p>
<blockquote>
<p>&quot;Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Die nächste kommt bestimmt.&quot;<br />
André Kostolany</p>
</blockquote>
<h3>5. Konsequent um jeden Preis</h3>
<p>&quot;Das haben wir schon immer so gemacht&quot;, &quot;Früher war nicht alles schlecht&quot; - wir bevorzugen Beständigkeit. Auch wenn das bedeutet, dass wir an schlechten Gewohnheiten festhalten. Seien Sie sich dieser Muster bewusst, um Ihre Auswahlmöglichkeiten zu erweitern.<br />
Ja, Sparbuch ist bekannt und sicher. Aber warum nicht mal Tagesgeld ausprobieren oder - Gott bewahre - dem <em>EUR Overnight Rate Swap ETF</em> mit der ISIN LU0290358497 eine Chance geben?</p>
<h3>6. Neugierde</h3>
<p>Die menschliche Neugier treibt Innovation und Fortschritt voran. Machen Sie sich diese Neugier zu eigen, um persönlich und gesellschaftlich zu wachsen. Mein Munger-Favorit: Neugier ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Neugier.</p>
<h3>7. Kantsche Fairness</h3>
<p>Hören Sie auf, perfekte Fairness zu erwarten; passen Sie Ihr Verhalten an die Realität der Höhen und Tiefen des Lebens an. Wenn nicht mehr als 80 Prozent drin sind, dann sind 80 Prozent eben das neue 100 Prozent. </p>
<h3>8. Eifersucht und Neid</h3>
<p>Diese Emotionen können das Urteilsvermögen trüben. Seien Sie sich ihrer bewusst und konzentrieren Sie sich auf logisches Denken.</p>
<h3>9. Reziprozität</h3>
<p>Wie Du mir, so ich Dir - uralte Regel, hat uns von der Savanne Afrikas in die Großstädte des 21sten Jahrhunderts gebracht. Aber hüten Sie sich vor Griechen, die Geschenke bringen. Manche Angebote sind trojanische Pferde. Das wusste schon Vergil und der lebte um Christi Geburt.</p>
<h3>10. Hörensagen als Entscheidungsgrundlage</h3>
<p>Beurteilen Sie Dinge unabhängig in ihrem aktuellen Kontext, anstatt sich auf Gedankenspiele, Assoziationen oder frühere Erfahrungen zu verlassen.</p>
<h3>11. Schmerzvermeidende psychologische Verleugnung</h3>
<p>Keine Vogel-Strauß-Politik: Sehen Sie der Wahrheit ins Auge, um Probleme zu bewältigen, bevor sie eskalieren. Nein, die Wirecard kommt nicht mehr zurück.</p>
<h3>12. Übermäßiges Selbstwertgefühl</h3>
<p>Auch wenn Sie der Sonnenkönig Ihres Lebens sind: Bescheidenheit ist wichtig, um eine Überschätzung der eigenen Fähigkeiten zu vermeiden.</p>
<h3>13. Übermäßiger Optimismus</h3>
<p>Halten Sie die Balance zwischen Optimismus (wer nicht wagt, der nicht gewinnt) und Pragmatismus (Risikokontrolle muss sein). Überlegen Sie zumindest kurz: &quot;Was könnte schief gehen?&quot;</p>
<h3>14. Verlustschock</h3>
<p>Keine Panik: Eine starke Reaktion auf Verluste kann das Urteilsvermögen trüben. Konzentrieren Sie sich auf die nächsten Schritte.</p>
<h3>15. Sozialprestige</h3>
<p>Hinterfragen Sie, ob die Menge recht hat; folgen Sie anderen in unsicheren Situationen nicht blind. Anmerkung von mir: Meiner Meinung nach das größte Übel von allem. Versuchen Sie ein Anti-Lemming zu werden. </p>
<h3>16. Keine Vergleiche</h3>
<p>Beurteilen Sie Menschen und Objekte individuell, nicht im Vergleich. Ein starker Kontrast kann zu Fehlreaktion führen.</p>
<h3>17. Stress macht dumm</h3>
<p>Je höher das Stresslevel, umso mehr müssen Sie auf Autopilot laufen. Nicht umsonst heißt es beim Militär: &quot;Drill ist das, was im Gefecht übrigbleibt.&quot;
Geben Sie dem Stressabbau den Vorrang, bevor Sie wichtige Entscheidungen fällen.  </p>
<h3>18. Leicht zu finden = es ist wahr</h3>
<p>Die Wahrheit wird im Allgemeinen nicht auf einem Silbertablett angeboten. Holen Sie verschiedene Perspektiven und statistische Informationen ein; verlassen Sie sich nicht nur auf leicht zugängliche Informationen.</p>
<h3>19. Training ist alles</h3>
<p>Nutzen Sie Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse kontinuierlich. Qualitäten, die Sie nicht permanent anwenden verkümmern.</p>
<h3>20. Keine Drogen</h3>
<p>Vermeiden Sie Situationen oder Substanzen, die Ihre Wahrnehmung der Realität verzerren.</p>
<h3>21. Altersschwäche: Kann man nix machen</h3>
<p>Das Altern ist unvermeidlich, aber ständiges Lernen kann den geistigen Verfall verlangsamen. Unschlagbare Kombi: Lebenserfahrung plus jugendliche Neugier. Auch Wissen hat eine Halbwertszeit. Wischen Sie alle zehn Jahre einmal feucht durch, um Platz für Neues zu schaffen.</p>
<h3>22. Obrigkeitshörigkeit</h3>
<p>Hinterfragen Sie Meinungen auf der Grundlage von Logik und akzeptieren Sie sie nicht nur, weil sie von Autoritätspersonen stammen. In keinem Bereich ist der Graben zwischen akademischen Elfenbeinturm und praktischer Anwendung größer, als in den Finanzwissenschaften. </p>
<h3>23. Schwätzer</h3>
<p>Schätzen Sie Ihre Zeit; schränken Sie zeitraubende Aktivitäten ein. Insta, Tik-Tok et al: Ich schaue Euch an.</p>
<h3>24. Wer begründet, überzeugt</h3>
<p>Die Angabe von Gründen, auch wenn sie nichtssagend sind, kann die Befolgung von Aufforderungen verbessern.<br />
Klassisches Experiment: Lange Schlage am Kopierer, Versuchsperson drängt sich ohne Angabe vor Gründen vor: Megaschlechte Laune in der Schlage.<br />
Runde zwei: Versuchsperson drägelt schon wieder. Dieses Mal aber mit Begründung: &quot;Ich muss kopieren.&quot; Stimmung in der Schlange: Nicht wirklich happy, aber keine Mordlust mehr. </p>
<h3>25. Der perfekte Sturm</h3>
<p>Das Leben ist nicht linear. Eine Fehleinschätzung, eine kognitive Verzerrung, das mag noch angehen, das lässt sich ausgleichen. Zwei oder mehr Fehleinschätzungen, die - jede für sich  - ausgleichbar sind, können in Kombination in die Katastrophe führen. Seien Sie sich komplexer Situationen bewusst.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Das sind die 25 Punkte, die Herr Munger für wesentlich hält. Zusammengefasst: Sei kein Arschloch und achte auf Deine Gesundheit.  </p>
<h2>Quellen</h2>
<ul>
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=pqzcCfUglws">Audio der Rede vom Juni 1995</a></li>
<li><a href="https://buffettmungerwisdom.files.wordpress.com/2013/01/mungerspeech_june_95.pdf">Transkript der Rede von 1995</a></li>
<li><a href="https://www-personal.umich.edu/~venky/teach/Munger-misjudgment.pdf">Überarbeitetes und deutlich erweitertes Manuskript von 2005</a></li>
</ul>]]>
         </description>
         <pubDate>2023-11-24T00:00:00+01:00</pubDate>
         </item>
               <item>
         <title><![CDATA[Börsen-Erfolgsfaktor Nr. 1: Die Positionsgröße]]></title>
         <author>kontakt@finanzwesir.com (Finanzwesir)</author>
         <link>https://www.finanzwesir.com/blog/positionsgroesse<![CDATA[/?utm_source=fw-rss&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed-Finanzwesir]]></link>
         <guid>https://www.finanzwesir.com/blog/positionsgroesse</guid>
         <description>
                           <![CDATA[<img src="/assets/img/social-media/positionsgroesse.png" />]]>
                        <![CDATA[<br><p>Risikomanagement ist Positionsgrößenmanagement. Nehmen wir als plakatives Beispiel Bitcoin.</p>
<ul>
<li>Höchstkurs: 15.11.2021, 57.982,73 €</li>
<li>Tiefstkurs: 21.11.2022, 14.965,85 €</li>
<li>Verlust: 74,19 %</li>
</ul>
<!--more-->
<p>Binnen Jahresfrist haben sich drei Viertel der investierten Summe in Luft aufgelöst.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Investiert</th>
<th>Verlust</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>10 €</td>
<td>-7,42 €</td>
</tr>
<tr>
<td>100 €</td>
<td>-74,19 €</td>
</tr>
<tr>
<td>1.000 €</td>
<td>-741,91 €</td>
</tr>
<tr>
<td>10.000 €</td>
<td>-7.419,08 €</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Die Positionsgröße entscheidet!</h2>
<ul>
<li>10 €: Egal, das waren die 10 Euro, die ich mal über Bison angelegt habe. War eh Promotion-Geld. Was sollt&#8217;s, dieses Krypto-Zeug ist eh Quatsch. Lebt einfach weiter.</li>
<li>100 €: Schade, hatte gehofft wenigstens ein schickes Abendessen für zwei rauszuholen. Aber egal, das zahl&#8217; ich auch aus der eigenen Tasche. </li>
<li>1.000 €: Das tut echt weh, für die 750 € hätte ich auch einen schönen Wochenendtrip nach Wien machen können. </li>
<li>10.000 €: Scheiße, SCHEISSE, SCHEISSE!!!! Das sind drei Nettogehälter und meine Frau weiß von nichts!</li>
</ul>
<p>Ob Aktie oder Bitcoin - an den Verlusten können Sie nichts ändern. Ihr Hebel ist die Positionsgröße.  </p>
<p><strong>Verlust mal Positionsgröße gleich &quot;Wucht des Einschlags&quot;.</strong></p>
<p>Meine Erfahrung aus zehn Jahren als Finanzblogger: Es gibt zwei Gründe, warum die Leute das Handtuch werfen:</p>
<ol>
<li>Liquiditätsprobleme - etwas Unvorhergesehenes passiert und der Notgroschen reicht nicht aus. Die Folge: Ein Notverkauf des Depots.</li>
<li>Falsche Positionsgrößen - ein Aktienanteil von 20 Prozent wäre im Rahmen gewesen, 30 Prozent waren zu viel. Die Folge: Ein Notverkauf des Depots.</li>
</ol>
<p>Die Argumente der Excel-Ultras (positiver Erwartungswert, statistisch, stochastisch alles super, blah, blah, blah) verhallen in solchen Situationen ungehört. Börse ist zu 80 Prozent Bauch und zu 20 Prozent Gehirn. Die Aufgabe des Gehirns ist es, die Bauchentscheidungen rational zu begründen, damit der Bauch nicht wie ein Volldepp dasteht. Excel ist evolutionsgeschichtlich viel zu jung, um irgendeinen Einfluss auf das Reptiliengehirn zu haben.    </p>
<h2>Was ist die richtige Positionsgröße für mich?</h2>
<p>Das hängt von der Assetklasse ab. Ich spiele das anhand des Aktienmarktes durch.<br />
Zuerst müssen wir uns einen Überblick verschaffen: Wie hoch sind die möglichen Rücksetzer?<br />
Ganz wichtig: Die Zeitreihe sollte möglichst lang sein. 50 Jahre sind gut, 100 Jahre sind besser.<br />
Ich habe mich aus pragmatischen Gründen für den S&amp;P 500 entschieden. Der hat die längste Zeitreihe und die Daten sind relativ leicht zu finden.<br />
<img src="/assets/img/blog/sp500-verlustjahre.png" alt="Drawdowns SP 500" />  </p>
<h3>Einwand</h3>
<p>Aber der S&amp;P 500 umfasst doch nur die USA und ist außerdem in Dollar. Mein MSCI Schwellenland ist doch damit gar nicht vergleichbar und außerdem dollarfrei.<br />
Uns interessiert: Welche Kursrückgänge sind am Aktienmarkt möglich. Diese Antwort liefert uns der S&amp;P 500. Wenn der S&amp;P 500 um 82 Prozent fallen kann und sich in der Vergangenheit mehrfach halbiert hat, dann können die anderen Indizes das auch.<br />
Der S&amp;P 500 hat sich in den Perioden 1973 - 1975, 2001 und 2007 - 2009 halbiert. Nur Erbsenzähler machen eine Nachkommatabelle auf.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Zeitraum</th>
<th>Verlust</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>1973 - 1975</td>
<td>-48,20%</td>
</tr>
<tr>
<td>2001</td>
<td>-49,10%</td>
</tr>
<tr>
<td>2007 - 2009</td>
<td>-56,80%</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Hier &quot;genau&quot; zu rechnen, gaukelt eine Genauigkeit vor, die nicht existiert. Es geht beim Investieren nicht darum perfekt zu sein. Es reicht, dem roten Faden zu folgen. Und der führt manchmal in den Abgrund. Und ob der Abgrund nun eine Tiefe von 48,20 % oder von 56,80 % hat, ist egal. Das sind beides Genickbruchtiefen. </p>
<h3>Zwischenfazit</h3>
<p>Die Assetklasse &quot;breit diversifizierter Aktienfonds&quot; hat bereits Verluste von über 80 Prozent erlitten, Drawdowns von 50 Prozent wird jeder Langfristanleger erleben und ein Minus von 20 Prozent gehört einfach zum guten Ton.  </p>
<h3>Was nun?</h3>
<p>Jetzt müssen wir diese Verluste bewerten; und zwar in Euro.<br />
Die Messlatte sind Sie, oder besser gesagt: Ihr Nettogehalt.<br />
Und auch hier gilt: Wir runden fleißig, denn wir brauchen Zahlen, die sich gut merken lassen.<br />
Die Höhe des durchschnittlichen jährlichen Nettolohns je Arbeitnehmer lag in Deutschland 2022 bei <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/74510/umfrage/nettogehalt-im-jahr-je-arbeitnehmer-in-deutschland/">26.928 Euro</a>.
Wir kalkulieren:</p>
<ul>
<li>Jahresnetto: 27.000 Euro</li>
<li>Monatsnetto: 2.300 Euro (Jahresnetto dividiert durch 12)</li>
<li>Wochennetto: 500 Euro (Jahresnetto dividiert durch 52)</li>
<li>Stundennetto: 13 Euro (Wochennetto dividiert durch 40) bis 15 Euro (Wochennetto dividiert durch 35)</li>
</ul>
<p>Das ist eine Überschlagsrechnung. Natürlich können Sie ganz genau rechnen und nur die Arbeitstage als Berechnungsgrundlage nutzen. Das wären dann bei einer 5-Tage-Woche 230 Arbeitstage pro Jahr und 21 Arbeitstage pro Monat. Das ist das, was das Finanzamt ohne Rückfragen akzeptiert. Wenn Sie damit das Wochennetto &quot;genau&quot; ausrechnen landen Sie bei 600 Euro. Centgenau: 586,96 Euro.<br />
Was ich Ihnen mit 25 Jahren Börsenerfahrung versprechen kann: Wenn Ihr Depot in die kritische Zone segelt, ist es egal, ob Ihr Wochennetto bei 500 oder bei 600 Euro liegt. </p>
<p>Jetzt zurück zu unserem Bitcoin-Investment.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Investiert</th>
<th>Verlust</th>
<th>Arbeitsäquivalente</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>10 €</td>
<td>-7,42 €</td>
<td>30 Minuten</td>
</tr>
<tr>
<td>100 €</td>
<td>-74,19 €</td>
<td>5 - 6 Stunden, fast schon ein ganzer Arbeitstag</td>
</tr>
<tr>
<td>1.000 €</td>
<td>-741,91 €</td>
<td>1,5 Wochen für die Katz</td>
</tr>
<tr>
<td>10.000 €</td>
<td>-7.419,08 €</td>
<td>gut 3 Monatsgehälter, das gesamte Einkommen eines Quartals ist weg</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Ihre Aufgabe</h2>
<ol>
<li>Errechnen Sie Ihre Netto-Kennzahlen.</li>
<li>Überlegen Sie sich, wie viel vom Netto Sie riskieren wollen.</li>
</ol>
<p>Bezogen auf einen ETF auf einen der Brot&amp;Butter-Indizes bedeutet das:</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Depotgröße</th>
<th>50 % Verlust</th>
<th>Wochenetto</th>
<th>Monatsnetto</th>
<th>Jahresnetto</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>1.000 €</td>
<td>- 500 €</td>
<td>1</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>5.000 €</td>
<td>- 2.500 €</td>
<td>5</td>
<td>1</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>10.000 €</td>
<td>- 5.000 €</td>
<td>10</td>
<td>2</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>20.000 €</td>
<td>- 10.000 €</td>
<td>20</td>
<td>4</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>50.000 €</td>
<td>- 25.000 €</td>
<td>50</td>
<td>11</td>
<td>1</td>
</tr>
<tr>
<td>100.000 €</td>
<td>- 50.000 €</td>
<td>100</td>
<td>22</td>
<td>2</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Sie sehen, ich habe auch hier ordentlich gerundet. 22 Monatsnettos sind keine zwei Jahresnettos. Aber Nachkommastellen verbessern Ihre emotionale Situation nicht, wenn das Depot zweistellig im Minus steht.</p>
<h2>Die Frage aller Fragen</h2>
<p>Wie viele Monatsnettos dürfen im Feuer sein, bevor Sie nervös werden?<br />
42 wären eine ganze Menge.</p>]]>
         </description>
         <pubDate>2023-11-16T00:00:00+01:00</pubDate>
         </item>
               <item>
         <title><![CDATA[Mama, der Index performt nicht!]]></title>
         <author>kontakt@finanzwesir.com (Finanzwesir)</author>
         <link>https://www.finanzwesir.com/blog/msci-world<![CDATA[/?utm_source=fw-rss&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed-Finanzwesir]]></link>
         <guid>https://www.finanzwesir.com/blog/msci-world</guid>
         <description>
                           <![CDATA[<img src="/assets/img/social-media/msci-world-schwach.png" />]]>
                        <![CDATA[<br><p>Jetzt performt der MSCI World mal 22 Monate nicht so doll und schon geht das Gejammer los. Exemplarisch für die Qualitätsmedien hier ein Screenshot von Zeit Online.  </p>
<!--more-->
<p><img src="/assets/img/blog/zeit-lohnt-world.png" alt="ZEIT über den MSCI World" /><br />
<strong>Zeit-Artikel vom 31.10.2023</strong>  </p>
<p>Wer einen Zeithorizont von 30 Jahren hat, spart 360 Monate. 22 Monate sind sechs Prozent dieser Zeit. Kein Grund unsicher zu werden. Aber warum dann diese Jammer-Artikel?</p>
<h3>So kennen und lieben wir unseren MSCI World</h3>
<p><img src="/assets/img/blog/MSCI-world-rendite-2008-2021.png" alt="MSCI World Rendite  2008-2021" /><br />
Das Sparplanszenario:</p>
<ul>
<li>Erste Rate: Dezember 2008</li>
<li>Letzte Rate: Dezember 2021</li>
<li>monatliche Sparplanrate: 100 Euro</li>
<li>Zahl der Raten: 157</li>
<li>Eingezahlt: 15.700 Euro</li>
<li>Börsengewinn: 25.300 Euro</li>
<li>Depotwert: 41.000 Euro</li>
</ul>
<p>Das hat sich ja mal gelohnt. Die ersten drei Monate war das Depot nach Abzug der Einzahlung minimal im Minus. Der Tiefpunkt war im Februar 2009: 300 € eingezahlt, Depotwert 280 €. Ab April war der Depotwert dann immer größer, als die Summe der Sparplanraten (April 2009: 530 € / 500 €).</p>
<p>Das Rückschaufenster von uns Menschen ist sehr kurz. Dinge, die vor zwei, drei oder gar fünf Jahren passiert sind, verschluckt der Treibsand des Vergessens. Bezogen auf unsere Kurve bedeutet das: Der 45°-Anstieg zwischen April 2020 und Dezember 2021 ist die normale World-Performance.<br />
Wer während Corona eingestiegen ist, kennt nichts anderes. Wer 2009 mit dem ETF-Sparen angefangen hat, für den galt dreizehn lange Jahre &quot;Buy the dip&quot;. Nur die ganz alten Schlachtrösser erinnern sich an Zeiten, in denen der MSCI World dauerhaft schlechter als Tagesgeld war.   </p>
<p>Diese dreizehn Jahre haben sich im kollektiven Bewusstsein der Anleger eingebrannt als &quot;typische Performance eines breit diversifizierten ETFs&quot;. </p>
<h3>Der neue MSCI World</h3>
<p><img src="/assets/img/blog/MSCI-world-rendite-2021-2023.png" alt="MSCI World Rendite 2021 2023" /><br />
Sparplanszenario wie oben. </p>
<ul>
<li>Erste Rate: Dezember 2021</li>
<li>Letzte Rate: Oktober 2023</li>
</ul>
<h4>Die Performance?</h4>
<ul>
<li>Fast 17 Monate in Folge ist der Depotwert kleiner als die Summe der Einzahlungen. </li>
<li>Im Juli 2022 schafft es das Depot ins Plus (800 € eingezahlt, Depotwert 812 €).</li>
<li>Das Minus ist jetzt nicht so dramatisch. Weihnachten 2022 ist das Ergebnis am schlechtesten (1.300 € eingezahlt, im Depot sind 1.220 €, ein Minus von 80 €). Die Grafik zeigt&#8217;s ja: Das Minus liegt zwischen minus zehn und minus zwanzig Euro.</li>
<li>Aktuell ist das Depot im Plus. Der Depotwert beträgt 2.330 €. Anteil der Sparplanraten: 2.300 €.  </li>
</ul>
<p>Alles verschmerzbar, aber doch irgendwie lästig.<br />
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und eigentlich hatte man sich das Ganze mit Blick auf die glorreiche Vergangenheit etwas anders vorgestellt.
Aber, es geht noch schlimmer.</p>
<h3>Der ganz alte MSCI World</h3>
<p>Auch das ist normal für den MSCI World.<br />
<img src="/assets/img/blog/MSCI-world-rendite-1999-2009.png" alt="MSCI World Rendite 1999-2009.png" /><br />
Zehn Jahre werfen wir monatlich 100 Euro in ein schwarzes Loch. Nach 133 Monaten haben wir 13.300 Euro im MSCI World versenkt und das Depot ist 12.400 Euro wert. 900 Euro Verlust in 10 Jahren. Riester hätte mehr gebracht. </p>
<h2>Was ist denn jetzt normal?</h2>
<p>Beides. Deshalb sind diese &quot;Lohnt-der MSCI-World&quot;-Artikel auch so albern. Es gibt nichts zu kritisieren am MSCI World. Die Regeln sind transparent wie eh und je.   </p>
<ul>
<li>Das Investmentuniversum: Alle börsennotierten Unternehmen in den 23 Industrieländern. Abgeschnitten wird, wenn 85 % der Marktkapitalisierung erreicht sind. Damit sind die großen (Large Cap) und mittelgroßen (Mid Cap) Firmen Teil des Index.</li>
<li>Rangfolge nach Marktkapitalisierung</li>
<li>Jedes Quartal erfolgt eine Überprüfung</li>
<li>Fertig</li>
</ul>
<p>Egal ob ACWI, World oder Emerging Markets, die Indizes sind Trendfolger. Durch die Gewichtung nach Marktkapitalisierung gewinnen erfolgreiche Firmen automatisch an Einfluss, während erfolglose Firmen nach unten durchgereicht werden.<br />
Und zwar unabhängig davon, in welchem Land die Firma ihren Hauptsitz hat. Aktuell führen vor allem US-amerikanische Firmen dem Index an. Wobei man trefflich darüber streiten kann, ob das denn wirklich US-Unternehmen sind, oder nicht einfach Weltkonzerne.<br />
Google beispielsweise hat im Jahr 2022 weniger als 50 % seine Umsatzes in den USA gemacht. OK, es waren 48 %, aber trotzdem, unter 50 %. 29 % EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika), 16 % pazifisches Becken und 6 % für das restliche Amerika (<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/75191/umfrage/umsatz-von-google-nach-regionen/">Quelle</a>). </p>
<p>Das es jetzt knapp zwei Jahre eher auf Tagesgeldniveau dahingeht, ist kein Grund am MSCI World zu zweifeln oder sich Zinsanlagen zuzuwenden. Sichere Zinsprodukte sind Wertspeicher. Sie erhalten erst einmal den nominalen Wert des Geldes. Wenn der Zins dann die Inflation ausgleicht und die Kaufkraft stabil hält: Umso besser. Für den Vermögensaufbau taugen diese Produkte nichts.<br />
<img src="/assets/img/blog/realzins-1992-2022.png" alt="Realzins" /><br />
Selbst auf dem Höhepunkt der Subprime-Krise gab es gerade mal einen Realzins von 1,5 %. Die meiste Zeit hat man mit Sparbuch und Tagesgeld Kaufkraft verloren. </p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Das Geld wird im Bärenmarkt verdient. Man weiß es dann nur noch nicht. Wer von 1999 bis 2009 unverdrossen World-Anteile gekauft hat, saß zu Beginn des Bullenmarktes auf einem schönen Haufen Anteilsscheine. Und dann kam die Tide und hob alle Schiffe.<br />
Wir sind jetzt wieder in einer Akkumulationsphase.  </p>
<p>Jede profitable Strategie muss schwer durchzuhalten sein. Eine Strategie, die ihre Fans nicht hin und wieder hart prüft, verliert die Fähigkeit Geld zu verdienen. Survival of the fittest. Und wenn die schwachen Hände dann raus sind, kann der Zyklus von neuem beginnen.  </p>
<blockquote>
<p>&quot;Gewinne an der Börse sind Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen und dann das Geld.&quot;<br />
André Kostolany </p>
</blockquote>
<p>Also: Dran bleiben!</p>]]>
         </description>
         <pubDate>2023-11-10T00:00:00+01:00</pubDate>
         </item>
               <item>
         <title><![CDATA[Kein Schmerz, keine Prämie]]></title>
         <author>kontakt@finanzwesir.com (Finanzwesir)</author>
         <link>https://www.finanzwesir.com/blog/schmerz<![CDATA[/?utm_source=fw-rss&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed-Finanzwesir]]></link>
         <guid>https://www.finanzwesir.com/blog/schmerz</guid>
         <description>
                           <![CDATA[<img src="/assets/img/social-media/schmerz.png" />]]>
                        <![CDATA[<br><h2>Die Meinung altgedienter Finanzrecken (was man tun sollte)</h2>
<blockquote>
<p>&quot;Die einsame und unbequeme Position sollte nicht nur toleriert, sondern gefeiert werden: Normalerweise sollte es ein Grund zur Sorge sein, Teil der Herde zu sein.&quot;<br />
Howard Marks</p>
</blockquote>
<p><a href="https://www.oaktreecapital.com/about/leadership/bio/howard-marks">Howard Marks</a>, Gründer von Oaktree Capital und Autor der sehr lesenswerten &quot;<a href="https://www.oaktreecapital.com/insights">Memos from Howard Marks</a>&quot; ist ein ausgewiesener Börsenveteran und Menschenkenner. </p>
<!--more-->
<blockquote>
<p>&quot;Kein Schmerz, keine Prämie&quot;<br />
Fazit von Corey  Hoffstein, Gründer von Newfound Research nach <a href="https://blog.thinknewfound.com/2023/08/15-ideas-frameworks-and-lessons-from-15-years/">15 Jahren im Geschäft</a>.</p>
</blockquote>
<h2>Die Realität (wie&#8217;s &quot;in echt&quot; läuft)</h2>
<blockquote>
<p>&quot;Die meisten Menschen sind nicht auf der Suche nach der Wahrheit. Sie sind auf der Suche nach Glück, und was immer sie glücklich macht, werden sie glauben.&quot;<br />
Quelle: Das Internet. Und die eigene Lebenserfahrung: &quot;Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.&quot;</p>
</blockquote>
<h3>Das fundamentale Problem</h3>
<ul>
<li>Außerhalb der Herde zu sein, macht den Menschen als soziales Wesen definitiv unglücklich. </li>
<li>Wer als Geldanleger erfolgreich sein will, muss dahin skaten, wo der Puck sein wird.</li>
</ul>
<p>Wer heute den zukünftigen Erfolg vorbereitet, verhält sich aus der Sicht der Herde zwangsläufig irrational. </p>
<p>Nehmen wir Howard Marks&#8217; Memo &quot;<a href="https://www.oaktreecapital.com/insights/memo/further-thoughts-on-sea-change">Further Thoughts on Sea Change</a>&quot; als Beispiel.</p>
<blockquote>
<p>&quot;Sie sollten nicht davon ausgehen, dass die Anlagestrategien, die Ihnen seit 2009 am besten gedient haben, dies auch in den kommenden Jahren tun werden.&quot;</p>
</blockquote>
<p>Corey Hoffstein meint</p>
<blockquote>
<p>&quot;Der Schmerz ist letztlich das, was die Strategie davor bewahrt, überrannt zu werden, und es ermöglicht, dass die Prämie existiert.&quot;</p>
</blockquote>
<p>Na prima, man findet eine Strategie, richtet sich mit Schmerzen ein und dann muss man sie über Bord werfen und sich einen neuen Schmerz suchen. </p>
<p>Ist das nicht nur eine Variante von &quot;Dieses Mal ist alles anders&quot;? Das Gras ist eben doch nicht grüner auf der anderen Seite.<br />
Warum nicht einfach ETF-long-only, Buy und Hold und aussitzen und fertig?<br />
In 80 Prozent aller Fälle ist der Satz &quot;Diese Mal ist alles anders&quot; wirklich der teuerste Satz im Investmentuniversum. In 20 Prozent aller Fälle haben wir es tatsächlich mit einem Gezeitenwechsel zu tun.<br />
Gezeitenwechsel ja oder nein? Um das beurteilen zu können, muss man eine gewisse Lebenserfahrung haben.</p>
<blockquote>
<p>&quot;Ich glaube, der Mangel an Veteranen aus den 70er Jahren hat es den Menschen leicht gemacht, zu dem Schluss zu kommen, dass die Zinstrends von 2009-21 normal waren.&quot;<br />
Howard Marks</p>
</blockquote>
<p>Selbst ich, der auf die 60 zugeht, ist nur ein Veteran der 90er Jahre. In den 70er Jahren war ich ein Grundschüler. Herr Marks gehört zur Generation meiner Eltern und zur Generation der Großeltern der Insta-Finfluencer und Tiktoker. </p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Ihr Investmenterfolg hängt davon ab, wie viel Unglück Sie in Ihr Leben lassen wollen.<br />
Aber was ist mit dem Buy &amp; Hold-Mantra: &quot;Et is wie et is, et kütt wie et kütt, aber et hät noch immer jotgegange?&quot;<br />
Wie jedes gute Orakel macht auch das kölsche Grundgesetz nur Aussagen über den Endzustand. Wie lange es dauert, bis alles gut wird und wie steinig der Weg werden wird: Dazu macht das kölsche Orakel keine Anhaben.<br />
Letztlich muss auch Buy &amp; Hold schmerzhaft sein, sonst würden die ganzen Bausparer rüber machen und wir hätten eine Aktionärsquote von 100 %. Aktuell investieren gut 18 % aller Deutschen an der Börse (<a href="https://www.dai.de/fileadmin/user_upload/230117_Deutsches_Aktieninstitut_Aktionaerszahlen_2022.pdf">Quelle</a>).</p>]]>
         </description>
         <pubDate>2023-10-27T00:00:00+02:00</pubDate>
         </item>
               <item>
         <title><![CDATA[Hochzins-Produkte besser als Aktien?]]></title>
         <author>kontakt@finanzwesir.com (Finanzwesir)</author>
         <link>https://www.finanzwesir.com/blog/hochzins-fixed-income<![CDATA[/?utm_source=fw-rss&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed-Finanzwesir]]></link>
         <guid>https://www.finanzwesir.com/blog/hochzins-fixed-income</guid>
         <description>
                           <![CDATA[<img src="/assets/img/social-media/fixed-income.png" />]]>
                        <![CDATA[<br><p>Bis zu 14 % auf Senior Loans. Da stellt sich die Frage: Wozu dann noch Aktien?</p>
<p>Fixed Income - feste Erträge, Zinsen. Darüber sprechen wir heute.<br />
Während der Planung habe ich Anton gefragt: &quot;Fixed Income - was sind das denn für Papiere?&quot;<br />
Antons Antwort: &quot;Darunter würden für mich alle Geldwerte fallen, die aktienähnliche Renditen aufweisen und deshalb die Depotrendite nicht verwässern.<br />
High-Yield-Anleihen, Kredite, Preferred Shares (um nur einige zu nennen) sind alle positiv korreliert mit Aktien, weisen aber durchaus eine eigene Zyklik auf und schütten in Krisen verhältnismäßig sicher aus.&quot;   </p>
<!--more-->
<p>Solche Fixed-Income-Anlagen zahlen aber nicht nur verlässliche Ausschüttungen von über 5 %, sondern bieten sich auch an, um den Kurswert des Portfolios zu glätten. </p>
<h3>Begriffsdefinitionen</h3>
<p>Fixed Income ist weit mehr als Tagesgeld.Selbst die korrekte Übersetzung in festverzinsliche Wertpapiere hilft nicht wirklich weiter. Denn damit ist ein Anleihen-ETF gemeint. Wer erfolgreich in die Anlageklasse &quot;Fixed Income&quot; investieren möchte, muss - zumindest grundlegend - über die Kapitalstruktur von Unternehmen Bescheid wissen und einige Fachbegriffe kennen.</p>
<ol>
<li>Investment Grade versus Junk Bonds, was sind die Unterschiede?</li>
<li>Was ist das Zinsänderungsrisiko und wie wirkt es sich aus?</li>
<li>Was ist der Credit spread (Kreditspanne)?</li>
<li>Unterschied Loan versus Bond. Loans sind Geschäftskredite und haben keine fixe Zinshöhe, sondern werden alle 3 Monate an einen Referenzzins (beispielsweise Libor) angepasst. Damit sind sie gut gegen Inflation geschützt. Vorausgesetzt, die EZB hebt die entsprechenden Zinssätze auch an. Anders die Anleihe (Bond): Sie hat einen festen Zinssatz und der Kurs fällt, wenn die Inflation steigt. </li>
<li>Kapitalstruktur einer Firma (besicherte Anleihen, unbesicherte Anleihen, Eigenkapital). Was sind die typischen Charakteristiken dieser juristischen Konstrukte? Mit welchen Eigenschaften sind sie ausgestattet (Risiko, Rendite, Volatilität)?</li>
</ol>
<p>Dann klären wir, wo sich die Produkte der heutigen Sendung in dieser Hierarchie befinden und die grundsätzliche Motivation sich solche Papiere zu kaufen. Gerade im Hinblick auf die Redite/Risiko-Analyse. Überspitzt gesagt:</p>
<ol>
<li>Aktien laufen schlecht, alles ist unsicher, Flucht in die sicheren Werte. =&gt; Hochzins-Junk stürzt ab wie die Aktien.</li>
<li>Aktien erholen sich wieder, die Kurse gehen ordentlich nach oben. =&gt; Hochzins-Anleihen sind eben doch nur Anleihen. Man bekommt den Zins und das war&#8217;s. Kursgewinne nicht wirklich toll.</li>
</ol>
<p>Damit hat man das Schlechteste aus beiden Welten, denn: Unternehmensanleihen (insbesondere die hochverzinslichen) werden sowohl von den Zinssätzen, als auch von der Wirtschaftslage beeinflusst. Mal verhalten Sie sich wie Anleihen, dann wieder wie Aktien. </p>
<blockquote>
<p>&quot;Und das, obwohl Investment-Grade-Unternehmensanleihen fast immer deutlich höhere Renditen aufweisen als Anleihen höherer Qualität. Das Problem ist, dass ein erheblicher Teil dieses anfänglichen Renditevorteils aufgrund von Zahlungsausfällen, Kündigungsrisiken (Bullenmarkt, alle sind voll &quot;Risk-on&quot;,  5% reichen für eine High-Yield-Anleihe, also kündigt die Firma die  7 %-Anleihe und der Investor kriegt keine 7%) und Herabstufungen verloren geht. Anders ausgedrückt: Die Rendite eines diversifizierten Portfolios von Unternehmensanleihen überschätzt die zu erwartende Rendite erheblich.&quot;<br />
<a href="https://www.cbsnews.com/news/3-reasons-to-avoid-corporate-bonds/">Quelle</a></p>
</blockquote>
<p>Hochzinsanleihen verhalten sich anders als US-Treasuries. Wer vor x Jahren Papiere mit einem Coupon von sechs Prozent kauft, behält diese Rendite. Auch wenn der aktuelle Zinssatz bei 1,5 % liegt. Halten bis zur Endfälligkeit ist hier die Strategie. Uncle Sam kündigt nicht. Die Emittenten von Hochzinsanleihen schon.  </p>
<p>Hier einige Forschungsarbeiten zum Thema</p>
<ul>
<li><a href="http://kuznets.fas.harvard.edu/~campbell/papers/campbelltaksler_jf2003.pdf">Equity Volatility and Corporate Bond Yields, JOHN Y. CAMPBELL and GLEN B.TAKSLER (2003)</a>  </li>
<li><a href="http://www.moodyskmv.com/conf05/pdf/papers/p_collindufresne.pdf">On the Relation Between Credit Spread Puzzles and the Equity Premium Puzzle - Long Chen Pierre Collin-Dufresne Robert S. Goldstein (2002)</a>  </li>
<li><a href="http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.163.9373&amp;rep=rep1&amp;type=pdf">The determinants of credit spread changes - Collin-Dufresne, Goldstein, and Martin (2001)</a>  </li>
<li><a href="http://www.ieor.berkeley.edu/~ieor298/Reading/LongstaffSchwartz-95.pdf">A Simple Approach to Valuing Risky Fixed and Floating Rate Debt - Longstaff and Schwartz (1995)</a>  </li>
<li><a href="http://www.afajof.org/afa/forthcoming/2569.pdf">Liquidity and Credit Risk - Jan Ericsson and Olivier Renault (2006)</a>  </li>
<li><a href="http://eclass.yonsei.ac.kr/bucksan/papers/DOES%20DEFAULT%20RISK%20IN%20COUPONS%20AFFECT%20THE%20VALUATION%20OF%20CORPORATE-BONDS%20-%20A%20CONTINGENT%20CLAIMS%20MODEL.pdf">Does default risk in coupons affect the valuation of corporate bonds?: A contingent claims model - Kim, Ramaswamy, and Sundaresan (1993)</a>  </li>
<li><a href="http://bbs.cenet.org.cn/uploadimages/20043135351540684.pdf">Contingent claims analysis of corporate capital structures: An empirical investigation - Jones, Mason, and Rosenfeld (1984)</a>  </li>
<li><a href="http://www.rhsmith.umd.edu/faculty/davramov/credit_risk_FAJ.pdf">Understanding Changes in Corporate Credit Spreads - Doron Avramov, Gergana Jostova, CFA, and Alexander Philipov (2007)</a></li>
</ul>
<h3>Risiko/Rendite-Analyse</h3>
<p>Wird man denn als Anleger überhaupt fair für die Übernahme des Risikos entschädigt? Hochzins-Anleihen können ausfallen, dann gibt es nichts. Wie findet man die Renditeperlen? Können diese Produkte überhaupt mithalten (Sharpe),  denn vom Kursverlauf ist das alles nah am MSCI World.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th><strong>Asset Class</strong></th>
<th><strong>1984-2015 Return</strong></th>
<th><strong>Risk</strong></th>
<th><strong>2008 Return</strong></th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>S&amp;P 500 Index</td>
<td>+10.9%</td>
<td>15.1</td>
<td>-37.0%</td>
</tr>
<tr>
<td>Global Stock Index</td>
<td>+12.7%</td>
<td>15.2</td>
<td>-41.7%</td>
</tr>
<tr>
<td>Barclay&#8217;s Govt. Bond Index</td>
<td>+6.5%</td>
<td>3.4</td>
<td>+10.4%</td>
</tr>
<tr>
<td>Barclay&#8217;s AAA Bond Index</td>
<td>+6.9%</td>
<td>3.5</td>
<td>+7.9%</td>
</tr>
<tr>
<td>Barclay&#8217;s AA Bond Index</td>
<td>+7.2%</td>
<td>3.9</td>
<td>+1.6%</td>
</tr>
<tr>
<td>Barclay&#8217;s A Bond Index</td>
<td>+7.4%</td>
<td>4.4</td>
<td>-4.9%</td>
</tr>
<tr>
<td>Barclay&#8217;s BBB Bond Index</td>
<td>+7.9%</td>
<td>4.6</td>
<td>-8.4%</td>
</tr>
<tr>
<td>Barclay&#8217;s High-Yield Index</td>
<td>+8.4%</td>
<td>8.1</td>
<td>-25.5%</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a href="https://seekingalpha.com/article/3981207-factors-in-practice-high-yield-debt-in-retirement">Quelle</a></p>
<ul>
<li><a href="https://www.lordabbett.com/en-us/institutional-investor/insights/markets-and-economy/are-high-yield-investors-getting-properly-paid-for-default-risk-.html">Are High Yield Investors Getting Properly Paid for Default Risk</a></li>
<li><a href="https://www.insightinvestment.com/united-states/perspectives/three-high-yield-myths-debunked/">High yield: three myths debunked</a></li>
</ul>
<h3>Erwiderung Anton</h3>
<p>Die Einschätzung, dass man mit High Yield Anleihen das schlechteste aus beiden Welten hat, teile ich allerdings nicht. High-Yield-Bonds sind, was die Barerträge angeht, nennenswert unkorreliert und auch was die Kurse angeht abgeschwächt positiv korreliert. 25 % bei High-Yield-Anleihen versus 35 % bei Aktien-Drawdown im Shutdown-Crash ist schon ein signifikanter Unterschied. Auch ansonsten ist die Volatilität wesentlich geringer.<br />
Entscheidend ist ja (selbst wenn man primär auf die Buchwertentwicklung schaut) nicht, dass alle unkorrelierten Papiere sich komplett anders verhalten als Aktien, sondern, dass das Gesamtelend im Crash vermindert wird. High-Yield-Bonds reduzieren das Elend, ohne die Rendite nennenswert zu verschlechtern. Das Gleiche gilt auch für die anderen Fixed-Income-Anlagen. </p>
<p>Auch das Zitat, dass die Renditen von High-Yield-Firmenanleihen überschätzt werden, halt ich für eine Binse. Natürlich schmälern Ausfälle den Ertrag. Wenn ich, wie beim FU Fonds, über 9 % Effektivverzinsung habe, können aber jedes Jahr ein paar Prozent ausfallen und mein Return ist immer noch wesentlich besser als bei Bundesanleihen.  </p>
<p><strong>Kupon minus statistisch erwarteter Ausfall gleich erwartete Rendite.</strong></p>
<p>Man darf auch nicht aus den letzten 15 Jahren bei solchen Fixed-Income-Anlagen 1:1 auf die Zukunft schließen. In der Zukunft dürfte die Schwankungsbreite vergleichbar bleiben (geringer als bei Aktien), die Renditen aber deutlich höher liegen. Das Sharpe Ratio wird besser. High-Yield-Anleihen rentieren mittlerweile gut und gerne über 9 % (statistische Ausfallwahrscheinlichkeit liegt bei 1,5 % p. a.. Das bedeutet: über 7 % erwartete Rendite bei geringerer Vola &amp; Drawdown als bei Aktien, kann man nicht meckern). Senior Loans rentieren teilweise über 14 %. Wir haben es aktuell eben mit einer relativen Hochzinsphase zu tun.</p>
<p><strong>High Yield und Fixed Income sind wesentlich besser als ihr (Junk)-Ruf und bieten gerade für unkorreliert orientierte Anleger ein angenehmes Profil als Depotergänzung.</strong></p>
<p>Was dieses angenehme Profil ist, werden wir im Weiteren erforschen.</p>
<h2>Der Fragenkatalog</h2>
<ul>
<li>Worin besteht die Unkorreliertheit, was ist das Lieblingsbiotop der Anlageklasse? Wann liefert sie eine gute Rendite, bei welchen Börsenregimes tut sie sich schwer? </li>
<li>Für wen ist sie geeignet? Charakterlich, finanzielle Möglichkeiten, Lebenssituation (jung &amp; lange Ansparrate oder kurz vor der Rente)</li>
<li>Was man realistischerweise von ihr erwarten kann. Wie ist das Auszahlungsprofil?</li>
<li>Einige ausgewählte Vertreter, so ganz ohne WKN geht&#8217;s dann doch nicht.</li>
<li>An welcher Börse kaufbar?. Da müssen wir uns dann leider teilweise vom Börsenplatz Deutschland verabschieden.</li>
</ul>
<h2>Produkte</h2>
<ol>
<li><a href="https://www.vaneck.com/us/en/investments/angel-high-yield-bond-etf-angl/overview/">VanEck Fallen Angel High Yield Bond ETF ($-HighYield-Anleihen)</a></li>
<li><a href="https://ig.cvc.com/about-us/our-overview/">CVC Income &amp; Growth Ltd. (überwiegend Senior Loans)</a></li>
<li><a href="https://www.heemann.org/unsere-fonds/fu-bonds-monthly-income">FU Fonds - Bonds Monthly Income (€-HighYield-Anleihen)</a> </li>
<li>MCAN Mortgage Corp. (Hypothekenkredite in Kanada): <a href="https://mcanfinancial.com/">Homepage</a>, <a href="https://mcanfinancial.com/investors/">Investoren-Seite</a></li>
</ol>
<h2>Hochzins-Produkte besser als Aktien? - Teil 1</h2>
<div style="padding:56.25% 0 0 0;position:relative;"><iframe src="https://player.vimeo.com/video/861585252?badge=0&amp;autopause=0&amp;quality_selector=1&amp;progress_bar=1&amp;player_id=0&amp;app_id=58479" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture" style="position:absolute;top:0;left:0;width:100%;height:100%;" title="Zinsen - der neue heiße Scheiß? Teil 1"></iframe></div>
<script src="https://player.vimeo.com/api/player.js"></script>
<h2>Hochzins-Produkte besser als Aktien?  -Teil 2</h2>
<div style="padding:56.25% 0 0 0;position:relative;"><iframe src="https://player.vimeo.com/video/863901456?badge=0&amp;autopause=0&amp;quality_selector=1&amp;progress_bar=1&amp;player_id=0&amp;app_id=58479" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture" style="position:absolute;top:0;left:0;width:100%;height:100%;" title="Hochzins-Produkte besser als Aktien?   - Teil 2"></iframe></div>
<script src="https://player.vimeo.com/api/player.js"></script>
<p></p>
<p></p>
<h4><a href="https://www.finanzwesir.com/unkorreliert">Zurück zur Unkorreliert-Übersichtsseite</a></h4>]]>
         </description>
         <pubDate>2023-10-18T00:00:00+02:00</pubDate>
         </item>
               <item>
         <title><![CDATA[Der Bronco-Faktor entscheidet]]></title>
         <author>kontakt@finanzwesir.com (Finanzwesir)</author>
         <link>https://www.finanzwesir.com/blog/bronco-faktor<![CDATA[/?utm_source=fw-rss&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed-Finanzwesir]]></link>
         <guid>https://www.finanzwesir.com/blog/bronco-faktor</guid>
         <description>
                           <![CDATA[<img src="/assets/img/social-media/bronco-faktor.png" />]]>
                        <![CDATA[<br><p>Auslöser für diesen Artikel, war ein Coaching, bei dem es recht schnell um das Thema &quot;ETF, ist ja schön und gut, aber die Schwankungen&#8230;&quot; ging.<br />
Also, wie schlimm ist es denn?<br />
Drei Indizes gehen ins Rennen. </p>
<!--more-->
<ol>
<li>Der SG Trend für die Trendfolge. Die im SG Trend vertretenen Fonds melden täglich die Nettorendite, also das, was beim Anleger ankommt. Die Fondskosten sind schon abgezogen. </li>
<li>MSCI World für die großen Firmen der Industrieländer. Hier habe ich mich für die Bruttovariante entschieden, um wirklich das Maximale herauszuholen. Mit einem ETF bekommen Sie das nicht, die haben die Nettovariante der Indizes als Benchmark.</li>
<li>MSCI Emerging Markets für die großen Firmen der Schwellenländer. Auch hier die Bruttovariante.</li>
</ol>
<p>Betrachteter Zeitraum: 23 Jahre und 9 Monate - von der Jahrtausendwende bis zum 30. September 2023. Alles in US-Dollar, denn den SG Trend gibt es nur in der Dollarvariante. Also brauchen wir von den beiden anderen Indizes ebenfalls die Yankee-Version.</p>
<h2>Was wird aus 100 USD?</h2>
<p><img src="/assets/img/blog/sg-trend-msci-world-em.png" alt="SG Trend, MSCI World, MSCI Emerging Markets 2000 - 2023" />  </p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Index</th>
<th>Ergebnis</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>SG Trend</td>
<td>$ 391</td>
</tr>
<tr>
<td>MSCI Emerging Markets</td>
<td>$ 370</td>
</tr>
<tr>
<td>MSCI World</td>
<td>$ 350</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Zwischenfazit</h3>
<p>Egal ob hundert Prozent Trend, Industrieländer oder Schwellenländer: Zum nicht arm sterben reicht&#8217;s. Die Unterschiede sind marginal.</p>
<h2>Interpretation</h2>
<p>Die Jahresrenditen sind gar nicht so unterschiedlich. Deshalb reicht es auch in jedem Fall zum &quot;nicht arm sterben&quot;.<br />
Aber gilt auch: &quot;Finanzen geregelt - Freiräume geschaffen&quot;?<br />
Die Indizes in der Einzelkritik.</p>
<h3>MSCI Emerging Markets</h3>
<ol>
<li>Kein doller Einstieg so mitten in der Dotcom-Krise. Wer im Januar 2000 100 USD investiert hat, hatte im September 2001 sein Vermögen halbiert. </li>
<li>Dann Rumgedümpel bis März 2003, immerhin knapp 60 USD im Depot. Bis jetzt lautet die Bilanz: 3 Jahre und drei Monate investiert, 40 USD Verlust. Man reiche mir das Tagesgeld.</li>
<li>Aber jetzt: Kursrakete gezündet. Im Oktober 2007 sind 335 USD im Depot. Na, hat sich doch gelohnt! Bester Investor ever. Man muss nur durchhalten. Die Schwellenländer sind einfach so was von auf der Überholspur sag&#8217; ich Euch!</li>
<li>Scheiß Entwicklungsländer! Oktober 2007: 335 USD, Februar 2009: 136 USD. Wie gewonnen so zerronnen; und das in 16 kurzen Monaten. Wer im Mai 2008 100 US-Dollar investiert hat, dessen MSCI-EM-Anteile sind im November 2008 noch 44 Dollar wert. In einem halben Jahr mehr als die Hälfte des Vermögens verloren; da wird der Freiraum zur Besenkammer. 16 Monate lang nur runter, runter, runter&#8230; Aussitzen haben sie gesagt, einfach nicht hinschauen&#8230;</li>
<li>Die Geschichte wiederholt sich. Kursrakete zwei gezündet. Bis April 2011 sind die alten Höchststände wieder erreicht. </li>
<li>Mai 2011 bis Mai 2016: Fünf Jahre seitwärts und abwärts. Aber immer schön mit ordentlich Volatilität. Der Kurs zischt wie ein Squashbällchen durch die Gegend.</li>
<li>Kursrakete drei: Im Januar 2018 werden neue historische Höchststände erreicht. Aus 100 USD sind jetzt 413 USD geworden.</li>
<li>Kursrakete ausgebrannt, wieder seitwärts und dann im März 2020 der Absturz ins Corona-V. </li>
<li>Kursrakete vier: Im Juni 2021 die Verfünffachung. Nach einundzwanzigeinhalb Jahren sind aus 100 USD 500 USD geworden.</li>
<li>Und noch ein Deep Dive: Im Oktober 2022 sind noch gut 320 USD im Depot.</li>
<li>Aktuell: Der Kurs hat sich erholt, es geht im Krebsgang voran und nach 23 Jahren und 9 Monaten haben wir aus 100 USD 370 USD gemacht.</li>
</ol>
<h4>Fazit</h4>
<p>Ein Kurserlebnis der besonderen Art. Ideal für Ignoranten, die ihr Depot alle drei bis vier Jahre mal besichtigen. </p>
<h3>MSCI World</h3>
<ol>
<li>Bis 2003 laufen Industrie- und Schwellenländer parallel. Runter auf die 50 %-Marke. </li>
<li>Der MSCI World zündet zwar keine Kursrakete, aber er gibt sich Mühe. Bis Oktober 2007 sind aus den 100 USD vom Januar 2000 immerhin 137 USD geworden. 37 % in knapp 8 Jahren. Da kann man ja gleich Anleihen kaufen.</li>
<li>Dotcom-Krise: Februar 2009: Wieder runter auf die 50 %-Marke. Gut neun Jahre an der Börse und nichts als Verluste. Ich will meinen Bausparer wieder haben!</li>
<li>März 2009 bis Dezember 2021: Knapp 12 Jahre und der MSCI World marschiert! Im Darth-Vader-Stil - nichts kann ihn aufhalten. Und immer &quot; Buy the Dip&quot;! Aus gut 50 USD werden knapp 400 USD. Sensationell. Das ist die Marktrendite, von der alle so schwärmen.</li>
<li>Das &quot;Gruseljahr&quot; 2022. 381 USD werden zu 285 USD. Die Hälfte der Coronarallye hat der Index wieder hergegeben. Nicht schön.</li>
<li>2023: Der Index berappelt sich. Im Juni 2023 sind wieder knapp 400 USD im Depot und der Zieleinlauf erfolgt bei 350 USD.</li>
</ol>
<h4>Fazit</h4>
<p>Bis zur Lehmankrise eher ein Gemurkse, aber dann hat die lockere Geldpolitik der Zentralbanken dem Index richtig gut getan.</p>
<h3>SG Trend</h3>
<ol>
<li>Das Jahr 2000 war kein berühmtes Jahr für Trendfolger. Aber wenigstens sind sie nicht so stark abgestürzt wie die Aktien. Von Januar bis September ein Verlust von 17 %. Statt 100 USD sind nur noch 83 USD im Depot. Aber bis Dezember sind die Verluste aufgeholt und das Depot steht 10 % im Plus (111 USD).</li>
<li>Die nächste Dekade marschiert Trend. Im April 2011 sind aus 100 USD gut 250 USD geworden. </li>
<li>Von April 2011 bis April 2014 heißt es drei Jahre lang:&quot;seitwärts, abwärts&quot;. Aus 250 USD werden 213 USD. </li>
<li>Kursrakete die erste: Bis Januar 2015 werden aus 213 USD gut 290 USD. </li>
<li>Ende Gelände, Trend legt sich schlafen. In knapp sechs Jahren bis Oktober 2020 schrumpfen die 290 USD vom Januar 2015 auf gut 260 USD. Zum Vergleich: In dieser Zeit macht der MSCI World aus 170 USD gut 260 USD. Objektiv macht es keinen Unterschied; 260 Trend-Dollar sind genau so gut, wie 260 MSCI-Dollar. Aber besser fürs Ego ist natürlich der Move von 170 auf 260 USD.</li>
<li>Kursrakete die zweite: In zwei Jahren werden aus 260 USD gut 410 USD.</li>
<li>Danach dann wieder seitwärts und Zieleinlauf bei 391 USD.</li>
</ol>
<h4>Fazit</h4>
<p>Viel weniger volatil als die Aktienindizes. Aber eben auch eigensinnig, was die Performance angeht. Da kommt es schon mal vor, dass Trend alt aussieht, während die Aktie glänzt.</p>
<h2>Die Leistungsdaten der Indizes</h2>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Kennzahlen</th>
<th>SG Trend</th>
<th>MSCI World</th>
<th>MSCI Emerging Markets</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>geometrische Rendite p.a.</td>
<td>5,91%</td>
<td>5,42%</td>
<td>5,67%</td>
</tr>
<tr>
<td>Minimale Monatsrendite</td>
<td>-13,60%</td>
<td>-18,93%</td>
<td>-27,35%</td>
</tr>
<tr>
<td>Maximale Monatsrendite</td>
<td>14,41%</td>
<td>12,83%</td>
<td>17,14%</td>
</tr>
<tr>
<td>positive Monate</td>
<td>158 (55%)</td>
<td>174 (61%)</td>
<td>162 (57%)</td>
</tr>
<tr>
<td>negative Monate</td>
<td>127 (45%)</td>
<td>111 (39%)</td>
<td>123 (43%)</td>
</tr>
<tr>
<td>Monate Rendite kleiner -10 %</td>
<td>1</td>
<td>5</td>
<td>10</td>
</tr>
<tr>
<td>Monate Rendite zwischen -9,99 % und -5 %</td>
<td>15</td>
<td>26</td>
<td>38</td>
</tr>
<tr>
<td>maximaler Drawdown</td>
<td>-20,70%</td>
<td>-53,65%</td>
<td>-61,44%</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="https://pxhere.com/en/photo/816331">Bronco*</a>-Faktor</td>
<td>13%</td>
<td>28%</td>
<td>39%</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Bronco-Faktor gibt an, wie hart die Strategie bockt und versucht Sie als Anleger abzuwerfen.<br />
Der Bronco-Faktor berechnet, wie hoch der Anteil der Chaosmonate (Monatsverluste größer -5 %) an den negativen Monaten ist.<br />
Der SG Trend hat zwar die meisten Negativmonate, aber er pimmelt eher lustlos im Negativen herum, während die Schwellenländer richtige Partyschweine sind, die es gerne mal krachen lassen.</p>
<h2>Rendite: Theorie und Praxis</h2>
<p>Exceltheoretisch kommen alle am Ziel an. Die Frage ist nur, für wie viele Anleger die Reise im Jahr 2008 zu Ende war, weil sie die Schwankungen nicht ausgehalten haben. Da ist es dann aus mit &quot;Finanzen geregelt - Freiräume geschaffen.&quot;<br />
<img src="/assets/img/blog/rendite-theorie-praxis.png" alt="Rendite in Theorie und Praxis" /><br />
Ich weiß, wenn die reine Lehre und die schmutzige Realität kollidieren, umso schlimmer für die Realität.<br />
Das Problem mit der Realität: Sie bockt manchmal und schert sich nicht darum, was man im akademischen Elfenbeinturm gerne hätte.  </p>
<hr />
<p>* Seine Freunde nennen ihn auch den &quot;Wenn-Scheiße-dann-mit-Schwung&quot;-Faktor.</p>]]>
         </description>
         <pubDate>2023-10-12T00:00:00+02:00</pubDate>
         </item>
               <item>
         <title><![CDATA[Der Depot-Rohbau]]></title>
         <author>kontakt@finanzwesir.com (Finanzwesir)</author>
         <link>https://www.finanzwesir.com/blog/portfolio-rohbau<![CDATA[/?utm_source=fw-rss&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed-Finanzwesir]]></link>
         <guid>https://www.finanzwesir.com/blog/portfolio-rohbau</guid>
         <description>
                           <![CDATA[<img src="/assets/img/social-media/depot-rohbau.png" />]]>
                        <![CDATA[<br><p>Beim Hausbau ist der Rohbau das Wichtigste. Was hier vergeigt wird, lässt sich kaum noch retten. Bei der Portfoliokonstruktion ist es das Gleiche. Die tragenden Wände im Rohbau entsprechen den Indizes bei der Depotkonstruktion. Beide müssen passend platziert und dimensioniert werden.<br />
Warum Indizes?<br />
Letztlich ist die gesamte Altersvorsorge ja auf Sand gebaut. Wir haben keine Glaskugel und der Kontrollverlust verdriftet die Renditen so, wie es ihm gefällt und nicht so, wie wir es für einen geruhsamen Lebensabend gerne hätten.<br />
Also müssen wir ziemlich massive Pfähle in den Grund rammen. Die massivsten Pfähle, die wir haben sind die Indizes. Ein Index repräsentiert die Leistungswerte (Rendite und Volatilität) einer gesamten Anlageklasse. Diese Leitungswerte lassen sich langfristig halbwegs sicher prognostizieren.  Faustregel: langfristig = mindestens ein Börsenzyklus, das können auch schon mal fünfzehn Jahre sein.  </p>
<!--more-->
<h2>Welche Anlageklassen sind interessant?</h2>
<p>Altersvorsorge mit Tagesgeld? Eher weniger.<br />
Eine würdige Assetklasse soll Rendite abwerfen und / oder sich grundsätzlich anders als der breite Aktienmarkt verhalten.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Bringt Rendite</th>
<th>Verhält sich anders</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>- Weltaktien (Industrie- und Schwellenländer)</td>
<td>- Trendfolge (Rohstoffe, Aktien, Anleihen, diverse Märkte)</td>
</tr>
<tr>
<td>- Hochzinsanleihen</td>
<td>- Long Volatility (profitiert von heftigen Kursschwankungen)</td>
</tr>
<tr>
<td>- Immobilien (REITs)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Und was ist mit Gold?</h3>
<p>Gold ist ein komischer Bursche. Entweder wollen wir Gold, weil es trendet, wenn alles andere den Bach runter geht. Dann reicht aber Papiergold (Futures oder Optionen auf Gold). Dafür haben wir die Trendfolgefonds. Für die ist Gold auch &quot;nur ein Rohstoff&quot; und sie steigen ein, wenn es sich lohnt.<br />
Gold als Medizin gegen die Zombieapokalypse? Dann brauchen wir Barren, die wir im Garten vergraben. Als ultimativer Notnagel ist Gold aber renditemäßig ein Klotz am Bein und deshalb nicht geeignet für den Vermögensaufbau.</p>
<h2>Der heilige Gral der Portfoliokonstruktion</h2>
<p><strong>Aktienrendite bei Tagesgeldschwankungen</strong></p>
<blockquote>
<p>&quot;Man muss den Leuten eine Strategie geben, so dass sie dabei bleiben.<br />
Wer in der Verlustphase aussteigt, verliert 30 %. Dagegen verblassen alle anderen Anlegerfehler.“<br />
Thorsten Hens, Professor für Wirtschaft am Swiss Finance Institute und am Institut für Banking und Finance (IBF) an der Universität Zürich. (<a href="https://www.robovisor.de/blog/die-diskussionsrunde-zum-titelthema-geldanlage-in-krisenzeiten">Quelle</a>)</p>
</blockquote>
<p>Das deckt sich mit meiner Erfahrung aus 25 Börsenjahren. Was die Anleger verrückt macht, sind unerwartete lange Verluste. Niemand feuert sein Depot, weil es statt 7 % nur 5 % pro Jahr bringt. Dagegen können -12 % versus -10 % der Unterschied zwischen &quot;alles verkaufen&quot; und &quot;gerade noch so durchhalten&quot; sein.  </p>
<p>Was mich an vielen Finanzdiskussionen mittlerweile erheblich stört, ist die Tatsache, dass die Diskutanten teilweise den neuen Menschen schaffen wollen. Minus 50 % sind nun mal möglich und da muss der Anleger halt über seinen Schatten springen und mal die Angst vor der Volatilität verlieren.<br />
Ein sinnloses Unterfangen. Akzeptieren wir lieber die evolutionären Realitäten und konstruieren das Depot entsprechend.</p>
<h2>Die Indizes in der Praxis</h2>
<p>Zeitraum: 18 Jahre, 9 Monate – 31. Dezember 2004  bis 30. September 2023</p>
<p>Kriterien für die Indexauswahl:</p>
<ol>
<li>In der Landeswährung, Euro für Deutsche und Österreicher, Schweizer Franken für die Eidgenossen</li>
<li>Möglichst lange Zeitreihe</li>
<li>Total Return, oft durch ein TR im Indexnamen gekennzeichnet. Total Return = Gesamtrendite = Kursgewinne, beziehungsweise -verluste plus Ausschüttungen. Der Mensch lebt ja nicht nur vom Kursverlust, ab und zu darf es ja auch mal eine Ausschüttung sein ;-)</li>
</ol>
<p>Das gilt für alle Indizes. Einen Index, der in Dollar notiert, können Sie nicht mit einem Index in Euro vergleichen. Und so landet man dann in den meisten Fällen beim Dollar. Total Return Index in Dollar - da gibt es die meiste Auswahl und die längsten Zeitreihen.<br />
So auch hier.</p>
<h3>Die Indizes</h3>
<ol>
<li>Der <a href="https://www.msci.com/end-of-day-history
">MSCI ACWI</a> repräsentiert die Weltaktien. 23 Industrie- und 25 Schwellenländer</li>
<li>Der <a href="https://wholesale.banking.societegenerale.com/en/prime-services-indices/">SG Trend Index</a> für die Trendfolger</li>
<li>Der <a href="https://www.eurekahedge.com/Indices/IndexView/Eurekahedge/640/CBOE-Eurekahedge-Long-Volatility-Hedge-Fund-Index">CBOE Eurekahedge Long Volatility Hedge Fund Index</a> vertritt die LongVola-Fonds </li>
<li>Für den breiten US-Immobilienmarkt: Der <a href="https://www.reit.com/data-research/reit-indexes/ftse-nareit-us-real-estate-index-historical-values-returns">FTSE Nareit US Real Estate TR Index</a></li>
<li>Und die US-Hochzinsanleihen schicken den <a href="https://alfred.stlouisfed.org/series?seid=BAMLHYH0A0HYM2TRIV
">Bank of America US High Yield TR Index</a> ins Rennen</li>
</ol>
<h3>Die Ergebnisse</h3>
<h4>Assetklassen solo</h4>
<p><img src="/assets/img/blog/acwi-sg-trend-long-vola-reits-anleihen.png" alt="ACWI, REIT, Hochzins, Trend, Longvola Rendite" /><br />
Wir sehen ein vielversprechendes Gezappel. Der ACWI (grün) und die Immos (schwarz) laufen ziemlich parallel, aber Trend (blau) und vor allem LongVola (lila) kurven ganz anders durch die Gegend als der breite Aktienmarkt.<br />
Aber das Ganze ist doch recht unübersichtlich. Jetzt folgen ein paar Detailbetrachtungen.</p>
<h4>ACWI &amp; Alpha</h4>
<p><img src="/assets/img/blog/acwi-alpha.png" alt="ACWI  und Trendfolge plus LongVola" /><br />
Trend und LongVola fassen wir zu Krisenalpha (blau) zusammen, dann mischen wir das Ganze 50:50 mit Weltaktien (grün). Das Ergebnis ist eine deutlich geglättete Kurve (lila).  </p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Kennzahl</th>
<th>ACWI</th>
<th>Krisenalpha</th>
<th>50 % ACWI / 50 % Alpha</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Maximaler Drawdown</td>
<td>-54,92 %</td>
<td>-20,33 %</td>
<td>-16,72 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Zahl Monatsrenditen &lt; -10 %</td>
<td>3</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
</tr>
<tr>
<td>Zahl Monatsrenditen zwischen -9,99 % und -5 %</td>
<td>18</td>
<td>8</td>
<td>1</td>
</tr>
<tr>
<td>Positive Monate / negative Monate</td>
<td>62 % / 38 %</td>
<td>54 % / 46 %</td>
<td>60 % / 40 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Annualisierte Rendite</td>
<td>6,38 %</td>
<td>4,49 %</td>
<td>5,50 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Was wird aus 100 USD nach 18 Jahren und 9 Monaten?</td>
<td>$ 335</td>
<td>$ 217</td>
<td>$ 276</td>
</tr>
<tr>
<td>Renditeminderung</td>
<td>0 %</td>
<td>35 %</td>
<td>18 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Drawdown-Minderung</td>
<td>0 %</td>
<td>63 %</td>
<td>70 %</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h5>Erkenntnisse</h5>
<ol>
<li>Die Weltaktie ist und bleibt die leistungsstärkste Anlageklasse.</li>
<li>Diese Leistungsstärke wird mit brutalen Abstürzen erkauft.</li>
<li>Wenn es kracht, dann richtig. Der ACWI hat das beste Verhältnis von positiven zu negativen Monaten. Im Umkehrschluss bedeutet das: Das ganze Drama kommt nicht homöopathisch daher, sondern im Armageddon-Style. </li>
<li>Krisenalpha hat einen viel geringeren Drawdown, alles läuft gemäßigter. Aber man verdient halt auch 35 % weniger und das Verhältnis positiver zu negativen Monaten ist fast 50:50. Man sieht deutlich häufiger negative Monate als beim ACWI.</li>
</ol>
<p><strong>Das Wunder der Unkorreliertheit</strong><br />
Die Kombi &quot;Anlageklasse mit den fürchterlichen Schwankungen&quot; plus &quot;Anlageklasse mit der mittelprächtigen Rendite&quot; ergibt einen Opel Kombi. Solide, unauffällig, verlässlich.  </p>
<ul>
<li>Maximaler Drawdown: erträglich - viel besser wird&#8217;s nicht, wenn man aktienähnliche Renditen haben will. </li>
<li>Miese Monate: sensationell, bei 225 Monate Laufzeit nur ein Monat mit einer Negativrendite zwischen -5 % und - 10 %. Die anderen 88 Negativmonate: Pillepalle-Kram bis maximal -5 %.</li>
<li>Rendite: Zum &quot;nicht arm sterben&quot; reicht&#8217;s. Wie erwartet zwischen ACWI und Krisenalpha. Wenn man zwei unkorrelierte Anlagenklassen mischt, bekommt man langfristig eine Mischrendite, die zwischen den Renditen der beiden Anlageklassen liegt.</li>
</ul>
<h4>Ihre Entscheidung</h4>
<p>Mehr Rendite oder weniger Schwankungen?<br />
Bedenken Sie dabei aber Folgendes: Menschen fühlen relativ, nicht absolut.<br />
Kleines Gedankenexperiment:<br />
Sie klonen sich. Der eine Klon macht hier 100 % ACWI, der andere Klon lebt im Paralleluniversum und macht 50/50 ACWI/Alpha.<br />
Ende 2021 gibt der ACWI nach und die ganzen schönen Gewinne der Coronazeit verflüchtigen sich zum Teil wieder.<br />
Sie bleiben aber ganz entspannt, denn der Klon aus dem Paralleluniversum ruft rüber: &quot;Yo Bro, Du hast trotzdem noch mehr als ich!&quot;   </p>
<p>Was passiert in Wirklichkeit?<br />
Sie sehen die starken Verluste und müssen damit klarkommen. Sie hatten etwas und das nimmt der Markt Ihnen nun wieder.<br />
Der Betreiber der Linie in lila bleibt viel entspannter, denn er weiß ja nicht, was er hätte haben können, wenn er denn alles in den ACWI gepackt hätte. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Die Vola ist im Rahmen, passt schon, einfach weiter leben.<br />
Und alle die sagen: &quot;Das sitz&#8217; ich aus&quot; <a href="/blog/aussitzen">bitte hier entlang</a>. </p>
<h4>Viel hilft viel</h4>
<p><img src="/assets/img/blog/max-diversifikation.png" alt="Alt text" /><br />
Ein neues Szenario: Naive Diversifikation des Aktienteils.</p>
<ul>
<li>17 % ACWI</li>
<li>17 % REITs</li>
<li>16 % Hochzinsanleihen</li>
</ul>
<p>Das Ergebnis? Ernüchternd.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Kennzahlen</th>
<th>17 % ACWI, 16 % High Yield,<br> 17 % REITs, 50 % Alpha</th>
<th>50 % ACWI / 50 % Alpha</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Maximaler Drawdown</td>
<td>-13,36 %</td>
<td>-16,72 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Zahl Monatsrenditen &lt; -10 %</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
</tr>
<tr>
<td>Zahl Monatsrenditen zwischen -9,99 % und -5 %</td>
<td>2</td>
<td>1</td>
</tr>
<tr>
<td>Positive Monate / negative Monate</td>
<td>60 % / 40 %</td>
<td>60 % / 40 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Annualisierte Rendite</td>
<td>5,41 %</td>
<td>5,50 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Was wird aus 100 USD nach 18 Jahren, 9 Monaten?</td>
<td>$ 262</td>
<td>$ 276</td>
</tr>
<tr>
<td>Renditeminderung</td>
<td>5 %</td>
<td>0 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Drawdown-Minderung</td>
<td>20 %</td>
<td>0 %</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die Leistung ist identisch. Das ist jetzt ein Schnappschuss nach 18 Jahren und 9 Monaten. Warten wir mal 2026 ab, wie es dann aussieht. Vielleicht liegt ja dann das erste Portfolio vorne.  </p>
<h4>Alles eine Grütze</h4>
<p><img src="/assets/img/blog/mischung-egal.png" alt="Alt text" /><br />
Jetzt am Start:</p>
<ul>
<li>Der Minimalist in lila: 50 % Krisenalpha und 50 % Weltaktien</li>
<li>Das &quot;Viel-hilft-viel&quot;-Depot in gelb: 50 % Alpha plus naive Diversifikation über Weltaktien, Immos und Hochzinsanleihen</li>
<li>Das &quot;Hochzins&quot;-Depot in hellgrün: 50 % Alpha plus 25 % Weltaktien und 25 % Hochzinsanleihen</li>
<li>Das &quot;Immo&quot;-Depot in grün: 50 % Alpha plus 25 % Weltaktien und 25 % REITs</li>
</ul>
<p>Das Ergebnis: Jeder, wie er will. Alle kommen am Ziel an.<br />
Und nein, Hochzins ist nicht besser. Hochzins hatte die schlechteste Leistung 2008 und das in einem Szenario in dem es drunter und drüber ging. Die schicke Renditekurve von 2018 erreicht nur, wer 2008 durchgehalten hat. Das wird leider bei theoretischen Excelbetrachtungen gerne vergessen: Hinter jedem Drawdown steckt ein menschliches Schicksal.  </p>
<h5>Fazit</h5>
<p>Die Zusammensetzung des Aktienteils spielt keine große Rolle. </p>
<h4>Krisenalpha halbiert</h4>
<p><img src="/assets/img/blog/alpha-halbiert.png" alt="Krisenalpha halbiert" /><br />
Was passiert, wenn wir statt 50/50 Aktien/Alpha jede Anlageklasse mit 25 % beteiligen?<br />
25 % ACWI, 25 % REITs, 25 % Hochzins und 25 % Alpha.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Kennzahlen</th>
<th>Je 25 % pro Assetklasse</th>
<th>50 % ACWI / 50 % Alpha</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Maximaler Drawdown</td>
<td>-30,91 %</td>
<td>-16,72 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Zahl Monatsrenditen &lt; -10 %</td>
<td>2</td>
<td>0</td>
</tr>
<tr>
<td>Zahl Monatsrenditen zwischen -9,99 % und -5 %</td>
<td>5</td>
<td>1</td>
</tr>
<tr>
<td>Positive Monate / negative Monate</td>
<td>64 % / 36 %</td>
<td>60 % / 40 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Annualisierte Rendite</td>
<td>5,82 %</td>
<td>5,50 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Was wird aus 100 USD nach 18 Jahren, 9 Monaten?</td>
<td>$ 283</td>
<td>$ 276</td>
</tr>
<tr>
<td>Renditesteigerung</td>
<td>2,5 %</td>
<td>0 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Drawdown-Steigerung</td>
<td>85 %</td>
<td>0 %</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h4>Erkenntnis</h4>
<p>Die Unkorreliertheit ist entscheidend und nicht nicht Rendite der einzelnen Anlageklassen. Alpha bringt die Ruhe ins Depot. Alpha halbiert bedeutet: Etwas mehr Geld im Depot, dafür hat sich aber die Volatilität fast verdoppelt und wir müssen jetzt zwei Monate mit einem Verlust größer zehn Prozent ertragen.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Indizes suchen, dann Excelkram, das ist theoretisch, langweilig und mühsam.<br />
Aber so machen es die Profis.<br />
Profis haben einen Plan, der Amateur hat eine 200 Titel umfassende Watchlist.<br />
Auch bei der Altersvorsorge gilt: Erst der Rohbau, dann die Farbe der Sofakissen.</p>]]>
         </description>
         <pubDate>2023-10-06T00:00:00+02:00</pubDate>
         </item>
      
   </channel>
</rss>