22. November 2019


Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 47 / 2019)

Diese Artikel sind mir in dieser Woche in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre aufgefallen.

Lifestyle

Sabine, Burkhard und der Urban.

"Du musst fünf bis zehn Jahre so leben, wie es kein anderer will, um dann dreißig, vierzig Jahre so zu leben, wie es andere nie können werden.
Dazu Urban Priol in größtmöglicher Unkenntnis und Dämlichkeit: "Glück gehabt."

Morgenroutine reloaded. Einen habe ich noch: Alter, mach Dein Bett! Von führenden Admirälen empfohlen.

Oh je, wo führt das hin?

Bericht aus den Tempeln der Halbwahrheiten

"Ich habe da mal etwas ganz neues für Sie, Herr Zuckerschleck!" Oder: "Frau Gummibaum, diese Altersvorsorge ist revolutionär. Das Beste aus beiden Welten, sicher und renditestark!" Oder: "Herr Dr. Gabelspecht, wie haben unsere Experten. Die werden ihr Depot mit dem XY Vermögenstool analysieren und ohne dann eine individuelle Lösung erstellen."

Exporo: Ist es nur das Marburg-Virus oder doch schon Ebola? Sieht für mich nach geschlossener Immo-Fonds reloaded aus. Das hatten wir doch schon mal um die Jahrtausendwende. Nicht umsonst ist der Balken "Bau" auf der Seite 21 im Bundes­lage­bild Korruption 2018 des BKA von solider Länge. Meine Lebenserfahrung aus zwei eigenen Bauprojekten: Lenin reicht nicht, es muss Mao sein.

Lenin:

"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser"

Mao:

"Bestrafe einen, erziehe hundert."

Vodafone verkaufen! Warum?
Weil: Sepa-Überweisungen müssen kostenfrei sein Der Hintergrund:

"Vodafone hatte von Kunden mit älteren Verträgen, die nicht per Lastschrift zahlten, eine "Selbstzahlerpauschale" von 2,50 Euro verlangt"

Was bedeutet das für uns als Aktionäre? Verkaufen. Bei Lastschrift hat die Firma die maximale Kontrolle. Alles andere ist teurer. Das kann oder will sich Vodafone nicht mehr leisten. Warum?

  1. Die Margen sind ausgeblutet. 200 € für Neukunden und dann ist der Kunde nach 24 Mionaten weg. Rechnet sich nicht
  2. Margen ok, aber Profitanforderungen viel zu hoch. Wer erinnert sich noch an Victory-Man (25% Rendite aufs Eigenkapital)? Das ist nicht nachhaltig.
  3. Die IT taugt nichts. Überweisungen werden von Hand durch die Abteilungen getragen.

Egal ob 1., 2. oder 3.: Will man nicht im Depot haben.

Neun Tipps, wie man in langweiligen Meetings wach bleibt. Tipp Nr. 10 von mir: Finanzwesir werden, es sich in der arschlochfreien Zone gemütlich machen und derartige Veranstaltungen gar nicht erst besuchen.

Die Geldfrau - zumindest beim Alter hat sie nicht geschummelt. Hat aber nichts genutzt. Sie bekam trotzdem keine Kekse. Traurig. Jetzt müssen wir Finanzblogger unsere Klischees überarbeiten.

Gratulation: Intelligent-investieren wird acht. Der Artikel ist ein Steinbruch für alle Zitat-Sucher. Buffett, Munger, Soros und die Ex des Autors. Alles was Rang und Namen hat ist am Start.

Buchhinweis: "Wettkampf um die Klugen"

"Mathematikleistungen als Frühindikator für die Innovationsfähigkeit von Nationen."

Alles Weitere in den Kommentaren.

(awa)

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Kommentare

Donald Trumpel sagt am 22. November 2019

Zu "Sabine, Burkhard und der Urban": Das hat der Priol so nicht gesagt. Ein schönes Beispiel, wie ein verkürztes und noch dazu aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat die Aussage verfälscht. Ein Lehrstück in Sachen Entstehung von Fake-News.


NiBi sagt am 22. November 2019

Hallo Finanzwesir,

ich gehe stark davon aus, hier noch nicht lange genug mitzulesen, um den Humor richtig zu begreifen.

War der Buchtipp gegeben wegen dem Schlagabtausch im Kommentarbereich gedacht? Wird das Buch denn davon abgesehen als lesenswert betrachtet?


Timo sagt am 23. November 2019

Ich stimme zu, dass das Zitat so etwas in seiner Aussage verfälscht wurde. Aber trotzdem zeugt auch die Aussage im ganzen nicht davon, dass Priol mächtig viel Ahnung von Aktien hat (was er ja auch bestätigt). Wobei man ihm zu Gute halten kann, dass er nichts kaufen wollte, was er nicht verstanden hat. Langfristiger Vermögensaufbau mit Aktien hat eben nichts mit Glück gehabt zu tun. All-In in Telekom/Amazon zu gehen und nach ein paar Jahren arm/reich "aufzuwachen", das ist Pech/Glück, oder anders formuliert, Zockerei.


Mathias sagt am 23. November 2019

Hallo Finanzwesir,

ich bin überrascht, von Dir Empfehlungen zu einer Einzelaktie zu lesen.
Finde ich gut...
Aber ist ein Statement "will man nicht im Depot haben" nicht ein Aufruf, sich sein Depot besser sorgsam selbst zusammenzustellen anstatt einfach per ETF alles zu kaufen (Und damit auch Vodafone...)?


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