22. Mai 2020


Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 21 / 2020)

Diese Artikel sind mir in dieser Woche in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre aufgefallen.

Corona und seine Auswirkungen

Corona: Peppen Sie Ihre Innovationsfähigkeit auf.

"Verlierer werden in jedem Fall auch alle sein, die jetzt mehr vom Gleichen machen und auf die Werkzeuge von gestern zurückgreifen. Und alle, die schon vorher schlecht unterwegs und auf die digitale Gesellschaft nicht vorbereitet waren bzw. deren Folgen verdrängt haben. Unternehmen, die Massenprodukte + Services anbieten werden ebenso zu den Verlieren gehören."

Das wissen wir doch schon. Der Tipp gilt weniger der Artikel, mehr der Linkliste am Ende des Textes.

Ist Fairriester 2020 an der Realität gescheitert? (und was wir daraus lernen können). Auch Christoph kommt zu dem Schluß:

"Beitragsgarantien und Renditeversprechen vertragen sich nicht.
Wichtig zu verstehen ist, dass ein Notverkauf der Aktienanlagen, wie er jetzt erfolgt ist, auch in Zukunft wieder geschehen kann."

P2P im dritten Krisenmonat.

"BuyBack Plattformen. Es war zu bemerken, dass hier mit Beginn der Krise massiv Kapital abgezogen wurde. Entsprechend brachen die Zweitmärkte zusammen. Verkäufe waren nur schwieig oder mit Abschlag möglich. Die Anbieter selbst setzen auch alles daran, Liquidität zu generieren."

Das zeigt mal wieder: Rendite ist König, Liquidität ist das As. Oder wie wir Rheinländer sagen: "Cash in de Täsch". Deshalb bin auch so gegen Aktien auf Kredit. Die meisten Leute, die so etwas anleiern sind nicht paranoid genug um diesen Stunt zu überleben. Aktien auf Kredit ist ok, aber nur wenn man einen Stand-by-Kredit hat, mit dem man den Wertpapierkredit bedienen kann, wenn börslich etwas schief läuft. Und keiner macht sich Gedanken darüber, was passiert wenn 80 % des Cashflows wegbrechen: "Ich, vom Auto angefahren? Ist doch albern."

Frauen und Gedöns

Ossi-Power: Alleinerziehend und finanziell erfolgreich – die inspirierende Geschichte von Ulrike

"Ich weiß, dass „das ganze Aktiengedöns“ gerade für alleinerziehende Mädels schwer ist, deshalb ganz plastisch: Gehst Du Schuhe shoppen, wenn sie teuer oder wenn sie im Angebot sind? Also zieh los und geh Aktien und ETFs shoppen."

Was haben Sie denn erwartet?

Gerd Kommer: „Seit 500 Jahren fällt der risk free return.“

"Warum fallen Zinsen über die Jahrhunderte?
Weil die Welt immer sicherer wird."

Na ja, wenn ich mir unsere Hegel-Presse ansehe, scheint hier ein Fall von:

Wenn die Tatsachen nicht mit der Theorie übereinstimmen – umso schlimmer für die Tatsachen."

vorzuliegen. Die Zinsen sinken, aber wenn ich den Fernseher anmache, die Zeitung aufschlage, die einschlägigen Web-Sites besuche dann sehe, höre, lese ich nur von Blut, Schweiß und Tränen. Alles geht zu Ende. Kann das mal einer den Zinsen sagen.

Börsenkurse: Es sind die Erwartungen.

"Börsenkurse werden durch Erwartungen bewegt und nicht durch die Nachrichten selber. Natürlich haben Nachrichten Auswirkungen auf Kurse, aber nicht direkt, sondern nur "um die Ecke herum", indem Nachrichten eben wieder die Erwartungen verändern."

(awa)

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Kommentare

Tulpenmanie sagt am 22. Mai 2020

Aktien auf Kredit ist ok, aber nur wenn man einen Stand-by-Kredit hat, mit dem man den Wertpapierkredit bedienen kann, wenn börslich etwas schief läuft

Das sind ja ganz neue Töne! Albert, wo bist du?

Das Problem ist nur, dass der Stand-by-Kredit ganz schnell von der Bank zurückgefordert wird, wenn ich meinen Job verliere. Was nicht unwahrscheinlich ist, wenn börsentechnisch etwas schief läuft. Selbst Atypisch Still hat seinen Wertpapierkredit im Laufe von Corona abgelöse (und hat dabei ein sagenhaftes Timing hingelegt - ob das noch mal so funktioniert?)


Geduld+Spucke sagt am 22. Mai 2020

| Sehr schöner Podcast von der Finanzküche zu Fairr. Sehr ruhig aber bestimmt dargestellt. Unangenehm, wie Fairr um den heißen Brei rumredet (kein Market Timing usw.). Zustimmung bei den meisten Schlußfolgerungen. Bei einem Punkt gehe ich jedoch nicht mit. Die Schlußfolgerung, daß das Scheitern unausweichlich war.

Die zitierten Antworten von Fairr erwecken bei mir den Eindruck, daß Fairr versucht sich rauszureden. Was paßt da besser, als die Vorschriften und die "unberechenbare" Lage vorzuschieben? Nur auf Grundlage dieser Darstellung von Fairr zu schlußfolgern, daß ein solches Konzept überhaupt nicht funktionieren kann, überzeugt mich nur sehr bedingt. Ich will diese Möglichkeit nicht ausschließen, jedoch hätte ich da gerne noch mehr Belege. Belege, die nicht nur von einem betroffenen Unternehmen stammen. Immerhin hatte das Produkt ja auch mal eine Zulassung erhalten.


Presskoppweck sagt am 22. Mai 2020

@Tulpenmanie

Wenn Du den ganzen Absatz gelesen hast, dann sollte aufgefallen sein welches Mus da raustropft.

Der Postillion hat selbiges mal aus der Mann/Frau-Perspektive dargestellt https://www.der-postillon.com/2011/05/groteil-der-frauen-tauscht-regelmaig.html


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