01. Juni 2018


Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 22 / 2018)

Diese Artikel sind mir in dieser Woche in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre aufgefallen.

Man sieht sich

Die Geldfrau fasst die Highlights des Kapitalgipfels in München zusammen. Ich war auch da.

Zweites Finanzblog-Lesertreffen am 11.06.18 in Hamburg.

Geldanlage

Was kommt nach dem ETF? Das Direct Indexing.

"Sparst Du noch oder jagst Du schon das goldene Einhorn?", fragt der Maschinist.

Nico kennt den Heiligen Gral der Geldanlage. Lesenswerter Beitrag, veredelt durch Dummerchens Kommentare.

Werde reich! Nimm einen Kredit und steck’ das Geld in P2P-Kredite.

Warren B. geht davon aus, dass es nur ein paar mutiger (und richtiger) Entscheidungen bedarf, um reich zu werden.

Scalable hat als erster deutscher Robo mehr als eine Milliarde Euro eingesammelt. Wie ist das zu bewerten?

Der Rest

Sind Schlampen die besseren Menschen?

Zuwanderung erklärt Armut.

Mietkaution aus der Sicht eines Vermieters: 5 Gründe, warum ich die Mietkaution ausschließlich in bar oder aufs Mietkautionskonto akzeptiere.

(awa)

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Kommentare

Maddo sagt am 01. Juni 2018

Hallo Finanzwesir,

was treibt dich denn dazu, einen wilden Artikel wie "Werde reich! Nimm einen Kredit und steck’ das Geld in P2P-Kredite." völlig ironiefrei und quasi kommentarlos zu verlinken?
Das bin ich ja von dieser Seite nicht gewöhnt und gerade einigermaßen perplex. Ich stelle mir vor, dass ein unbedarfter Anfänger gerade heute zum ersten Mal hier vorbeischaut, und ...

Viele Grüße Maddo


CarstenP sagt am 01. Juni 2018

@Maddo

Der Finanzwesir verlinkt doch alles Mögliche, es muss sich doch jeder selbst seine Gedanken machen inwieweit man dem folgen kann. Hier der Warnhinweis: ein gehebeltes Investment ist riskanter als das gleiche Investment ohne Hebel. Und wer es klug anstellt, braucht auch keinen Kredit um ein Vermögen aufzubauen, Zitat Warren Buffett:

I’ve seen more people fail because of liquor and leverage — leverage being borrowed money. You really don’t need leverage in this world much. If you’re smart, you’re going to make a lot of money without borrowing.

Vielleicht hat ja irgendwer Lust mal nachzuschauen, was denn diese große ETF-Abzocke laut Hans Meiser sein soll, ich bin gerade zu faul dafür eine Wegwerf-Email einzurichten, vermutlich ist das nur FUD (Fear, Uncertainty and Doubt)

www.investor-praemien.de/die-grosse-etf-abzocke


Finanzwesir sagt am 01. Juni 2018

"was treibt dich denn dazu, einen wilden Artikel wie "Werde reich! Nimm einen Kredit und steck’ das Geld in P2P-Kredite." völlig ironiefrei und quasi kommentarlos zu verlinken?"

Boshafigkeit, lieber Maddo, pure Boshaftigkeit ;-) Dieser Blog ist was für Selbstdenker. Wenn ein unbedarfter Anfänger hier vorbeischaut, nun, dann hat er eben Pach gehabt.
Aber ich habe festgestellt, dass diese Nanny-Nummer eigentlich gar nicht nötig ist. Die meisten Leute sind ziemlich klug und brauchen viel weniger Welpenschutz als MiFID, DSGVO, Verbraucherschutz und wie sie alle heißen annehmen.
Du hast es doch auch durchschaut und das werden die anderen Leser auch.

Was das ironiefrei angeht: Ich finde, dass der Satz

"Werde reich! Nimm einen Kredit und steck’ das Geld in P2P-Kredite."

den Irrsinn des Artikels schon ziemlich gut zusammenfasst. ;-)

Gruß
Finanzwesir


ChrisS sagt am 01. Juni 2018

@ CarstenP

"Vielleicht hat ja irgendwer Lust mal nachzuschauen, was denn diese große ETF-Abzocke laut Hans Meiser sein soll, ich bin gerade zu faul dafür eine Wegwerf-Email einzurichten, vermutlich ist das nur FUD"

Für dich doch gern :-)
Ne Wegwerf-Mailadresse kann man sich übrigens mit einem Klick von so Diensten wie Mailinator oder EmailOnDeck generieren lassen.

Was den Report angeht, haja wer sich Investmenttipps von Hans Meiser geben lässt, dem ist wohl eh nicht mehr zu helfen, aber schauen wir mal was diesen Leuten erzählt wird.

Was uns Erfahrenen sofort auffällt, ist natürlich dass diese ganze Methode dahinter bekannt ist. Irgendwas "kostenloses" mit aufmerksamkeitsheischenden Titel zum ködern, und danach wird man durch den ganzen Sales-Tunnel gescheucht, wo dann links und rechts Werbung für weitere kostenpflichtige Bücher, Seminare, Newsletter etc gemacht wird.

Zum Inhalt, eigentlich nicht der Rede wert.
Im Prinzip die selben ollen Kamellen, die man schon aus den vielen Anti-ETF-Artikeln in den Medien (meist gestreut von aktiven Fondsmanagern o.ä.) kennt.
Da wird Angst vor Swaps gemacht, Wertpapierleihe ist ja auch ganz böse, und im Krisenfall fehlt die Liquidität, deswegen sei das ja alles viel zu riskant (und man solle stattdessen lieber die empfohlenen Aktien aus dem Börsenbrief des Autors kaufen).
Das übliche halt. Fehlt nur noch das Argument, das passives Indexing ja eigentlich Kommunismus sei und den Kapitalismus zerstöre. Gähn.
Besonders neue oder kreative Erkenntnisse waren für mich jedenfalls nicht dabei, und eine tiefere Auseinandersetzung oder Richtigstellung mit den einzelnen Fehlaussagen des Pamphlets wäre auch ziemliche Zeitverschwendung. Einfach ignorieren und in die runde Ablage damit ;-)


CarstenP sagt am 01. Juni 2018

Danke, ChrisS, fürs nachschauen und berichten und den Tipp mit Mailinator und EmailOnDeck.


ChrisS sagt am 05. Juni 2018

Na wenn das "Direct Indexing" wirklich der Nachfolger von ETFs werden soll, hab ich mich mal bei den angesprochenen Weealthfront o.ä. Robos ein bischen darüber eingelesen.

Worum gehts konkret?
Ab einem Anlagevolumen von $500.000 ersetzt Wealthfront die US-Aktienallokation statt eines einfachen Breitmarkt-ETFs (Vanguard Total Stock Market VTI) mit bis zu 500 ausgesuchten Einzelaktien (daneben noch ein ETF für die restlichen Smallcap-Aktien). Ab $1.000.000 können dann auch bis zu 1000 Aktien benutzt werden.

Die noch recht hohen Eintrittshürden begrenzen also schonmal die "Massentauglichkeit" der Idee, für normale Kleinanleger wird es noch eine Weile dauern bis damit ETFs ersetzt werden können.

Was soll das ganze überhaupt bringen, warum will mir Wealthfront 500 Einzelaktien verwalten statt einfach zB nen simplen SP500-ETF? Dafür werden hauptsächlich zwei Vorteile genannt.
Erstens, (erweiterte Möglichkeiten zum) Tax-Loss-Harvesting.
Mit 500 Einzelaktien können natürlich mehr Opportunitäten zum Ausnutzen vieler steuerlicher Verlusttransaktionen generiert werden, als mit einem einfachen ETF-Portfolio mit einem halben dutzend Positionen.
Wealthfronts eigene Rechnungen ( https://research.wealthfront.com/whitepapers/stock-level-tax-loss-harvesting/ ) dazu sind aber auch, wie immer bei simulierten Backtests vom Anbieter mit Eigeninteressen, mit gesunder Skepsis / gedämpften Erwartungen zu betrachten, zumal deren Relevanz für uns als aussenstehende Nicht-Amerikaner erstmal zweitrangig ist.
Die nächste Argument ist die (individuelle) Anpassbarkeit. Statt einfach nur einem breiten Index wie dem SP500 per ETF zu folgen, hat man so mehr Einfluss auf die Einzelaktien-Auswahl und -Gewichtung.
Hier kommt jetzt dass Reizthema Smart Beta bzw (Multi-) Faktoren ins Spiel. Wealthfront will damit ja eben nicht den SP500 einfach nur so wie er ist abbilden, sondern lässt da seine Algorithmen drüberrasseln, um die Aktien des Basis-Index nach den relevanten Faktorkriterien (Value, Quality, Low Vola, Momentum, etc, kennt man ja alles schon...) zu bewerten und systematisch zu modifizieren (also gut bewertete Aktien übergewichten, schlechte untergewichten - die reinen Zahlen wie 500 oder 1000 Aktien zeigen aber schon, dass es hier eher um ein sanfteres "Tilting" als um eine wirklich aggressiv-konzentrierte Titelauswahl geht).
Näheres gibts wieder hier ( https://research.wealthfront.com/whitepapers/smart-beta/ ) wie gesagt mit den üblichen Backtest-Disclaimern.
Mit wirklich konkreten Praxiseinblicken hält man sich dann aber doch noch sehr zurück, im Ggs zu "echten" Indexanbietern wie MSCI oder FTSE gibt es von Wealthfront keine Factsheets oder Methodologies, wo man die genaue aktuelle Aktien-Zusammensetzung oder Konstruktionsregeln ihrer geheimen Smart Beta Indizes mal live anschauen kann.
Wer solchen Marketing-Blackboxen also eh schon grundsätzlich misstrauisch gegenüber eingestellt ist, wird dadurch sicher nicht weiter beeindruckt.

Ironischerweise hatte Wealthfront selbst vor ein paar Jahren, als es vor allem noch ein voll passiver, transparenter und günstiger Robo-Advisor sein wollte, sich eher gegen Smart Beta ausgesprochen, aber haja wie das halt so ist, mit fortlaufender Zeit muss man sein USP-Angebot am Markt immer weiter ausdifferenzieren, denn einfach nur passiv b&h Weltportfolio machen ja eh alle schon, da gehen die Margen gegen null.
Wealthfront waren mir eh schon suspekt geworden, seit sie auch einen eigenen Risk Parity Mutual Fund (WFRPX) aufgelegt haben, denn der Einsatz eigener Produkte bei einem sonst "unabhängigen" Vermögensverwalter hat halt mindestens immer ein gewisses Geschmäckle.


CarstenP sagt am 05. Juni 2018

Noch ergänzend, Tax Loss Harvesting bringt in Deutschland nicht so viel. Die Amis können realisierte Verluste mit ihrer Einkommensteuer teilweise verrechnen (ich glaube 3000 $).
In Deutschland nützen realisierte Verluste nur was um Kapitalgewinne (Einzelaktien und Fonds werden getrennt behandelt) zu kompensieren und somit die Kapitalertragssteuer fürs Jahr zu reduzieren. Der Sparerpauschbetrag sollte ausgenutzt werden, ansonsten verfällt der, darüberhinaus kann das realisieren von Verlusten zu einer Steuerstundung führen.

Beispiel:

  • Aktien-Fonds A schüttet 5700 EUR am Jahresende aus
  • Aktien-Fonds B ist 3500 EUR im Minus
  • Fonds B wird verkauft, das macht nach 30% Teilfreistellung ein anrechenbaren Verlust von 2450 EUR
  • Die Ausschüttung von Fonds A ergibt nach 30% Teilfreistellung 3990 EUR, die versteuert werden müssen
  • Dagegen wird der Verlust von Fonds B gerechnet, es bleiben 1540 EUR zu versteuern, die vom 1600 EUR Sparerpauschbetrag aufgefangen werden, 60 EUR bleiben ungenutzt
  • Es fallen fürs Jahr also keine Steuern an
  • Fonds B wird gleich wieder gekauft, durch den realisierten Verlust fallen seine potentiellen zukünftigen Gewinne höher aus und damit auch die zukünftige Steuerlast

ChrisS sagt am 05. Juni 2018

@ CarstenP

Ja, ich hatte das ja im Nebensatz beiläufig angesprochen, dass die Ami-Methoden und -Ergebnisse eh nicht 1-zu-1 auf uns übertragbar wären wegen der unterschiedlichen Steuersysteme. Kann man natürlich für Leute, die's genauer interessiert, auch noch weiter konkretisieren.

Ob/Wie "Tax Loss Harvesting auch in Deutschland?!" funktioniert, ist ja eine Diskussion die man manchmal im Netz findet, gerade wenn man viel auf US-Blogs unterwegs ist und sich beim Lesen der vermeintlichen Vorteile neidisch "will ich auch so haben!" denkt.
Nun ist es ja nicht so, dass das deutsche Steuerrecht nicht auch ein paar Gestaltungsspielräume hätte, mit denen die Optimierungs-Excelfurzer, die darauf Lust und Ehrgeiz haben, noch ein paar Basispunkte rausquetschen könnten, aber so richtig großflächig automatisiert umzusetzen/anzuwenden traut sich das irgendwie noch keiner von den (dafür ja eigentlich prädestinierten) Robo-Advisors hierzulande.
Ich hatte ja mal vor einiger Zeit bei einigen der wichtigsten Robos per Mail angefragt, was sie generell von TLH halten bzw ob/wie sie das auch einsetzen würden, und bekam von allen nur mehr oder weniger nichtssagende/abwinkende Formelantworten darauf zurück.
Das sollte einen also schon mal zumindest etwas skeptisch machen, denn wenn so etwas hierzulande wirklich funktionieren würde und signifikanten Mehrwert brächte, würden die Anbieter ja offensiv damit werben (da gerade der Deutsche sonst sehr geil auf alles was mit "Steuern Sparen" zu tun hat anspringt) und hätte damit einen großen Marketing-Vorteil mit dem man sich vom Rest der "alle sonst das gleiche machenden"-Mitwerber abheben könnte.
Nun kann man darüber nur spekulieren, warum das so ist, vielleicht sind die alle einfach nur zu faul/unfähig ihre bestehenden einfachen Anlagealgorithmen dahingehend zu erweitern, oder vielleicht haben sich die Investmentfachleute das im Hintergrund wirklich schon mal alles durchgerechnet und den tatsächlichen Mehrwert hierzulande als nur vernachlässigbar erachtet, oder vielleicht hat einfach nur die Rechtsabteilung Muffensausen davor dass ein so systematisches/automatisiertes Ausnutzen auf großer Ebene doch nicht ganz so juristisch wasserdicht ggü dem Vorwurf des Gestaltungsmissbrauch ist und denen vorsichtshalber lieber gleich auf die Finger geklopft.

Naja, wie dem auch sei, mich interessiert die ganze Steuerthematik ja eigentlich auch eher weniger.
Hast du sonst noch zu den anderen Aspekten des Direct Indexings was ?


CarstenP sagt am 06. Juni 2018

@ChrisS

" Naja, wie dem auch sei, mich interessiert die ganze Steuerthematik ja eigentlich auch eher weniger. Hast du sonst noch zu den anderen Aspekten des Direct Indexings was ?"

Nein keine inhaltlichen Ergänzungen, nur Steuern sind wirklich langweilig, das Hauptargument für Direct Indexing ist aber gerade die höhere Steuereffizienz: Durch geschicktes Verkaufen und Kaufen von einzelnen Indexbestandteilen lassen sich evtl. Kapitalgewinne in die Zukunft verschieben, die man beim Verkauf von entsprechenden ETF-Anteilen sofort zu versteuern hätte.
Ob das ganze bei einem Index mit 1000+ Bestandteilen und realen Transaktionskosten, Spreads, Quellensteuerproblemen und Indexanpassungen von einer Privatperson effizient umgesetzt werden kann, ist ein bissel fraglich.
Also müssen da Profis ran, und die geben eher ungern den ganzen Mehrwert ihres Tuns an den Endverbraucher weiter. Und die deutschen Steuergesetze werden auch gerne mal an die aktuellsten Steuersparmodelle angepasst.
Also ob Direct Indexing praktisch einen Mehrwert für uns Privatanleger gegenüber einen simplen ETF bringen wird, schwer zu sagen das ist...
Das andere Argument für Direct Indexing, individuellere Portfoliogestaltung, ist irgendwie eher Geschmackssache und widerspricht ein wenig der Idee des Indexings, passiv den Markt nachzubilden.


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