31. Juli 2020


Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 31 / 2020)

Frag den Finanzwesir

Am 5. August 2020 um 19:30 Uhr ist es wieder soweit. Frag den Finanzwesir - Folge 2. Ein paar der kostenlosen Tickets sind noch zu haben. Fragen wie üblich vorab.

FinCamp 2020

Für alle, die Ihre Altersvorsorge jenseits von ETF-Sparplänen in den Griff bekommen möchten, gibt es das FinCamp.
Am 24. Oktober haben wir vier Referenten eingeladen, die zusammen mit mir die folgenden Bereiche präsentieren:

  • Indexing mit ETFs
  • Auswahl von Einzelaktien
  • Aufbau eines Immobilienimperiums
  • Stetiger Geldstrom via Hochdividendenwerte
  • Bändigungen der elenden Schwankungen eines Aktiendepots (besserer Schlaf)

Alle Referenten haben "Skin in the game". Sie sind mit eigenem Geld investiert und erzählen ungeschminkt von ihren Erfolgen und Mißerfolgen.
Unser Motto: Keine Sponsorenvorträge, kein Vertrieb, stattdessen: Wissen und Erfahrungen pur!
Ich würde mich freuen, Sie am 24. Oktober in München begrüßen zu können.

Jetzt aber: Diese Artikel sind mir in dieser Woche in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre aufgefallen.

Es wird Sommer, die Kollegen machen Pause. Deshalb ist die Liste heute recht kurz.

Tokenisierung, jetzt kriegen die Immo-Besitzer endlich auch Schnappatmung.

"Das würde den Immobilienmarkt für viele Kleinanleger öffnen, die bislang noch nicht das Anfangskapital für eine komplette Immobilie auftreiben konnten. Ein 500.000 Euro-Wohnung könnte folglich in 100.000 Token abgebildet werden, von denen jeder fünf Euro wert ist."

Und diese Tokens können dann wie Aktien gehandelt werden und aus ist es mit der Wertstabilitätsillusion. Dann wird aus "Lage, Lage, Lage" ein "Hausse und Baisse". Und wenn es zu erneut zu einer Situation wie 2015 kommt, wird der Widerstand der besseren Viertel noch erbitterter werden. Die Ankündigung in allen Stadtteilen nach möglichen Flüchtlingsunterkünften Ausschau zu halten, wird die Immobilien in den feineren Vierteln in die Volatilität treiben (Die Pennystock-Viertel haben nicht genug Fallhöhe). Nichts hasst die Börse mehr als Unsicherheit und die ist in den Viellenvierteln am höchsten.
Das wird die Tokenisierung nicht verhindern. Die merkantilen Vorteile sind zu groß. Aber der Finanzwesir fragt sich als Buy&Holder: Wie sinnvoll ist es, wenn sämtliche Besitztümer einer sekündlichen Preisfeststellung unterliegen? Wie viel Stress will ich mir machen?
Obwohl, es ergeben sich interessante Perspektiven: Kann ich als Mieter short gehen, um eine Mietminderung zu bekommen? Oder Mietpreissteigerungen weghedgen? Aber das sollen dann Blogger klären, die jünger sind als ich. Ich bin die Generation, die auf die Frage "Bar oder Karte?" mit "Bar" antwortet.

Scheiß Neuland. Brauerei veröffentlicht Bilanzen nicht im Internet. BaFin: 95.000 € Strafe. Scheint so, als ob dieses Internetz von dem man jetzt so viel hört doch das Fax abgelöst hat.

Kostolany sagte: Wer die Aktie nicht hat, wenn sie fällt, hat sie auch nicht, wenn sie steigt. Das gilt auch für ETFs, wie dieser Morningstar-Artikel zeigt.
Einen Minimum Volatility ETF muss man besitzen, bevor das Virus alles infiziert.

"Im ersten Quartal, als die Aktienkurse abtauchten, konnte der Fonds eine hervorragende Outperformance erzielen. Leider kamen die Zuflüsse in großen Stil erst im April, also dann, als die Aktienmärkte bereits wieder in den Erholungsmodus geschaltet hatten."

Für die Anleger bedeutet das:

  1. Den Abschwung voll mitnehmen mit dem Brot&Butter-ETF
  2. Umtausch von World in Low-Vola-World
  3. Zusehen, wie der Low Vola dem Anstieg hinterher läuft.

Merke: Nie mitten im Rennen die Pferde wechseln!

P2P in der Corona-Krise. Werden die Plattformen langsam erwachsen? Lars macht den positiven Rundumschlag. Sein Fazit: Das wird schon, nur für das Investorenvolk muss man sich manchmal schämen.

"Wenn jedoch "Investoren" direkt ausflippen und CEOs angehen, nur, weil ein Projekt mal einen Tag in Zahlungsverzug ist… sorry, da sind die Leute im P2P-Investment ganz falsch aufgehoben."

Auf Englisch

Gott, was bin ich froh, kein Ami zu sein. How Much Should You Spend On An Engagement Ring?

"Rules of thumb for getting an engagement ring? The whole "3 months salary" thing seems impractical and outdated, in my opinion."

Brutto oder netto?

(awa)

Der Freitags-Newsletter

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Wollen Sie wisssen, wenn sich hier etwas tut (unter anderem neue Artikel, Veranstaltungen mit und von mir)? Wenn ja, dann melden Sie sich zum Freitags-Newsletter an.

Ja, ich bin dabei!

kurz & bündig, kostenlos, kein Spam, keine Weitergabe der E-Mail-Adresse, jederzeit kündbar, Datenschutz

Abgelegt unter Blogblick, Was schreiben die anderen



Das könnte Sie auch interessieren

  1. Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 15 / 2018)
  2. Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 16 / 2020)
  3. Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 12 / 2018)
  4. Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 10 / 2020)

Kommentare

Genossenschaftler sagt am 31. Juli 2020

"Brutto oder Netto?"

Ich lag bis eben mich kringelig lachend auf dem Fußboden. Und dank Homeoffice keine verstörten Blicke der Kollegen...


Millina89 sagt am 31. Juli 2020

Zu der Verlobungsringthematik habe ich gerade erst wieder eine Podcast-Reihe gehört.
Reine Marketing Erfindung, genauso wie die Monatsgehälterregelung.

Zur Einführung Anfang des 20zigsten Jhd. waren es noch 2 Monatsgehälter, die 3 Gehälter"regel" wurde dann in den 60ern in Japan eingeführt und scheint ihren Weg wieder zurück in die USA gefunden haben.

https://wondery.com/shows/business-wars/

Bzgl. der Tokenisierung:
Aufteilung des Immo Eigentums schön und gut, aber wie läuft es mit der Aufteilung der Pflichten und Entscheidungsfindung ?

Jeder der sich schonmal in ner WEG oder Gott bewahre einer Erbengemeinschaft wiedergefunden hat, dürfte das Realisierungspotenzial als sehr gering einschätzen...


firsthuman sagt am 01. August 2020

Anstatt am Tief in Brot-und-Butter-ETFs zu tauschen kann man es auch so machen:

Am Tief von 100 % Brot-und-Butter-ETFs in 100 % Geld gehen, dann die Erholung abwarten, dann in 50 % in die Low-Volatility-ETFs und in 50 % Staatsanleihen gehen. Ich bin gespannt wie Fairriester und Sutor-Bank damit die Beitragsgarantie noch erfüllen können...


Timo sagt am 03. August 2020

@Millina89

zur Tokenisierung, das funktioniert wohl am Besten, wenn die besagte Immobilie dann von einer Hausverwaltung gemanagt wird. Dann muss vielleicht nur noch bei großen Ausgaben eine Konsensentscheidung getroffen werden.


Lin sagt am 05. August 2020

Also ich muss ja sagen, dass ich offen dazu stehe das Bargeld zu bevorzugen.
Also nix mit Millenials und nur noch mit Karte bezahlen. :)


ETFischer sagt am 06. August 2020

@Timo:

Wenn man das weiterdenkt, wäre es ja am besten, wenn z.B. das ganze Mehrfamilienhaus von einer einzigen Hausverwaltung gemanagt würde. Und dann auch bei den großen Ausgaben entscheiden könnte, ohne 100e Einzelbesitzer fragen zu müssen. Jetzt müsste man nur noch einen fetzigen Namen finden. Ich schlage REIT vor. ;-)


Timo sagt am 11. August 2020

@ETFischer

klar, wenn eine Hausverwaltung pro Objekt (bzw. natürlich darf eine Hausfverwaltung auch mehrere Objekte betreuen). Bei nem REIT bist du Miteigentümer der Hausverwaltung. Im Token-Fall bist du Mitbesitzer des Hauses, dass durch eine (von mir aus auch börsengelistete) Hausverwaltung verwaltet wird.
Einmal gehört dir ein (Stück von einem) Unternehmen, im anderen Fall ein (Stück von einem) Gebäude. Es ist also durchaus ein Unterschied.

Und im Grunde ist das ganze auch nicht neu. Momentan wird das im P2P/Crowdinvesting Markt z.B. von ReInvest24 angeboten. Die Plattform sucht Gebäude, du kannst Anteile am Gebäude erwerben (über die Plattform), die Plattform kauft das Gebäude und installiert eine Hausverwaltung, du bekommst entsprechend deiner Anteile Mieteinnahmen.


ETFischer sagt am 12. August 2020

Einmal gehört dir ein (Stück von einem) Unternehmen, im anderen Fall ein (Stück von einem) Gebäude. Es ist also durchaus ein Unterschied.

Ja, juristisch schon. Mein etwas ironischer Kommentar sollte eigentlich darauf hinaus, dass es aus meiner Sicht bei "Tokenisierung" (bzw. jeder anderen Art der Aufspaltung einer Immobilie auf viele kleine Anteile) kaum relevante Unterschiede zu Anteilen an einem Immobilien-Unternehmen mehr gibt. Falls die 100/1000/10000? Eigentümer sogar noch Entscheidungen über die Immobilie treffen müssen, kann das eigentlich mehr effizient sein.

Eigene Immobilien sind interessant, weil man wirklich eigene Vorstellungen umsetzen kann, wie Objekte entwickelt werden sollen. Ggf. kann man über geschickte Handwerkerauswahl oder Eigenleistungen die Rendite erhöhen. Aber Aufteilung einer Immobilie auf 100 Token-Eigentümer riecht für mich nach einem Marketing-Finanzprodukt, um Kleinanleger mit der "Betongold"-Story zu ködern.

Und selbst wenn die Aufteilung eine interessante Idee sein sollte, sind Blockchain + "Tokens" fast sicher die falsche Antwort.


Reinsch sagt am 12. August 2020

Wo genau ist denn nun der Unterschied zwischen dem hippen Immo-Crypto und dem guten, alten Immobilienfonds?


Das Finanzwesir-Seminar - für alle ETF-Selbstentscheider.

Die Seminarreihe: Passiv investieren mit ETFs. Werden Sie zum souveränen Selbstentscheider.

FinCamp 2020 - Und meine Finanzen sind geregelt Investieren Sie wie ein Profi in Aktien, ETFs und Immobilien. So unkompliziert kann Altersvorsorge sein!


Der Finanzwesir kommt zu Ihnen via Twitter, E-Mail oder als RSS-Feed: Artikel | Kommentare.
Auf Feedly folgen.


Autonome Zellen

Die Finanzwesir-Community: Regelmäßige Lesertreffen (30 Städte, 4 Länder)


Artikel durchsuchen


Neuste Kommentare

Lesenswert

Diese Blogs und Foren kann ich empfehlen.

Meine Finanz-Bibliothek

Das liest der Finanzwesir

Die 5 wichtigsten Artikel

Alle Artikel