19. September 2016


Podcast: Fintech ‒ Der Finanzwesir rockt, Folge 24

"Banking is essential, Banks are not"
Bill Gates

Fintech-Unternehmen sind angetreten, um diesen Spruch von Herrn Gates in die Wirklichkeit umzusetzen.

Was ist Fintech?

"Finanztechnologie (auch verkürzt zu Fintech bzw. FinTech) ist ein Sammelbegriff für moderne Technologien im Bereich der Finanzdienstleistungen."
Wikipedia

Wir beschäftigen uns in dieser Podcastfolge mit den Themen:

  1. Fintech ‒ Was ist das?
  2. Fintech ‒ Wer braucht das?

Wir wollen herausfinden: Alter Wein in neuen Schläuchen oder ein frischer 2016er Müngersdorfer Südkurve? Sehr oft bedeutet Fintech: Wir können schicke Web-Frontends. Die eigentliche Arbeit schultert die Bank im Hintergrund.
Wir arbeiten uns einmal quer durch das ganze Fintech-Biotop:

  • Geldanlage 2.0: Zinsportale (Weltsparen, Savedo), Girokonten (N26), Auslandsüberweisungen (Transferwise), Robo-Advisors (unter anderem Fintego, Scalable, Vaamo)
  • Social Trading: Ayondo, Wikifolio, Etoro ‒ Hier wird es etwas lauter. Aber ich denke, das, was wir zu sagen haben, ist noch von der Meinungsfreiheit gedeckt.
  • Versicherungen: erstaunlich fintech-resistent, aber ein paar wie Clark, Appsichern und Friendsurance gibt es doch.
  • Crowdfunding: Bergfürst, Zinsland, Seedmatch ‒ schon mit kleinen Summen zum Venture Capitalist werden.
  • Die Rohrleger: Damit meinen wir Firmen wie Fino oder Figo, die im Hintergrund die Verbindungen schaffen.

Wozu brauchen wir die Fintechs?

  1. Für echte Innovationen
  2. Als "Hefe", um die Verkrustungen aufzubrechen und den Banken Beine zu machen.
  3. Als Kanonenfutter, um herauszufinden, was funktioniert und was nicht.

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Natürlich Fintech.

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(awa)

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Kommentare

Tino sagt am 19. September 2016

Hallo Finanzwesir, hallo Finanzrocker,

nach der Sommerpause habe ich mich heute über die neue Folge "Der Finanzwesir rockt" gefreut.

Daniel war sehr begeistert von den neuen Versicherungsapps. Hierzu eine Anmerkung, da es offensichtlich an dem entsprechenden Hintergrundwissen fehlt, wie es einigen Bemerkungen zu entnehmen war. Bei allen erwähnten Applikationen handelt es sich (ebenfalls) um Versicherungsmakler. Diese Makler sind Sachwalter des Kunden, ganz im Gegensatz zu gebundenen Versicherungsvermittlern oder Mehrfachagenten, diese fungieren als verlängerter Arm des Versicherers.

Und hier kommt (aus meiner Sicht) die Problematik der neuen Versicherungsapps zum Vorschein. Präsentiert wird sich üblicherweise über die Schiene, dass man seine Versicherungsunterlagen fein säuberlich geordnet in einer App verwaltet. Egal, wie sich die App nennt, es steht ein provisionsgetriebener Makler dahinter, der auch aufgrund seiner Rechtsstellung (Sachwalter seines Kunden) rechtliche Verpflichtungen hat, dazu zählen u.a. Überprüfung des optimalen Versicherungsschutzes, Überprüfung der passenden Tarife, Preis-/Leistungsvergleich aller Tarife, Schadenregulierung, Vertretung der Interessen des Kunden gegenüber den Gesellschaften usw. Durch Nutzung der App unterschreibt der Kunde (gewollt oder ungewollt) eigentlich ein Maklermandat, dies ist vielen Kunden überhaupt nicht bewusst.

Das übersichtliche Präsentieren von bereits vorhandenen Versicherungen macht nur einen Bruchteil der täglichen Arbeit eines Versicherungsmaklers aus, aber nur dieser wird (aus meiner Sicht) von den App-Initiatoren bedient.


Finanzrocker sagt am 19. September 2016

Hey Tino,

vielen Dank für Deine Erläuterungen. Das ist eine schöne Ergänzung zum Inhalt des Podcasts. So richtig begeistert bin ich nicht von den Anbietern, aber es steckt definitiv Potenzial für die Zukunft dahinter.

Im Thema Versicherungen stecke ich jetzt auch nicht so tief drin und freue mich daher über den Kommentar.

Viele Grüße
Daniel


Finanzonkel sagt am 21. September 2016

Danke Finanzwesir und Finanzrocker für Eure interessanten Podcasts.
Das war ein schöner Überblick über Eure Gedanken zu FinTech.
Was ich heraushöre: Es stellt sich immer die Frage nach der Alltagsrelevanz der Angebote.
Hier hat jeder sicher ganz persönliche Präferenzen. z.B. Auslandsüberweisungen zu sehr niedrigen Kosten ist eben nicht für alle dauernd relevant.

@Tino:
nicht alle Tools führen zu einem Maklermandat - Treefin z.B. lässt die bestehenden Maklerbeziehungen unangetastet.

VG
Finanzonkel


Tino sagt am 21. September 2016

Danke für den Hinweis Finanzonkel. Hier ein Auszug aus dem Finanzgründer-Interview. Meiner Meinung nach das gleiche Modell, wie es Check24 zugrunde liegt. Aber von irgend etwas müssen diese Unternehmen ja auch leben. Als Kunde sollte man sich nur dessen bewusst sein.

"Wie verdient ihr dann Geld?"
"Über ein Leadmodell. Wir verdienen also pro Klick, wenn wir unsere Nutzer weiterleiten."

http://www.gruenderszene.de/allgemein/treefin-interview-fintech


Christoph sagt am 11. Oktober 2016

Liebe Finanzexperten,

vielen Dank fuer den Podcast erstmal. Ich hoere mir eure Beitraege jeden morgen auf dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit an und habe schon viele interessante Infos fuer mich mitgenommen. Etwas verwirrend fand ich den Hinweis mit den Coca Cola Aktien.
Quasi jede Direktbank weisst gegenueber den USA nach, dass ihr Kunde kein US Steuerbuerger ist womit automatisch nur 15% einbehalten werden, die dann wiederum automatisch an unsere Kapitalertragssteuer angerechnet werden, so dass die Gesamtsteuerbelastung bei US Dividenden sogar ohne ein Heer von Anwaelten wg. reduziertem Soli sogar geringer als bei einer deutschen Aktie ist.
Klar, bei Frankreich, Spanien, Italien etc. wirds haarig, daher investiere ich in Europa wenn ueberhaupt auch nur ueber einen ETF...

Gruss aus Orlando!


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