03. Juni 2019


Neues Banking - was geht? - Der Finanzwesir rockt, Folge 71

Zweite Staffel, erste Folge: Der Finanzwesir fragt, der Finanzrocker antwortet.
Während ich mit einer Kreditkarte und einer EC-Karte auskomme und mit Online-Banking am PC-Monitor zufrieden bin, kauft der Finanzrocker seine Aktien neuerdings über Trade Republic während er auf den Bus wartet.
Ja, ja, der Generationenunterschied.
Unsere Themen

Neue Girokonten

Daniel stellt N26 und Mintos vor. Ich habe mir bunq angeschaut. Unser Fazit:

"Als Hauptkonto oder Businesskonto wäre uns das Ganze nicht gut genug."

Insbesondere die hippen Holländer von Bunq - die sich als lässige Sekte mit angeschlossener Bank präsentieren - sollten noch einmal über das Thema Datenschutz nachdenken. Wer mit "Deins bleibt Deins" wirbt und dann meine Daten über die gesamte Nordhalbkugel verteilt ist nicht glaubwürdig. In Sachen Heuchelei würde ich sagen es steht 1:1 zwischen Bunq und den Alt-Banken.

Neue Bezahlmöglichkeiten

Wir stellen Curve, Apple Pay und Transferwise vor. Daniel erzähl, wie er mit seinen Karten in Kombination mit seinem N26-Konto sein Geld in Deutschland und Übersee managed. Digitale Nomaden aufgemerkt!
Was Transferwise angeht: Ich glaube, das hat sich durchgesetzt. Selbst meine Mutter nutzt Transferwise für ihre Fremdwährungsüberweisungen.

Neue Wertpapierdepots

Mit Trade Republic gibt es jetzt einen App-only-Broker. Jede Transaktion kostet einen Euro. Gehandelt wird über Lang & Schwarz zwischen 7:30 Uhr und 23 Uhr.

  • Vorteil: einfach, intuitiv und günstig
  • Nachteil: einfach, intuitiv und günstig

Das führt dann dazu, dass man seine Aktien zwischen Tür und Angel kauft. Ein Euro pro Trade klingt toll, aber ohne Disziplin verdaddelt man seine Rendite.

Fazit

Manches ist alter Wein in neuen Schläuchen, aber

"Ich nutze viele der Möglichkeiten für bestimmte Sachen und bin gespannt, was da noch alles kommt."
Finanzrocker

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Links zum Thema

Finanzbegriff der Woche

Nahfeldkommunikation (NFC) zum kontaktlosen Bezahlen mit Kredit- und Girokarte sowie dem Smartphone für Kleinbeträge bis 25 €. Einmal mit der Karte wedeln und tschüss.
Wir klären:

  • Was steckt dahinter?
  • Was sind die Risiken?
  • Wie hat es sich in der Praxis bewährt?

Medienempfehlung des Finanzrockers

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät von Marc Elsberg *
BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

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(awa)

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Kommentare

Gordon sagt am 03. Juni 2019

@Finanzrocker
Ich habe auch das iphone SE. Damit kann man sich das zweimalige Drücken sparen. Es reicht einfach nur das nicht entsperrte Handy mit dem Finger auf dem Fingerabdrucksensor an das Terminal zu halten. Beträge über 25 EUR müssen auch nicht per PIN autorisiert werden. Das übernimmt der Fingerabdrucksensor.

Trotz meiner kleinen Anmerkung: Vielen Dank für diesen Podcast und das Finanzrockerinterview mit dem Herrn von Trade Republic, durch das ich auf Trade Republic aufmerksam geworden bin.

Ich bin selbst ü50 und habe mir angewöhnt vieles Neue zu nutzen auch wenn es mit dem Alten noch geht. Das hält mich fit und ich verliere nicht den Anschluss. Ich habe keine Lust in 20 Jahren zu dem Personenkreis zu gehören, der heute immer noch Geld von Bankschalter holen.

Ihr solltet vielleicht so eine "was gibt es Neues" Folge jährlich machen.

Gruß und vielen Dank
Gordon


Schweizer Investor sagt am 04. Juni 2019

Revolut habe ich vermisst. Ich bezahle nur noch mit dieser Kreditkarte. Sie hat eine gute App und super Wechselkurse.


Stephan sagt am 04. Juni 2019

Hallo ihr beiden,

mal wieder ein unterhaltsamer Podcast. Besonders als der Finanzwesir über "bunq" geredet hat.

Eine kleine Erfahrung zu Apple Pay.

Auch ich nutze es in Verbindung mit der Comdirect. Hab es auch als Freizeit und Konsum Konto.
Letztens musste ich aber eine größere Position damit bezahlen. (~550€) auch dies hat ohne Probleme geklappt und ich konnte die Zahlung per Fingerabdruck bestätigen. Das einzige was neu war, dass diesmal noch eine SMS von der Comdirect. Sonst kommt immer nur die Push Meldung von Apple Pay. Also geht das bezahlen immer so schnell.

Für mich eine Super Lösung. Da ich ab und an auch eine PayBack Karte oder andere Kundenkarte über die Stocard App nutze muss ich nicht mehr wechseln und kann schnell bezahlen. Und wenn man mit der Apple Watch zahlt, dann schauen die Leute auch nicht schlecht. :D


Telebroker sagt am 04. Juni 2019

Hallo Zusammen,

ich höre Euren grundsätzlich sehr guten Podcast gerne auf dem Fahrradweg zur Arbeit, insoweit liebe ich die 30min Folgen ;-) . Bei der aktuellen Folge frage ich mich allerdings, warum der Elephant im Raum vollständig fehlt?
Revolut vereint mehrere der angesprochenen Funktionen zum Nulltarif und ist nicht umsonst so erfolgreich, gerade international. Das wäre im Vergleich zu N26, Curve etc. viel interessanter als bunq.

Herzliche Grüße aus Japan,
Telebroker (E.G.)


Christoph sagt am 04. Juni 2019

Lasst doch mal Beate Sanders gegen den Finanzwesir (Gerd Kommer hattet ihr ja gerade, wäre sonst auch gut) "antreten".
Nach dem Motte: Wäre sie heute auch Millionärin, wenn sie sich mit der Marktrendite zufrieden gegeben hätte. Also aktives Stock-Picking gegen stumpfe ETF-Investments


Tulpenmanie sagt am 04. Juni 2019

Die Folge hat mir wieder sehr gut gefallen und das Buch Blackout habe ich auch gelesen. Es hat bei mir insofern etwas bewirkt, dass ich im Keller nun Wasser und ein bisschen Essen gebunkert habe ;)


Thomas sagt am 04. Juni 2019

Transferwise ist wirklich genial. Habe ich vor zwei Jahren genutzt, um in den USA ohne Konto meine Miete zu zahlen... die Paypal-Fremdwährungsgebühren sind ja jenseits von gut und böse - von normalen Auslandsüberweisungen gar nicht zu reden. Die Nische haben sie besetzt und ich hoffe, sie halten sich!


Philip sagt am 05. Juni 2019

Schöner Podcast, vielen Dank dafür.

Curve habe ich selber auch, als DKB-Aktivkunde muss ich allerdings feststellen dass ich sie doch kaum nutze, da dort mit der VISA-Karte die gleichen Konditionen habe zzgl. keine Beschränkungen bzgl. des Limits beim Bargeld abheben (jedoch mind. 50€).

Leider gibt es dort noch kein Apple Pay aber wenn man der DKB glauben mag ändert sich das dieses Jahr.

Ich will hier keine Werbung für die DKB betreiben sondern nur darauf hinweisen dass etablierte Banken schon ähnliche oder sogar bessere Konditionen anbieten.


Peter sagt am 05. Juni 2019

Fürs Reisen sollte man mindestens zwei Kreditkarten von unterschiedlichen Banken und unterschiedlichen Kartengesellschaften haben - als Rückfallposition falls mal Karten oder Konten gesperrt werden.

Zum Bargeld abheben an Automaten für Länder die eine Automatengebühr verlangen (nicht verwechseln mit Auslandseinsatzgebühr!) wie Philippinen, Thailand, Kambodscha, USA, ... finde ich aktuell die 1Plus Visa Card von Santander am besten.
Ist meines Wissens die einzige Karte bei der diese Gebühren noch erstattet werden - einfach eine E-Mail mit Fotos der Belege hinschicken.
Leider gibt es bei dieser Karte keine Möglichkeit mehr das Kreditkartenkonto automatisch vom Refernzkonto auszugleichen und man erhält nichtmal eine E-Mail oder SMS wenn der Kredit fällig ist.
Das Risiko hier versehentlich Zinsen zu zahlen kann man aber leicht umgehen imdem man ein ausreichendes Guthaben auf das Kreditkartenkonto überweist.


Christoffer sagt am 05. Juni 2019

Danke für den kurzweiligen Podcast.
Noch eine kleine Ergänzung zu Apple Pay, man braucht nie einen Pin, ich habe auch schon über 1.000 Euro damit bezahlt.
Noch einfacher ist es mit der Applewatch, da braucht man kein Touch-ID oder Face-ID für die Legitimierung, einfach Doppelklick auf den Knopf unter der Digital-Crown, Karte heranhalten und alles ist bezahlt. Da kann das iPhone auch in der Tasche bleiben ;-)


George sagt am 05. Juni 2019

Wer mal die voraussichtlichen Auswirkungen eines größeren Blackouts ohne Fiktion lesen möchte, kann sich ja mal hier einlesen https://www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/berichte/TAB-Arbeitsbericht-ab141.pdf

Da wären wir wieder bei Alberts Tauschgeschäften wo virtuelles Geld und Gold nicht wirklich weiterhelfen werden...


Gordon sagt am 05. Juni 2019

Lasst doch mal Beate Sanders gegen den Finanzwesir (Gerd Kommer hattet ihr ja gerade, wäre sonst auch gut) "antreten". Nach dem Motte: Wäre sie heute auch Millionärin, wenn sie sich mit der Marktrendite zufrieden gegeben hätte. Also aktives Stock-Picking gegen stumpfe ETF-Investments

@Chistoph Ich habe erst einmal großen Respekt vor Beate Sanders, dass sie es so weit gebracht hat.
Bei "Aktien mit Kopf" liefen einige Interviews, bei denen ich mir nicht sicher war ob sie weiß was sie da gerade sagt. Da wurden finanzielle Fehler ihres Sohnes mit Name + Beruf genannt.
Es ging immer meistens darum was eine Aktie in der Vergangenheit "gemacht" hat. Im China Podcast wurde nicht einmal der Unterschied zwischen A und H Aktien erklärt und im Russland Podcast auf Nachfrage bestätigt, dass es sich bei ihren Empfehlungen um Aktien handelt (es waren aber ADR's).
Letze Woche war hier im Blog ein Link zu einem Bildzeitung Artikel mit ihr. Gleich beim ersten Fond war die Kostenquote total falsch angegeben. Das Ganze hatte eher Unterhaltungswert.
Ich hatte mit Stock-Picking auch so gesehen Erfolge: Wenige Verkäufe mit Verlust, viele Verdoppelungen die ich aber sehr lange (> 10 Jahre) gehalten habe.
Ich habe das nie genau getracked, glaube aber dass ich insgesamt schlechter als der MSCI World war. Ich hatte eben keine Amazon oder Apple.
Ich kann mir gut vorstellen und hoffe es auch, dass vieleicht der Finanzrocker, Jonathan Neuscheler, Kolja Barghoorn oder wer auch immer im Krieg gegen die Analysten von Goldman Sachs den Index und damit unseren Finanzwesir schlagen.
Statistisch gesehen gehört zu einem Outperformer ein Underperformer und nach Kosten mehrere Underperformer zu einem Outperformer und der Wesir weiß, dass vielleicht EINER der genannten am Ende reicher aber die anderen ärmer sind als er.

Gruß
Gordon


Hansl sagt am 06. Juni 2019

Wieder ein interessanter Podcast!

Ich möchte jedoch auch warnen, zu leichtfertig zig Konten überall just for fun zu eröffnen.
In Deutschland müssen aufgrund von §24c KWG alle Daten zu einem Konto für den automatisierten Abruf bereitgestellt werden. Nach Kontolöschung stehen die Daten noch volle zwei Kalenderjahre (also bis zu drei Jahren) zur Verfügung.
In den anderen - insbesondere EU-Ländern - gibt es vergleichbare Vorgaben.
Durch den internationalen Informationsaustausch (Common Reporting Standard) werden Konten- und Steuerdaten international zwischen den Finanzverwaltungen ausgetauscht.

D.h. das Finanzamt (und auch andere Behörden) wissen von allen Konten und könnten irgendwann mal blöde Fragen stellen, z.B. warum bestimmte Konten nicht in der Steuererklärung erscheinen oder auf irgendwelchen Auflistungen nicht enthalten sind - und wenn man dann nicht, irgendwelche erhaltene Minizinsbeträge selbst veranlagt bzw. Nullzinsbescheinigungen heranbringen kann, dann kann man sich im Extremfall schon mal für die letzten 10 Jahre finanziell nackig machen müssen.

Also Kontoeröffnungen bitte nur mit Bedacht!


sucraM sagt am 06. Juni 2019

@Hansl
Das habe ich mir auch gedacht, weil in diesem Podcast so gar nicht auf die "negativen Seiten" der simplen Kontoeröffnung eingegangen wurde.
Arbeite selbst in der Finanzbranche und kann nur bestätigen, dass alle Konten dem heimischen Finanzamt und Ämtern mit berechtigtem Interesse im Zweifel bekannt sind.

Ich kenne einen Fall, da wurden die Steuererklärungen der letzten X Jahre auseinander genommen, da bei einer Neuverteilung des Freistellungsauftrages kurzzeitig in Summe mehr als das Maximum freigestellt war (auch wenn nicht ausgenutzt).
In der Beweislast war dann der Besschuldigte - nur gut, dass er nicht App- und Online-affin ist und Dank guter Ablage alles recht schnell papierhaft einreichen konnte - die ganze "Neuprüfung" der vergangenen Jahre hatte sich trotzdem über ein Jahr hingezogen.


ToVo sagt am 06. Juni 2019

| Danke für den Podcast.
Aber Kontaktloses Bezahlen habt ihr leider echt schlecht erklärt.
Apple Pay wird immer über Touch/Face ID autorisiert.
Es wird wild mit Girocard (ehemalige EC Karte bis 2007), Maestro usw. umgergeworfen.
Und aufladen muss man nur Geldkarte (ein eigentlich tots System). Girocard, Maestro, VPay, Visa und Mastercard wird immer direkt dem Konto belastet. Und eine Visa/Mastercard ist nicht zwingend eine Kreditkarte.
Bei N26 und auch Curve handelt es sich um Debitkarten


Gunnar sagt am 06. Juni 2019

Ich habe (als Freiberufler) seit ein paar Monaten ein "Businesskonto" bei N26, aber vermutlich nicht mehr lange, weil:

  1. Kürzlich wurden wegen "technischer Probleme" Daueraufträge nicht ausgeführt und in der App waren sie dann auch komplett verschwunden. Zum Glück habe ich es schnell bemerkt - das Support per Chat empfahl mir dann, die DA selbst neu anzulegen. Habe ich dann getan - und einen Tag später waren die alten DA wieder da und wurden mit Verspätung auch nochmal ausgeführt. Fazit: technische Probleme in Kombination mit falschen Infos durch den Support - no-go!
  2. Die Mastercard (Debit) ist meistens ok, aber viele Geschäfte akzeptieren keine Kreditkarten. Also noch die ebenfalls kostenlose Maestro-Card dazu bestellt und siehe da: die wird noch viel seltener akzeptiert, weil es eben keine Girocard (ehemals EC) ist. Ist dann halt doof, dass ich immer mal wieder geschäftliche Zahlungen mit der privaten Karte zahlen muss.

Zur Medienempfehlung: klingt spannend, packe ich mir mal demnächst für den Urlaub ein. Aber als "Konsequenz" auf einen möglichen Blackout Bargeld zu empfehlen, hilft ja auch nur bedingt, wenn - wie Ihr selbst feststellt - in den meisten Läden überhaupt kein Kassieren mehr möglich ist. ;-)

Ansonsten wieder eine schöne Folge, habe gerne zugehört.


Mike sagt am 11. Juni 2019

@Finanzwesir: habe ich das richtig verstanden, dass Du die Kreditkarte der Postbank nutzt?

Ansonsten: sehr schöne Folge mit vielen neuen Infos! Vielen Dank!


Finanzwesir sagt am 11. Juni 2019

Hallo Mike,
ja. Funktioniert seit Jahren, weltweit. Mehr will ich nicht.

Gruß
Finanzwesir


Mike sagt am 11. Juni 2019

Finanzwesir, danke für die Info.
Ich war im ersten Moment doch erstaunt, weil die Postbank ja durchaus mehr als drei Euro für die Karte nimmt...
aber dann fiel mir ein (Zitat): "Ich bin 50+, mir läuft die Zeit davon. Ich habe keine Zeit mehr für Nachkomma-Optimierung. Mit solchen Pipifax-Überlegungen gebe ich mich nicht mehr ab. "
Richtig?


Finanzwesir sagt am 12. Juni 2019

Hallo Mike,
ich habe noch mal nachgeschaut: 30 € pro Jahr plus 1,85% Fremdwährungsaufschlag sind die Konditionen. Plus höchstwahrscheinlich ein schlechter Umtauschkurs.
Wenn ich mir was mit Curve / Revolut / Transferwise zusammenbaue, kann ich vielleicht 100 € - 150 € im Jahr sparen. Aber bis ich das alles habe,

  • vergehen ein paar Stunden an Recherche
  • muss ich das alles beantragen
  • dann verwalten und dem Steuerberater geben.Der will auch wieder Geld fürs Buchen.

Was sagt Günter Faltin in seinem Buch: Kopf schlägt Kapital: "Gründe mit Komponenten!"

"Gründen und Arbeiten mit Komponenten bedeutet, die Unternehmensprozesse so klar zu strukturieren und aufeinander abzustimmen, dass sie wie von selbst nahezu perfekt ineinandergreifen."

Ich habe hier eine Komponente, die immer tut, was sie soll. Ich bin an jedem Ort dieses Planeten kreditwürdig und auch wenn ich übers Neuland bestelle, bekomme ich meine Ware.
Ich bezahle das Geld doch nicht dafür, dass die Postbank Karte mein Geld von A nach B transferiert. Das können die Null-Euro-Karten auch.
Ich zahle für die Gewissheit, dass die Transaktion immer klappt. Six-Sigma, null Fehler, das ist meine "Value-Proposition" ;-)

Warum soll ich das für rund 150 € im Jahr aufs Spiel setzen? Wo ist da der Hebel?

Gruß
Finanzwesir


Mike sagt am 12. Juni 2019

Hallo Finanzwesir,

danke für die Erklärung, genau das habe ich gemeint - und sehe das auch so:
wenn etwas funktioniert(tm), bin ich auch gerne bereit, die Kosten dafür zu übernehmen. Auch wenn es teurer als (in diesem Fall) die Null-Euro-Karten ist.

Viele Grüße,
Mike


Nachfrager sagt am 12. Juni 2019

@Finanzwesir, Finanzrocker
Wie geht ihr mit dem berechtigten Einwand von Hansl um? Seht Ihr das völlig unproblematisch?


Finanzwesir sagt am 12. Juni 2019

Hallo Nachfrager,
ich habe keine Ahnung, wie das hinter den Kulissen läuft. Was ich weiß: Vor 30 Jahren war es einfacher ein Konto zu eröffnen. Da musste man nicht seiteweise Geldwäsche&Terrorismus-Fragebögen ausfüllen.
Diese Fragebögen laden ja irgendwo. Bei der Bank? Beim Finanzamt? Ich weiß es nicht. Was ich aber auch weiß: Die IT wird immer leistungsfähiger. Das bedeutet: Kontoabfragen sind immer leichter durchzuführen. Deshalb mein Fazit: Ich halte Hansls Einwände für plausibel, weiß aber nicht, ob sie berechtigt sind.

Trotzdem stimme ich seinem Fazit zu:

"Kontoeröffnung mit Bedacht"

Jedes Konto erhöht das operative Chaos. Haufenweise leere oder mit einigen Cents gefüllte Konten zu haben ist Unfug. Irgendwann ändert die Bank die AGB und auf einmal ist man mit 8,90 € im Minus und muss Strafzinsen zahlen.
Warum?
Weil eines dieser verwaisten Konten auf einmal gbührenpflichtig wird, wenn der Geldeingang weniger als 1.000 € monatlich beträgt. Das hat man übersehen, kündigt hektisch und zahlt trotzdem noch mehrere Monate 8,90 €. Kündigung nur 6 Wochen zum Quartal...

Gruß
Finanzwesir


Finanzrocker sagt am 13. Juni 2019

Ich stimme Albert da zu. Es macht keinen Sinn, nur um einzelne Funktionalitäten zu haben, dauernd neue Konten zu eröffnen oder Kreditkarten anzufordern und dann kein Geld drauf zu haben oder sie nicht zu nutzen. Ich nutze alle meine Konten/Depots/Kreditkarten regelmäßig und habe dank meiner Kontenmanagement-Software immer einen genauen Überblick.

Generell sollte man aber bei den Girokonten und Kreditkarten aufpassen, weil die einen Einfluss auf den Schufa-Score haben. Die Einträge verschwinden aber sobald das Konto/die Kreditkarte aufgelöst wurde. Und es kommt darauf an wie häufig der Dispo/Kreditrahmen in Anspruch genommen wird.

Eine Curve-Karte hat aber keinen Einfluss darauf. Gleiches gilt für die Anzahl der Depots oder Tagesgeldkonten.

Dieser Artikel von FinanceScout24 zeigt das alles sehr anschaulich: https://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/schufa-score-und-eintrag

Es spricht also nichts dagegen ein normales Gehaltskonto zu haben und dann vielleicht noch ein separates Haushaltskonto.

Viele Grüße
Daniel


Wissender sagt am 14. Juni 2019

@Fragender
Ich kann bestätigen, dass in Deutschland auf Grundlage des KWG alle Konten ausnahmslos gemeldet werden müssen bzw. die Daten den Behörden zur Verfügung gestellt werden müssen.
Die anderen Länder haben ähnliche Gesetze und es findet auch ein länderübergreifender Austausch statt.
Aber alle bisherigen Regelungen betreffen derzeit nur Unternehmen mit Banklizenz - also ein Konto bei einer Nichtbank ist erstmal "unsichtbar" für die Behörden.


Marius sagt am 15. Juni 2019

Nur ein Girokonto ist aber auch suboptimal, siehe Commerzbank/Comdirektbank in den letzten Tagen.

Mehr als eine Karte sollte man auch besitzen. Mir ist schon einmal eine Kreditkarte auf Dienstreise in Saudi-Arabien blockiert worden (ein Flug wurde über USA/Kalifornien abgebucht, da dachte die Bank da stimmt was nicht).
Zum Glück war meine EC-Karte eine Maestro-Kombikarte, damit kam ich weiter. Eine Vpay hätte mir nichts genutzt.

Also zwei Karten und zwei Girokonten machen Sinn. Eine Vpay sollte man sich eher nicht aufschwatzen lassen. Hat nur Nachteile aber keinen Vorteil. Mindestens eine "credit"-Kreditkarte und keine "debit" damit man auch mal eine Auto mieten kann.


Peter Meinl sagt am 17. Juni 2019

Ohne Wertung meinerseits: "Die Volksbank Freiburg hat aufgrund einer Zunahme an Betrugsfällen im Online-Banking den Zahlungsverkehr mit den Direktbanken N26, Fidor, Revolut, bunq, Solarisbank temporär eingestellt" https://www.heise.de/newsticker/meldung/Nach-Betrugsfaellen-Volksbanken-setzen-Zahlungen-an-N26-Co-aus-4447462.html


Edit sagt am 18. Juni 2019

Hier findet man die Liste der Staaten, die die Kontoinformationen untereinander austauschen: http://www.bzst.de/DE/Unternehmen/Intern_Informationsaustausch/CommonReportingStandard/TeilnehmendeStaaten/teilnehmendestaaten_node.html


User sagt am 19. Juni 2019

Wofür braucht man das? Ich habe auf Grund eines Unternehmensverkaufs (Glück gehabt, aber nicht geerbt) jetzt ein siebenstelliges Depotvermögen und habe es einfach ganz einfach aufgebaut:

  • 2 Girokonten (Konsum, Geldeingänge),
  • 1 Tagesgeld, 1 Kreditkarte und
  • zwei Depots (Aktien + ETFs).

Aber habe auch mit Mitte Dreißig noch gerne Bargeld zuhause, um nicht immer einkaufen zu gehen. Aber bin immer noch zufrieden bei der Sparkasse und habe dann auch kein Problem damit, statt 1€ 20€ zu zahlen für einen Trade.

Lieber einen persönlichen Kontakt noch haben und das ganze aufs wesentliche konzentrieren.


Nostradamus sagt am 19. Juni 2019

@User:

"Ich habe auf Grund eines Unternehmensverkaufs (Glück gehabt, aber nicht geerbt) jetzt ein siebenstelliges Depotvermögen und habe es einfach ganz einfach aufgebaut:

2 Girokonten (Konsum, Geldeingänge), 1 Tagesgeld, 1 Kreditkarte und zwei Depots (Aktien + ETFs)."

Reicht ja völlig. Reicht auch noch fürs acht- und neunstellige Depot. Ist fast schon ein Girokonto und ein Depot mehr als nötig. ;-)


Flurry sagt am 20. Juni 2019

Naja, mehr als 100k € in einem Tagesgeld ist doof, Einlagensicherung, Diversifikation, dies das.
Da braucht es leicht schon mehrere bei einem 7-stelligen Vermögen. Staatsanleihen sind halt schon irgendwie uncool zur Zeit mit der Negativ-Rendite.


Nostradamus sagt am 20. Juni 2019

@Flurry:
100k € sind ja nur die gesetzliche Einlagensicherung, je nach Bank kann das auch deutlich höher oder sogar unbegrenz hoch sein. Kann man natürlich drüber nachdenken, da zusätzlich zu diversifizieren.


Flurry sagt am 21. Juni 2019

@Nostradamus:
Dann nimm es als Argument, dass dir praktisch jede Bank ab 100.000€ Einlagen die Zinsen verweigert, mit Pech gibt es Strafzinsen oder dir wird das Geld direkt zurück überwiesen. ;)
Deshalb leisten die meisten Banken, die halbwegs Zinsen zahlen, auch nur die 100k.


Jörg F. sagt am 02. Juli 2019

Vielen Dank für den interessanten Podcast.

Curve fand ich ganz interessant - bis ich (wortwörtlich) im Kleingedruckten gelesen habe, dass die ausgegebene Curve-Mastercard von Wirecard ist.

Eigentlich damit ein No-Go, oder? Was meint ihr


Bene sagt am 20. Juli 2019

Ist halt eben am Ende doch alles nur Firlefanz.
Ich bin seit vielen Jahren bei der DKB, habe noch nie einen Cent an Gebühren gezahlt (Depot ausgenommen, und auch da sind feste 1,5€ pro Sparplanausführung nicht wirklich schlechter als TradeRepublic), kann die Visa (echte Credit/Charge, nicht nur Debit wie die ganzen Neubanken) weltweit gebührenfrei einsetzen, ab 50€ weltweit gebührenfrei abheben (wenn mans denn braucht), kann mit Apple/Google Pay zahlen, habe eine hervorragende App, kann die Karte bei Bedarf für Bargeld/Online/komplett sperren, und für die seltenen Fälle, dass ein Händler tatsächlich noch Girocard-only arbeitet, habe ich eine solche auch noch in der Hinterhand.

Es gibt schlicht keine einzige Neubank (oder etablierte), die mit der DKB auch nur ansatzweise konkurrieren kann, wenn man mal nüchtern drüber nachdenkt. Als einzige Ausnahme würde ich die Anzahl Konten bei bunq zulassen, aber das ist imho durch ein vernünftiges Budgetsystem (ich verwende zB YNAB) besser geregelt. Und dabei ist die DKB auch noch seit einigen Jahrzehnten am Markt und operiert profitabel, was das Vertrauen doch deutlich stärkt.

Dazu als Backup ein Konto bei der ING, man weiß ja nie was nicht doch aufgrund widriger Umstände oder Kriminalität oder so passieren kann, fertig.


Bestseller reloaded: Der neue Finanzwesir ist da! Ab sofort im Handel erhältlich.


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