05. April 2021


Vermögen absichern: Was hilft noch?

Anleihen schwächeln, angeblich sichere Banken mit deutscher Einlagensicherung wie die Greensill-Bank fallen um und auch Gold hielt während der Coronakrise nicht, was es versprach.
Was bleibt dann noch? Put-Optionen, Kryptos, Geld abheben und unters Kopfkissen legen oder gar stoisches Aussitzen?
Und dann sind da noch die ganzen Junganleger, die munter zocken und Volatilität verbreiten. Wo wird das enden?
In dieser Folge haben wir den Spieß mal umgedreht. Nicht wir befragen unsere Gäste, sondern unser Hörer Stefan aus München fragt Daniel und mich:

Soll ich mein Vermögen überhaupt absichern?

Vielleicht ist es am profitabelsten, Schwankungen einfach auszusitzen. Ganz nach dem Motto: "Time in the market beats market timing". Das ganze hängt natürlich auch vom Alter des Anlegers ab. Stefan fragt sich: "Muss ein 30jähriger, breit diversifizierter Anleger die "Absicherungsfrage" anders bewerten als ein 65jähriger?"
Und: Reicht breit diversifiziertes Buy & Hold in seiner ganzen Schlichtheit nicht aus?
Wenn ich dann aber doch die Schwankungen im Depot reduzieren möchte:

Welche Werkzeuge stehen mir zur Verfügung, um die Depotschwankungen zu reduzieren?

Stefan will von uns wissen: Sind die folgenden Produkte zur Depotabsicherung geeignet?

  • Gold
  • Anleihen bester Bonität
  • Kryptos
  • Dividendenaktien
  • Hochdividendenwerte nach Luis Pazos, insbesondere REITs
  • Stopp-Loss-Order
  • Optionen, Futures
  • Optionsscheine
  • Trendfolge / Alpha-Fonds
  • Knock-Outs
  • Short-Positionen bei Aktien, inklusive Short-ETFs
  • Low-Volatility-ETFs

Die nächste operative Frage, die Stefan uns stellt: Kaufe ich dieses Zeug einfach und bin fertig oder muss ich aktiv handeln? Wie viel Aufwand muss ich in meine Handelsstrategien stecken?

Wann kommt der nächste Crash?

Im Briefing hat Stefan notiert (ja, genau so, mit dem Ausrufezeichen):

"Wie ist Euer persönlicher (!) Ausblick zur Entwicklung „des Aktienmarktes“ im Jahr 2021?"

Wenn wir das mal wüssten… ;-)

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(awa)

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Kommentare

Flurry sagt am 06. April 2021

Was ich immer wieder interessant finde, ist eure Einstellung zu den P2P Plattformen. Egal wie erwachsener und besser die Plattformen werden, die Kritik bleibt exakt die selbe, auch wenn man zB jetzt in der Corona-Krise durchaus Stärke zeigt.
Abgesehen davon, dass manche Plattformen wie EstateGuru eigentlich überhaupt keine Schwäche zeigen, finde ich die Probleme bei Mintos jetzt auch moderat. Da hat man über Jahre 10-15% Rendite kassiert, jetzt sind ein paar Anbahner erstmal futsch, der Recovery-Prozess läuft stabil und wird wohl das meiste an Kohle zurückbringen, unter dem Strich immer noch eine astreine Gesamtrendite. Und wegen dieser paar Anbahner ist das ganze Konzept Murks? Na dann besser nicht nachsehen, wie viele Rohrkrepierer in einem MSCI World sind.

Ich bin jetzt nicht der Super-P2P-Fanboy aber es wäre vermutlich trotzdem nicht falsch, das Thema mal objektiver anzugehen.


Jürgen sagt am 06. April 2021

Optionen sind ein kurzfristiges Handwerk, welches seine eigenen Regeln hat. Wenn man bereit ist, dafür Zeit aufzuwenden, kann auch langfristig mit diesen Geld verdient werden. Aber es ist halt:

  1. zeitaufwendig
  2. Es braucht Disziplin

Tom sagt am 09. April 2021

Sehr gute Infos. Vielen Dank


Temi sagt am 11. April 2021

Interessanter Beitrag, danke dafür!

Ich investieren ja nicht allzu viel Zeit in das Thema, aber gelegentlich liest man doch immer wieder mal in diversen Foren "ihr habt euer Portfolio ja alle gut abgesichert", so oder in einer ähnlichen Formulierung. Das klingt immer, als ob es natürlich völlig klar sei, wie das zu geschehen hat und jeder, der das nicht entsprechend getan hat, einfach zu dumm dazu ist.

Ich habe mich dabei auch oft gefragt, warum ich diesen, offenbar ganz einfachen, Absicherungstrick nicht verstanden habe. Jetzt bin ich zum Schluss gekommen, dass es diesen Trick überhaupt nicht gibt.


Finanzwesir sagt am 20. April 2021

Hallo Temi,

"ihr habt euer Portfolio ja alle gut abgesichert"

Ja, das wird immer so lässig in die Runde geschmissen und jeder nickt weise dazu: "Ja klar, Depot ist abgesichert."
Das ist vergleichbar mit 14jährigen Buben, die ganz weltmännisch verkünden, sie hätten schon ganz oft geküsst: Ist doch nichts besonderes".
Ja, vielleicht ihre Mutter - damals, als sie 10 waren und dann flüchtig auf die Wange". Bussi vielleicht aber kein ernstzunehmender Kuss.
Will aber keiner zugeben.
Genauso ist das hier.
Wenn es diesen ganz einfachen Absicherungstrick gäbe könnte man ihn längst bei Aldi kaufen.
Es bleibt dabei: Kohle gibt's an der Börse nur gegen Kontrollverlust.

Gruß
Finanzwesir


Arthur sagt am 22. April 2021

Vielleicht bin ich ja dann der einzige: ich habe mein Depot nicht abgesichert. Ich nehme die Aufs und Abs wie sie kommen. Finanzkrise und Corona haben dicke Kerben geschlagen, aber die Zeit hat sie auch wieder ausgebügelt.
Es mag daran liegen, dass bis zum Verwendungszeitraum noch einige Jahre ins Land gehen.
Es liegt aber ich mit Sicherheit daran, dass ich diese Produkte nicht verstehe, bzw. nicht die Zeit erübrigen will, sie zu verstehen.
Bei ETF bin ich noch drin, bei Zertifikaten raus.
Sicher, Optionsscheine mögen eine tolle Sache sein, wenn man weiß, sie richtig einzusetzen. Aber es gibt pro Basiswert was weiß ich wieviele Optionsscheine. Da den richtigen zu finden, dafür ist viel Arbeit und Verständnis nötig.
Aber wer weiß, vielleicht muss ich mir später dann mal anhören: Ja hättest du mal...

Gruß Arthur


Eduard Mit Rückenwind sagt am 15. November 2021

Das Rezept das sich für mich in den letzten 20 Jahren zur Absicherung bewährt hat, hat 3 Säulen: Diversifizieren, Diversifizieren, Diversifizieren. Ich muss mich als Divisifikations-Freak outen. In meinem Vermögensmix finden Sich Fonds, ETF, Einzelaktien, vermietete Immobilien, Crypto (BTC und ETH), P2P und Edelmetalle. Aus meiner Sicht ist es wichtig sich nicht in eine Asset-Klasse zu verlieben. Deswegen stehe ich allen Strategien, die ausschliesslich auf Aktien / Crypto / Immobilien / Edelmetalle setzen automatisch skeptisch gegenüber. Heruntergefahren habe ich in den letzten Jahren vor allem meine P2P-Investments. Hier passt aus meiner Sicht in vielen Fällen das Chance/Risiko-Verhältnis nicht wirklich gut. Wenn ich bereit bin einen Total-Verlust zu riskieren (was in der richtigen Dosis ok sein kann), dann müssen entsprechend die Gewinn-Chancen überproportional sein. In diesem Segment meines Vermögensmix haben sich in den letzten Jahren Crypto-Assets bewährt. Optionen kann ich mir in den nächsten Jahren als Teil einer Income-Strategie vorstellen. Um hier weiterzukommen, habe ich dieses Jahr vor allem in mein Wissen dazu investiert.

Auf dem Blog von Eduard Mit Rückenwind gibt es hierzu diesen Artikel: Diversifizieren, Diversifizieren, Diversifizieren


Finanzwesir sagt am 20. November 2021

Hallo Arthur,

"Sicher, Optionsscheine mögen eine tolle Sache sein, wenn man weiß, sie richtig einzusetzen. Aber es gibt pro Basiswert was weiß ich wieviele Optionsscheine."

Um Gottes willen, alles nur keine Optionsscheine. Damit wettest Du gegen die Bank, die die Dinger ausgibt. Extremes Informationsungleichgewicht, kann man nur verlieren.
Es geht um Optionen und Futures. Das sind komplett durchregulierte und standardisierte Produkte für Profis.
Und es geht auch nicht darum selbst zu handeln. Dafür hat niemand die Zeit und vor allem nicht das Know-how. Es geht auch hier ums Buy&Hold. Beim ETF schichtest Du ja auch nicht selbst um, sondern lässt die Profis machen. Bei den Krisenalpha-Fonds ist es das Gleiche: Fonds kaufen, ins Depot legen und fertig.

Gruß
Finanzwesir


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