03. Mai 2021


Christian: Mit 57 in Rente; machbar? - El Dinero Folge 4

Christian (50) will in sieben Jahren finanziell frei sein.
Kann das klappen?

Schau’n wir mal.

Persönliche Situation

  • Verheiratet, meine Frau arbeitet ebenfalls
  • Kinder aus dem Haus und in wenigen Jahren finanziell unabhängig
  • Abteilungsleiter, Job eher sicher, seit 20 Jahren im Unternehmen, Einkommen größer als 100.000 Euro

Christian und seine Frau arbeiten an der Balance zwischen Sparen und Leben.

"Meine Frau und ich sind beide in finanziell einfachen Verhältnissen aufgewachsen und haben früh Kinder bekommen, ohne echtes Einkommen. Folglich haben wir sehr einen einfachen Lebensstil, der uns jetzt beim Sparen hilft. Allerdings haben wir ausreichend liquide Mittel und wollen auch nicht übertreiben."

Was ist denn vorhanden?

Immobilien

  • Zweifamilienhaus, davon ein Teil selbst genutzt. Zinsbindung läuft 2021 aus, Restdarlehen 120.000 Euro. Was tun? Volltilgen oder weiter finanzieren zwecks Steuervorteil und besserer Renditechancen am Aktienmarkt.
  • Drei Eigentumswohnungen in einem renovierungsbedürftigen Neunfamilienhaus. Die Wohnungen sind ebenfalls teilweise renovierungsbedürftig, aber noch vermietet. Entfernung Wohnort zu den Eigentumswohnungen 160 Kilometer. Christian kann sie ab 2027 steuerfrei verkaufen. Das Haus macht wenig Aufwand. Trotzdem fragt er sich: "Wie soll das klappen mit der Renovierung aus der Ferne?". Und - die Masterfrage: "Warum soll ich noch investieren?"

Aktien

Rund 40.000 Euro in weltweiten ETFs. Keine Einzelaktien. Dividenden oder nicht? Zeitweise ist Christian einen Zwischenweg gegangen.
Seine Strategie ist buy and hold. Im Coronacrash konnte er gut nachkaufen.

FIRE - die Zukunft?

Christian fragt sich:

"Wie passt das alles zusammen mit dem großen Plan mit 57, also in 2028 die Erwerbstätigkeit aufzugeben? Rechnerisch scheint es möglich zu sein. Aber will ich das wirklich. Welche Sicherheitspuffer rechne ich rein."

Der Finanzwesir fragt ketzerisch: Warum nicht erst mal mit 57 das FI (Financial Independence) nehmen und das RE (Retire Early) auf 67 verschieben? Das wäre dann FIRNSO (Financial Independence - Retire not so early).

Was meinen Sie? Kann man mit 40.000 Euro im Depot in sieben Jahren in Rente gehen?
Was Daniel und ich davon halten, hören Sie im Podcast.

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Links zum Thema

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Kommentare

Hans sagt am 04. Mai 2021

Tolle Folge! Sehr unterhaltsam. Gute Medienempfehlungen, besonders zur Folge von Daniels Podcast bzgl. Entnahmestrategien.


Max Murks sagt am 05. Mai 2021

Und? Ist die Rente nun machbar?

Ich vermisse harte Zahlen. Was spart der Kollege noch in 7 Jahren, kann man davon 100 werden?

Ich vermute eher nicht.


Nico M. sagt am 07. Mai 2021

Schade, ich hatte mir mehr erhofft dass man seinen speziellen Fall durchrechnet (mit dem Fazit, dass er nach 7 Jahren mit seiner Sparsumme X (ja wie hoch ist sie denn?) nicht finanziell unabhängig sein kann).
Es war sehr viel rumlavieren hätte würde wenn anstatt die gewohnte mathematische Analyse des Finanzwesir (...Nehmen wir an der Msci World performt weiter wie die letzten 7 Jahre, dann hätte er...usw.usw.)


Karl sagt am 07. Mai 2021

Ach, mein Vorschlag für Christian: Arbeiten bis 67, Rentenpunkte sammeln, die rotten Eigentumswohnungen verkaufen, solange sie noch jemand haben will und ganz brav mit dem Brot und Butter Depot weitermachen.
Alternativ demnächst mal über Liechtensteiner Lebensversicherung mit ETF -Depot schlau machen und schauen, ob die Zusatzkosten niedrig genug sind um damit dann a) wirklich steueroptimal zu investieren (Halbeinkünfte statt Kapertrag, keine Steuern bei Rebalancing, ggf völlig steuerfrei vererbbar) und b) alle Vorteile eines selbstgehandelten ETF-Depots zu nutzen.


Max M. sagt am 07. Mai 2021

Werter Finanzwesir,

ich versuche es noch einmal höflicher! Eine gute Folge, allerdings habe ich eine Kernantwort vermisst: Wie viel Geld wird denn nun gebraucht für den Ruhestand? Schafft man es in 7 Jahren, bei dem gegebenen Gehalt?

Vermutlich eher schwierig, aber interessant das zu beleuchten mit konkreten Zahlen.

Hier meine kurze Rechnung (Basis Fliesstext, grob).

Annahmen:

  • Gehalt: 120.000 EUR / Jahr, Steuerklasse 3, d.h. 6400 EUR netto / Monat
  • Eigene Immobilie abbezahlt
  • Vermögen heute: 40.000 EUR (lassen wir mal die renovierungsbedürftigen Immobilien weg)
  • Sparquote: 3400 EUR / Monat, Anlage nach Steuern: 5%
  • Zum Leben benötigt: 3000 EUR / Monat bei sicherer Entnahme von 4%, d.h. Vermögen von 900.000 EUR notwendig

-> Daraus folgt eine Ansparzeit von ca. 13 Jahren.

Beste Grüße
Max


Finanzwesir sagt am 20. Mai 2021

Hallo zusammen,
wegen der Schwammigkeit

"Ich vermisse harte Zahlen."

Daniel und ich sind nicht die Heilige Römische Inquisition. Wir können nur mit dem arbeiten, was wir freiwillig bekommen ;-) Aber Max hat das doch gar nicht schlecht abgeschätzt.

Gruß
Finanzwesir


Georg sagt am 22. Mai 2021

Für alle die sich für die Zahlen & Fakten interessieren: Christian war so freundlich und hat einer Veröffentlichung seines Falls auf meinem Blog zugestimmt. Die Veröffentlichung ist für Q3 geplant.

@Max: er wird es schneller schaffen, denn er hat ja auch noch Rentenansprüche und ein paar Versicherungen ;-)


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