23. März 2018


Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 12 / 2018)

In eigener Sache

Zu Gast beim Campusmarke-Podcast. Der Finanzwesir als Marke.

Diese Artikel sind mir in dieser Woche in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre aufgefallen.

Das Must have der Woche

ETFs, wie werden sie gemacht? Von der Idee bis zum Listing, alles was so dazwischen gehört. Einmal die komplette Wertschöpfungskette.

Taktik

Warum ich die Finger von Immobilien-Crowdfunding, P2P-Krediten & Co. lasse. Warum lesenswert? Weil Wolfgang beruflich damit zu tun hat und deshalb als Privatmann Abstand nimmt.

ETF: Mehr Transparenz durch MiFID II.

Was unterscheidet ein gutes Investment von einem schlechten? Die Steuerersparnis.

Investieren lernen I 70-20-10, statt 90-60-90.

Investieren lernen II Warum Liquidität wichtiger ist, als die Frage 70-30 oder 50-20-30 oder gar 30-30-30-10.

Kryptowährungen und ICOs zwischen Wildnis und Zähmung.

Strategie

Sieben Thesen zur Zukunft des Asset Managements.

Sei kein Nachrichtenjunkie.

"In Wirklichkeit gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz Millionen von fleißigen, ehrlichen und positiven Menschen, die zusammen mit Dir den ganzen Tag daran arbeiten diese Länder nun noch besser zu machen."

Cash in de Täsch: 107 Euro sind im Geldbeutel.

Die Dritte Welt ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Kann ich bestätigen. Das Internet in Laos und Marokko ist besser als in den Vororten von Hamburg.

Auf Englisch

Here’s a Counterintuitive Idea for Your Retirement.

(awa)

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Kommentare

ChrisS sagt am 23. März 2018

Grad ein nettes kleines Tool zum rumspielen entdeckt
https://trackingdifferences.azurewebsites.net/
wo jemand mal die Tracking Differenzen verschiedener bekannter ETFs tabellarisch aufbereitet.
Ganz interessant für Leute die noch über jeden Nullkommairgendwas-Unterschied an der zweiten Nachkommastelle rumdiskutieren wollen :-D


Der HSV steigt endlich ab sagt am 23. März 2018

Der Markt fällt ja genauso schnell wie der HSV.

Zeit für Market Timing:-)


Venyo sagt am 23. März 2018

Zum 70-20-10: Wichtiger Punkt. Ich muss ja immer lachen, wenn die Leute glauben passives Investieren wäre einmal ETFs raussuchen, Sparplan anlegen und danach jedes Jahr 30 Minuten arbeit (ist ja schlieslich passiv!!!).

In der Praxis bricht dann in sämtlichen Foren und Kommentarspalten von Blogs die große Panik aus, wenn:

  • Der Broker seine Kostenlos-Aktion-XYZ beendet ("Was fällt denen ein????? Die wollen Geld für eine Dienstleistung??? Die beenden eine zeitlich befristete Aktion???? Warum wurde ich nicht vor 5 Jahren darüber informiert???")
  • Die Steuergesetzgebung sich ändert ("Diese pösen Politiker!!! Warum machen die überhaupt Gesetze??? Als ob das ihr Job wäre!!!!")
  • Der Fonds ausschüttend/thesaurierend/synthetisch/physisch replizierend ändert ("Warum??? Ich hab doch erst vor 2 Monaten mein GESAMTES Portfolio dorthin verlagert!!!!!")
  • Die neue Auflage von Kommer völlig plötzlich quasi eine 180°-Wende hinlegt (alsob) Multifactor-Fonds auch nur in einem Nebensatz erwähnt. ("Wenn der ETF-Papst das sagt, dann müssen wir ihm folgen!!!! Määääh")
  • Vanguard an deutschen Börsen gehandelt wird ("Soll ich jetzt ALLES verkaufen und hinwechseln?????")

All das ist passiert in den letzten 12 Monaten, seit ich mich mit dem Thema beschäftige. Und das sind eigentlich nur Peanuts. So richtig ernthafte Sachen wie die Transformation vom ewigen Junggesellen ("Reich durch Miete!") zum verheirateten Familienvater mit Eigenheim, schwere Krankheiten, Scheidung, Todesfälle sind da noch gar nicht drin.

Möchte nicht wissen wie viele Leute aktuell mit Excel auf die 2.te Nachkommastelle ihr Portfolio optimieren und dabei die große Unsicherheit "Leben" vergessen...


Flurry sagt am 23. März 2018

Ohje, wie hier immer deutsche Plattformen repräsentativ für Crowdfunding und Konsorten sind, dabei ist Deutschland ein richtig mieses Pflaster dafür. Bei Lendy/Estateguru bekommt man 10%+ Zinsen und es sind erstrangige Hypotheken bei gutem LTV und dann wird nur über Bergfürst mit 6% gequatscht? Schade.


ChrisS sagt am 23. März 2018

@ Venyo

"Zum 70-20-10: Wichtiger Punkt. Ich muss ja immer lachen, wenn die Leute glauben passives Investieren wäre einmal ETFs raussuchen, Sparplan anlegen und danach jedes Jahr 30 Minuten arbeit (ist ja schlieslich passiv!!!)."

Ich sag mal so - beides stimmt, bzw ist halt immer individuell typabhängig.

Ich kenne Leute, denen hab ich einmal vor Jahren was zu ETFs erklärt und die ziehen das seitdem stur und konsequent ohne Aufregung durch - Sparplan läuft auf Autopilot (und es werden auch nicht ständig Konditionen verschiedener Broker verglichen und hinterhergehechelt), für neue ETFs die jetzt nullkommairgendwas günstiger sind interessieren die sich auch nicht, und Börsennachrichten o.ä. werden auch gelangweilt ignoriert.
Also alles funktioniert seit Jahren bereits sehr ruhig von selbst wie's eigentlich schön passiv sein soll und ja, klappt auch wirklich in 30 Minuten.

Nur - und das ist jetzt der Knackpunkt - sind diese Leute oft eben auch nicht auf Finanzblogs unterwegs, also kriegt man von solchen "stillen Mehrheiten" auch garnichts so richtig mit.
Wir hingegen sind ja ständig hier und schlagen uns die ganze Zeit mit nichts anderem als all solchen Nischen- und Detaildiskussionen herum, da wird jeder noch so unwichtige Punkt bis zum getno zerredet und jede neue Meldung kommentiert als gings um den Weltuntergang.
Und dann - weil wir's eben nicht anders kennen (Stichwort Filterblase) - denkt man halt leicht, alle Anleger wären so wie man selbst oder so wie in deiner Beschreibung diejenigen die man online so erlebt.

Also, klar gibts auch die neurotischen Nachkommafurzer, aber man soll nicht nur seine eigene Online-Erfahrung auf alle übertragen. Ich denke, viele (die meisten? kA, man kriegts ja nicht mit) schaffen das mit dem Anlegen schon gut genug, ohne durchzudrehen, und wir sehen hier blasenbedingt ja nur einen relativ bestimmten Ausschnitt Typ der Investoren, eben der der überhaupt Interesse an Kommentaren etc hat.


Dummerchen sagt am 24. März 2018

@Venyo, ChrisS:
Die Foren/Kommentarzeilen sind tatsächlich nur die Spitze des Eisbergs. Aus meiner Erfahrung mit den Karlsruher Finanzwesir-Lesertreffen kann ich berichten, dass die meisten Anleger sehr viel entspannter unterwegs sind, als hier mitunter diskutiert wird.

Die Liste finde ich übrigens sehr unterhaltsam - ich habe es mir bei allen fünf Themen konsequent verkniffen, in eine Diskussion einzusteigen, da ich die Themen für völlig überbewertet halte.
Mir ist die Zeit dafür einfach zu schade (geworden). Wenn die immer gleichen "Nachkommafurzer" hier ihrem Optimierungswahn frönen wollen - bitte. Ich fürchte mit zunehmender Anlagedauer und wachsendem Vermögen werden auch diese irgendwann davon abkommen. Der Aufwand im Vergleich zum Nutzen ist für mich einfach nicht zu rechtfertigen.

Den 70/20/10-Artikel finde ich übrigens ganz gut - das latente Passiv-Bashing hätte man sich eigentlich sparen können. Aber so hat jeder halt seine Grundeinstellungen.

Liebe Grüße
Dummerchen


Dummerchen sagt am 24. März 2018

@HSV: Findest Du das wirklich noch witzig?
Irgendwann ist der Gag doch wirklich tot. Geht es jetzt weiter mit

  • "HSV verliert im Schwabenländle",
  • "HSV verliert gegen die Knappen" und
  • "HSV verliert gegen SAP"?
  • Oder doch einfach nur "HSV bald in Liga 3"?

So sehr ich mir wünsche, dass dieses Dino-Gefasel irgendwann mal ein Ende in der Sportschau nimmt, so uninteressant finde ich das in einem Finanzblog. Aber gut - zumindest bei mir hat das Nick-Getrolle funktioniert ;-). Ich zuck' noch.


Monika sagt am 24. März 2018

Hallo ETF-Experten (Finanzwesir, Dummerchen, ChrisS, et al):

Wie schätzt ihr das Risoko ein, dass ein ETF auf die großen Idizes (MSCI World, Emerging Markets) im Kriesenfall liquidiert wird?
Ich habe gelesen, dass es trotz des "Sondervermögens" zu hohen Verlusten kommen kann, da sich die Auszahlung erheblich verzögern kann (ein Jahr oder sogar länger), sodass möglicherweise ein erhebliche Differenz zum Kurswert bestünde.
Das wäre der Fall, wenn sich der Auszahlbetrag auf den Kurswert zum Zeitpunkt der Auflösung bezieht und sich der Kurs des Indexes zum Zeitpunkt der Auszahlung wieder deutlich erholt hätte. Die Abwicklung selbst könnte auch zusätzliche Verwaltungskosten zur Folge haben.

Ist es deshalb vielleicht ratsam, ETFs des gleichen Indexes über verschiedene ETF-Anbieter zu streuen?


ChrisS sagt am 24. März 2018

@ Dummerchen

"Die Foren/Kommentarzeilen sind tatsächlich nur die Spitze des Eisbergs. Aus meiner Erfahrung mit den Karlsruher Finanzwesir-Lesertreffen kann ich berichten, dass die meisten Anleger sehr viel entspannter unterwegs sind, als hier mitunter diskutiert wird."

Eben, das ist auch meine Erfahrung - die Leute, die ich im "echten Leben" kenne, die sich überhaupt (wenigstens einigermaßen) mit ihren Finanzen beschäftigen, machen alle einen relativ entspannten Eindruck - im Gegenteil, in meinem Bekanntenkreis bin ich wohl selbst der größte "Nachkommafurzer" vom Wissenslevel her und animiere sie ja eher dazu, sich gern noch mehr damit zu beschäftigen - aber das bestätigt auch wieder was ich eingangs sagte, warum die Eindrücke von den neurotischen Finanzblog-Kommentierern eben nicht die wirkliche Mehrheit der Anlegerschaft widerspiegeln.
Weil die meisten Leute doch allgemein immer noch eher zu desinteressiert / gelangweilt / faul sind, sich überhaupt mit Finanzen zu beschäftigen, und dann wenn sie's doch mal machen, sind die meisten davon auch nicht so optimierungssüchtig sondern nehmen einfach die erstbeste bequeme Lösung und haken das Thema ab.
Der Typus involvierter DIY-Anleger, der hier auf Finanzblogs die Kommentarspalten bevölkert und sich ewig lang und breit mit so Sachen wie der Liste beschäftigen können, ist am Ende wirklich auch nur die Minderheit einer Minderheit.
Und selbst da wird auch nicht alles so heiß gegessen wie's gekocht wird. Soll heißen, egal wie verbissen manche Diskussionen manchmal wirken können, oder wie pingelig manche Rechnungen sind, wirklich konkret umsetzen und anwenden tut man doch meistens auch nicht alles, was man so debattiert.
Und grad wenn man sich mal in "echt" treffen und gemütlich unterhalten würde, wie zB bei den Leserzellen, merkt man dass dahinter auch nicht wirklich so die Schärfe und Aufregung dahintersteht, wie's im anonymen Internettext manchmal erscheinen kann.

"Die Liste finde ich übrigens sehr unterhaltsam - ich habe es mir bei allen fünf Themen konsequent verkniffen, in eine Diskussion einzusteigen, da ich die Themen für völlig überbewertet halte."

Och, ich sag ab und zu immer wieder mal was zu solchen typischen Aufreger-Themen ... und zwar meistens natürlich, dass man sich über solche Kleinigkeiten eben nicht so den großen Kopp' machen soll :-D Also was zur Beruhigung der aufgescheuchten Herde dienen soll und um mal wieder auf die langfristig wirklich wichtigen Dinge hinzuweisen, die eben nicht darin liegt sich in der Optimierung von so kleinen technischen Details zu verlieren, sondern vor allem die Entwicklung und Beibehaltung ganz klassischer "langweiliger" Tugenden wie Ruhe und Durchhaltefähigkeit betrifft.

"Der Aufwand im Vergleich zum Nutzen ist für mich einfach nicht zu rechtfertigen."

Das betrifft ja nicht nur Depot-Optimierungen, sondern überhaupt die Teilnahme an Diskussionen (darüber und allgemein).
Also manchmal fragt man sich - bringt das ganze, was man hier so schreibt, überhaupt was, bzw steht (Schreib-)Aufwand und Lesererkenntnis-)Nutzen noch in Relation? Der Nachschub an neuen alten Themen, die immer wieder von vorn aufgerollt werden, reißt ja nie ab.
Aber naja, deshalb bin ich ja auch nicht Blogbetreiber geworden :-D

"So sehr ich mir wünsche, dass dieses Dino-Gefasel irgendwann mal ein Ende in der Sportschau nimmt, so uninteressant finde ich das in einem Finanzblog."

Also wenn du die nächsten Spielgegner des HSV schon auswendig kennst, scheint dich das ja persönlich zu berühren :-D
Einfach ignorieren, dann gehts irgendwann schon von alleine weg...
(wie der HSV, höhö)


HSV steigt endlich ab sagt am 25. März 2018

@Dummerchen

Ich finde das überhaupt nicht witzig, sondern längst überfällig. Und das Schöne ist, dass mein Nick unabhängig von der Liga ist. Selbst bei einer längst überfälligen Insolvenz ohne die Kühne-Gelder geht da noch was (siehe zum Beispiel 1860 München).

Der HSV ist quasi der Carmignac Patrimoine (bzw. beliebigen Name des aktiven Mischfonds mit performance-abhängiger Vergütung einsetzen) unter den Bundesligisten. Zehrt von den längst vergangenen Erfolgen aus der fernen Vergangenheit und verschlingt Kosten ohne Ende.

Ich bin kein Spammer, Troll oder Robot:-)


Frank Krause sagt am 25. März 2018

@Venyo

Ich musste grinsen, als ich Deine Aufzählung gelesen habe. Mich als frischen Anleger beschäftigen genau diese Dinge, obwohl mir doch Ruhe und Einfachheit versprochen wurde. :-)


Nostradamus sagt am 26. März 2018

| @Venyo: Du sagst: "Ich muss ja immer lachen, wenn die Leute glauben passives Investieren wäre einmal ETFs raussuchen, Sparplan anlegen und danach jedes Jahr 30 Minuten arbeit (ist ja schlieslich passiv!!!). In der Praxis bricht dann in sämtlichen Foren und Kommentarspalten von Blogs die große Panik aus, wenn [...]
Und zählst dann einige Dinge auf, die tatsächlich die passiven Anleger beschäftigt haben. Nun ist aber die Frage, wie intensiv man sich mit der ganzen Sache beschäftigen will. Jemand, der kaum Arbeit investieren wollte, musste das halt auch wegen diesen aufgeführten Änderungen nicht tun. Nichtmal wegen der neuen Steuerreform
(einmal geguckt, aha da ändert sich was, aber der Freistellungsauftrag ist gestellt, dann passt das ja, fertig).
Passiv = sehr wenig Arbeit kann also in der Tat aufgehen. Pasiv = keine Änderungen, das geht nicht auf.


Dummerchen sagt am 26. März 2018

@Monika:
Danke, dass Du mich zu einem ETF-Experten machst. Ich weiß nicht, ob ich mich so nennen würde.

Mich würde ja interessieren, wo Du das gelesen hast.
Mein persönlicher Tipp: Irgendein "ETFs sind böse"-Artikel mit der unterschwelligen Aufforderung "kauft lieber meinen aktiv gemanagten Fonds".
Das von Dir skizzierte Szenario halte ich persönlich für ziemlich unwahrscheinlich. Alleine die aberwitzige Zeitspanne von einem Jahr erscheint mir völlig übertrieben.
Ich weiß nicht, ob es einen vergleichbaren Fall (Liquidierung eines Brot-und-Butter-ETF) schon gegeben hat, aber ich wüsste nicht, warum das so lange dauern sollte - die im Index enthaltenen Aktien sind ja schließlich immer noch auch bei einem Börsencrash handelbar.
Eine Zeitspanne von mehr als zwei Wochen kann ich mir eigentlich nur bei Fonds vorstellen, die auf weniger liquiden Assets wie Immobilien basieren. Ich meine mich zu entsinnen (bin aber nicht 100% sicher), dass es bei den "offenen Immobilienfonds" bei der letzten Finanzkrise solche Phasen gab, in denen kein Verkauf möglich war.
Kurzversion: Ich halte das für Panikmache, um nur wenig informierte Anleger möglichst von der Anlage in ETFs abzuschrecken.

@ChrisS:
Ich kenne die Spieltermine überhaupt nicht, sondern habe das wie Du gemacht: Einfach mal gegoogelt ;-). Meine Verbundenheit mit dem HSV ist genauso groß wie die mit Werder Bremen - das sagt wahrscheinlich alles. (Und jetzt habe ich vermutlich Einreiseverbot im hohen Norden ;-)!)

"Und das Schöne ist, dass mein Nick unabhängig von der Liga ist."

@HSV: Tue ich Dir gerade unrecht? Ich dachte, da hätte es auch schon etliche Variationen wie "HSV gewinnt gegen Mainz" etc. gegeben - das trifft schließlich nur noch auf diese Saison und die 1.BL zu. Falls Du gar nicht der Schöpfer der Variationen warst, hast Du natürlich recht.

Liebe Grüße
Dummerchen


Finanzwesir sagt am 26. März 2018

Hallo Monika,
der Finanzrocker hat hier ein Interview mit Arne Scheehl von Comstage gemacht.
Arne beantwortet in diesem Podcast eine Menge Deiner Fragen. Auch was die Liquidation angeht.

Ansonsten schließe ich mich Dummerchen an. Das Finanzestablishment steht sehr unter Druck. Die Margen erodieren von zwei Seiten

  1. Die Regulatorik verlangt immer höhere Investitionen.
  2. Die Kunden werden immer kostenbewußter.

Diesen Zweifrontenkrieg können die aktiven Fonds-Manager zwar nicht gewinnen, aber sie versuchen mit Rückzugsgefechten ihre Position möglichst lange zu halten.

So pauschal ist diese von Dir kolportierte Aussage einfach falsch. Da muss man gernau hinsehen. Immobilienfonds wurden schon gennant, aber auch bei Anleihen-ETFs kann ich mir - in sehr turbulenten Marktsituationen - Liquiditätsprobleme vorstellen. Aber nicht monatelang. Wir Privatanleger haben den großen Vorteil Dinge einfach aussitzen zu können. Dafür macht man ja eine Liquiditätsplanung. Dann muss man eben den Notgroschen einsetzen.

"Ist es deshalb vielleicht ratsam, ETFs des gleichen Indexes über verschiedene ETF-Anbieter zu streuen?"

Nur, wenn es sich um ein Ereignis halt, dass nur einen Anbieter betrifft. Wenn es um allgemeine Börsenturbulenzen geht, dann bringt das nichts.

Im Übrigen sind ETFs - genau wie alle Fonds - komplett durchreguliert. D.h. das von Dir beschriebene Szenario muss dann auch für alle anderen Fonds gelten.
ETFs sind regulatorisch gesehen nichts weiter als Publikumsfonds.

Gruß
Finanzwesir


ChrisS sagt am 26. März 2018

@ Monika

"Wie schätzt ihr das Risoko ein, dass ein ETF auf die großen Idizes (MSCI World, Emerging Markets) im Kriesenfall liquidiert wird?"

Ich dreh's zum Verständnis mal um und frag vom anderen Ende her:
Warum betreiben die Anbieter überhaupt ETFs ? Um damit Geld zu machen (Einnahmen per TER).
Was ist also der Grund, warum ein Anbieter einen ETF schließen sollte ? Wenn der ETF kein Geld bringt (d.h. Betriebsausgaben höher als Einnahmen).

Lange Rede, kurzer Sinn - das Schließungs"risiko" eines ETFs wird maßgeblich vor allem von der Größe seines Anlagevolumens bestimmt (da daraus ja die TER entnommen wird).
Pauschale Grenzen sind da zwar immer etwas schwer zu bestimmen, da es immer auf den individuellen Fall ankommt (wie "aufwendig" ist der ETF konstruiert, welche Produktstrategie verfolgt der Anbieter, wieviel Schonfrist setzt er sich, etc.) aber generell kann man aus der Erfahrung sagen, dass ETFs mit so Volumenzahlen unter 25~50 Mio. eher Schließungskandidaten sind (weil der Betrieb des Produktes dann einfach nicht mehr wirtschaftlich ist), und alles so über ugf 100 Mio. Volumen und mehr relativ "safe" ist, also nicht unmittelbare Schließungsgefahr besteht sondern das Produkt wohl längerfristig überleben können wird.

Der beste Weg, um von solchen Schließungen also garnicht erst betroffen zu sein, ist schon vorher, also vorm Produktkauf, mal einen Blick aufs Anlagevolumen zu werfen, und sich also vor allem auf die großen, soliden Dickschiffe zu konzentrieren, und so kleine Spezial- und Nischengeschichten (wir nennen das hier den "siamesischen Wasserbüffel-Fonds") lieber zu ignorieren.

"Ich habe gelesen, dass es trotz des Sondervermögens zu hohen Verlusten kommen kann, da sich die Auszahlung erheblich verzögern kann (ein Jahr oder sogar länger), sodass möglicherweise ein erhebliche Differenz zum Kurswert bestünde.
Das wäre der Fall, wenn sich der Auszahlbetrag auf den Kurswert zum Zeitpunkt der Auflösung bezieht und sich der Kurs des Indexes zum Zeitpunkt der Auszahlung wieder deutlich erholt hätte. Die Abwicklung selbst könnte auch zusätzliche Verwaltungskosten zur Folge haben."

Ich weiß ja nicht, wo (und vor allem, von wem - Eigeninteressen?) du das gelesen hast, aber je nach strenger oder gnädiger Auslegung ist das mehr oder weniger Quatsch bzw unseriöse Panikmache.

Richtig ist, dass die Liquidität eines Fonds/ETFs eben auch immer mit der Liquidität seiner unterliegenden Assets zu tun hat.
Aber bei dem, worüber wir hier eigentlich reden (Standard-Aktien) gibt es da eigentlich wenig bis keine Probleme, das ist eher so ein Makel der bei illiquideren Assets wie Immobilien oder geschlossenen Beteiligungen etc relevant ist.
Die kann man eben nicht so (wie Standard-Aktien eben) einfach mal mit nem Mausklick auf den Markt werfen, da kann sich also die geordnete Abwicklung durchaus lange hinziehen - es gibt davon auch genug Leidens- und Horrorstories von Anlegern im Internet zu lesen, die noch seit Jahren auf das Geld aus ihrem Immofonds etc warten.
Aber wie gesagt, bei dem was uns hier interessiert, Standardaktien-ETFs, ist das eigentlich kein Problem, oder mir nicht bekannt dass sich eine Abwicklung je so lange hingezogen hätte, bzw. entspricht auch nicht meinem Marktverständnis.

Ich hatte auch schon einige ETF-Schließungen miterlebt (wie, befolge ich etwa nicht meine eigenen Tugenden? Jein, in meinen kleinen Spielgeld-Nebendepots gehe ich auch manchmal bewußt spekulative Investments ein), und das war bisher immer ganz einfach.
Man bekommt halt ein paar Wochen vorher eine Nachricht von der Fondsgesellschaft: "Sehr geehrter Anleger, das Produkt XY wird zum drölften Junitober aufgelöst. Sie können es bis dahin weiter ganz normal handeln, d.h. auch vorher schon selbst verkaufen. Ansonsten wird Ihnen zum Stichtag einfach der aktuelle Kurswert automatisch ausbezahlt."
Und das ist auch bisher immer so unproblematisch abgelaufen, d.h. "Verluste" (zB durch große Verzögerungen die zu Abweichungen zwischen Kurswert und Auszahlbetrag geführt hätten, oder "Abwicklungskosten") gab es dabei noch nie.
Ja, wenn grad wirklich gleichzeitig auch allgemeine schlimme Börsenkrise ist, kann der Handel vielleicht mal ein paar Stunden ausgesetzt werden, aber das tangiert niemanden ausser die Daytrader und sowas wie "ein Jahr" Pause ist absolut unrealistisch.

"Ist es deshalb vielleicht ratsam, ETFs des gleichen Indexes über verschiedene ETF-Anbieter zu streuen?"

Ich sag mal so, am Ende musst du das allein mit dir selbst und deinem individuellen Paranoia-Level ausmachen.
Ich kann dich vielleicht nur insofern "beruhigen", dass es mir persönlich selbst ein bischen zu popelig wäre, mir zB den gleichen MSCI World in dutzendfacher Ausführung (einen von iShares und einen von Comstage und einen von Lyxor und ...) ins Depot zu legen, nur weil ich mir um die Schließung von einem einzigen davon Sorgen mache.
Der einzige Grund warum ich überhaupt in verschiedene ETFs auf den selben Index streuen würde, ist wenn ich mal sooo viel Geld hab dass ich damit einen einzelnen ETF fast ganz alleine aufkaufen könnte - aber davon bin ich noch weit entfernt ;-)
Die "Flaggschiffe" der Anbieter sind alle mehrere hunderte Mios bis über ne Mrd € schwer und die werden auch mit genügender Wahrscheinlichkeit zukünftige Börsenkrisen "überleben".
Andersherum gesagt, ETFs gibts ja mittlerweile nun auch schon seit ugf 25 Jahren (die ersten kamen so mitte der 90er in Amiland auf) - das heißt, die haben (also als Anlagevehikel-Kategorie insgesamt) schon auch einige vergangene Krisen bereits durchstanden, und sind immer noch da.


Gordon sagt am 26. März 2018

@Dummerchen

Ich meine mich zu entsinnen (bin aber nicht 100% sicher), dass es bei den "offenen Immobilienfonds" bei der letzten Finanzkrise solche Phasen gab, in denen kein Verkauf möglich war.

Bezüglich der Liquidierung von ETFs bist Du natürlich vollkommen im Recht. Ich sehe da auch kein Problem.
Ich kann allerdings leidgeprüft aus eigener Erfahrung berichten, dass es bei Immobilienfonds sehr sehr viel länger dauert:

Mein SEB ImmoInvest wird seit 2012 liquidiert. Seit dem erhalte ich (nicht erhielt ich) unregelmäßig Ausschüttungen. Ein Verkauf über die Börse ist möglich, Bruchstücke aus einem Sparplan würde ich aber nicht loswerden. Ich könnte wenn ich wollte, nicht einmal mein Depot deswegen so ohne weiteres schließen.

Generell: Ich schätze deine fundierten Kommentare ungemein!

Gruß
Gordon


Monika sagt am 27. März 2018

Danke für eure Kommentare, sehe das eigentlich auch so: Ein solches Szenario lässt sich bei großen Aktien-ETFs bisher weder belegen noch erklären. Habe den Verweis auf die benannten Risiken vor Kurzem mal wieder gefunden unter den Kommentaren von Mr Blue

https://www.youtube.com/watch?v=R6dImQuOxw8

Herr Sarrazin selbst hat das nicht behauptet - er kauft nur keine ETFs.


Finanzwesir sagt am 28. März 2018

Hallo Monika,
hm, ein anonymer zweizeiliger Kommentar ohne weitere Begründung unter einem Interview mit Herrn Sarrazin, dass von Focus-Money-Redakteuren geführt wird...
Das gehört zu 100% in die Schublade "Das habe ich mal im Internet gehört".
Andere Ansichten sind immer willkommen, aber ein meinungsstarker Zweizeiler qualifiziert sich da nicht.
Auch was meinen Blog angeht: Glaub nichts was ich hier erzähle oder was andere in den Kommentaren schrieben. Es ist Deine Aufgabe das zu hinterfragen. Kann das stimmen, was ich hier schreibe, kann man nicht auch anderer Meinung sein. Wie viele Wege führen nach Rom? Das hier ist mein Blog. Hier predige ich, was ich will.
Deine Medienkompetenz muss die Spreu vom Weizen trennen! Ich kann nur immer wieder auf Brian verweisen: https://www.youtube.com/watch?v=rhJCQCk3sO0

Gruß
Finazwesir


ChrisS sagt am 28. März 2018

@ Monika

Irgendwelche Youtube-Kommentare für die Zukunft bitte einfach getrost ignorieren ;-)
Was irgendein xXxWeedlord420GokuxXx für Anlagetipps verteilt muss eigentlich niemanden interessieren.

Ne, mal im Ernst. Das Stichwort heißt heutzutage "Medienkompetenz". Also zB die Bewertung und Einordnung von Quellen, und das Fachwissen um seriöse Aussagen von Panikmache oder Jubelperserei unterscheiden zu können.
Und ja, man kann nicht immer zu allem bereits das nötige Fachwissen haben, aber das kann man ja wieder ergoogeln (und dann sind wir auch wieder beim ersten Punkt, Quellenbewertung).

Also wenn du dich zB wirklich mit so Sachen wie ETF-Liquidierungsrisiken ernsthaft auseinandersetzen willst, muss man schon selbst aktiv werden um nach brauchbaren, gehaltvollen Informationen von ernstzunehmenden Experten zu suchen. Auch das Delegieren, also Fragen hier im Kommentarbereich, ist nur die halbe Miete, denn wir sind auch alle nur mehr oder weniger kundige Laien :-)


Das Buch zum Blog: 440 Seiten voller Informationen. Jetzt im Handel erhältlich.


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