15. Januar 2016


Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW2 / 2016)

Diese Artikel sind mir in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre aufgefallen.

Zwei Seiten der gleichen Medaille? Christoph will Normen brechen. Nico sucht finanziell freie Menschen. Auch Holger will ab sofort im Hier und Jetzt glücklich sein.

Teufelszeug! Der Pfennigmillionär hat sein Auto finanziert.

Fräulein Zaster muss ein Haus in Ostwestfalen verkaufen und braucht Hilfe.

2015 war ein Rekordjahr für ETF.

Wieder was gelernt: David Bowie hat mal eine Anleihe aufgelegt, die Bowie-Bonds.

Sparen, anlegen, frei sein startet ihr Levermann-Depot. Durchaus mit kritischen Anmerkungen.

Auf Englisch

Die Profis sind auch nur Menschen und machen die gleichen Schwachsinnsfehler wie wir Privatanleger.

(awa)

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Kommentare

Christoph (der Stillhalter) sagt am 15. Januar 2016

Zu dem Thema Neuwagen finanzieren, muss ich ja sagen, dass ich da auch zu der Minderheit der Finanzbarbaren gehöre. Bei mir ist es zwar ein Firmenwagen, aber auch privat würde ich Full-Service Leasing machen. Damit lande ich regelmäßig bei Gesamtkosten von 0,30 Euro brutto pro Kilometer bei 30.000 km im Jahr. Das Auto selbst, Steuer, GEZ, Wartung, Reifen, Verschleiß, Versicherung, Diesel...alles drin.

Ich mache mir so keinerlei Gedanken um Restwerte, wer mein Auto irgendwann für wie viel Geld kauft, ob die Lichtmaschine den Geist aufgibt oder der TÜV etwas zu meckern hat. Alle 2,5 Jahre konfiguriere ich mein Wunschfahrzeug, lasse mir ein Angebot von Sixt Leasing machen (die haben immer Kampfpreise), dackele damit zum Händler und nötige ihn so lange bis er mir das gleiche Angebot macht. Ein paar Monate später erfolgt dann der Tausch und das Thema ist erledigt.

Die Vorgehensweise macht zumindest mich extrem frei im Kopf und spart Zeit in der man sich dann weitaus profitablere Gedanken machen kann.


Finanzwesir sagt am 15. Januar 2016

Hallo Christoph (der Stillhalter),
genau dieses Verhalten meinte ich, als ich im Reich-werden-Podcast über wirtschaftliches Denken sprach.
Normalerweise ist es Unfug ein Auto zu leasen, aber wenn man kreativ (siehe Bausparer "hacken") und unvoreingenommen an die Sache herangeht, findet man oftmals Lösungen, auf die man so nicht gekommen wäre. Diese Lösungen sind wirtschaftlich sinnvoll, taugen aber nicht als Vorbild, da man sie nicht verallgemeinern kann.

Wenn unsere Karre hier den Geist aufgeibt, mache ich auch Full-Service-Leasing (nennt sich Car to go oder SwitcHH). In Hamburg brauche ich den Verkehrsverbund: Fahrrad, Schiene, Auto.
Ich vermute, da komme ich auch auf 30 Cent pro Kilometer. Letzendlich müssen die ja alle ähnlich kalkulieren.

Gruß
Finanzwesir


Christoph (der Stillhalter) sagt am 15. Januar 2016

Hallo Finanzwesir,

da wirst du sicher auch bei einem prima Preis landen. Da bei mir immer noch viele Fahrten zu Kunden anstehen, habe ich bisher immer noch das eigene Auto bevorzugt. Wenn sich das ändert, sehe ich auch nicht mehr den Sinn darin eine feste Geldvernichtungsmaschine zu haben.

Mein Steuerberater ist auch ein Finanzfuchs und hat am Anfang immer schräg geguckt, wenn er einen Leasingvertrag gesehen hat. Heute versteht er die Rechnung. 30 cent pro Kilometer für ein neues Auto sind wirklich nicht teuer.
Da kann man gut mit leben wie ich finde. Wenn man den Premiummarken nicht widerstehen kann, ist es wohl für 40 cent zu machen, aber dafür lege ich zu wenig wert darauf.
Das würde sich höchstens ändern wenn es um autonomes fahren geht. Wenn ich die Zeit gewinnen könnte, wäre ich bereit um einiges tiefer in die Tasche zu greifen.

Da kommt auch ein Disziplinierungseffekt ins Spiel. Kein Mensch braucht zum Beispiel die teuersten Reifen.
Macht man das auf eigene Rechnung, lässt man sich am Ende doch noch den Michelin aufschwatzen weil es ja der Sicherheit dient und die Kinder mitfahren...
Schließt man ein Value Reifenpaket ab, stellt sich die Frage gar nicht. Dann gibt es eben Vredestein oder Hankook und fertig. Die haben mich noch durch jeden Winter und jede brenzlige Situation gebracht.


chaostrader sagt am 15. Januar 2016

30 Cent pro Kilometer?! 10.000 pro Jahr fürs Auto?! Ich sags mal mit Mr. Money Mustache: car clown disease.
Für das Geld kann man locker zwei gebrauchte Autos mindestens 2 oder mehr Jahre unterhalten (incl. 8xMichelin-Reifen, hier hats Berge).

Mir wurde mal ein Dienstwagen angeboten, mit 1%-Regel. Mir wurde es schlecht, als ich nachgerechnet habe, was so ein Neuwagen monatlich kostet.
Nein danke, da fahr ich privat lieber einen Gebrauchten, oder lass mir vom Arbeitgeber Kilometerpauschale bezahlen, da verdient man noch was dran.

Jeder hat ein teures Laster, solange man sich das nicht schönrechnet isses ok.


Braithel sagt am 15. Januar 2016

@Chaostrader: Das mit den 30Cent/km verstehe ich auch nicht. 10k Euro im Jahr sind wirklich happig!

Wieso wurde dir aber bei der 1%-Regelung schlecht? Nehmen wir einen sehr soliden Skoda Octavia für 20k Listenpreis und einen recht odentlichen Premiumwagen für 30k Listenpreis: Macht 200 bzw. 300 Euro / Monat zu Versteuern,- bei einem max. Steuersatz von 40% wären das also 80 bzw. 120 Euro im Monat. Je nach Entfernung zum Arbeitsplatz (0,03%/km) erhöht sich der Wert ein wenig oder sogar sehr viel. Lass es demnach einfach mal 100 bzw. 150 Euro / Monat sein.

Und mit Tankkarte zur privaten Nutzung, keine weiteren Steuern oder Versicherungen, TÜV, Reparaturen (die können rein hauen, grad bei Gebrauchten) ist das doch wirklich sehr fair. Und nebenbei ist das Auto auch nie älter als 3 Jahre.


Christoph (der Stillhalter) sagt am 15. Januar 2016

@chaostrader

Ich bin gespannt auf deine Rechnung. Zeig mir mal grob überschlagen wie du auch nur einen Gebrauchtwagen 30.000 km p.a für 5.000 Euro p.a. bewegst. Von der Geschichte mit zwei Autos für zwei Jahre fange ich erst gar nicht an.

30 Cent all inclusive sind sehr günstig. Oder glaubst du, dass das Finanzamt einem luxuriöse Pauschalen zugesteht?


chaostrader sagt am 17. Januar 2016

Christoph, ich denke wir sind hier auf verschiedenen Denkebenen.
Was viele als ausreichendes Gefährt bewerten würdest du vermutlich nicht mal mit dem Hintern angucken, weil du offensichtlich Neuwagen mit einem bestimmten Standard gewohnt bist.
Wenn ich 30.000km oder mehr im Jahr unterwegs wäre, noch dazu selbständig mit Kontakt zu Kunden und auf 100% Verfügbarkeit angewiesen, dann würde ich vermutlich ähnlich denken, und dann käme auch nichts unter einer bestimmten Motorisierung, Höchstgeschwindigkeit, Optik und Komfortausstattung in Frage.
Durchaus verständlich, daß man bei Kunden nicht mit einem ollen Opel oder Dacia auftauchen will oder kann, gerade wenn das eigene Depot einem Stillhaltergeschäfte erlaubt.
(War mir nicht bekannt, daß man Autos leasen kann, ohne fürs Benzin zahlen zu müssen. Wieder was gelernt.)

Ich (wir) besitzen momentan zwei Autos (deutsche Popelmarke), die beide jeweils für ca. 3000€ gekauft wurden, und werden die fahren bis der TÜV uns scheidet oder ein Schaden eintritt.
Das sind für uns Werkzeuge, um uns von A nach B zu bewegen, mir ist es wurscht ob da ein Kratzer auf der Motorhaube oder eine Beule in der Tür ist. Bei einem Neuwagen kostet einen der Kratzer auf dem Stoßfänger drei- bis vierstellig, mir nur ein Schulterzucken. Auf den Eindruck, den andere von den Autos haben, muss ich keine Rücksicht nehmen.
Mein Fahrzeug wird dieses Jahr in Ruhestand geschickt, ich kann also ungefähr überschlagen, was mich die Karre in den letzten knapp 6 Jahren gekostet hat (Belege gesammelt hab ich keine).
An Reparaturen, die man nicht selbst beheben konnte fiel nicht sehr viel an (Kopfdichtung, Zahnriemen wechseln, gebrauchte LiMa einbauen, alles billige "Nachbarschaftshilfe"), die normale Wartung wie Ölwechsel oder auch mal Bremsbeläge und Scheiben wechseln kriegt man auch selbst hin.
Steuer war billig, da Fahrzeug keinen großen Motor hat und immerhin grüne Umweltplakette, Versicherung ebenfalls da ca. 15 Jahre Schadenfreiheitsrabatt und kein Fremder mit dem Auto fährt.
Wertverlust = Kaufpreis / 6 Jahre Nutzungsdauer = ca. 415€ / Jahr. Verbrauch 7l/100km, also grob überschlagen 2T€/Jahr bei 20T km. Ein Satz Michelinwinterreifenreifen ca. 500€, wäre aber auch billiger gegangen, hab ich den Sommer durchgefahren um nicht nochmal andere Reifen kaufen zu müssen. Werden fürs andere Auto weiterverwendet.
Vor ca. 2 Jahren, direkt nach letztem TÜV, hat das Auto einen Unfall gehabt. Wirtschaftlicher Totalschaden, da Beule wegmachen, neue Tür und Lackieren den Restwert des Fahrzeugs überstieg.
War mir wurscht, Geld eingestrichen und Auto bis jetzt einfach weiter genutzt. Wenn der Schaden nicht gewesen wäre, würde das Auto vermutlich mit relativ billigen Reparaturen nochmal über den TÜV kommen, aber so wird jetzt halt Abschied genommen.
Wertverlust real also unter 415€/Jahr...
Unser zweites Auto ist nicht ganz so alt, optisch viel besser, Rentnerauto mit sehr wenig km.
Auto für Madame des Hauses und für größere Strecken da zuverlässiger und etwas mehr PS, im Unterhalt ähnlich billig wie der andere. Jahreslaufleistung um 10T km.
Also ich komm auf Betriebskosten weit unter 30c/km, bei beiden Fahrzeugen.

Braithel, Octavia gefällt mir sehr gut, könnte mein nächster werden. Reparaturkosten bei Gebrauchten... wenn die sich dem Restwert des Autos nähern, dann wird der natürlich abgestoßen.
Die tun nur weh, wenn das Fahrzeug noch 10T Wert ist, sie werden bedeutungslos wenn das Auto nur noch 1500 Wert ist, dann verkauft man es zum Ausschlachten und holt sich das nächste.
Wenn ein Dienstfahrzeug z.B. 200€ Mehrkosten im Monat verursacht, dann will ich das nicht haben.
Solange das Depot des Kleinanlegers noch im 5- oder unteren 6-stelligen Bereich rumdümpelt, solange kann der sich weder einen Neuwagen noch eine Kapselkaffeemaschine leisten.
Wenn ich ne 3/4 Million hätte, dann sähe das anders aus, die habe ich aber noch nicht.


Nachfrager sagt am 17. Januar 2016

Mein Auto kostet mich (grob überschlagen) unter 2500€ im Jahr, bei 15.000km.

  • 1.250 €: Anschaffungskosten 10.000 €, gemittelt, jetzt im achten Jahr
  • 150 €: Versicherung (nur Haftpflicht)
  • 90 €: Steuern (ca. 80PS)
  • 600 €: Gemittelte jährliche Werkstattkosten über die acht Jahre, inkl. TÜV, Reifen und ein Wildunfall ... :)
  • 200 €: 150 € bis 200 € Sprit (Schätzwert, ich dokumentiere das nicht so genau)

Macht Kosten pro Jahr: 2.290 € oder etwas über 15 cent pro Kilometer.

Sehe es wie chaostrader:

"Jeder hat ein teures Laster, solange man sich das nicht schönrechnet isses ok."


Christian sagt am 18. Januar 2016

Jaja, man sieht, Autos sind ein emotionales Thema. Am besten rechnet man mit objektiven Kosten z.B. vom ADAC. Dann sieht man recht schnell, dass Eigentum in Kombination mit guter Pflege und einer humanen Laufleistung (bis ~ 150.000) wirtschaftlich unschlagbar sind.


BigMac sagt am 18. Januar 2016

So weit weg von 5.000 Euro p.a. ist meine Frau mit ihrem Hyundai i30 nicht:
Kaufpreis 10.000,-, beim Kauf 2 Jahre alt und 15.000 km gelaufen.
Geplante Laufdauer 6 Jahre, meine Frau fährt 25.000 - 30.000 km p.a. (leider, wg. Arbeitsplatz)

  • Abschreibung/Wertverlust = 1660,- Euro p.a.
  • Steuern + Versicherung = 900,- Euro p.a.
  • Kraftstoff (7 l /100km zu je 1,30 Euro) = 2730,- Euro p.a.
  • Wartung, Verschleißteile, etc. = 500 Euro p.a.
  • Gesamt 5790,- Euro pro Jahr

Ich nutze fast ausschliesslich Fahrrad, Bus und Bahn, da kommt man noch etwas billiger davon.


Christoph (der Stillhalter) sagt am 18. Januar 2016

Also zuerst mal muss ich sagen, dass ich weit davon entfernt bin ein Autoexperte zu sein. Ich habe die Tage gelesen, dass ein Porsche Cayenne turbo S ca. 2,50 Euro pro Kilometer kostet. Da habe ich mich dann mit meinen 30 Cent als sehr günstig unterwegs verbucht. Bei mir kommt außerdem noch der Steuereffekt hinzu. In der Realität liege ich also noch darunter.

Wenn bei der Berechnung natürlich Nachbarschaftshilfe bei großen Reparaturen (Kopfdichtung ist ja vergleichbar mit Operation am offenen Herzen) und Bremsbeläge selbst wechseln einfließen, dann mag es machbar sein auf 15 Cent pro Kilometer zu kommen. Macht man das alles in der Werkstatt, denke ich nicht, dass man in diese Regionen kommt. Ich stütze mich da mal auf folgende Artikel bzw. Seiten:

http://www.t-online.de/auto/news/id_14726966/gebrauchtwagen-unterhalt-oft-teurer-als-der-von-neuwagen.html https://www.adac.de/infotestrat/autodatenbank/autokosten/

Ich bin ja grundsätzlich bei euch was das unnötige Geld raushauen angeht. Daher fahre ich meine 30.000 km auch mit einem Kombi der Golfklasse und damit bin ich in der absoluten Minderheit. Wenn ich am Frankfurter Flughafen aus Zeitnot auf den richtig teuren Parkplätzen parken muss (die von denen man direkt vor die Lufthansa Schalter fällt), stehe ich da nur zwischen E-Klasse aufwärts. Die Betonung liegt auf aufwärts.

Bei mir als Unternehmer kommt bei so etwas immer das Zeit sparen an erster Stelle.
Ich hatte schon relativ früh, weit vor finanzieller Unabhängigkeit eine Putzfrau, die auch die Wäsche macht und einen Gärtner. Das lag einfach daran, dass ich in der Zeit weit mehr Geld verdienen konnte als die beiden mich kosteten.
Ähnlich verhält sich das mit Gebrauchtwagensuche und Bremsbelägen wechseln. Manch einer bezeichnet das als unnötigen Luxus, ich bezeichne es als gute unternehmerische Entscheidung.

Da man außerdem nur einmal lebt, gönne ich mir für das Wochenende schon etwas anderes als Golfklasse. Jemand der nur Freude empfindet, wenn er auf seinen Kontostand schaut und dabei das Leben vergisst macht nämlich meines Erachtens nach auch etwas falsch.
Das was meine Kinder mal erben ist eigentlich ohnehin schon zu viel und irgendjemand muss ja Produkte kaufen um den asketischen ETF-Investoren die Gewinne zu ermöglichen :)

Spaß beiseite. Ich fahre in letzter Zeit meinen Konsum schrittweise immer höher. Nicht unsinnig hoch, aber beim nächsten mal gönne ich mir auch einen 5er BMW oder eine E-Klasse für den Alltag.
Denn ich habe die Jahre des Verzichts schon hinter mir und meine finanziellen Ziele sind größtenteils erreicht. Bei mir steht noch eine große Sondertilgung für eine Immobilie an und dann bin ich durch mit Immobilien und habe meiner Frau versprochen mich dann damit zu beschäftigen die Firma zu verkaufen. Zum Glück habe ich ihr aber nicht versprochen danach keine neue mehr zu gründen :)


Dummerchen sagt am 18. Januar 2016

@Nachfrager:
Wo kaufst Du Deinen Sprit, bzw. wie kriegst Du Dein Auto auf so einen niedrigen Verbrauch?
Bei 15000 km im Jahr und 200€ Spritkosten im Jahr hast Du einen extrem sparsamen Fahrstil und/oder eine sehr, sehr günstige Quelle in der Nähe, oder?
Für 200€ kriegt man ja üblicherweise nicht mal 200 Liter in sein Auto.
Mit denen dann 15.000km zu fahren, erfordert einen Verbrauch von 1,33 Litern/100km. Verrate doch mal bitte Dein Geheimnis! Oder kommen da noch irgendwelche Strom-/Gaskosten hybridmäßig oben drauf?

Liebe Grüße
Dummerchen


Finanzwesir sagt am 18. Januar 2016

@Dummerchen: Immer gefährlich wenn Ingenieure im Publikum sind, die rechnen nach ;-)
Aber @Nachfrager: Auch ich wäre an diesem PKW interessiert. Wenn ich mit unserem Zafira von Hamburg nach Bonn fahre, dann sind das 2 Tankfüllungen = 2 mal gut 50 Euro. Davon verbrauche ich villeicht nicht alles, also laß es zwischen 80 € und 100 € sein.
Und ich bin eher ein Schleicher, 130 rechte/mittlere Spur, je nach LKW-Aufkommen. Wenn einer vor mir 125 fährt, fahr ich halt auch 125 und überhol nicht.

@chaostrader: Beeindruckend, wirklich, ohne Ironie! Aber ich disqualifiziere dich wegen "Nicht-repräsentativ" ;-) Ein Mann, der es - wenn auch in Nachbarschaftshilfe - mit einer Lichtmaschine oder Bremsbelägen aufnimmt, ist auch ein Auto-Nerd. Halt einer vom anderen Ende der Glockenkurve.
Ich glaube, dass du mit deinen Fähigkeiten und deiner Einstellung (Auto bringt mich von A nach B) einen wunderbaren Weg für dich und deine Frau gefunden hast. Ich bewundere, wie kostengünstig Du das Thema Auto abhandelst aber ich kenne nicht viele Leute, die das

  • können oder
  • wollen

Und damit wären wir bei
@chaostrader: Ich überlege, ob ich nicht mal einen Beitrag zum Thema "Verschwendung" schreiben sollte.
Das was du ansprichst mit dem "habe Putzfrau und Gärtner", ist ja ein absolutes No-go in finanzbewußten Kreisen.
Ein internationales Phänomen. Auch Herr Geldschnauzbart und Mr. 1500 sind ja total stolz darauf, dass sie sich lieber krum und lahm schuften, als einen Elektiker, Heizungsbauer oder anderes Personal zu beschäftigen.
Gur, das liegt zum Teil auch an der lausigen Qualität der US-"Handwerker". Aber es ist auch viel Stolz dabei, kein Geld auszugeben.
Meine Frau kommt dann immer mit der Anekdote des indischen Profs, der ihr am Montag erzählte, dass er am Wochenende bei einem deutschen Kollgen eingeladen war: "Professor X hat Rasen gemäht! Das ist Deutschland. Alles selbst machen."
Der war ganz fassungslos ;-)
Das was Du mit dem "ich kann mehr verdienen, als ich für meine Leute ausgebe" ist das, was ich immer als "wirtschaftliches Denken" anmahne.
Jedes Gehirn hat nur eine maximale Kapazität - wie will ich die nutzen? Für Depot-Hopping oder für eine gute Anlage-Idee?
Wann habe ich die Zeit, diese Idee umzusetzen? Zwischen Putzen, Rasen mähen und Klopapier kaufen?

Was spricht eigentlich gegen "betreutes Wohnen"? In meinen Augen nicht viel. Es widerspricht dem protestantisch-pietistischen Arbeitsethos, aber das ist schon alles.

"Zum Glück habe ich ihr aber nicht versprochen danach keine neue mehr zu gründen :)"

Der Kater läßt das Mausen nicht ;-)

Gruß
FInanzwesir


JohnnyBGood sagt am 18. Januar 2016

@ Finanzwesir
Netter Blog, bin über euren Potcast auf diese Seite gestoßen. Wobei ich sagen muss ich mag deine Investment Anregungen (KISS / Keep it short and simple) viel lieber als die vom Finanzrocker (Topfsparen, Kontenhopping, Netflix-Aktien Spielereien ;-), etc.)
Weiter so!

@Christoph (der Stillhalter)
30cent für ein 'rund um sorglos Paket' finde ich jetzt nicht unbedingt teuer. Gehe aber auch davon aus, dass man (in den meisten Fällen) mit einem gebrauchten auf Dauer günstiger fährt.
Hat vieleicht ein bischen was von Aktien? Gebrauchte haben zwar höhere Risiken, aber dafür unterm Strich eine höhere Rendite? :-)

@Nachfrager
Meinst du nicht zufällig 200€ im Monat? Das wären dann 2400 im Jahr. Dann sind wir schon wieder näher an den 0,30cent. Das Auto selbst hat aber wahrscheinlich auch noch einen Restwert.

Grüße,
JohnnyBGood


Finanzwesir sagt am 18. Januar 2016

Hallo JohnnyBGood,
danke für das Lob. Deshalb machen wir ja den Podcast zusammen. Weil wir so unterschiedlich sind und trotzdem jeder auf seine Art voran kommt.
Er ist eher aktiv und ich passiv. Mag auch am Alter liegen ;-)

Gruß
Finanzwesir


JohnnyBGood sagt am 18. Januar 2016

Naja, ich bin 30 ;)

Grüße,
JohnnyBGood


Christoph (der Stillhalter) sagt am 19. Januar 2016

Die Gärtner/Putzfrau Diskussion ist für meine Begriffe auch volkswirtschaftlich interessant. Würden die Deutschen so ticken wie andere Völker und möglichst wenig selbst machen wollen, würde das wohl das ganze Verdienstniveau nach oben heben.

Ich bin kein VWLer, aber ich denke es gäbe dann viel mehr kleine Betriebe im Dienstleistungssektor und in der Folge würden auch alle anderen durch den zusätzlichen Konsum mehr verdienen. Ist halt dann ein Henne-Ei Problem. Die einen fangen nicht an die Dienstleistungen nachzufragen bevor sie mehr verdienen und die anderen gründen mangels Nachfrage keine Firmen.

Da herrscht bei uns wirklich eine komplette Blockade im Kopf. Ihr glaubt nicht wie schräg ich angeguckt werde, wenn bei mir der jemand anrückt um zwei Gardinenstangen aufzuhängen. Als guter Deutscher kauft man sich dafür schließlich für 400 Euro Elektrowerkzeug im Baumarkt und hängt die Dinger am Wochenende selbst auf. Ich habe dazu einfach keine Lust und will auch jemanden ankacken können wenn sie nicht gerade sind :)


Finanzwesir sagt am 19. Januar 2016

@JohnnyBGood: Vorzeitig gealtert? ;-)

@Christoph (der Stillhalter): Ich denke, manche (viele?) Männer machen das gern. Ist ein Ausgleich zur Büroarbeit und man hat etwas Fertiges und Sichtbares geschaffen.
Ein starker psychologischer Kontrast zu der nie fertig werdenden abstrakten Papierarbeit im Büro. Eine Powerpoint-Präsi kann nicht gegen ein schickes fertig aufgebautes Regal anstinken.
Mein Problem: Dieses Zufriedenheits-Gen geht mir ab. ;-)

Wegen der kleinen Betriebe: Da glaube ich nicht so ganz dran. Die fixen Kosten (Versicherung, Knappschaft, Steuern, Altersvorsorge), machen das Ganze dann wieder so teuer, dass es sich keiner leisten kan und will (Putzfrau für 20 Euro pro Stunde).

Gruß
Finanzwesir


Braithel sagt am 19. Januar 2016

Wobei man hier in Deutschland auch im Bereich Putzfrau gerne blöde angeschaut wird. Stichwort Moralvorstellungen, jemand anderes für den privaten Bereich niedrigste Arbeiten durchführen zu lassen.

Auf dem Blog von Braithel gibt es hierzu diesen Artikel: Putzfrau im eigenen Haushalt


BigMac sagt am 20. Januar 2016

Hallo Braithel,
man merkt, dass du keine Putzfrau hast. Oder du hast eine andere Definition von Dreck / dreckig oder eine Hundehütte als Wohnung oder .... .
Jedenfalls kann ich dir versichern: Mit 50 bis 100 Euro im Monat kommt man da nicht weit.
Gruß, BigMac


Braithel sagt am 20. Januar 2016

@BigMac: Stundenlohn 8,50 Euro (ca. multipliziert zwei mit den ganzen Abgaben). Es wird 1x die Woche geputzt. Dann gehe ich mal von einer 2-Zimmer-Wohnung aus (man ist ja alleine, sonst muss eben der Partner mitzahlen), das ist in einer Stunde geschafft.
Anfahrt ist vernachlässigbar, weil nicht der einzige Kunde im Viertel und sie auch um die Ecke wohnt, also 20 pauschal im Monat. 8,524+20= 88 Euro. So direkt mit ihr vereinbart natürlich ohne Zwischenhändler. In der Tat äußerst knapp kalkuliert, stimmt.
Ich kann das von einer professionellen Firma machen lassen, die dann auch gut mitverdienen muss. Dann hast du Recht.

Wenn man denjenigen allerdings nicht ganz legal einstellt und bezahlt (scheint übliche Praxis zu sein, deswegen erwähne ich das), kommt man doch mit 60 Euro sicherlich aus.


Das Buch zum Blog: 440 Seiten voller Informationen. Jetzt im Handel erhältlich.


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