01. August 2014


Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW31 / 2014)

Obwohl wir die erste Augustwoche haben und etliche Kollegen sich in die wohlverdiente Sommerpause verabschiedet haben, ist in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre noch erstaunlich viel los.

Schützt die Kleinanleger!

Vor der Sommerpause hat die Regierung noch schnell ihren "Aktionsplan zum Schutze der Kleinanleger" bekannt gegeben. Der Begriff Kleinanleger wird zwar nirgendwo genau definiert, aber schützenswert ist er dennoch, der kleine putzige Kerl.
Tschesche vom Smallcapservice-Blog bezeichnet den Aktionsplan als Kleinanlegerschmutzgesetz und wittert "lediglich Protektionismus und weitere Zusatzregeln".
Die Finanzjournalisten finden den Entwurf gut und berichten so seriös neutral, wie sie aussehen.
Formalitäten ohne Ende – so erlebt Dr. Peterreins als Mann der Praxis die ganzen staatlichen Regularien.

ETF

Normalerweise sind Unternehmens-Blogs reine PR-Tröten. Besonders, wenn es darum geht, eine hauseigene Studie zu bejubeln. Ergo macht das besser, deshalb hier der Link zur Studie: Immer mehr Anleger sind von den Vorteilen einer Geldanlage in ETFs überzeugt.

Die ETF-Anbieter lassen die Preise purzeln. Was bedeutet das für Sie als Privatanleger? Morningstar

  1. zeigt, welche ETFs billiger geworden sind.
  2. gibt Tipps: Die alten teuren ETFs behalten oder umsteigen?
  3. berechnet die Auswirkung der Gebührensenkungen aufs Depot.

Der Rest

Sind Sie heute schon besser Auto gefahren als all die Trottel, die heute mit Ihnen auf der Straße waren? Dann möchte ich Ihnen "Wir überschätzen uns" vom Geldexperimente-Blog ans Herz legen. Dazu passt auch "Warum Privatanleger immer zu früh verkaufen und zu spät verkaufen".

Der Privatanleger hat einen nachdenklichen Artikel über die Filterblase veröffentlicht. Wir lesen nur, was uns in unserer Meinung bestätigt. Irgendwann glauben wir tatsächlich, dass unsere eingeschränkte, subjektive Sichtweise die amtliche Sicht auf die Dinge ist, und wundern uns, warum wir auf die Nase fallen.

Tim Schäfer hat den legendären Mr. Moneymustache interviewt.

Wer sich Geld leihen will, braucht einen guten Schufa-Score. Doch wie setzt sich der zusammen? Das darf geheim bleiben, sagt das BGH. Tschesche vom Smallcapservice-Blog findet das ganz und gar nicht ok.

Geldanlegen ist simpel und kein Schamanismus – sagt ein Vermögensverwalter. Auch Holger Grethe vom Zendepot schlägt in die gleiche Kerbe. Er fragt: "Wie einfach darf Geld anlegen sein?".

(awa)

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Kommentare

Holger sagt am 01. August 2014

Ich finde das Thema ETF-Gebühren, wie es bei Morningstar dargestellt wird, tatsächlich sehr spannend. Also: erst mal ärgerlich für Anleger, weil man ja tatsächlich in seinen alten ETFs "gefangen" ist, wenn man keinen Steuervorteil aufgeben will. Und einen solchen Vorteil aufzugeben, dürfte sich nur in den seltensten Fällen lohnen. Und die beiden im Text genannten Anbieter agieren hier natürlich sehr intransparent, obwohl sie sich doch sonst so arg um Transparenz bemühen. Ob sie sich mit einer solchen Gebührenpolitik einen Gefallen tun?

Mal schaun, wie sich das noch weiter entwickelt.


Finanzwesir sagt am 02. August 2014

Hallo Holger, ich bin einer der Gefangenen ;-) Aber beim Rebalancing werde ich jetzt genau überlegen, welchen MSCI World ich nehme. Ich denke, über Vermögenswachstum und Rebalancing kann man von den Gebührensenkungen profitieren.

Was die Transparenz angeht: Ein ETF, bei dem man auf einen Blick sieht, wie die Geldströme laufen (Gebühren, Einnahmen durch Wertpapierleihe etc.) wäre mal eine wirkliche Finanzinnovation. Den Kram, den uns die Banken immer als "Innovation" verkaufen wollen ist doch meist nur hochbepreister Altwein in neuen Schläuchen.

Gruß Finanzwesir


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