17. August 2018


Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 33 / 2018)

Diese Artikel sind mir in dieser Woche in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre aufgefallen.

Minimalismus in der Finanzglück-Familie.

Luft anhalten - oder rechtzeitig genug Geld haben.

Banal, wird aber leider oft vergessen: Vor dem Erfolg muss man eine Entscheidung treffen.

Ist Erbe eine Last?

Freud und Leid nah beieinander: Interview eines Immobilienbesitzers.

Für Einkommensinvestoren Cashtest – Brookfield Renewable Partners. Den Autor Luis Pazos erleben Sie live auf dem FinCamp.

Aktien? Langfristig!? Steuerfrei?!?

Bankdienstleistungen sind zu einem Hygienefaktor bei Kreditinstituten verkommen. Was tun?

Umweltschutz: Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda.

Auf englisch

Your FIRE obsession may be a symptom of stress.

(awa)

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Kommentare

Philipp sagt am 17. August 2018

Meine Gedanken zur Petition für steuerfreie Aktiengewinne nach 5 Jahren (aka "Aktien? Langfristig!? Steuerfrei?!?"):

Ich glaube es liegt an der fehlenden Reichweite, dass solche Petitionen keine Beachtung in der Masse finden.
Ich zum Beispiel interessiere mich sehr für Finanzen und lese auch einige Blogs, bin aber trotzdem erst auf die Petition aufmerksam geworden, als dieser Beitrag hier vom Finanzwesir verlinkt wurde.
Wie soll denn jemand, der keine Finanzblogs liest und sein Geld einem Bankberater anvertraut von der Petition hören?
Wenn da keine Werbung in Fußgängerzonen oder in den Abendnachrichten gemacht wird, wird das nichts. Was wir brauchen ist eine Lobby und eine Lobby braucht ein Podium.
Das, was gerade von vielen Finanzbloggern angegangen wird, ist richtig: Aufklärung, Information, Unterhaltung, Treffen. Allerdings reicht es nicht, dass sich 10 Leute auf Forentreffen über ihre privaten Finanzen unterhalten und darüber debattieren, ob nun ETFs oder Einzelaktien besser sind.
Mir kommt es manchmal vor, als begreift der Deutsche gar nicht, dass er aktiv Einfluss auf die Politik nehmen kann. Es wird auf Politiker und die Ungerechtigkeit des Systems geschimpft, aber keine Stellung bezogen.
Dabei kann Lobbyarbeit sehr viel Spaß machen und man bekommt mit, dass die Leute, die die Gesetze machen auch nur ganz normale Menschen sind. Was ich allerdings befürchte ist, dass der derzeitige Boom finanzieller Themen in Deutschland (zumindest in der Szene) einen rapiden Abschwung erleiden wird, wenn es zur nächsten Rezession kommt. Dann ist man wieder da, wo man war als die Dotcom-Blase crashte.


Jakob sagt am 17. August 2018

'Umweltschutz: Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda.'

WTF. Das glauben Sie doch hoffentlich nicht selbst? Wieso wird dem noch dazu eine größere Bühne auf ihrem Blog gegeben?


Finanzwesir sagt am 17. August 2018

Hallo Jakob,

"Wieso wird dem noch dazu eine größere Bühne auf ihrem Blog gegeben?"

Damit ideologisch verseuchte Typen wie Sie einen ordentlichen Tritt vors Schienbein bekommen.
Mal raus aus der Komfortzone.
Lesen, was die Gegenseite sagt, darüber nachdenken, die Aussagen bewerten und dann eine Entscheidung fällen.
Nicht gleich mit "WTF" losgeifern.

Diese Einstellung hilft auch beim Geldanlegen.

"Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen."
Mark Twain

Beste Grüße
Finanzwesir


Flachspielenhochgewinnen sagt am 17. August 2018

@Philipp. Ehrlich gesagt halte ich die Petition für eine ziemliche Schnapsidee.
Vermögenseinkommen wird schon heute ggü. Arbeiseinkommen privilegiert.
Eine Ungerechtigkeit würde also verschärft. Die allermeisten Aktienbesitzer werden mehr als 25 Prozent ihres Bruttoarbeitseinkommen ans Finanzamt abführen.
Schon jetzt ein Privileg v.a. für ohnehin Reiche. M.E. müssten Kursgewinne und Dividenden ganz normal via Jahresausgleich (persönlicher Steuersatz) versteuert werden.
Diese berechtigte Forderung gibt es seit Jahren aus vielen gesellschaftlichen Gruppen. Auch als Aktieninhaber unterstütze ich dies.

Der eigentliche "Pferdefuss" für Aktieninhaber ist aber ein anderer. Bei einer Steuerfreiheit wäre es auch nicht mehr möglich, Kursverluste mit Kursgewinnen zu verrechnen. Wer kann heute schon sagen, dass sich das Vorhaben "unterm Strich" nach mehren Jahren überhaupt rechnet?


Vincent sagt am 17. August 2018

Damit ideologisch verseuchte Typen wie Sie einen ordentlichen Tritt vors Schienbein bekommen. Mal raus aus der Komfortzone. Lesen, was die Gegenseite sagt, darüber nachdenken, die Aussagen bewerten und dann eine Entscheidung fällen. Nicht gleich mit "WTF" losgeifern.

Tut mir leid, das genügt mir aber nicht.
Ich sehe das Ziel, aber der Weg führt ins falsche Tal. Nein ich glaube nicht, dass in diesem Monat oder zumindest dieser Woche den Unfug dort liest und glaubt (ja ich weiß, dass das (sinngemäß) "nur ein Bericht über die Medienlandschaft" ist).
Jetzt sind Menschen nur notorisch gut darin, unangenehme Dinge zu verdrängen. Und während das bei der Einrichtung des Sparplans maximal ein wenig bis viel Geld kostet, kostet es im Falle der verpassten Reaktion auf den Klimawandel halt unsere Zukunft.

Und deswegen finde ich das Komfortzone-Argument nicht hilfreich.

Stattdessen empfehle ich https://medium.com/insurge-intelligence/global-heatwave-is-symptom-of-early-stage-cycle-of-civilisational-collapse-efef3c1dd7eb als Gegenlektüre.
Die Lektüre der Kommentare unter dem CO2-Leugner-Artikel übrigens lässt mich mal wieder an der Gesellschaft und den Grundbausteinen der Demokratie zweifeln..
Auch dort kritisiere ich, dass der Autor diesen hirnrissigen Schwachsinn unkommentiert verbreitet.

Wer 1h36 Zeit hat, möge "Merchants of Doubt (2014)" ansehen.


GiniKoeffizient sagt am 17. August 2018

@Jakob
Typische Reaktion darauf.

Kein Schwein bestreitet, dass wir unsere Umwelt schädigen und uns gegenseitig verpesten.

Ob der Klimawandel jedoch wirklich am CO2 Austoß hängt, ist dennoch nicht abschließend und zufriedenstellend geklärt. Ganz im Gegenteil gibt es keinen echten Beweis dafür, dass das herumschwirrende CO2 irgendwann in der Ozonschicht landet und dort zu einer Anreicherung führt.

Also stell dir doch mal vor, alle Menschen wären so Lämmer wie du und würden Tag-ein Tag-aus rufen "Treibhausgase! OMG Treibhausgase! Schnell verbieten."
Und irgendwann geht dann die Welt doch unter weil es eben nicht an diesen vermaledeiten CO2 Molekülen lag. Würdest du dir dann rückblickend nicht doch wünschen, dass es Querdenker gegeben hätte, welche die herrschende Meinung in Frage gestellt hätte?

Sei froh drum, dass es Kritiker in nahezu jedem Themengebiet gibt, sonst wären wir Herdentiere schon längst ausgestorben.


Maddo sagt am 17. August 2018

Spannend, ich hatte den Finanzwesir immer ein wenig anders eingeschätzt. Oder eben einfach nur recht radikal in der Freiheit, sich seine eigene Meinung (notwendigerweise) durch Konfrontation zu bilden.

Wie dem auch sei, finde ich "ideologisch verseucht" für Jakobs Eintrag etwas drüber. Da könnte man eher die (bewusst?) polemischen Aussagen im verlinkten Artikel zur "CO2-Theorie" heranziehen:

  • "Und die von uns bezahlten Medien wollen uns ja nicht aufklären, sondern erziehen!"
  • "Nein, man will uns ja auch erziehen, egal ob zu Recht oder nicht. Es geht um Macht."
  • "Bei uns wird ja auch Wirtschaftsfeindlichkeit gelehrt."
  • "In Berlin geht es ja nicht um das Land, nur um Stimmen."

Das ist schon recht tendenziös; unabhängig davon, ob man nun berechtigte oder unberechtigte Zweifel an "der CO2-Theorie" haben kann oder sollte.

Was bleibt mir? Von nun an alles lieber doppelt und dreifach (statt wie bisher nur einfach) überdenken, was der Finanzwesir so an Ratschlägen und Kommentaren von sich gibt. Ein unangenehmes Gefühl.


Marius sagt am 17. August 2018

Den Artikel mit dem CO2 finde ich ganz gut.
Nicht weil ich ein Klimaskeptiker bin, aber darum, weil das Thema wie eine Religion durch Politiker, Medien etc. gepredigt wird. Und die kleinste Gegenstimme wird reflexartig plattgedrückt.
Das ist das Gegenteil von freiem Denken.
Das grenzt fast an Totalitarismus. Freies Denken liegt mir sehr am Herzen und würde sicherlich viele Probleme in der Gesellschaft lösen, ist aber politisch nicht gewollt.
Nassim Taleb schreibt in seinem Buch "Antifragiliät" über die Via negativa. Das heißt, ein Problem durch Entzug von Intervention und nicht durch noch mehr Intervention zu behandeln. Unter diesem Aspekt macht auch die Umstellung auf erneuerbare Energien und weg von fossilen Energieträger wieder mehr Sinn.


Felix sagt am 17. August 2018

Der Blogbeitrag zur Klimaerwärmung ist recht peinlich.
Alte Zeitungsschnipsel werden zitiert und mit einem einzeiligen Kommentar versehen.
Die Meinung des Autors wird damit klar.
Der Leser wird weder informiert noch an eine spannende Diskussion herangeführt. Der Autor hätte sich die Arbeit auch sparen können, wenn er geschrieben hätte: "ich glaube nicht an den Klimawandel".
Das hätte den Inhalt seines Beitrags genauso transportiert und wäre für den Leser gleichermaßen belanglos gewesen. Beide hätten allerdings viel Zeit beim Schreiben und Lesen gespart.


Smartinvestor sagt am 17. August 2018

@Jakob

"Wieso wird dem noch dazu eine größere Bühne auf ihrem Blog gegeben?"

Hier noch was vom ARD-Monitor dazu.
www.ardmediathek.de/tv/Monitor/Klimawandel-und-Sommerhitze-Die-Gegner-/Das-Erste/Video?bcastId=438224&documentId=55162468

Obwohl ich mich auch mit grünen Technologien beschäftige, aber primär zur Energieeffizienz und wirtschaftlichen Kosteneinsparung, plädiere ich auch für KEINE Denkverbote!

Wie bei allen hochpolitischen Themen, pflegen wohl beide Seiten einen recht kreativen Umgang mit den Fakten.
Und vor dem Dieselskandal hat ja die ganze Deutschland-AG die Downside im Namen der CO2-Reduzierung gut im Griff gehabt, bis uns dann ein guter US-Freund aus den Dieselwolken geholt hat.
Ich hoffe jedenfalls, dass Trump noch lange die Gelegenheit haben wird, seine wertvolle Mission der schöpferischen Zerstörung nach Schumpeter auszuüben.
Damit wir wenigstens unsere kreativsten Wahrheitskünstler kennen lernen können - auch bekannt als IYI bzw. hier besser verständlich IDI mit der Sowjet-Harvard Illusion nach Taleb, naive Rationalisten oder einfach auf gut Deutsch Oberlehrer.

@Finanzwesir
wie oder wonach wählst du die interessanten Links eigentlich aus?


Robert Michel sagt am 17. August 2018

"Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda."

Das wäre zu hoffen. Denn die Maßnahmen die unsere lieben Politiker ergreifen sind ganz sicher nicht geeinget etwas zu bewirken, wenn die CO2-Theorie zutrifft. Ausgaben in der Größenordnung von hunderten Milliarden haben keine Einsparung ergeben. Die Wirksamkeit ihrer Politik ist ihnen schlicht egal.


ster sagt am 17. August 2018

Die Verlinkung von think-beyondtheobvious.com finde ich ebenfalls irritierend. Beim passiven Investieren heißt es in diesem Blog immer: Diversifiziere! Geh keine Risiken ein, die du nicht überblickst! Glaube nicht, dass du schlauer als die Profis bist!

Und beim Klima soll ich gegen 99% der Klimaforscher wetten, und der Einsatz sind die Lebensbedingungen meiner Nachkommen? Da bleibe ich lieber konservativ.

Klar sollte man die unterschiedlichen Postionen und Theorien kennen; aber so zu tun, als sei sich die Wissenschaft beim Thema menschengemachter Klimawandel uneins, ist einfach fahrlässig.


Ichbinich sagt am 17. August 2018

@Finanzwesir:

Da bin ich bei Jakob.
Die "CO2-Theorie" ist die wissenschaftlich anerkannte Theorie des Klimawandels. Nicht irgendetwas "ideologiverseuchtes", als dass Sie es darstellen. Alle Aussagen auf der velinkten Seite sind entweder glatt gelogen: "Die Ergebnisse der Forscher, die wissenschaftliche Arbeiten über die Auswirkungen der Sonne und der Strahlungen aus dem Weltall auf unser Klima beinhalten, aber werden weitgehend totgeschwiegen" oder unsinnig "Eine Debatte über die Ursachen für den Klimawandel gibt es im politischen Deutschland nicht." (das wird auch nicht in der Politik entschieden sondern in der Wissenschaft.)

Das hat auch nix mit "raus aus der Komfortzone" zu tun sondern sind übelste fake-news, an deren Verbreitung man sich nicht beteiligen sollte. Sonst können wir auch wieder mit "intelligent design" anfangen (das ist der gleiche Schmarrn) oder einfach wieder daran glauben, dass die Erde eine Scheibe ist...

Oder wenn Sie mal "raus aus der Komfortzone" wollen, lesen Sie mal echte Wissenschaft auf scienceblogs.de und ähnlichem. Und nicht absurden Verschwörungstheoriekram.


Finanzwesir sagt am 17. August 2018

Hallo Maddo,

">Spannend, ich hatte den Finanzwesir immer ein wenig anders eingeschätzt."

Ja, mit den Einschätzungen ist das so eine Sache ;-) Ich halte es da mit David Bowie. Immer, wenn man der Meinung war, ihn jetzt richtig eingeschätzt zu haben, kam er mit was ganz anderem aus dem Gebüsch. War aber immer Bowie.

">Was bleibt mir? Von nun an alles lieber doppelt und dreifach (statt wie bisher nur einfach) überdenken, was der Finanzwesir so an Ratschlägen und Kommentaren von sich gibt. Ein unangenehmes Gefühl."

Genau das will ich erreichen. Eine Erschütterung der Macht. In dieser Angelegenheit sind Brian und ich uns einig: https://www.youtube.com/watch?v=NSjCMI4R2Sw

Erst letztens wurde ich wieder im Interview gefragt: "Wie viele Follower haben Sie?"
Meine Standardantwort: "Keine" "Hä? Aber Sie sagen doch, dass gut 130.000 Leute jeden Monat Ihren Blog lesen."
"Ja, die lesen den. Aber das sind nicht meine Minions, sondern die denken selbst. Wenn Sie etwas gut finden, übernehmen sie das, ansonsten nicht. Aber mit Sicherheit folgen sie mir nicht."

Ich habe es schon des Öfteren wiederholt: Das ist ein Blog, keine Bibel. Ich erwarte von jedem Besucher ein gesundes Mißtrauen! Auch von Dir Maddo ;-)

Damit das Mißtrauen bleibt, muss ich ab und zu eine emotional Handgranate in die Menge werfen. Das bringt wieder Schwung in die Sache! ;-)

Gruß Finanzwesir


ChrisS sagt am 17. August 2018

@ Jakob

"WTF. Das glauben Sie doch hoffentlich nicht selbst? Wieso wird dem noch dazu eine größere Bühne auf ihrem Blog gegeben?"

Ich weiß ja nicht, ob du das betreffende Blog ("think - beyond the obvious", von Daniel Stelter) kennst - es wurde jedenfalls schon öfter hier verlinkt, und das wird der Finanzwesir auch sicher in Zukunft immer mal wieder tun, wenn er dort einen neuen Artikel entdeckt, den er für interessant hält. Ob du den dann am Ende auch so interessant findest, tja das ist deine Sache und dafür ist der Wesir dann ja nicht mehr verantwortlich ;-)
Der Blogname ist dort jedenfalls Programm: Stelter kommentiert kritisch die heiligen Kühe über die sonst in der Entscheider-Klasse bedrohlich zuviel Einigkeit und "Alternativlosigkeit" besteht.
Hier war's jetzt eben Klimapolitik, ansonsten beschäftigt er sich eher viel mit Wirtschaft (insbesondere Euro-Schuldenkrise) und dem heißen Eisen Migration. Seine Thesen dazu sind unbequem und nicht gefällig, aber recht schlüssig argumentiert und ein notwendiges Gegengewicht zur sonst herrschenden Ideologie.
Aber ich habe auch kein Problem damit zuzugeben, dass meine Meinung als regelmäßiger bto-Leser natürlich dahingehend gefärbt ist, dass ich viele Dinge eh ähnlich sehe :-)

Ansonsten nochmal generell zu den Wochenrückblicken (du bist ja nicht der erste, der sich hier über einen Link degoutiert, der ihm nicht geschmeckt hat).
In der Überschrift steht nur: Diese Artikel sind mir in dieser Woche in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre aufgefallen.
Die Wochenrückblicke sind nicht dazu gedacht, nur jedem Leser ein persönliches Menü von Sachen zu präsentieren, die speziell auf seinen Geschmack zugeschnitten sind und denen er immer zustimmen kann.
Das will der Finanzwesir garnicht, abgesehen davon dass er es wohl auch nicht könnte (dazu ist die Leserschaft zu heterogen).
Wer sich seine eigene Filterblase bequem so einnisten will, dass er nie wieder was lesen muss was seiner Meinung widerspricht, der soll sich halt einen persönlich selektierten RSS-Feed gefälliger Blogs aufbauen, anstatt vom Finanzwesir zu verlangen dass der seine Interessen für einen ändert.
Nochmal, eine Verlinkung ist auch nie als eine Empfehlung im Sinne von "das finde ich gut und dass soll auch jeder meiner Leser genauso denken/machen" gemeint - merkt man schon daran, dass der Wesir auch ab und zu auf Derivate- oder Trading-Artikel verlinkt, was absolut nicht seiner persönlichen Philosophie entspricht.
Tja und wenn ihr jetzt ein bischen nachdenkt was denn die Gründe dafür sein könnten, warum er dass dann trotzdem noch interessant genug findet den Lesern zu präsentieren, dann merkt ihr auch wie ihr zB den Klima-Artikel jetzt hier einordnen sollt. ;-)

@ Maddo

"Was bleibt mir? Von nun an alles lieber doppelt und dreifach (statt wie bisher nur einfach) überdenken, was der Finanzwesir so an Ratschlägen und Kommentaren von sich gibt. Ein unangenehmes Gefühl."

Nachdenken (egal ob einmal oder dreimal - so oft wie du halt brauchst bis sich deine eigenen Überzeugungen gebildet haben), solltest du sowieso immer, unabhängig Wer was sagt und Was er sagt.

Aber trenne trotzdem nochmal ein bischen zwischen dem Finanzwesir als Autor seiner eigenen Artikel selbst, und den Links zu anderen Autoren, die der Finanzwesir nur präsentiert.
Nur weil zB jetzt mal ein, sagen wir, "klima-kritischer" Artikel mit reingerutscht ist, tangiert das doch überhaupt nichts davon was der Finanzwesir so selbst alles, zB über langfristiges passives Investieren etc schreibt.
Oder ansonsten wäre ich mal auf die Gedankenkette gespannt, die das eine mit dem anderen verbindet.
So ala "Klimaleugner sind schlechte böse Menschen die Unrecht haben -> der Finanzwesir hat auf einen Klimaleugner verlinkt -> deswegen ist jetzt auch der Finanzwesir selbst schon suspekt (denkt er etwa ähnlich, oh nein?), und damit alles andere was er zu sonstigen Themen sagt wird genauso in Zweifel und Mitleidenschaft gezogen (man holt sich doch keine Anlageratschläge von einem Klimaleugner, da diese, siehe 1, schlecht, böse und doof sind)".


Finanzwesir sagt am 17. August 2018

@ichbinich

"Die "CO2-Theorie" ist die wissenschaftlich anerkannte Theorie des Klimawandels."

Na und, das bedeutet doch nicht, dass sie stimmt, sondern nur, dass es bis jetzt noch niemandem gelungen ist sie zu falsifizieren.
In der Wissenschaft ist alles entweder Theorie oder falsch. Das geozentrische Weltbild war auch lange "Stand der Wissenschaft".
Bei sehr gut bestätigten Theorien wie der von Darwin türmen die Wissenschaftler Erkenntnis auf Erkenntnis und alle weisen in die gleiche Richtung. Also sagen wir: Die Evolutionstheorie ist zu 99,99999999999% richtig. Aber die 100% wird man nie erreichen.
Wenn wir die 100% erreicht haben, wurde aus der Theorie ein Dogma und wir haben die Naturwissenschaften verlassen.

Wenn mir etwas mit den Worten "is so" als das amtliche Endergebnis präsentiert wird, klingeln alle Alarmglocken bei mir. Denn nach "is so" kommt nur noch der Gulag.
Gerade bei so komplexen Dingen wie dem Weltklima soll es einen monokausalen Zusammenhang geben? Hm, ich durchschaue das auch nicht zu 100%. Aber ich habe festgestellt, dass ein Cui bono - wem nützt's oft hilft.
Da kommt man dann oft in sehr banale Niederungen. Auch NGOs brauchen Geld. An diesen Fördertöpfen hängen Karrieren, Familien und ein nicht abgezahltes Reihenhaus. Da ist den meisten dann der Rock näher als die Hose.

@Smartinvestor: Meine Kriterien, in keiner besonderen Reihenfolge. ODER-verküpft, wer es zu einer UND-Verknüpfung schafft, kommt nach oben auf die Liste.

  1. Praktische Lebenshilfe
  2. Erbaulich zu lesen
  3. Blick über den Tellerrand
  4. Tritt vors Schienenbein

Gruß
Finanzwesir


Ichbinich sagt am 17. August 2018

@Finanzwesir:
Alles richtig. Und diese Diskussion gibt es in der Wissenschaft auch. Und da gehört sie auch hin. Zu denken, dass man als Uninformierter dort etwas entdeckt, was Tausenden hochspezialisierten Wissenschaftlern noch nicht aufgefallen ist, ist quasi unmöglich.
Oder was "ster" sagt: Wenn sich die Wissenschaft so einig ist, sollte man doch wenigstens versuchen, die potentiell umweltfeindlichen Ergebnisse zu minimieren. Wenn die Wissenschaft unwahrscheinlicherweise doch daneben lag, gibt es keinen Schaden. Wenn man nicht handelt und die Wissenschaft recht behält wars das mit unserer schönen Erde. Da liegt die Wahl doch nahe.
Es stellt sich ja auch keiner hin und sagt: "dass Atombomben schädlich sind ist ja nur eine wissenschaftliche Theorie. Warum nicht einfach mal ein paar abschicken und sehen was passiert. Wird schon nicht so schlimm."

Zu: "Gerade bei so komplexen Dingen wie dem Weltklima soll es einen monokausalen Zusammenhang geben? " Nein. Das sagt auch keiner. Wenn Sie wirklich mal "aus der Komfortzone raus" wollen, gerne mal den IPCC Bericht lesen. (kurze Zusammenfassung unter: https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf ).
Da werden Sie sehen, dass die Wissenschaft dort nicht sagt: CO2 isses, fertig. Sondern dass es da deutlich komplexer zugeht. Im Übrigen werden dort auch alle "Argumente" von bto widerlegt. Aber Achtung: Das ist keine leichte Kost (und das ist wie gesagt nur die Zusammenfassung....)

Und die cui-bono Theorie ist meistens Unsinn (oder wurde die Flüchtlingskrise doch von der AFD verursacht?).
Und hier erst Recht.
Denn wenn man mal andersrum fragt: Wer hat denn was davon, wenn wir nix ändern? Und das ist quasi die gesamte Wirtschaft, da sie am Öl hängt.
Und diese ist ja wohl deutlich besser ausgerüstet, irgendwelche Theorien in die Welt zu bringen.
Zu glauben, dass ein paar NGOs damit mithalten können und eine Theorie aufbauen, die sich dann gegen alle Widerstände durchsetzt ist mehr als naiv. Und genau das passiert ja im Übrigen.
Viele "Theorien", dass es an etwas anderem als an CO2 liegt wurden von den Ölkonzernen in Auftrag gegeben. Das ist wie bei der Schädlichkeit des Rauchens.
Das wurde auch von der Industrie bekämpft und es hat lange gedauert, bis es trotzdem ins Bewusstsein der Gesellschaft eingetreten ist.
Nur ist es beim Klimawandel noch schlimmer, weil da nicht nur ein Teil der Menschen betroffen ist.


Robert Michel sagt am 17. August 2018

@ichichich: "Die "CO2-Theorie" ist die wissenschaftlich anerkannte Theorie des Klimawandels."

Es ist ja nicht so, dass es bei dem Thema nur schwarz oder weiß gebe. Es kann genauso gut sein, dass Co2 eine Erderwärmung verursacht. Aber sich nicht in dem Maße Rückkopplungseffekte einstellen, so dass die Erwärmung doch im erträglichen Ausmaß bleibt.


Smartinvestor sagt am 18. August 2018

@Vincent

"Die Lektüre der Kommentare unter dem CO2-Leugner-Artikel übrigens lässt mich mal wieder an der Gesellschaft und den Grundbausteinen der Demokratie zweifeln.."

Ist das jetzt ernst gemeint? Wenn du "mal wieder" durch "nicht" ersetzen würdest, dann passte es. Oder willst du wirklich nach dem Dieselskandal dann demnächst den CO2-Skandal, natürlich wieder aufgedeckt von unseren hilfreichen amerikanischen Freunden?
Dann machen wir uns hier im alten Europa bald so lächerlich, dass wir überhaupt nicht mehr ernst genommen werden und jeglichen Einfluss in der Welt verlieren.

Der Automobilbau war früher mal Deutschlands Vorzeigeindustrie. Wenn man sich jetzt in Asien oder den USA nur als Ingenieur aus Deutschland geschweige denn Autobranche outet, dann bekommt man mitleidige Blicke und besorgte Kommentare, wie z.B. "wie kommt es eigentlich, dass gerade ihr..."

Tja, wie kommt es eigentlich? Wahrscheinlich weil es zu viele von der Sorte wie Jakob und Vincent gab, die an den "Grundbausteinen der Demokratie zweifelten" und sie kurzerhand da abgeschafft haben, wo sie am nötigsten gewesen wären.

Was können wir doch unseren amerikanischen Freunden dankbar sein, dass sie ihre wehrhafte Demokratie so gut pflegen, dass sie unsere Demokratie-Lachplatte immer mal wieder ankurbeln. Trump sei tausend Dank.

"Sei froh drum, dass es Kritiker in nahezu jedem Themengebiet gibt, sonst wären wir Herdentiere schon längst ausgestorben."

Genau darum geht es, Schlimmeres zu verhindern. Dieser ganze dysfunktionale Aktionismus um die Erneuerbaren ist doch schon lange zu einer der größten Lachnummern geworden, und zwar nicht weil es zuviel, sondern weil es viel zu wenig Kritik gab.
Diese Kritik erfüllt nämlich die wichtige Funktion der negativen Rückkopplung, ohne die kein geregeltes technisches System funktionieren würde.

@Maddo 

"...finde ich "ideologisch verseucht" für Jakobs Eintrag etwas drüber."

Also wenn du mit "drüber" "über den Dingen stehend" meinst, dann gehe ich mit. Ich meine "WTF" = "What The Fuck" bedeutet laut Wikipedia:

"WTF als alleiniges Satzglied: „Was soll die Scheiße?“

gegen "ideologisch verseucht" ist Kraftausdruck aus der Gosse gegen treffenden Wortwitz.
Das ist aus meiner Sicht absolut angemessener und sozial gesund erhaltender reziproker Atruismus, dessen Gesamtnutzen dessen Gesamtkosten in einer Gruppe übersteigt.
Also jetzt lass mal schön die Kirche im Dorf. Wenn sich einer auf Kommuniktion versteht, dann unser Albert.
Sonst wär dies wohl nicht in kürzester Zeit von Null zum populärsten Finanz-Blog in Deutschland geworden. Natürlich sind die Mittel solcher Profis nicht jedem leicht verständlich.

"lieber doppelt und dreifach (statt wie bisher nur einfach) überdenken, was der Finanzwesir so an Ratschlägen und Kommentaren von sich gibt. Ein unangenehmes Gefühl."

Genau das ist die Wurzel allen Übels, diese große träge Masse, die alles nur allzu gern glaubt, weil es ja sooo bequem ist. Genau deswegen braucht es ab und zu solcher Gedankenanstöße. Also fass dich an die eigenen Nase...


Finanzrocker sagt am 18. August 2018

Irgendwie scheinen sich die Fake News im Bereich Klimawandel immer mehr durchzusetzen. Bei oncampus haben wir einen MOOC zum Klimawandel veröffentlicht. Erstellt haben ihn der WWF und das Deutsche Klima-Konsortium - also durchaus renommierte Institute/Vereine. Der ist sehr anschaulich, wissenschaftlich fundiert und erklärt auch die zahlreichen Probleme.

Vor zwei Wochen kamen auf einmal YouTube-Kommentare und E-Mails, wo gegen den Klimawandel, die Wissenschaftler aus dem Video und uns als Plattform gehetzt wurde. Die haben einen elitären Verein in der Schweiz gegründet, der bewusst gegen die Behauptungen ankämpft.
Auf den zweiten Blick entpuppte sich der Verfasser der E-Mail als richtiger Hetzer, bei dem bei der NRW-Landesregierung 158 Einträge vorliegen. Ohne dieses Vorkommnis hätte ich gar nicht gewusst, dass da so eine Debatte überhaupt existiert.
Fake News sind kein Phänomen, das es nur in den USA gibt. Und es wird in allen Bereichen immer einfacher zu manipulieren, weil die Leute fast nichts hinterfragen. Ich halte das für sehr gefährlich!

Genau deswegen sind Alberts Freitagsliste und seine Aussagen hier in den Kommentaren so wichtig, weil hier immer über den Tellerrand geschaut wird.
Es geht hier gar nicht darum, nur Artikel zu verlinken, die die Meinung vom Finanzwesir oder seinen Lesern unterstreichen, sondern die auch mal kontrovers diskutiert werden dürfen.
Egal ob das nun P2P-Kredite, "ar*gef*** Gummienten" (da gab es schonmal die Diskussion), Kryptowährungen oder der Klimawandel ist. Ich finde das enorm wichtig! Genau deswegen ist die Freitagsliste auch ein geliebtes Ritual für mich. Wäre da immer das gleiche drin, würde mich das überhaupt nicht interessieren.

Nichts ist schlimmer als in der eigenen Filterblase zu versauern und alles hinzunehmen, was einem tagtäglich so vorgesetzt wird.
Den verlinkten Artikel halte ich auch für äußerst fragwürdig, aber immerhin die Verlinkung hat dazu geführt, dass ich mir dazu meine eigenen Gedanken gemacht habe.
Deswegen trage ich mich mit meinem Link mal zu einem wissenschaftlich fundierten, kostenlosen Online-Kurs zum Klimawandel bei. Der lohnt sich und ist sogar zweisprachig vorhanden. Vielleicht interessiert es ja den einen oder die andere.

Rock on!

Auf dem Blog von Finanzrocker gibt es hierzu diesen Artikel: Zum Klimawandel-MOOC


T. sagt am 18. August 2018

@alle: Die CO2-Theorie des Klimawandels sei wissenschaftlich anerkannt und werde von 99% aller Wissenschaftler vertreten. DAS ICH NICHT LACHE!!! Wer sich für die Thematik wirklich interessiert darf die zwei folgenden Links zu Artikeln gerne einmal vertiefen:

  1. Kleine Inspektion am Klimadampfer
    https://www.achgut.com/artikel/kleine_inspektion_am_klimadampfer

  2. Mythen und Fakten über Klima und Energie
    https://www.achgut.com/artikel/vom_klimawandel_zur_energiewende_mythen_und_fakten_1

Gruss, T.


Nostradamus sagt am 18. August 2018

| Da die Evolutionstheorie gerade angesprochen wurde, dazu ein kleiner Kommentar:
Eigentlich wäre es sehr einfach, diese Theorie zu entkräften. Man entdeckt ja beständig fossile Überreste, die man gemäß der Evolutionstheorie einordnen kann.
Nun müsste man nur in gleich alten Gesteinsschichten die Überreste zweier Lebewesen finden, die dort gemäß der Darwinschen Evolutionstheorie überhaupt nicht hingehören (der "Klassiker" hier wären natürlich Menschen gemeinsam mit Dinosauriern), und schon könnte man diese Theorie nehmen wie sie ist, in die Tonne kloppen, Deckel drauf und sich eine ganz neue Theorie ausdenken.
Ein einziger Fund reicht und schon wackelt die ganze Theorie. Ist aber nicht so, alles was man gefunden hat, findet (und wahrscheinlich auch finden wird) passt hervorragend.
Das nur mal dazu, ich bin dann auch schon wieder raus. :-)


Anton sagt am 18. August 2018

Fakten sind: CO2 ist ein Treibhausgas. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre hat im 20. und 21.Jahrhundert massiv zugenommen. Die Hitzesommer mehren sich in den letzten 70 Jahren. Die Gletscher schmelzen uns weg. Usw.


Herr Bing sagt am 18. August 2018

@Flachspielenhochgewinnen

Wenn Dir 25 Prozent Abgeltungsstuer auf Kapitalerträge zu wenig sind, dann spende doch die eingesparte Differenz zu deinem persönlichen Steuersatz and die SPD ;)

Findest Du es etwa auch ungerecht, dass Lebensversicherungen, Riester und dergleichen steuerlich begünstigt werden? Wieso fördert der Staat zur Altervorsorge hauptsächlich jene Finanzprodukte, an denen Banken und Versicherer erheblich mitverdienen?


Stefan sagt am 18. August 2018

Hallo Finanzwesir,
ich freue mich jeden Freitag auf "Das haben die anderen diese Woche geschrieben". Für die Mühe und die Auswahl vielen Dank, es spart mir Zeit, auch wenn ich davon einige Artikel auch schon vorher kannte.

Interessant finde ich diese Woche den Artikel von Luis Pazos, da es ja eigentlich gar nicht dein Ding ist, vom Passiven MSCI World wegzugehen. Trotzdem spannender Artikel. Meine Frage dazu: Wieso dieser Artikel hier? Einfach nur wegen der "emotionalen Handgranate?

Vielen Dank
stefan


Maybeso sagt am 18. August 2018

"Ehrlich gesagt halte ich die Petition für eine ziemliche Schnapsidee.
Vermögenseinkommen wird schon heute ggü. Arbeiseinkommen privilegiert.
Eine Ungerechtigkeit würde also verschärft. Die allermeisten Aktienbesitzer werden mehr als 25 Prozent ihres Bruttoarbeitseinkommen ans Finanzamt abführen.
Schon jetzt ein Privileg v.a. für ohnehin Reiche. M.E. müssten Kursgewinne und Dividenden ganz normal via Jahresausgleich (persönlicher Steuersatz) versteuert werden.
Diese berechtigte Forderung gibt es seit Jahren aus vielen gesellschaftlichen Gruppen. Auch als Aktieninhaber unterstütze ich dies."

Hier möchte ich wiedersprechen. Das Geld, mit dem ich Aktien kaufe, ist Geld, das ich aus meinem bereits versteuerten Arbeitseinkommen spare. Und sparen ist mitnichten ein Privileg der Reichen.

Zudem wird uns immer wieder gesagt, dass es ein gesamtgesellschaftliches Interesse daran gibt, dass mehr Menschen mehr sparen.
Altersvorsorge und so. Aber klar, wenn es dann so weit ist und die, die nicht gespart sondern fleißig teure Mobilfunkverträge konsumiert haben, mit leeren Taschen dastehen, holt man sich natürlich gerne das Geld von denen, die gespart und jetzt die Taschen gefühlt voll haben.
Reichen Bonzen gönnt doch jeder so ein Missgeschick …

Wir erinnern uns, woher Rendite kommt: Risiko! Sollen denn die, die es gezielt eingehen mit ihrem Gesparten, geschröpft werden zugunsten derer, die ihr Geld lieber ausgeben - in der Gewissheit, dass am Ende schon jemand anderes für sie zahlen wird?

Und vergessen wir bitte nicht, dass die Steuer auf Wertpapiergewinne (die jetzt Privatanleger mit 25% zahlen) ursprünglich eine Transaktionssteuer sein sollte. Diese hätte lediglich im Promillebereich gelegen und hätte in erster Linie die Institutionellen getroffen. Womit bereits hinreichend geklärt ist, warum dann doch lieber die Gewinne versteuert werden.


BloomShroom sagt am 18. August 2018

Verrückt wie hier die Kommentare das massenhafte blinde Nachplappern der Gesellschaft widerspiegeln.

Vor allem so emotional und "es gibt nur eine Wahrheit"-beschränkt.

Kleines Gedankengut für die ganzen CO2-Ideologen:
"Methan [...] macht es einen substanziellen Teil des menschgemachten Treibhauseffektes aus, denn das Gas ist 25-mal so wirksam wie Kohlendioxid", https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimaschutz-energiepolitik-in-deutschland/treibhausgas-emissionen/die-treibhausgase

Weitere Treibhausgase laut Kyoto-Protokoll, welche schlimmer als CO2 sind: F-Gase, Lachgas.
Letzteres ist übrigens 298-mal so wirksam wie CO2.

Achja und wenn wir CO2 unbedingt verhindern sollten, koste es was es wolle. Wieso können dann CO2 Zertifikate gehandelt werden? Spätestens hier sollte doch jedem klar sein, dass keine guten Absichten dahinter stecken, wenn man CO2-Ablassbriefe als Lösung für den Klimawandel erklärt.

@ster
@ichbinich
Ich finde es erschreckend wie unkritisch hier so viele Menschen einfach alles hinnehmen was sie hören und mit Fakten versehen, welche angeblich unumstrittenes Allgemeinwissen sein sollen:

"Und beim Klima soll ich gegen 99% der Klimaforscher wetten, und der Einsatz sind die Lebensbedingungen meiner Nachkommen? Da bleibe ich lieber konservativ.", Kommentator ster

"Die "CO2-Theorie" ist die wissenschaftlich anerkannte Theorie des Klimawandels. Nicht irgendetwas "ideologiverseuchtes", als dass Sie es darstellen.", Kommentator ichbinich

Bitte mal hier lesen:
www.welt.de/debatte/kommentare/article13466483/Die-CO2-Theorie-ist-nur-geniale-Propaganda.html

"Auf die Idee des menschengemachten Klimawandels baut die Politik eine preistreibende Energiepolitik auf. Dabei sind die Treibhaus-Thesen längst widerlegt."

"Es gibt aus den letzten Jahren circa 800 wissenschaftliche Veröffentlichungen, die die CO2-Treibhausthesen widerlegen."

*"Dabei sollte die immer wieder vorgetragene Behauptung der Klimamodellierer schon misstrauisch machen: „Die wissenschaftliche Debatte über den menschengemachten Klimawandel ist beendet.“
Das ist an Hybris und Arroganz nicht zu überbieten und widerspricht jeglicher Definition von Wissenschaft.
Als Beleg für die endgültige Treibhausgastheorie wird immer wieder vorgebracht: 97 Prozent der Wissenschaftler seien sich einig. Nachzulesen im Spiegel, wiederholt im ZDF in „Frontal 21“ und von Guido Knopps History. „97 Prozent!“ – da müssten doch alle journalistischen Warnsignale aufleuchten.

Zum Beispiel: 97 Prozent von wie vielen Wissenschaftlern? Und welche Wissenschaftler zählen dazu? Wer hat sie ausgewählt?"*

Einfach mal nachdenken. Dass wir uns alle verseuchen, verpesten und unseren Planeten unverzeihlich schänden ist furchtbar, aber deswegen muss doch nicht jeder aus Schuldgefühlen und subjektiver Wahrnehmung auf diesen Brainwash-Zug aufspringen ohne kritisch zu hinterfragen ob es denn wirklich so einfach ist wie alle es darstellen.
Vielleicht ist die Lösung ja viel besser zu erreichen wenn man die Erforschung der Ursache nicht als beendet ansieht!


vDD sagt am 19. August 2018

Also sogenannter Skeptiker oder Klimawandel "Leugner" freue ich mich, dass das Thema CO2 hier angesprochen wird. Leider wird zu diesem Thema jede Kritik sofort verdammt und jeder Kritiker als dumm dargestellt.

Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, bin ich auch ein Evolutionstheorie Kritiker und muss zu den, vom Finanzwesir , angenommenen 99.99999% etwas sagen.

Der Darwinismus hat mehrere Schwachpunkte in seiner THEORIE.

1.) Wie entsteht Leben aus toter Materie?

Es wird oft mit einem lapidaren " Und dann entstanden die ersten Einzeller in der Ursuppe" abgetan. Nur die Kritiker hinterfragen hier, am Startpunkt der Evolutionstheorie(ET).

2.)Wie entstehen neue Arten?

Ein anderer Punkt der ET ist die Entwicklung neuer Arten durch natürliche Selektion. Auch das ist nur eine unbewiesene Theorie. Weder kann uns die Archäologie dabei helfen, da es keine Funde gibt, die den Übergang von einer Art zu einer neuen Dokumentieren. Und der Wissenschaft ist es auch nur bedingt an Fruchtfliegen gelungen. D.h. hier schaffte man es, dass eine Fruchtfliegenart in der 3. Generation untereinander fruchtbar war, jedoch mit der 1. Generation unfruchtbar blieb.
Hier wurde, je nach Definition, eine neue Art erschaffen. Ich bin da, wie gesagt, skeptischer und evtl. zu weit von der Biologie entfernt, da es für mich immer noch Fruchtfliegen sind.

Das heißt nicht, dass der Darwinismus falsifiziert wurde, es heißt auch nicht, das die alternativ Theorien richtig sind. Ich finde es nur wichtig, dass, wenn ein das Thema interessiert, kritisch hinterfragt wird, auch bei angeblich belegten Tatsachen.

Wer Interesse an dem Thema hat, kann gerne mit dem Namen Phillip E. Johnson anfangen.

Entschuldigung für das absolute OT.

mfg


mastermind sagt am 19. August 2018

Sehr geehrter Herr Finanzwesir,
ihre Seite ist super und ihr Schreibstill sehr prägnant und unterhaltend
Sie schreiben mit Herzblut über ein wichtiges Thema.
Ich habe Sie als jemanden eingeschätzt,
der seine Leser als mündige Menschen ansieht die im Sinne von Kant in der Lage sind,
sich ihres Verstandes zu bedienen.

Daher finde ich es sehr bedauerlich das Sie auf eine Webseite verlinken,
die ein gegenteiliges Menschenbild vertritt:
Die Webseite hält den Menschen für so naiv und beeinflussbar, das Sie offene Hetze verbreitet.
Wieso Hetze? Weil ohne Grund in den ersten Sätzen negativ auf Zuwanderer verwiesen wird.

Wenn die Gegenthese zum "Mainstream" (was ist der Mainstream?) haltbar ist,
gibt es bestimmt eine Darstellung dieser These die ohne Hetze auskommt.

Leider wird in Zukunft immer der Gedanke mitschwingen, das Sie Webseiten unterstützen die gegen Menschen Hetzen. Das mindert zumindest bei mir den Lesegenuss sehr.

Ich hoffe das Sie trotz der ganzen Diskussion nicht den Spaß und die Motivation für ihren Blog verlieren und freue mich auf weitere fundierte und gut formulierte Artikel in ihrem Blog.

Einen schönen Sonntag wünscht
Ihr Mastermind


Jakob sagt am 19. August 2018

Es tut mir ja prinzipiell Leid, dass mein erstes Kommentar hier am Blog einen negativen Auslöser hatte. Ich, wie viele andere auch, habe ja bisher schon viel Wertvolles von hier mitgenommen. Ihr Buch war damals auch quasi meine erste Einführung in ETFs und persönliche Finanzen.

Aber mit einer bestimmten Autorität und einem Publikum kommt auch eine gewisse Verantwortung, nicht unhinterfragt und unkommentiert offensichtliche Fehlinformationen zu verbreiten. Besonders bei einem Thema wie Klimawandel, das sowieso schon - besonders von der politischen Extremen Seite - instrumentalisiert wird. Jedes bisschen Verunsicherung und Mißinformation wirkt hier in die falsche Richtung.

Jeder kann natürlich seine Meinung haben. Aber wenn man Laienmeinung auf der einen Seite, und den Konsensus einer Gemeinschaft von Wissenschaftlern die ihr ganzes Leben mit Forschung verbringen auf der anderen hat; dann ist jedenfalls für mich sehr klar wem ich vertraue.

Im übrigen finde ich dass von 'WTF' zu 'ideologisch verseuchten Typen' und 'ordentlichen Tritt vors Schienbein' und 'losgeifern' doch ein ziemlicher Grenzübertritt stattgefunden hat.


Venyo sagt am 20. August 2018

@Finanzwesir: "Cui Bono" schön und gut, aber dann bitte auch den vollständigen Blick und mal schauen wer von der Gegenposition profitiert. Da hängen mindestens so viele Familien und Reihenhäuser dran... Wenn nicht sogar deutlich mehr.

"Gerade bei so komplexen Dingen wie dem Weltklima soll es einen monokausalen Zusammenhang geben?"

Das ist doch fast schon polemisch. Alle Wissenschaftler, die ich dazu gehört habe, haben sehr wohl auf unterschiedliche Gründe und komplexe Wechselwirkungen hingewiesen.
Nur ist halt der menschengemachte Ausstoß der Teil, den wir Menschen am einfachsten ändern können.


42sucht21 sagt am 20. August 2018

Bei den 4 genannten Kriterien zur Linkauswahl denke ich unwillkürlich an praktische Lebenshilfe und Erbauung durch Bibel, Katechismus und die 114 Suren des Korans...

Da fällt mir ein, velleicht gibt es ja mal einmal einen guten Artikel zur Islam-konformen / Christlich-konformen Geldanlage?


Thomas Wiesenmann sagt am 20. August 2018

"Und beim Klima soll ich gegen 99% der Klimaforscher wetten, und der Einsatz sind die Lebensbedingungen meiner Nachkommen? Da bleibe ich lieber konservativ."

Nailed it.


Martin sagt am 20. August 2018

"Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen."

Bedenke ob besinnen "dumme Meinungen lesen und teilen" meinte.

"Die AfD läuft super, das mach ich auch"

#trittvorsschienbein
#komfortzone
#e=h*f->gulag


Roland sagt am 21. August 2018

Danke Jakob, so ein Dünnflat sollte nicht unkommentiert stehen bleiben.


Helmut sagt am 22. August 2018

Die Artikel des „Beyond the Ovious Thinkers“ sind mir schon mehrfach sauer aufgestoßen. Darin weht ja doch des Öfteren der Wind von scharf rechts, gepaart mit Verschwörungstheoretiker-Rhetorik.

Eigentlich hatte ich immer geschätzt, dass es auf diesem Blog nüchtern, sachlich und unpolitisch zugeht.

Und ja, Dinge mal von verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten ist gut. Leider passiert das aber auf selbsternannten Nach-, Quer- oder Freidenkerseiten meist eben eher nicht…


Fabian sagt am 23. August 2018

Zur finanzwesirschen CO2-Frage:
Um sich auf der Grundlage der wissenschaftlichen Ergebnisse selbst eine Meinung zu bilden, wird man vermutlich nicht mit ein paar Stunden Lesen im Internet auskommen - sondern wohl eher einige Wochen, Monate (oder auch Jahre...) seines Lebens investieren müssen. Also bleibt einem wohl nur, die Debatte mit hoher Flughöhe auf einer Meta-Ebene zu beurteilen.
Leider hilft hier der verlinkte Blogeintrag nicht weiter... seine wissenschaftliche Basis (ausgewählte und kommentierte Zitate eines Meinungsartikels aus der Welt, der sich wiederum im Wesentlichen auf ein polulärwissenschaftliches Buch (also ohne peer-review Prozess) stützt, ist eher dünn.
Egal, darum geht es dem Autor wohl auch nicht... sondern anscheinend um das "Bam, in your face, ihr Ökofuzzis" und die anschliessende Diskussion in den Kommentaren (by the way: Falls es da eine Metrik gibt, nach der Blogs vor allem nach Anzahl der Kommentare gerankt werden, ist dem Autor ein Meisterstück geglückt...).

Zurück zur Meta-Ebene: Da könnte man jetzt ganz simpel den mittlerweile erreichten Mainstream-Konsens der wissenschaftlichen Community übernehmen ("Klimawandel hat sehr wahrscheinlich antrophogene Ursachen",
Killerargument: "Das glauben die Meisten, wird wohl was dran sein"), oder sich eine wunderbare Verschwörungstheorie zusammenbasteln, in der die globale Linke-Öko-Diktatur mit hörigen Wissenschaftlern die Weltöffentlichkeit mal gepflegt an der Nase herumführt (Killerargument: "Wenn alle einer Meinung sind, dann kann da was nicht stimmen").
Also - ohne Fachkenntnisse kann man da zu beliebigen Schlußfolgerungen kommen, ganz wie es ins eigene Weltbild passt. Daher machen Diskussionen mit Klimagegnern auch immer nur recht begrenzt Sinn.

Das ist halt das schöne an Wissenschaft (wie vom Finanzwesir ganz richtig bemerkt): Hier wird keine letzte Wahrheit verkauft, und eine gewisse Unsicherheit bleibt immer.
Und das schönste: Wenn man entsprechend mit Maßnahmen zur Reduzierung des CO2 Ausstoßes bis zum endgültigen, hundertprozentigen Nachweis eines menschengemachten Klimawandels warten würde, müsste man tatsächlich nie was tun.
Die Frage ist also: Wirklich so lange warten ? Oder doch irgendwann anfangen (freue mich, dass die Politik da tatsächlich mal wissenschaftlichen Prognosen folgt... ).


Ichbinich sagt am 24. August 2018

@Robert Michel

"Es ist ja nicht so, dass es bei dem Thema nur schwarz oder weiß gebe. Es kann genauso gut sein, dass Co2 eine Erderwärmung verursacht. Aber sich nicht in dem Maße Rückkopplungseffekte einstellen, so dass die Erwärmung doch im erträglichen Ausmaß bleibt."

Und aus welchem Grund glauben Sie, dass Sie das besser beurteilen können als die Wissenschaftler, die sich tagtäglich damit beschäftigen?

@BloomShroom

Verrückt wie hier die Kommentare das massenhafte blinde Nachplappern von Verschwörungstheorien/fake news widerspiegeln.

"Kleines Gedankengut für die ganzen CO2-Ideologen: "Methan [...] macht es einen substanziellen Teil des menschgemachten Treibhauseffektes aus, denn das Gas ist 25-mal so wirksam wie Kohlendioxid"

Ahja. Und wie kommen Sie auf die Idee, dass Methan beim Klimawandel nicht berücksichtigt wird? Das haben Sie wohl exklusiv (siehe z.B. https://www.ipcc.ch/publications_and_data/ar4/wg1/en/ch7s7-4-1.html )
Das genau zeigt aber schön die "Argumente" der Klimaleugner (wie auch auf der verlinkten Seite). Irgendwelchen Unsinn plappern in keinster Weise validiert ist sondern aus irgendwelchen Verschwörungstheorien kommt. Wenn Sie sich mal tatsächlich mit Ihren "Argumenten" beschäftigen würden, könnten Sie selbst sehen, dass es keine sind. Aber hauptsache "gegen den Mainstream".

@vDD

Sie haben in Ihrer Aufzählung noch vergessen, dass wir eigentlich auf einer Hohlwelt leben und die Echsenmenschen auf der Rückseite des Mondes.


Vincent sagt am 24. August 2018

@Smartinvestor, vergib mir, ich las erst heute deinen Text.

Dann machen wir uns hier im alten Europa bald so lächerlich, dass wir überhaupt nicht mehr ernst genommen werden und jeglichen Einfluss in der Welt verlieren.

Uh-huh. "Neophobie, die Angst vor Neuem, frommt selbst Konservativen nicht" - (Martin Haase)
Den Wahrheitsgehalt einer Aussage vom Autor abhängig zu machen, ist nicht unbedingt clever. Aber lassen wir das. Mir geht es eh um anderes ;-)

Ist das jetzt ernst gemeint? (...) Oder willst du wirklich nach dem Dieselskandal dann demnächst den CO2-Skandal, natürlich wieder aufgedeckt von unseren hilfreichen amerikanischen Freunden?

Ich verstehe deinen Punkt nicht. Verteidigst du den tausendfachen Betrug an Betroffenen und redest ihn klein? Wenn ja, warum? Wenn nein, was willst du dann sagen? Diese hilfreichen amerikanische Freunde (ich vermute, du meinst US-amerikanisch, ja? Weil "die" unsere arme deutsche Autoindustrie in die Krise gestürzt haben?), wer soll das sein? Was sollen die "aufdecken"?

Der Automobilbau war früher mal Deutschlands Vorzeigeindustrie. Wenn man sich jetzt in Asien oder den USA nur als Ingenieur aus Deutschland geschweige denn Autobranche outet, dann bekommt man mitleidige Blicke und besorgte Kommentare, wie z.B. "wie kommt es eigentlich, dass gerade ihr..."

Ja mein Gott dann muss man halt mal was neues machen. So wenig wie sich diese Industrie bewegt (ich forsche an deren Rand), da darf man sich nicht wundern dass silicon valley kommt und das wegautomatisiert. Sorry, das hat man vor fünf bis zehn Jahren absehen können.
Aber nun kommt ja noch deine Artillerie:

Tja, wie kommt es eigentlich? Wahrscheinlich weil es zu viele von der Sorte wie Jakob und Vincent gab, die an den "Grundbausteinen der Demokratie zweifelten" und sie kurzerhand da abgeschafft haben, wo sie am nötigsten gewesen wären.

Das trifft mich nun doch mehr als du womöglich glaubst. Ich bezog mich auf die Kommentare und darauf, dass Menschen eben gerade nicht selbst denken, sondern gern das hören, was sie bestätigt. Wahrheit ist oftmals unbequem. Ich vermute mal, dass du selbst unter ähnlichen Problemen leidest. (Hinweis: Und wenn du glaubst, dass h tu das auch. Wie alle...)

Ansonsten lass ich deine s**** Polemik unkommentiert und wünsche mir noch eine gute Bahnfahrt.
Smart, my ass.

Addendum:

Genau darum geht es, Schlimmeres zu verhindern. Dieser ganze dysfunktionale Aktionismus um die Erneuerbaren ist doch schon lange zu einer der größten Lachnummern geworden, und zwar nicht weil es zuviel, sondern weil es viel zu wenig Kritik gab.

Nuja, ich halte das Erneuerbare-Energien-Gesetz für die größte und erfolgreichste Entwicklungshilfe, die es je gab.
Auf dem gesamten afrikanischen Kontinent gibt es nun weiter verbreitet Licht, Strom und Kommunikation als jemals zuvor zu günstigeren Konditionen als jemals zuvor mit besserem Ausblick als jemals zuvor. Auf lange Sicht gesehen war es absolut richtig und hat -meine Unterstellung- die richtigen Weichen gestellt (insbesondere PV in China).
Wenn du das erzählt, wenn du das nächste Mal gefragt wirst, vielleicht geht dann auch in den USA oder in Asien noch ein Licht auf.


Smartinvestor sagt am 27. August 2018

"Aber mit einer bestimmten Autorität und einem Publikum kommt auch eine gewisse Verantwortung, nicht unhinterfragt und unkommentiert offensichtliche Fehlinformationen zu verbreiten."

Vielleicht will der Finanzwesir ja genau dieses Publikum, das solch eine stromlinienförmige Informationspolitik nötig hat und nicht mal offensichtliche (Fehl-?)Informationen erkennen kann, endlich loswerden?!

"Besonders bei einem Thema wie Klimawandel, das sowieso schon - besonders von der politischen Extremen Seite - instrumentalisiert wird. Jedes bisschen Verunsicherung und Mißinformation wirkt hier in die falsche Richtung"

Wieso das denn??
Das kann man doch an jeder Straßenecke lesen!
Ich empfehle bei solchen oberflächlich betrachtet nicht gut gemeinten aber sehr gut gemachten Anregungen erst mal den kritischen Blick in den eigenen Spiegel!
Und dann wäre für andere nicht der Austausch von trivialen Plattituden interessant, sondern vor allem, was der Blick in den eigenen Spiegel ergeben hat.
Am besten dazu nochmal die Kommentare über die "Arschgefickten Gummientchen... aufmerksam durchlesen, versuchen zu verstehen und hierher zu übertragen. Dort ist der Groschen nämlich schon deutlich schneller gefallen als hier.

Aber all die Selbstgerechten hier werden eines Tages auch noch aus ihren politisch korrekten Gutmenschenträumen aufwachen, dann jedoch wahrscheinlich etwas unsanfter als es bei diesem betulichen Klönschnack hier möglich wäre, spätestens wenn wieder Steine und schlimmeres geworfen werden. Aber so ist der Mensch halt. Er bewegt sich erst, wenn es nicht mehr anders geht.

"Da fällt mir ein, velleicht gibt es ja mal einmal einen guten Artikel zur Islam-konformen / Christlich-konformen Geldanlage?"

Das ist einer der wenigen interessanten Kommentare.
Denn das Islam-konforme Finanzsystem hat z.B. den Vorteil der unbedingten Sachwertkopplung.
Eine Derivate-Krise wie vor 10 Jahren wäre damit sicher verhindert worden. Und die Talmud- und Konfuzius-konforme Geldanlage nicht vergessen. Denn erstere Talmud-Strategie - auch 1/n- oder Gleichverteilungs-Heuristik genannt - nutze ich erfolgreich seit fast 20 Jahren. Letztere wird wahrscheinlich das 21. Jahrhundert dominieren.


Smartinvestor sagt am 07. September 2018

@Vincent

"Verteidigst du den tausendfachen Betrug an Betroffenen und redest ihn klein? Wenn ja, warum? Wenn nein, was willst du dann sagen?"

Ich will mit dem Dieselskandal als ein gutes Beispiel unter sicher vielen aufzeigen, was passieren kann, wenn es kaum oder keine öffentliche Kritik gab und sich alle scheinbar einig waren: Deutsche, grüne Hochtechnologie in der Vorzeigeindustrie inklusive Fahrspaß für den umweltbewussten Konsumenten.
Also bitte. Wer dagegen war, wie ich, und die in Japan erstmals in Serie gebrachte Hybridtechnik als die Zukunft sah und noch immer sieht, der wurde zumindest als Ingenieur lächerlich gemacht. Denn alle waren sich ja so einig über den Diesel.

Und dann passieren hinter den Kulissen Dinge im Namen des Klimaschutzes, die kann man kaum glauben, weil warum mehr anstrengen als unbedingt erforderlich?
Dann fallen auch die letzten Hemmnisse und der Kollaps des nicht mehr gegengeregelten Systems war nur noch eine Frage der Zeit.
Zum Glück wurde der Betrug in den USA entdeckt. Wäre er hier entdeckt worden, wäre es vermutlich nicht publik geworden. Sondern man hätte sich sicher anderweitig geeinigt.
Bloß niemanden auf falsche Gedanken bringen. Irgendjemand könnte womöglich noch merken, dass die heuchlerische Klimapolitik für ganz andere Zwecke gar missbraucht wird, und den treudofen Bock auf Klimaschutz verlieren.
Ohne unsere US-Freunde wäre der Betrug noch weiter unwidersprochen eskaliert. Und der Knall hätte manche Vertreter unserer gehätschelten Vorzeigeindustrie vielleicht tatsächlich hopps gehen lassen, wie sie es verdient hätte. Willst du, dass dieser Klimazirkus immer mehr so chaotisch weitergeht?

Solch hohe Übereinstimmung bei extrem komplexen Themen sollte daher ausnahmslos immer extrem misstrauisch machen und jeglicher Kritik Tür und Tor öffnen.
Vor allem aber sollte man nicht jene persönlich angreifen, die dann das Vernünftigste der Welt machen und diese Kritik verbreiten und verteidigen! Denn der seit der Steinzeit fest verdrahtete "Bias"/Irrtum heißt "Group Think"/Gruppendenken. Daher sollte man solche Kritik immer dankbar als Hinweis nutzen, dass irgendetwas im Busch ist, was man übersieht und solange ernsthaft nachbohren, bis man es dingfest gemacht hat, wenn einem tatsächlich an der Umwelt gelegen ist und man nicht nur gern gehegte Vorurteile bestätigt haben will.

"Diese hilfreichen amerikanische Freunde (ich vermute, du meinst US-amerikanisch, ja? Weil "die" unsere arme deutsche Autoindustrie in die Krise gestürzt haben?), wer soll das sein?"

Schaust du einfach in Wikipedia "Abgasskandal":

"Die Aufdeckung wurde durch eine Notice of Violation der US-Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) angestoßen."

Warum wurde das nicht von deutschen Behörden angestoßen? Weil jegliche Kritik an cooler, grüner, deutschen Dieseltechnologie, die sogar bei den Grünen hoffähig war, ähnlich unterdrückt wurde, wie es hier mit den ungewöhnlich unflätigen Begriffen für diesen gediegenen Blog zumindest versucht wird.
Aber zum Glück lässt sich unser aufrechter Wesir nicht davon beeindrucken und verlinkt weiter Widersprüchliches bis es der letzte auch verstanden hat und damit deutlich konstruktiver umgehen kann als ihn mit einem WTF auf Stammtischniveau runterzuziehen. :-(

"Was sollen die "aufdecken"?

Ja reicht das denn noch nicht, was beim Dieselskandal von unseren Freunden alles aufgedeckt wurde?
Nach Studien von wirklich unabhängigen neutralen Umweltexperten hat der ganze überzogene Dieselhype die Klimabelastung sogar eher verschlimmert, weil viele klimaschädliche Diesel-Einflüsse einfach vernachlässigt wurden, und er zusätzlich noch die Luft in allen Städten dieseldurchseuchter Nationen verpestet!
Und alle haben mitgemacht, außer mir und noch ein paar anderen wenigen Unbeugsamen. Wie konnte sich die verblendete Mehrheit nur so belügen und betrügen lassen?
Aber das kommt davon, wenn man kritiklos der dummen Masse folgt. Die Rezension des o.a. Springerbuchs gibt einen ersten Hinweis:

"Keine Verwaltung, kein Verband, kein Ministerium würde diese unbequemen Wahrheiten, das Zwecklügengebäude um „Diesel“, je ans Tageslicht bringen. Es ist das Interessengeflecht aus Industriepolitik, Steuereinnahmen, Föderalismus, Gewerkschaften, Eigentümer aus den Ölstaaten usw., und schließlich unsere eigene Köderbarkeit mit PS, Nm und Geiz − alle sind glücklich, der Blick in den Hohlspiegel ist heilsam."

Da ist es doch eigentlich völlig egal, womit gegen eine weitere völlig sinnlose unnötige Verschlimmbesserung des Klimas argumentiert wird. Hauptsache der Unsinn und die Geldverschwendung in dessen vorgeheucheltem Interesse wird möglichst bald beendet!!

So, und dann extrapoliere einfach mal den Dieselskandal und unsere lachhafte Umweltpolitik um Größenordnungen nach oben.
So landest du beim Klima-GAU, verursacht durch die wiedererstarkende deutsche Großmannssucht.
Ist leider alles KEINE "s**** Polemik" sondern bitterer Ernst!! Der versetzt andere auf der Welt bereits jetzt schon wieder in Angst und Schrecken vor diesem "3. Versuch" unserer "latent militanten linken Gutmenschen", wie dir.
Aber manche lernen es halt nie...

"Nuja, ich halte das Erneuerbare-Energien-Gesetz für die größte und erfolgreichste Entwicklungshilfe, die es je gab."

Die ausschließlich wir kleinsten Stromverbraucher mit unserem hohen Strompreis von ca. 25 Ct/kWh bezahlen müssen. Die gesamte Industrie zahlt jedoch nur etwa die Hälfte für Strom, was knapp über Herstellungskosten liegt.
Am besten haben es natürlich die energieintensiven Großabnehmer, die nur noch 1/5 - in Worten ein Fünftel - unseres Strompreises bezahlen!
Das müssen wir Kleinsten neben dem chaotischen Aufbau der Erneuerbaren und der Entwicklingshilfe auch alles noch subventionieren.
Und das vielleicht wieder, um irgendwann zu erfahren, dass wir es gut gemeint aber schlecht gemacht d.h. den Klimawandel in unserem kritiklosen Klima-Wahn noch künstlich mit unserem Geld beschleunigt haben. Die Dummheit scheint tatsächlich nie auszusterben. Gut für mein Alpha aber für unsere Umwelt?!?

Übrigens, wenn Unternehmen große Mengen Abwärme oder ungenutzte Exergie (Temperaturdifferenzen) aus fossil oder per Strom beheizten Wärmeprozessen übrig haben, die sie relativ einfach und sogar lastsynchron verstromen könnten, lassen die meisten das bislang einfach sein, weil sich das bei den niedrigen Stromkosten für die Industrie und erst recht für die Großabnehmer eh nicht lohnt, sie dann auch noch die EEG-Umlage zur Erneuerbarenförderung aufgebrummt bekämen und teure Rechtsanwälte bezahlen müssten, um das überhaupt in einem legalen Rahmen tun zu dürfen.
Und statt dieser hoch sinnvollen Verstromung der in fast allen Produktionsstätten an der Erdoberfläche einfach, kostenlos verfügbaren, insgesamt riesigen Menge hochwertiger Wärme für 2.000-4.000 EUR/kW Invest, wird die für die Profilierung unserer alternativlosen Mutti und anderer Politärsche viel öffentlichkeitswirksamere Stromerzeugung aus sauteurer Erdwärme mit Tieflochbohrungen, die ganze Dörfer gefährden, ab 10.000 EUR/kW Invest subventioniert. Und das findest du ganz toll???
Interessant...
Vielleicht probierst du es auch mal mit einem heilsamen Blick in einen Hohlspiegel...

PS: Ein anderes Beispiel aus dem Blog-Wissensgebiet ist bekanntlich sogenanntes Smart Beta aka Very Dumb Alpha, wo eine verdächtig hohe Übereinstimmung zwischen ansonsten Widersachern vorherrscht, also der Finanzbranche und den vermeintlich kritischen Publizisten.
Auch dort erkennt der kritische Geist erst nach tiefem Nachbohren, dass es da ebenso primär um geschickt als verbessertes passives Investieren verhüllte Abzocke geht, weil das eh kein Depp blickt.
Da es in diesem Blog aber viel Kompetenz auf diesem Wissensgebiet gibt, ist das vielen zum Glück hier klarer als was beim Klima Sache ist. Aber wie schwierig es ist, dem auf die Schliche zu kommen, kann man z.B. hier nachlesen.

Interessant oder kurios ist dabei, dass der Turbo bei beiden weltweit gehypten Betrugsmaschen die erforderliche Power verleiht oder noch verleihen soll, um so richtig abzusahnen.
Denn den Dieselhype hat er überhaupt erst ermöglich. Beim Smart Beta Hype wird er von Kommer eingesetzt, um sogenantes Smart Beta Investing als "passiv anlegen mit Turbo" hochzujubeln..
Und die Windräder drehen sich ja auch wie die Turbos und verschandeln unsere schönen Landschaften. Wenn das nicht wieder ein schlimmes Ende nimmt...


Das Buch zum Blog: 440 Seiten voller Informationen. Jetzt im Handel erhältlich.


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