14. Oktober 2016


Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 41 / 2016)

Diese Artikel sind mir diese Woche in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre aufgefallen.

Betrug bei den Krankenkassen

Sie sind todkrank! Ihr Arzt hat’s diagnostiziert, die Kasse zahlt und Sie wissen von nichts.

Börse und Aktien

Vermögen als Last? Bei Vermögen neu denken.

Abgeltungssteuer: 666 – The Number of the Tax.

Gibt es aktuell mehr Aktien als Idioten oder mehr Idioten als Aktien?

P2P

Funding circle und das Geld anderer Leute.

Rückblick auf die Lendit London Konferenz.

Und das auch noch

Manchmal ist Justitia nicht ganz blind: BGH hebt Freisprüche im HSH-Prozess auf.

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(awa)

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Kommentare

Philip sagt am 14. Oktober 2016

Bezüglich Arztabrechnung: Auch ohne BU würde ich mittlerweile immer eine Quittung verlangen, auch als Kassenpatient.


ChrisS sagt am 18. Oktober 2016

Hallo Albert,

ein neuer Artikel den ich ganz lesenswert fand:
http://www.etf.com/sections/features-and-news/cost-run-etf?nopaging=1
Bietet einen guten Einblick in das Thema, was der Start und Betrieb eines ETFs so für die Anbieter kostet.

Wenn ich mal zusammenfassend übersetze - man kann dabei unterscheiden in Startphase und Betriebsphase (und dann jeweils in Fixkosten und Anteilskosten).
Zum Start wird erstmal allerhand juristisches Gedöns gebraucht. Der ETF muss bei der SEC angemeldet und registriert werden (Artikel ist natürlich aus amerikanischer Perspektive geschrieben, man kann aber im wesentlichen davon ausgehen dass auch in Europa das Prozedere ähnlich sein wird).
Die nötige "exemptive relief" kann man als große Firma entweder selbst beantragen oder als kleinerer ETF-Anbieter hängt man sich eben an eine größere Firma dran, die das schon hat, und lässt sich von denen mit sponsern. Um einen gewissen Kostenblock kommt man dabei jedoch nicht herum, welcher dabei auch abhängig von der Komplexität des zu kreierenden Produktes ist (es werden Zahlen genannt von um die 100k$ für simple "plain vanilla"-Standardindex-ETFs bis zu etwa 500k$ für ausgefallenere Spezialkonstruktionen).
Folgt der ETF einem Index, müssen dafür natürlich auch Lizenzgebühren an die MSCIs, S&Ps und Stoxxes dieser Welt bezahlt werden, welche sich zwar üblicherweise nur im Basispunkte-Bereich abspielen aber eben auch mitskalieren und laufend anfallen.
Schlussendlich muss ein ETF zum Start natürlich auch erstmal "angefüttert" werden - mit irgendwelchem Geld muss er die vielen Wertpapiere, die er in feinjustierter Gewichtung halten soll, auch erstmal kaufen.
Das sind zwar jetzt nicht so richtig "Kosten" im eigentlichen Sinne, aber eben Kapital was man aufbringen muss. Größere Anbieter können es sich leisten ihre ETFs gleich selbst zu "seeden", ansonsten muss man halt auch schauen dass man schon vor Beginn Geld von potentiell interessierten Investoren einsammelt - oft wird zum Beispiel bei großen Kapitalsammelstellen wie Pensionskassen etc. ein ETF überhaupt erst auf deren Nachfrage konzipiert und gestartet. Schlussendlich muss man auch fürs Listing an den Börsenplätzen etwas bezahlen (auch hier wieder abhängig von Komplexität und Volumen).
Läuft der ETF erstmal, fallen halt weiter die jährlichen Kosten zur Administration an. Je nach Art des Produktes (und Größe/Effizienz des Anbieters, der Skaleneffekte nutzen kann) wie gesagt zwischen 200k und 500k im Jahr.
Wen's ganz genau interessiert, wird natürlich aus den veröffentlichten Jahresberichten der einzelnen Produkte schlauer. Jedenfalls kann man sich daraus, dem Volumen, und mit der eingenommenen TER, nun im Umkehrschluss ausrechnen wann ein ETF für den Anbieter profitabel wird (und wenn nicht, von einer wahrscheinlichen Schließung bedroht).
Beispiel - ein ETF hat vllt 250k jährliche Kosten und 0,50% TER - dh. so ab über 50 Mio Anlagevolumen wird das für den Anbieter eine lohnenswerte Angelegenheit. Um dieses Volumen zu erreichen, muss natürlich auch etwas Marketing betrieben werden. Bei fast 2000 ETFs auf dem Markt ist es schwer mit einem neuen Fonds mal eben einfach so herauszustechen - von denen sind aber natürlich auch viele einfach nur "Doppelungen", also "ich-auch!"-Fonds weil die meisten großen Anbieter eben die immergleiche MSCI/S&P/Stoxx Standardpalette auf die "Brot-und-Butter" Indizes im eigenen Haus veröffentlicht haben will.
Hier kann man sich, wenn überhaupt, nur noch über die Preisgestaltung ausdifferenzieren, was aber wiederrum auch auf die Margen drückt. So ist halt's Business.
Oder man versucht sich, als erster/einziger auf ein möglichst grad heißes Nischen-Thema zu spezialisieren. Da kann man vielleicht noch mehr Gebühren abgreifen, aber wenn das nicht funktioniert (sich also doch nicht so viele wie gedacht für den neuen vietnamesischen Seidenraupen-ETF oder was auch immer interessieren), fristet der ETF nur ein geringvolumiges Schattendasein und wird wohl auch bald, als Minusbringer, wieder eingestellt.
Wenn man schnell mal bei JustETF in die Volumenzahlen der fast 2000 auf dem europäischen Markt angebotenen ETFs drüberlinzt, zeigt das auch beispielhaft die pyramidische Hierarchie der Branche. An der Spitze ein paar große Dickschiffe, die sich das meiste vom gesamten Volumen in Millarden aufteilen, dahinter ein Rattenschwanz von schnell immer kleineren Produkten, und fast die Hälfte der ETFs (also knapp 1000) am Ende haben nur unter 50 Mio in sich angelegt haben, von denen viele also auch wieder verschwinden.


Das Buch zum Blog: 440 Seiten voller Informationen. Jetzt im Handel erhältlich.


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