08. August 2016


Podcast: Ethisch korrekt anlegen ‒ Der Finanzwesir rockt, Folge 23

Ethisches und nachhaltiges Anlegen: Augenwischerei, Ablasshandel oder echte Alternative?
Wir stellen Aktien, Anleihen und Tagesgeld auf den Ethik-Prüfstand.
Wie geht ethisches Anlegen überhaupt? Reicht das Ausschlussverfahren? Wir schließen alles aus, was offensichtlich unethisch und nicht nachhaltig ist und definieren den Rest dann als ethisch.
Was fliegt raus, was darf bleiben? Da waren wir ganz schnell auf dünnem Eis. Wenn es über die Basics hinausgeht: "Es ist unethisch, seinen Nachbarn mit der Machete abzuschlachten", hat jeder sein eigenes Werte-Koordinatensystem.

Bei der Frage: Wie kann ich meine Euros ethisch korrekt und nachhaltig vermehren? sehen wir schwarz. Jedenfalls, wenn es um die klassischen Anlagevehikel wie Aktien, Anleihen und Fonds geht. Mogelpackungen, wohin man sieht.
Unser Fazit: Es gibt Möglichkeiten, sein Geld grün und politisch korrekt anzulegen, aber ethisch anlegen macht eine Menge Arbeit. Einfach mal so schnell einen Fonds auswählen, ist Ablasshandel.

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Kommentare

Quinoa sagt am 08. August 2016

Schöner, kontroverser Podcast zu einem schwierigen Thema. Für die Zukunft vielleicht noch: Es soll auch westliche Muslime geben, die die entsprechenden "islamic" ETFs kaufen möchten. ;-)

LG
Quinoa


Finanzplaque sagt am 09. August 2016

Unser Fazit: Es gibt Möglichkeiten, sein Geld grün und politisch korrekt anzulegen, aber ethisch anlegen macht eine Menge Arbeit. Einfach mal so schnell einen Fonds auswählen, ist Ablasshandel.

Das versteh ich ehrlich gesagt nicht. Wenn es in Ordnung ist, eine "grüne" Aktie auszuwählen, warum ist dann der "grüne" Fonds nicht mehr in Ordnung? Ist hier nur die Auswahldauer der ausschlaggebende Punkt? Wenn ich z.B. dem Bund Naturschutz mal schnell 100€ Überweise, wäre das ja auch technisch gesehen Ablasshandel.


Couponschneider sagt am 12. August 2016

Wenn man dem BUND, Greenpeace oder dem NABU Geld überweist, dann ist das die Unterstützung von Terrororganisationen. Würde ich nie machen. Genauso kommen mir grüne Fonds nicht in die Tüte. Ich halte das, was man heutzutage für grün und ethisch hält, für das Gegenteil. Als ein Vertreter der evanglischen Kirche davon sprach, Firmen, die Geld in grüne Gentechnik stecken, seien unmoralisch, war mir klar, dass ich mir von solchen Dünnbrettbohren und Zeitgeistwellenreitern das Denken nicht abgewöhnen werden. Ich habe selbst mit Waffen keine Probleme. Die Wehrmacht wurde nicht mit Sitzblockaden besiegt, sondern mit Waffen.

Probleme habe ich allenfalls mit Alkohol und Tabak. Ich würde aber nicht sagen, dass die Investition darin unmoralisch wäre. Gesundheitlich bedenklich soll auch der Konsum von Cola sein.

Ich sehe es sogar als besonders moralisch an, in die Firmen zu investieren, die in grüne Gentechnik investieren und neue Dinge erforschen, denn das bringt die Menschheit voran. Von guten Absichten europäischer Gutmenschen wird der Afrikaner nicht satt. Aber neuere robustere Getreidesorten helfen ihn, satt zu werden und überdies weiteres Einkommen zu erzielen.


Praepman sagt am 13. August 2016

@Finanzplaque

den Punkt kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Ich finde man kann auch jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fahren obwohl es mit dem Fahrrad möglich wäre und gleichzeitig versuchen an anderen Stellen was gutes zu tun! Das hat nix mit Ablasshandel zu tun sondern einfach damit dass die Welt nicht schwarz/weiß ist, sondern grau. Dass die Produktpalette genau angeschaut werden muss, ist natürlich richtig!


Barbaz sagt am 13. August 2016

Ich finde nicht das Ethik-Fonds Ablasshandel sind. Klar, man wird keinen Fonds finden, der 100% den eigenen Vorstellungen entspricht, aber einen Fonds zu wählen der ungefähr passt wäre ja schon mal besser als ein MSCI World. Man muss ja nicht gleich die perfekte Lösung erwarten, ein pareto-optimaler Kompromiss wäre ja schon ein guter Anfang.


Frank sagt am 14. August 2016

Alles wofür der Staat eine Mehrwertsteuer berechnet ist mir ethisch genug.
Ich muss nicht ethischer sein als der Staat.
Mit meinen Steuern kauft die Bundeswehr ja auch bei Rüstungfirmen ein. also scheinen dem Staat solche Firmen koscher genug zu sein. warum sollte ich eigene, höhere Maßstäbe anlegen?
und würden solche Firmen es überhaupt bemerken wenn ich deren Aktien nicht kaufe?
Viele Leute würden sich wahrscheinlich wundern, woran sie über ihre Altersvorsorge beteiligt sind, wenn sie ihr Riester-/Rürup-Zeug mal genau anschauen würden.


Schwachzocker sagt am 14. August 2016

Hallo Praepman!

Ehrlich gesagt halte ich das auch für eine Doppelmoral. Da lehnt z.B. jemand eine Investition in Autofirmen aus ökologischen Gründen ab, kauft sich jedoch ein Auto, um damit jeden Morgen zur Arbeiten zu fahren. Dann hat er eben doch in eine Autofirma investiert, ob ihm das passt oder nicht. Solange die Nachfrage da ist, wird sie halt bedient und solange wird auch Geld damit verdient. Da kannst Du investieren wie Du willst.
Es bringt meiner Ansicht nach auch nicht das geringste, ein Investment in das Waffengeschäft abzulehnen. Waffen werden nun einmal benötigt; und diejenigen, die sie benötigen, werden das bezahlen.
Und - um es jetzt auch die Spitze zu treiben - man kann Waffen auch nicht verbieten, denn zur Durchsetzung des Verbotes bräuchte man ja Waffen.

...in diesem Sinne wünsche ich eine schöne Woche!


kuyuk sagt am 15. August 2016

Warum sollte man überhaupt ethisch/nachhaltig investieren? Verspricht man sich dadurch eine irgendwie 'bessere' Gewichtung in seinen Investments, zB weil umweltorientiere Unternehmen schon heute besser an künftige Anforderungen angepasst sind und daher morgen besser verdienen werden? Oder will man einfach was gutes tun und die Welt besser machen (oder zumindest sein eigenes Zutun, die Welt weiter verfallen zu lassen, eindämmen)?

Wenn es der zweit genannte Grund ist, muss man auch damit einverstanden sein, auf Rendite zu verzichten, da man außer Rendite noch andere Ziele verfolgt.
Wichtig ist dann also: Werden diese Ziele damit effizient erreicht? Inwieweit ändert sich das große Spiel überhaupt, wenn Du und ich grün investieren?
Verdient dadurch ein Waffenhersteller weniger Geld? Oder irgendeine kanadische Großminengesellschaft mit ihren Beteiligungen in Afrika? Können wir das schaffen, dass Unternehmen sich nicht am Kapitalmarkt finanzieren können, wenn sie keine Auflagen, die sich der Kapitalmarkt scheinbar selbst aus freien Stücken heraus aufgibt, erfüllen?

Ich weiß nicht. Für mich macht eine andere Vorgehensweise mehr Sinn: Wirke daran mit, dass Unternehmen, welche sich "gut" verhalten, Geld verdienen können. Viel Geld. Punkt Aus Ende.
Denn dann wirken die Marktkräfte: Diesen Unternehmen geht Kapital zu, sie können das Umfeld erschaffen die besten Leute zu akreditieren. Sie werden alles daran setzen die Welt besser zu machen. Warum? Weil es sich für sie lohnt.

Unternehmen sind nicht gut oder böse, sie wollen Geld verdienen - es sind unsere Regeln die dafür sorgen, ob man mit Schweinereien Geld verdienen kann oder nicht.
Ich finde es furchtbar, dass die erfolgreichen Spieler ausgebuht werden und sich scheinbar keiner fragt, wer die Regeln so bescheuert aufgestellt hat, dass die besten Spieler/Teams erfolgreich sind indem sie ein hässliches Spiel abliefern.
Was für eine unerträgliche 'Fehllenkung' menschlicher Schaffenskraft! Das führt bereit dazu, dass mittlerweile viele Menschen dem Kapitalismus an sich die Schuld an vielen Mißständen auf der Welt geben, obwohl das zu kurz gedacht ist. Kapitalismus, Konzerne, Geldverdienen = Böse, so lautet eine oft gebrauchte Gleichung.
Wenn diese Leute doch ihre Kraft darin investieren würden eine positive Gesetzgebung zu erreichen, anstatt gedanklich irgendwelchen utopischen Gesellschaftsformen nachzuhängen, deren Erfolgsfähigkeit noch nicht einmal theoretisch fundtiert existiert. Wenn man heute sagt, dass die Marktwirtschaft theoretisch zu einem wohlfahrtsoptimiertem Ergebnis führt, denken die Leute doch man würde irgendeinen schlechten Schert machen. Dabei stimmt's (https://de.wikipedia.org/wiki/Wohlfahrts%C3%B6konomik).

Leg Dein Geld renditeorientiert, passiv an. Nutze einen Teil Deines Einkommens für die gute Sache und spende es. Konsumiere kritisch und reflektiert. Nutze einen Teil Deiner Zeit und engagiere Dich selbst. Betreibe Lobbyarbeit. Wähle weise. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Sorry für diesen etwas ungeordneten Kommentar, aber das ist wirklich mein Reizthema...


Finanzwesir sagt am 15. August 2016

@Finanzplaque: Ich bestreite, dass es "grüne" Aktien gibt. Sobald eine Firma an der Börse notiert ist, ist sie den Zwängen des Kapitalmarktes ausgesetzt. Kennzahlen wie KGV, Umsatz, Rendite werden umbarmherzig mit der Perr-Group verglichen.
n den tabellarischen Rankings ist kein Platz für Erklärungen wie: "Produziert teurer, weil sie ihre Arbeiter nicht ausbeuten". Das einzige was Du siehst ist: Die Rendite ist im Schnitt 1% niedriger. Über das Wieso und Warum macht sich kaum einer Gedanken, das drückt den Kurs. Also muss die Firma "mit den Wölfen heulen".
Zwar verlassen Firmen aus den unterschiedlichsten Gründen die Börse wieder, aber ein Punkt, der immer wieder genannt wird: Man ist wieder Herr im eigenen Haus und muss sich nicht bei jeder Hauptversammlung von 25jährigen Analysten-Rotzlöffeln davor rechtfertigen, warum der Gewinn nicht das 48. Quartal in Folge gestiegen ist.

Siehe auch: https://www.brandeins.de/archiv/2000/gross-und-klein/einmal-boerse-und-zurueck/

Deshalb: Keine grünen & börsennotierten Firmen => keine günen Fonds. Ich sage: Grün, ethisch, nachhaltig UND börsennotiert, das geht nicht zusammen. Es kann nicht und heißen, es muß oder heissen.

"Wenn ich z.B. dem Bund Naturschutz mal schnell 100€ Überweise, wäre das ja auch technisch gesehen Ablasshandel."

Ein Verein ist kein profitorientiertes Unternehmen. Ich finde, das kann man nicht richtig vergleichen. Aber dennoch: Nicht von ungefähr sammeln diese Organsiationen in den Wochen vor Weihnachten einen guten Teil ihres jährlichen Spendenaufkommens.

@Praepman

"Ich finde man kann auch jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fahren obwohl es mit dem Fahrrad möglich wäre und gleichzeitig versuchen an anderen Stellen was gutes zu tun!"

Ja, das ist dann aber eine bewußte Entscheidung. Ich verlange von niemandem ein Leben mit einem C02-Footprint nahe Null. Wir leben in einem Industrieland und ich zumindest will auch von den Segnungen dieses Lebensstils profitieren.
Ich wende mich nur gegen den Irrglauben, man könne mit den am Markt erhältlichen Finanzprodukten mühelos nachhaltig und ethisch korrekt investieren.

@Barbaz

"Klar, man wird keinen Fonds finden, der 100% den eigenen Vorstellungen entspricht, aber einen Fonds zu wählen der ungefähr passt wäre ja schon mal besser als ein MSCI World."

Das muss man dann aber auch machen. Und wie ethisch ist es, dabei womöglich einen Fonds zu erwischen, der - nach Kosten - so mies performt, dass man sein Ziel eine auskömmliche Altersvorsorge zu erreichen eben nicht erreicht und dann der Allgemeinheit im Alter doch wieder auf der Tasche liegt? :-)

Mein Fazit aus der Recherche zu diesem Podcast: Man kann sich in diesem Bermudadreieck aus Ethik, Nachhaltigkeit und Ökologie ganz schön verheddern. Eine einfache Lösung gibt es nicht, es werden massenweise Mogelpackungen verkauft (Wasser- und Holz-Indizes) und jeder Anleger ist aufgerufen genau hinzuschauen und das Angebotene mit seinem Moralkoordianten abzugleichen.

Ethisch anlegen hat ein bisschen was von Immobilienkauf: Es sind zu viele Emotionen und Glaubenssätze im Spiel.

Gruß
Finanzwesir


Olek sagt am 15. August 2016

@ kuyuk: "Inwieweit ändert sich das große Spiel überhaupt, wenn Du und ich grün investieren? Verdient dadurch ein Waffenhersteller weniger Geld?"

@ Schwachzocker: "Waffen werden nun einmal benötigt; und diejenigen, die sie benötigen, werden das bezahlen."

Niemand ist für das große Ganze auf der Welt verantwortlich. Aber jeder ist für sich selbst verantwortlich. Und für sein Spiegelbild, das er anschaut.

Der Profi-Killer mag sagen: "Wenn ich den Typen nicht umlege, dann tun es andere." Wenn Investoren sich mit dieser Denkstruktur auf eine Stufe stellen wollen, indem sie etwa gezielt in Kriegswaffen investieren, dann ist das ihre Sache.
Sie sollen sich dann nur nicht damit herausreden, dass sie nur ein kleines Rädchen im Getriebe seien. Wenn jemand sagt: "Mich interessiert nur die Rendite", dann ist das zumindest ehrlich. Eine Bemäntelung mit Pseudo-Argumenten wirkt auf mich wie das Gegenteil.


ChrisS sagt am 16. August 2016

Bei der ganzen Debatte darüber muss ich immer mit Schmunzeln an Diskussionsrunden im Studentenheim zurückdenken, wo gleich der gaaaanze Kapitalismus an sich und das System überhaupt als unethisch betrachtet wurden. Ob nun die eine Aktienfirma besser ist als die andere ist dabei irrelevant, und wer als Anleger selbst genug Geld hat um überhaupt in Aktien anzulegen, gehört offensichtlich eh schon zur ausbeuterischen Bonzenklasse, ist also selbst ein schlechter Mensch.
Wäre mal interessant zu wissen was aus den Leuten geworden ist, ich habe wohl den Verdacht dass die, die was ordentliches studierten und jetzt gut verdienen, sich mittlerweile ganz nett mit dem achsobösen Schweinesystem arrangiert haben :-D

Auch muss man glaubich nochmal ein bischen die Funktionsweise des Kapitalmarkts genauer berücksichtigen. Wenn man sagt, man will nicht in "unethische" Sachen investieren, weil man nicht die schlechten Firmen noch "unterstützen" will, nunja - das Geld, mit dem ich zB Smith&Wesson Aktien kaufe, landet doch nicht direkt in den Taschen des Unternehmens.
Nach einem IPO handeln die Börsenteilnehmer eine Aktie auf dem Sekundärmarkt eigentlich nur noch untereinander (dh. man kauft und verkauft an andere Anleger, die Firma selbst hat dann nicht mehr viel davon). Aber klar, trotzdem ist für einige Leute selbst noch der Gedanke, durch steigende Kurse von bösen Firmen auch irgendwie zu profitieren, schon unethisch. (wenn die Kurse der bösen Firmen steigen, muss ja offensichtlich irgendwie das Böse in der Welt allgemein an sich zugenommen haben, und das ist nicht schön und darüber "darf" man sich ja nicht freuen, und wer davon profitiert ist ja irgendwie auch mit schuld. So wird man jedenfalls für die Linken im Studentenheim zum Bonzenschwein :-D).

@Albert:
Dazu passt auch gut, sich mal mit dem Phänomen des "Greenwashing" zu beschäftigen. Firmen merken natürlich, das "Öko" für gewisse Konsumentenschichten ein moralisches Premium darstellt, für das sie auch bereit sind, Premiumpreise zu bezahlen. Oder man sich durch zielgruppengerechtes Marketing ein besseres Image der Öffentlichkeit vorgaukelt, bzw "Ablasshandel", indem man werbewirksam irgendne kleine Initiative etwas unterstützt, sich von vielen "Sünden" wieder freikaufen kann.
Es muss wohl ernsthaft Leute geben, die kaufen auch Bier, um damit den Regenwald zu retten, ein Hektar pro Kasten... ;-)
Dass "Öko" dabei auch manch absurde Blüten treiben kann, seh ich auch jedesmal wenn ich in der "grünen Ecke" im Supermarkt Bio-Gemüse sehe... was aus China etc. kommt! Liebe Leute, da unterstützt doch lieber den Landwirt um die Ecke, selbst wenn der seine Felder spritzt, oder denkt ihr das Gemüse aus China kommt mit dem Fahrrad zu uns?


Maschinist sagt am 19. August 2016

Hallo, ich habe gerade Deine Seite gefunden.

Ich trenne die beiden Woerter "Ethisch" und "Investieren" zu 100%.
Es geht um die Freiheit und finanzielle Sicherheit von meiner Familie und mir. Das ist wichtiger als wenn jetzt Exxon Mobile vielleicht weniger gruen ist als eine Solarfirma. Ich konzentriere mich auf eine optimale Rendite. Wenn ich ein schlechtes Gewissen habe, denke ich an mein Patenkind von Plan oder das ich meiner Familie eine stabiles zu Hause ermoegliche.

Ich schreibe unter www.freiheitsmaschine.com auch ueber Freiheit, finanzielle Unabhaengigkeit und natuerlich auch ueber das Investieren.


Lothar sagt am 20. August 2016

Über ethisches Anlegen läßt sich endlos debattieren. Glückwunsch, dass Ihr es in gut 35 Minaten geschafft habt. Möchte nur kurz einen psycholgischen Aspekt reinbringen. Das was Ihr "Ablasshandel" nennt ist in der Psychologie unter „moral licensing effect“ bekannt.Eine gute Tat verbucht unser Gewissen quasi auf einem Moralkonto. Dieses Guthaben bauen wir in der nachfolgenden Situation ab, indem wir uns schlechter benehmen. Die gute Tat macht uns in unseren Augen zu besseren Menschen und das strahlt aus. Da kann es dann schon mal leicher passieren, dass wir es im Alltag nicht so genau nehmen. Aber auch Dritte zeigen sich von guten Taten beeindruckt. So schließen wir gern von bekannten Eigenschaften von Personen auf unbekannte Eigenschaften. Das Gute strahlt aus (halo-effect). Solches Verhalten ist menschlich. Auch Menschen mit guten Absichten sind davor nicht geschützt. Es hilft, sich diese kognitiven Verzerrungen bewusst zu machen. Ich bin übrigens ganz froh, dass es - auch beim Anlegen - Menschen gibt, die sich Gedanken über Auswirkungen machen. Auch wenn die Umsetzung alles andere als leicht oder eindeutig ist.


Luis sagt am 07. September 2016

Der wie immer erfrischenden Diskussion sei noch die These hinzugefügt, dass sich jeder Handel mit börsennotierten Wertpapieren einer moralischen Bewertbarkeit entzieht, also als nonmoralisch klassifiziert werden muss.
Dies liegt schlichtweg in der Mechanik des Börsenhandels begründet. Ausgangspunkt hierfür ist die Unterscheidung zwischen Strom- und Bestandsgrößen. Erstere umfassen beispielsweise Einkommen, Gewinne und Umsätze, letztere Vermögen, Schulden oder Lagerbestände. Wertpapiere sind nun unzweifelhaft eine Bestandsgröße, was im englischen Wort „stock“ sowohl für „Aktie“ als auch „Bestand“ unmittelbar zum Ausdruck kommt.
Ein Bestand muss definitionsgemäß jederzeit einem Wirtschaftssubjekt (Person oder Organisation) zugeordnet sein. Diese Zuordnung übernimmt bei Aktien nach deren Emission regelmäßig die Börse.
Der Handel selbst ist damit jedoch sowohl völlig vom operativen Geschäft losgelöst als auch ohne direkten Einfluss auf die Kapitalausstattung des Unternehmens mehr, welches ja die emittierte Aktien notwendigerweise an Dritte übertragen haben muss.
Kurz, der Handel erfolgt automatisiert zwischen Anteilseigner einerseits und Geldhaltern andererseits. Damit kann jedoch der Aktienerwerb aufgrund der Anonymität des Prozesses keiner ethischen Betrachtung im klassischen Sinn unterzogen werden, hierzu müsste nämlich in jedem Einzelfall die Mittelherkunft und -verwendung des konkreten Konterparts festgestellt und beurteilt werden können.
Was für die Aktie als moralfreies Neutrum gilt, trifft im Kern auch auf Dividenden zu. Zwar handelt es sich hierbei natürlich um eine Stromgröße, die hierfür periodisch vorgesehenen Mittel entstehen jedoch ebenfalls völlig unabhängig von der Verfügbarkeit über das Wertpapier, welches dann lediglich als Clearingstelle dient.
Ergänzung: Wer tatsächlich die Veränderung als subjektiv verwerflich empfundener Geschäftsmodelle anstrebt bleibt neben dem politischen Weg im Grunde genommen sogar nur das Mittel der (Mehrheits-) Beteiligung. Der Ankauf stimmberechtigter Aktien sowie die Bündelung gleichgerichteter Aktionärsinteressen birgt jene gestalterische Potenz, der allein eine moralische Qualität zugesprochen werden könnte.


Olek sagt am 07. September 2016

"dass sich jeder Handel mit börsennotierten Wertpapieren einer moralischen Bewertbarkeit entzieht. (...) Dies liegt schlichtweg in der Mechanik des Börsenhandels begründet."

Nein, das tut es nicht. Da hilft kein Drehen und Wenden und Winden. Kein: "Da muss man den Aktienmarkt verstehen." Kein: "Ethik beim Investment ist doch nur linke Spinnerei." Es gibt verdammt wenige Handlungen, die keine moralische Bedeutung haben. Ob ich mir ein- oder zweimal pro Woche die Nägel schneide, mag ethisch ohne Bedeutung sein, Geldanlage ist das nicht.

Das folgende Zitat stammt immerhin von der Seite "The Motley Fool". Es betrifft ein Unternehmen, von dem ich meinem kleinen Ziehsohn dieses Jahr eine Aktie zum Geburtstag geschenkt habe (zusammen mit Novo Nordisk).
Dies mag verdeutlichen, dass mein moralischer Maßstab keinesfalls besonders streng ist. Allerdings ist es unseriös, die Moral in dieser Frage gänzlich zu negieren. Jedenfalls ist davon auszugehen, dass der Investmentanalyst der "Fools" sich im Aktienbereich auskennt. Er schreibt: "Man könnte ruhigen Gewissens in Nestlé investieren und sich eines rentablen Investments relativ sicher sein – wenn man kein Gewissen hätte." https://www.fool.de/2016/04/18/warum-ich-gerne-in-nestle-investieren-wuerde-und-es-doch-nicht-tue/


Schwachzocker sagt am 07. September 2016

Ich sehe es ähnlich wie Luis.
Wenn ich die Aktie eines Unternehmens am Sekundärmarkt kaufe, hilft das dem Unternehmen nicht im geringsten. Das Unternehmen hat seine Aktien ja längst beim Börsengang "an den Mann" gebracht. Das Geld ist schon lange eingenommen.
Umgekehrt schadet es dem Unternehmen auch nicht, wenn ich die Aktie nicht kaufe. Es hat dann noch immer die Erlöse aus dem Börsengang.

Wer einem Unternehmen, das er für unmoralisch hält, Schaden zufügen will, darf deren Produkte nicht kaufen. Leider scheitert es nach meinen Beobachtungen bei vielen selbsternannten Moralisten genau an diesem Punkt.
Sie vermeiden es, die Aktien von bestimmten Unternehmen zu kaufen und tragen dann die moralische Überlegenheit auf Händen vor sich her. Zeitgleich kaufen sie die Produkte dieser Unternehmen, weil sie diese Produkte gut finden oder benötigen, z.B. Waffen.
Wenn das so sein sollte, handelt es sich einfach nur um eine Doppelmoral.
Die Aktien von Autoherstellern wird nicht gekauft, aber die Autos werden gekauft. Dann wundert man sich, warum man nichts bewirkt?!

Jeder mag seinen eigenen moralischen Kompass haben. Manch einer hat sogar mehrere, je nach Interessenslage.


Zinskraft sagt am 29. Oktober 2016

Das Geld nachhaltig anzulegen wäre evtl auch eine interessante Alternative, wenn man durch Kirchenaustritt keine Kirchensteuer mehr berappen möchte, aber trotzdem irgendwie "Gutes tun" will.

Auf dem Blog von Zinskraft gibt es hierzu diesen Artikel: Gedanken zur Kirchensteuer


CapsLock sagt am 20. Juni 2017

Sorry. Ich lese gern hier, die einfache Aufarbeitung des Themas ETFs ist super für Einsteiger. Allerdings leben wir im 21. Jahrhundert und sehen uns mit Klimwandel, Migration und Globalsierung derart hart konfrontiert, dass wirklich niemand mehr allein ökonomsich denken kann. Die Zeit der westlich dekadenten Ignoranz ist vorbei. Wir müssen umdenken und um-handeln.

Inhaltlich ist ihre Argumentation schlicht schwach, bzw. nicht vorhanden. Es ist ein rein ideologischer Beitrag, keine neutrale Betrachtung und zeigt deutlich, dass Sie sich nicht mit dem Thema ökosoziale Nachhaltigkeit und globale Entwicklung auseinandersetzen. Wo sind bspw die Nachhaltigkeits-Argumente GEGEN eine Investition in sagen wir den Oekoworld Ökovision Classic? Der CO2Footprint ist bei 24% des MSCI World. Spricht also bspw. dafür. Kosten des MSCI World Socially Responsible sind KEIN ethisches Argument, denn Rendite ist KEIN ethisches, nachhaltiges Argument. Es geht ja eben darum einzusehen, dass die astronomischen Renditen der meisten Large-Caps eben auf Verletzungen von Grenzen ökologischer Systeme und ethischer Normen (Stichwort Kinderarbeit). Es geht somit auch darum, Werte in die Be-Wertung von Investments einfließen zu lassen. Und genau das geht nur über Dialoge, Absprachen. Deshalb muss es bspw. einen Ausschuss geben, der Firmen bewertet und bei Nichteinhaltung bestimmter ökosozialer Wertekriterien eben von der Investition ausschließt. Sie fallen hingegen immerwieder in das problematische Schema der Reduktion unserer Welt auf ökonomische Kennzifffern. Im übrigen zieht auch das Rezitieren des Mantras vom lokalen »Spenden« oder Engagieren nicht. Es handelt sich, um mit Ihrer Rhetorik zu verfahren, wie so oft, um ein Feigenblatt. Nämliich das, des Ignoranten Menschen, der lieber die Augen verschließt vor den Folgen seines Investments. Denn die lokale Firma ist ebenso vom Large-Cap Multi abhängig, der die Minen betriebt, in der Erze für die Karosse des Diesel-Transporters hergestellt werden. Denn Spenden werden doch niemals in Höhe von 30-40% der Eigenen Rendite ausfallen. Kommen Sie! Hand aufs Herz, wie oft haben Sie etwas gespendet oder sich nachhaltig engagiert.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich schätze ihre Finanz-Intelligenz sehr und bin dankbar für Ihren Blog. Hier jedoch ist ihr Blick verstellt. Ich sehe natürlich, dass viele der derzeit »nachhaltigen« Investitionen Mogelpackungen sind. Hier braucht es Transparenz zu der Sie beitragen könnten. Den nachhaltigen Ansatz jedoch schon im Keim schlecht zu reden und sich nicht einmal mit den Beweggründen auseinanderzusetzen um so die Kriterien der Ökofonds zu bewerten, ist leider nicht nur unseriös, sondern auch schädlich für uns und Folgegenerationen. Sie liefern genau das Argumentations-Dope, was die unentschlossenen Feigenblattgeneigten brauchen, um sich doch wieder Waffenfabriken, Kindersklavenhaltern, Planetenzerstörern und Fluchtverursachern zuzuwenden für ein paar Prozent mehr Rendite. Erst Blutrente dann Sintflut...und was wird das größte Problem gewesen sein - Unwissenheit oder Ignoranz? Weiß ich nicht, is mir auch egal.

Ich wünsche mir daher vom Finanzwesir einen ernst gemeinte Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit und ökosoziales Wirtschaften bzw. Investieren. Hier gibt es kaum Infos und sie könnten mit Ihrer Expertise zur besseren Verbraucherinformation beitragen - und natürlich clicks und merch verkaufen. Vielleicht wäre das ja wertvoll - in vielerlei Hinsicht.

MfG


TheoFin sagt am 08. August 2017

Etwas spät, aber ich habe den Podcast heute erst gehört. Es wird in dem Beitrag so getan, als sei ethisch/nachhaltig/ökologisch Investieren völlig verlogen und unrentabel. Die vorgebrachten Argumente treffen für mich allerdings nicht den Punkt.

Wenn man z.B. ökologisch investieren möchte, dann ist der Vergleich eines Ökofonds mit dem MSCI World irrelevant, da es sich bei diesem Index nicht um eine ökologische Anlage handelt. Viel interessanter ist doch, ob es eine für mich akzeptable alternative ökologische Anlage mit einer besseren Renditeerwartung gibt, als diesen Ökofonds. Eine Rendite wie beim MSCI World ist für mich dann vielleicht immer noch nicht erreichbar, aber mein Investment geht auch nicht in Bereiche, in die ich nicht investieren möchte.

Für institutionelle Anleger wurde in Frage gestellt, ob es ethisch vertretbar ist, auf Rendite zu verzichten zu Lasten der eigenen Anleger. Die implizierte Antwort war nein. Für mich stellt sich allerdings die Frage, ob wirklich alle Anleger ihre höhere Rente gerne z.B. aufgrund von Kinderarbeit, der Verletzung von Arbeitnehmerrechten oder Tierversuchen haben möchten. Hier hilft nur Transparenz, so dass der einzelne Anleger sich entscheiden kann. Ein nachhaltig investierender institutioneller Anleger wird dies nicht verheimlichen, sondern darüber in Prospekten oder Berichten informieren, zum einen, weil er diese Art zu investieren gut findet, zum anderen um kein Haftungsrisiko einzugehen.

Es kann sein, dass ethisches/nachhaltiges/ökologisches Investieren bei vielen Anlegern als Ablasshandel fungiert, um sich z.B. bei der Buchung des Urlaubs am anderen Ende der Welt besser zu fühlen. Das macht das ethische/nachhaltige/ökologische Investieren aber noch nicht schlecht. Wünschenswert ist natürlich, dass das gesamte Verhalten ethisch/nachhaltig/ökologisch vertretbar ist.

Es ist ein Problem, dass Anlagen als ethisch/nachhaltig/ökologisch bezeichnet werden, die es nicht sind oder zumindest nicht in dem Sinn sind, wie ich es verstehe (z.B. Best-in-Class). Hier hilft nur Recherche. Blindes Vertrauen vielleicht noch gepaart mir Gier sind da keine guten Ratgeber. Jemand, der sich ernsthaft mit der Frage nach ethischem/nachhaltigem/ökologischem Investieren auseinandersetzt, ist aber wohl auch bereit, sich zu informieren.

Eine sachliche Information zu ethischem/nachhaltigem/ökologischem Investieren umfasst durchaus Punkte, die in dem Gespräch auch vorkamen, wie Kosten, Auswahlkriterien, Fallstricke.
Am Beispiel Anlageausschuss kann man allerdings sehen, dass hier nicht ernsthaft über solche Anlagen informiert wird, sondern lediglich am Kriterium "maximale Rendite" festgemacht wird, ob sich ethische/nachhaltige/ökologische Investments lohnen. Es geht hier aber gerade um eine möglichst hohe Rendite unter Nebenbedingungen und die Erfüllung dieser Nebenbedingungen drückt sich nicht so schön einfach in einer Zahl aus, sondern muss z.B. von Experten bewertet werden.
Dies verursacht wiederum Kosten, die man aber, wenn einem die Nebenbedingungen wichtig sind, in Kauf nimmt. Die Zusammensetzung der Experten kann auch wieder nicht zu meiner Einstellung passen, aber auch hierzu wird man entsprechende Informationen finden, so dass man sich dafür oder dagegen entscheiden kann. Niemand hat gesagt, dass es einfach ist. Keine ethischen, nachhaltigen oder ökologischen Kriterien anzulegen ist viel einfacher.

Es handelt sich bei den Aktien in ethischen/nachhaltigen/ökologischen Geldanlagen um "normale" Unternehmen, die nicht unbedingt besonders ethisch/nachhaltig/ökologisch sind oder sein wollen, sondern zunächst nur dem dazugehörigen Kriterienkatalog entsprechen.
D.h. es gibt auch bei diesen schwarze Schafe, die z.B. arsenbelasteten Klärschlamm nicht fachgerecht entsorgen. Dies ist dann, wie auch angesprochen, zu Recht ein Skandal und man kann sich fragen, ob man in dieses Unternehmen weiterhin investieren möchte.
Die Kriterien, die ich an mein Investment anlege und die ich für mich gut finde (andere haben andere Kriterien), sind damit aber nicht diskreditiert. Ich muss dann halt mein Investment anpassen, was ich bei einem Kriterium wie "maximale Rendite" genau so machen würde, wenn ich zu der Einschätzung gelange, dass mein Kriterium nicht mehr erfüllt wird.

Selbst wenn man allen Unternehmen unterstellt, dass sie zur Gewinnmaximierung ohne zu zögern Kinder ausbeuten oder die Umwelt schädigen würden, dann gibt es aber doch die Unternehmen, die es nicht tun, weil Sie einfach keine Gelegenheit dazu haben Kinder auszubeuten oder die Umwelt zu schädigen.
Ich investiere dann lieber in diese. Allerdings bin ich gar nicht so pessimistisch, als dass ich bei allen wirtschaftlich Handelnden keine Moral und kein ethisches Bewusstsein vermute.

Im Übrigen schließe ich mich den Ausführungen von CapsLock an.


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