17. Juni 2014


Wie wichtig ist die Währungsabsicherung bei einem weltweit anlegenden Indexfonds?

Leserfrage: Die Fondswährung von ETFs auf globale Indizes wie den MSCI World oder den MSCI ACWI (All Country World) lautet meist auf Dollar. Ich lebe aber in Deutschland und mein Leben spielt sich hier ab. Ich verdiene Euros und gebe Euros aus. Was passiert, wenn ich heute 100 Euro in einen ETF investiere und in zehn Jahren hat der Euro gegenüber dem Dollar 40 Prozent verloren? Die Schwankungsbreiten des Dollars zum Euro waren in der Vergangenheit enorm. Bekam man zur Jahrtausendwende gut 80 US Cent für einen Euro, gab’s neun Jahre später knapp 1,60 Dollar für einen Euro. Eine Spanne von knapp 100 Prozent. Aktuell liegt der Preis für einen Euro bei 1,35 Dollar.
Wer weiß schon, welche Verwerfungen das Finanzsystem noch für uns bereithält?

Ist deshalb nicht sinnvoll, das Währungsrisiko auszuschließen?

Schauen wir uns exemplarisch die Zusammensetzung des MSCI World von iShares am 13. Juni 2014 an.

  • Fondsvermögen: knapp 7,6 Milliarden US-Dollar
  • Zahl der Positionen: 1.501

Regio-Aufteilung

Land Anteil
Vereinigte Staaten 53,61 %
Japan 8,21 %
Frankreich 4,20 %
Kanada 4,10 %
Schweiz 4,10 %
Deutschland 3,77 %
Australien 3,16 %
Vereinigtes Königreich 3,08 %
Niederlande 2,12 %
Spanien 1,53 %
Schweden 1,31 %
Hongkong 1,11 %
Italien 1,02 %
Rest 3,92 %

Top-10-Investments

Name Sektor Land Gewichtung
APPLE INC IT Vereinigte Staaten 1,72 %
EXXON MOBIL CORP Energie Vereinigte Staaten 1,35 %
MICROSOFT CORP IT Vereinigte Staaten 0,98 %
GENERAL ELECTRIC CO. Industrie Vereinigte Staaten 0,85 %
JOHNSON & JOHNSON Gesundheitsversorgung Vereinigte Staaten 0,85 %
WELLS FARGO & CO. Financials Vereinigte Staaten 0,77 %
NESTLE S.A. Nichtzyklische Konsumgüter Schweiz 0,74 %
CHEVRON CORP Energie Vereinigte Staaten 0,74 %
ROCHE HOLDING AG Gesundheitsversorgung Schweiz 0,64 %
JPMORGAN CHASE & CO Financials Vereinigte Staaten 0,64 %

Marktwährungen der im Fonds enthaltenen Firmen

Diese Tabelle zeigt die „Hauptwährung“ der im Index enthaltenen Firmen. Apple beispielsweise rechnet in Dollar ab, obwohl die Firma natürlich weltweit operiert und selbstverständlich große Beträge an Fremdwährung erhält und ausgibt.

Währung Anteil
US-Dollar (USD) 54,65 %
Euro (EUR) 12,93 %
Japanischer Yen (JPY) 8,29 %
Britisches Pfund (GBP) 8,25 %
Kanadischer Dollar (CAD) 4,27 %
Schweizer Franken (CHF) 3,69 %
Australischer Dollar (AUD) 3,19 %
Schwedische Krone (SEK) 1,3 %
Hongkong Dollar (HKD) 1,14 %
Dänische Krone (DKK) 0,61 %
Singapur Dollar (SGD) 0,61 %
Norwegische Krone (NOK) 0,38 %
Neuer Israelischer Schekel (ILS) 0,21 %
Neuseeländischer Dollar (NZD) 0,21 %

Die Währungsaufteilung des MSCI World von iShares
Der US-Dollar ist das Währungsschwergewicht im MSCI World Fonds von iShares.

Was bedeutet das für den Geldanleger?

Im Fonds sind 14 Währungen enthalten. Die im Fonds enthaltenen Firmen haben zwar alle eine „Heimatwährung“, sind aber als global agierende Konzerne sämtlichen Währungsschwankungen ausgesetzt. Die Firmen werden sich – so gut es geht – selbst gegen Währungsschwankungen absichern.
Aber auch der Fonds kann Währungsschwankungen ausgleichen. Der Index wird einmal pro Quartal neu zusammengesetzt. Regionen, denen es wirtschaftlich gut geht, werden dabei automatisch stärker berücksichtigt. Währungen können verschwinden und neu dazukommen. Diese Flexibilität hilft dem Fonds, Währungsschwankungen zu glätten.
Hätten Sie gedacht, dass der neue israelische Schekel eine MSCI-World-Währung ist?

Zwischenfrage: Der MSCI World besteht zu über 50 % aus US-Firmen, kann ich da nicht gleich einen US-Fonds kaufen?

Nein, denn das wäre eine Wette darauf, dass die USA auch auf die nächsten Jahrzehnte die führende Wirtschaftsnation bleibt. Wenn Sie beim Geldanlegen den gleichen Zeithorizont haben wie Warren Buffett,

Mein Lieblingszeithorizont ist „für immer“.
Warren Buffett

dann sollten Sie vorsichtig mit solchen Regio-Wetten sein. Ein weltweit anlegender Indexfonds folgt dem Geld und justiert sich automatisch nach. Warum wollen Sie auf diese Flexibilität verzichten?

Zurück zur Währungsabsicherung: Wie soll eine Währungsabsicherung denn konkret aussehen?

Währungsabsicherung bedeutet: Ich fixiere ein bestimmtes Umtauschverhältnis. Soll der Euro jetzt gegenüber allen dreizehn Währungen fixiert werden? Oder nur gegenüber dem Dollar? Was passiert, wenn eine Währung neu hinzukommt? Und vor allem: Welches Umtauschverhältnis soll denn fixiert werden? Wer einstieg, als man für einen Euro 0,8 US-Dollar bekam, hat kein Problem mit dem aktuellen Kurs von 1 Euro zu 1,35 US-Dollar. Wer aber den Fonds gekauft hat, als man für einen Euro knapp 1,6 US-Dollar bekam, wird nach einer Währungsabsicherung rufen.
Auch wenn die Fondsanbieter sie gerne als solche bezeichnen: Eine Währungsabsicherung ist keine Versicherung. Versicherungen werden individuell abgeschlossen und sind auf die Bedürfnisse des Versicherungsnehmers zugeschnitten. Eine Währungsabsicherung kann immer nur sehr global greifen.
Das einzige, was sicher ist: Die Währungsabsicherung produziert Kosten. Dies zeigen die beiden folgenden Grafiken.

MSCI World Fonds
Zwölf nicht währungsgesicherte Fonds, die verschiedene Methoden nutzen, um den MSCI World Index nachzubilden. Die Kosten liegen zwischen 0,3 % und 0,5 %, der Durchschnitt liegt bei 0,39 %. (Quelle: JustETF)

MSCI World Fonds währungsgesichert
Die beiden währungsgesicherten (hedged) Fonds auf den MSCI World Index produzieren Kosten zwischen 0,52 % und 0,55 %, sind also deutlich teurer, als die nicht währungsgesicherten Fonds. (Quelle: JustETF)

Ein Beispiel mit konkreten Zahlen

Sagen wir, es gäbe einen DAX-ETF, der in US-Dollar notiert. Dieser ETF enthält Aktien von Firmen, die 1.000 Euro wert sind.
Aktuell bekommt man für einen Euro 1,29 US-Dollar. Der ETF würde also bei 1.290 US-Dollar notieren.
Die Firmen wirtschaften gut, die im ETF enthaltenen Aktien steigen um 10 % auf 1.100 Euro.
Gleichzeitig wertet der Dollar ab. Für einen Euro gibt es nun 1,40 US-Dollar.

Was passiert mit dem ETF?
Die Aktien sind nach wie vor 1.100 Euro wert.

Wert des ETFs in Dollar nach dem Kursanstieg: 1.100 € x 1,29 $/€ = 1.419 $
Wert des ETFs in Dollar nach der Abwertung: 1.100 € x 1,4 $/€ = 1.540 $

Der ETF hat durch die Abwertung 121 Dollar "gewonnen", obwohl die zugrunde liegenden Aktien nach wie vor 1.100 Euro wert sind.
Wenn Sie diesen ETF verkaufen, rechnet die Bank die Dollarsumme in Euro um und überweist Ihnen 1.100 Euro. Dass der Dollar in der Zwischenzeit abgewertet wurde, spielt keine Rolle.

Fazit

Es gibt Währungsschwankungen und die bekommt man indirekt über die Schwankungen der Erträge der einzelnen Index-Firmen mit. Wegen der vielen Quer-, Seiten- und Nebeneffekte lassen sich die Auswirkungen der Währungsschwankungen schwer quantifizieren. Es hängt eben alles mit allem zusammen. Bei einem Weltportfolio sollten sich im Mittel die Einflüsse der Währungsschwankungen auf die Erträge ausgleichen, sodass eine Absicherung nicht erforderlich ist.

Banken können rechnen, und auch wenn die Währungseinflüsse schwer zu quantifizieren sind – die Bank wird sich schon ein Modell bauen, und dieses Modell wird mit Sicherheit eine ordentliche Worst-Case-Marge für die Bank enthalten. Auf lange Sicht wird eine Währungsabsicherung nur Kosten produzieren.
Bei breit gestreuten Aktienfonds, wie es ein Indexfonds auf den MSCI World nun mal ist, ist Währungs-Hedging eine äußerst zweifelhafte und in der Regel ziemlich sinnlose Sache. Eine Währungsabsicherung „zurrt“ den Fonds auf ein Umtauschniveau fest und nimmt ihm die „Luft zum atmen“. Eine Währungsabsicherung blockiert die natürliche Ausgleichsbewegung, mit der der Fonds sonst auf Währungsschwankungen reagieren würde.

Was tun?

Einen nicht währungsgesicherten MSCI World Fonds kaufen und – wenn gewünscht – Aktien des Euroraums leicht übergewichten, indem man einen im Euro-Raum anlegenden ETF dazumischt. Es ist grundsätzlich immer klüger (weil kostengünstiger und flexibler), solche Dinge auf der Ebene der Anlageklassen zu regeln, statt zu versuchen, ein nicht zu 100 Prozent passendes Anlageprodukt mit irgendwelchen Zusätzen passend zu machen.

(awa)

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Kommentare

Morpheus sagt am 02. April 2015

Ganz hab ich´s noch nicht geschnallt: Welche Vorteile hätte ein ETF auf den MSCI World in Fondswährung EUR gegenüber dem selben Fond in Fondswährung USD? Bedeutet "Fondswährung EUR" das selbe wie "währungsgesichert, quanto oder gehedged"? Sorry, Anfänger.


T. sagt am 10. Mai 2015

Lieber Finanzwesir, Die gleiche Frage wie Morpheus habe ich auch: währungsgesichert ist ja was anderes als die Fondswährung, also in welcher Währung er notiert ist. Spielt das tatsächlich keine Rolle, wenn der US-Dollar abwertet gegenüber dem Euro und mein Fonds in US-Dollar notiert ist. Dann rechnet die Bank nicht mit dem aktuellen Umtauschverhältnis die Anteile aus? Danke für eine kurze Antwort.

Grüße


Dummerchen sagt am 20. Mai 2015

Da sich die Frage häuft, versuche ich mal mit einer Beispielrechnung Licht in den Währungsdschungel zu bringen. Der Finanzwesir hat es zwar schon im Artikel versucht, aber vielleicht hilft ein zweites Beispiel beim Verständnis:

Erster Fall: Euro-Währungsraum
10.000 Euro sollen in einen ETF/Fonds investiert werden, der nur in Unternehmen im Euro-Währungsraum anlegt. Den ETF soll es in zwei „Geschmacksrichtungen“ geben:
ETF EURORAUM E (die Variante, die in Euro notiert) und
ETF EURORAUM D (die Variante, die in Dollar notiert).
Der aktuelle Wechselkurs sei 1 Euro = 1,114 USD.

Nach dem Kauf der ETF E-Variante hat der Anleger einen Depotwert von 10.000 Euro. Alternativ hätte er beim Kauf der ETF D-Variante einen Depotwert von 11.140 US-Dollar.

Nun möge sich der Wechselkurs ändern, z.B. auf 1 Euro = 1,400 USD. Das bedeutet für das Depot, dass bei der ETF E-Variante noch immer 10.000 Euro vorhanden sind, denn der Wert hat sich ja bezogen auf den Euro nicht geändert. Bei der alternativen Anlage in die ETF D-Variante wäre der Depotwert auf 14.000 US-Dollar gestiegen.
Verkauft der Anleger nun sein Depot, so erhält er in beiden Fällen 10.000 Euro wieder zurück, da ja mit dem aktuellen Wechselkurs umgerechnet werden würde: 14.000 USD : 1,400 USD/Euro = 10.000 Euro
Somit: Kein Wechselkursrisiko bei Anlage im Euro-Raum unabhängig von der Währung, in der der Fonds notiert.

Bis hierhin ist hoffentlich noch alles klar.

Zweiter Fall: US-Dollar-Währungsraum
Wieder sollen die 10.000 Euro angelegt werden. Dieses Mal aber in den US-Dollar-Währungsraum. Wieder gebe es zwei ETFs:
ETF USDRAUM E (die Variante, die in Euro notiert) und
ETF USDRAUM D (die Variante, die in Dollar notiert).

Beim Kurs von 1 Euro = 1,114 USD ergibt sich somit entweder ein Depotwert von 10.000 Euro bei der ETF E-Variante oder 11.140 US-Dollar bei der ETF D-Variante.

Nun möge sich der Wechselkurs wie im ersten Fall auf 1 Euro = 1,400 USD ändern. Die US-Dollar-Variante ETF D ändert ihren Wert dieses Mal nicht, denn die US-Unternehmen behalten ihren US-Dollar-Wert. Der Depotwert bleibt bei 11.140 US-Dollar.
In der Euro Variante ETF E fällt der Wert hingegen auf 7.957 Euro (11.140 USD : 1,400 USD/Euro).
Verkauft der Anleger nun sein Depot, so erhält er in beiden Fällen 7.957 Euro zurück: Bei der ETF E-Variante notiert der Fonds ja eh schon auf diesen Wert, bei der ETF D-Variante erfolgt wieder die Umrechnung mit dem aktuellen Wechselkurs.

Man erkennt (hoffentlich):
a) In beiden Fällen ist die Währung, in der der Fonds notiert (also ETF E oder ETF D) für den Anleger unerheblich – der Wert ist immer der gleiche unabhängig von den Wechselkursschwankungen.
b) Legt man in einem anderen Währungsraum an, so ist man in jedem Fall einem Wechselkursrisiko ausgesetzt. Dabei ist es weiterhin egal, ob der Fonds in Euro oder US-Dollar notiert.

Wer aus diesen Beispielen schließt, dass man nun nur noch im Euro-Raum investieren sollte, übersieht das Prinzip der möglichst breiten Streuung („Nicht alle Eier in einen Korb“). Gerade diese breite Streuung unabhängig von den Währungsräumen hat sich in der Vergangenheit als wichtiger Faktor einer erfolgreichen Anlagestrategie gezeigt.

PS: Mir ist bewusst, dass meine Beispiele davon ausgehen, dass die Unternehmen in den ETFs keine Finanztransaktionen außerhalb ihres Währungsraums machen dürften und abgeschottet sind. Durch die Globalisierung ist das natürlich nicht gegeben und es ist damit noch viel weniger kritisch, dass man in mehrere Währungsräume (beispielsweise über den MSCI World) investiert. Die Unternehmen tun dies eh in jede Richtung.


Finanzwesir sagt am 20. Mai 2015

Hallo, Dummerchen,
danke für die Mühe dieses lange Beispiel hier zu posten.

Gruß
Finanzwesir


T. sagt am 21. Mai 2015

Danke an Dummerchen für die Beantwortung der Frage!

Grüße an Finanzwesir und Dummerchen!


L sagt am 13. August 2015

Hallo zusammen, mich interessiert das Thema Währungsabsicherung auch sehr. Vielen Dank für die gut verständlichen Beispiele zum Thema "Notierung in USD vs. EUR". Was noch nicht wirklich verständlich erläutert ist, ist das Thema Währungshedging. Ich bin kein Experte, aber vielleicht kann ich hier ein bisschen weiterhelfen. Bitte korrigiert/ergänzt gerne.
Beispiel MSCI World: Der große Unterschied zwischen "Notierung in EUR" und "EUR hedged" ist der Kurs der zur Umrechnung in EUR verwendet wird. Bei den oben beschriebenen Beispielen wird immer der aktuelle Wechselkurs verwendet. EUR hedged bedeutet hingegen vereinfacht nichts anderes, als dass nicht der aktuelle sondern ein festgelegter EUR Kurs zur Umrechnung verwendet wird. Hierdurch wird der Vorteil einer Kursverbesserung eliminiert aber auch das Risiko einer Kursverschlechterung.
Schauen wir uns auch hier ein Beispiel anhand echter Kursverläufe an: Zum Vergleich stehen:

  • db x-trackers - MSCI World Index UCITS ETF_DBXW.DE – USD unhedged
  • DBX MSCI WORLD 4C_ XWEH – EUR hedged

Startzeitpunkt: 06.09.2013
Wechselkurs USD/EUR: 1.31
DBXW: 29.31 USD bzw. entspricht 22.35 EUR
XWEH: 14.52 EUR
Zum einfacheren Vergleich werden nur % Werte verglichen, dabei wird der Startzeitpunkt jew. als 100% definiert.
Schauen wir uns ein paar andere Zeitpunkte an.

Zeitpunkt 1: 13.03.2014
Wechselkurs USD/EUR: 1.39 (106%) DBXQ: 30.61 USD (104.44%) bzw. entspricht 21.96 EUR (98.26%) zum aktuellen Wechselkurs
XWEH: 15.83 EUR (109.02%)
Was ist passiert? Der Index ist gestiegen und steht im Plus ggü. unserem Startzeitpunkt. Allerdings ist auch der Wechselkurs gestiegen. Insgesamt würde man bei einem Verkauf zu diesem Zeitpunkt für den unhedged ETF (DBXQ) weniger EUR bekommen als zum Startzeitpunkt (98%)
Der Hedged ETF bleibt von diesem Wechselkurseffekt unberührt, hier ist der EUR Kurs gestiegen ggü. dem Startzeitpunkt.
Steigt also der Wechselkurs, hätte man mit dem hedged ETF ein besseres Ergebnis erzielt.

Zeitpunkt 2: 13.03.2015
Wechselkurs USD/EUR: 1.06 (80.6%)
DBXQ: 42.84 USD (146%) bzw. entspricht 40.52 EUR (181%) zum aktuellen Wechselkurs
XWEH: 17.99 EUR (123%)
Was ist nun passiert? Der Index ist schön gestiegen und steht mit 146% ordentlich im Plus ggü. dem Startzeitpunkt (in USD). Zusätzlich ist der EUR sehr schwach geworden, und steht nur noch bei 80% im Vergleich zum Startzeitpunkt. Dies gibt quasi eine zusätzliche Rendite aus dem veränderten Wechselkurs so dass ein Verkauf des unhedged ETF zu diesem Zeitpunkt in EUR zu einem 181% Niveau führen würde.
Diese "Zusatzrendite" aus dem "besseren" Wechselkurs kommt beim Verkauf des hedged ETF nicht an. Dieser steht bei 123%
Sinkt der Wechselkurs ggü. dem Startzeitpunkt könnte man mit der unhedged Variante also ein besseres Ergebnis ("Zusatzrendite") erzielen.

Ich hoffe die grundsätzliche "Mechanik" der hedged ETF ist somit etwas klarer und hoffentlich auch korrekt beschrieben.
Bleibt die Frage der Schlussfolgerung, hier bin ich mir nicht sicher ob ich vollständig mit dem Finanzwesir übereinstimme.

  • Grundsätzlich kann man in der Literatur nachlesen, dass Wechselkurse schwer bis gar nicht prognostizierbar sind und sich langfristig immer wieder angleichen (v.a. zwischen entwickelten Nationen)
  • Für kurzfristige Investitionshorizonte kann es also sinnvoll sein zu einer hedged Variante zu greifen um das Risiko der Wechselkurse zu minimieren
  • Bei langfristigen Investitionshorizonten greift wahrscheinlich die Logik, dass die Wechselkurseffekte sich auf Dauer ausgleichen. Hier würden sich dann die positiven und negativen Effekte ausgleichen. Somit wäre ein unhedged ETF vorteilhafter, da man sich die Gebühren des hedgings spart (die von der Rendite abgehen)

Nun zu meiner Frage:
Steige ich also nun bei einem Wechselkurs von ~1.11USD/EUR ein, hoffe ich darauf, dass Wechselkurs im langfristigen Mittel um diesen Wert schwanken wird, sodass ich keine negativen (oder positiven) Effekte auf dem Wechselkurs habe. Das Problem das ich bei einem Einstieg derzeit sehe ist allerdings, dass das historischen Mittel des Wechselkurses deutlich höher (~1.22USD/EUR) liegt. Ich habe also bedenken, dass der Wechselkurs auch in Zukunft im langfristigen Mittel in dieser Größenordnung liegen wird. Sollte dies der Fall sein würde dies ein gutes Stück der Rendite fressen. Daher bleibt die Frage ob es nicht sinnvoller sein könnte im Moment in einen hedged ETF einzusteigen?


K.S. sagt am 27. März 2016

Hallo!

Folgende Aussage verwirrt mich:

"Wer einstieg, als man für einen Euro 0,8 US-Dollar bekam, hat kein Problem mit dem aktuellen Kurs von 1 Euro zu 1,35 US-Dollar. Wer aber den Fonds gekauft hat, als man für einen Euro knapp 1,6 US-Dollar bekam, wird nach einer Währungsabsicherung rufen."

Ist es tatsächlich nicht genau umgekehrt? Wer billiger gekauft hat, als er heute verkaufen kann, hat Anlass zur Freude; wer teurer gekauft hat, als er heute verkaufen kann, eher nicht. Oder?


Benny sagt am 13. Juni 2016

Salutti Dummerchen

Du schreibst:

"Nun möge sich der Wechselkurs wie im ersten Fall auf 1 Euro = 1,400 USD ändern. Die US-Dollar-Variante ETF D ändert ihren Wert dieses Mal nicht, denn die US-Unternehmen behalten ihren US-Dollar-Wert. Der Depotwert bleibt bei 11.140 US-Dollar.
In der Euro Variante ETF E fällt der Wert hingegen auf 7.957 Euro (11.140 USD : 1,400 USD/Euro).
Verkauft der Anleger nun sein Depot, so erhält er in beiden Fällen 7.957 Euro zurück: Bei der ETF E-Variante notiert der Fonds ja eh schon auf diesen Wert, bei der ETF D-Variante erfolgt wieder die Umrechnung mit dem aktuellen Wechselkurs."

Ich gebe Dir zu 100% recht. Ich frage mich aber, ob es sich nicht lohnenswerter gewesen wäre in diesem Fall ein EUR hedged Position zu kaufen? In diesem Falle hätte man nämlich den Kursverlust nicht erlitten!

Ich frage deshalb weil ich momentan mein langfristiges Weltporfolio am aufbauen bin. Meine Heimwährung ist CHF. Den MSCI World kaufe ich definitiv gehedged in CHF. Problematischer wird es bei den EM- und Small-Cap-Positionen, denn diese erhalte ich nicht gehedged in CHF...:-(


Dummerchen sagt am 13. Juni 2016

Hallo Benny,

mir ging es in meinem Beispiel nicht im geringsten darum, Währungsabsicherungen zu beurteilen. Meine Beispiele dienten lediglich der Verdeutlichung

"Die Fondswährung ist egal - der Währungsraum bestimmt, ob ein Fremdwährungsrisiko vorhanden ist".

Wenn du eine gehedgte (schreibt man das so?) Variante kaufst, sicherst Du Dich gegen Fremdwährungsschwankungen ab - das kostet aber Geld. Ist klar, gell? Versicherungen kosten immer Geld.
Man sollte allerdings beachten, dass Fremdwährungsschwankungen in beide Richtungen erfolgen können und somit von Vor- als auch von Nachteil sein können.
Ich verzichte auf jeden Hedge in der Hoffnung dass sich beide Bewegungen langfristig ausgleichen und ich mir somit die entstehenden Kosten sparen kann - diese kenne ich bereits heute, der mögliche Benefit ist hingegen unbekannt.
Wenn Du diesen Hedge brauchst, weil denkst, dass die anderen Währungen ggü. dem Schweizer Franken langfristig abgewertet werden, nur zu. Ich maße es mir nicht an, so eine Fragestellung seriös einschätzen zu können. Sorry.

Lieben Gruß
Dummerchen

PS: Den Link kennst Du bestimmt schon, gell: https://www.justetf.com/ch/news/etf/der-einfluss-von-waehrungsrisiken-auf-etfs-fuer-schweizer-anleger.html


Benny sagt am 13. Juni 2016

Salutti Dummerchen

Ah okay, scheint als hätte ich Dich falsch verstanden - sorry! :-)

Betreffend dem "...in der Hoffnung dass sich beide Bewegungen langfristig ausgleichen..." muss ich Dir leider widersprechen. Ich gehe davon aus, dass Du weisst, dass Währungsentwicklungen stark von verschiedenen Faktoren wie Zinsen, Inflation etc. abhängig sind. Raiffeisen hat dies kürzlich im Bondbereich folgendermassen veröffentlicht:

"Um die Rendite im Bereich der Obligationen zu verbessern, ist die Verlockung bei vielen Anlegern gross, in höher verzinsliche Fremdwährungen zu investieren. Mit diesen Anlagen lassen sich in der Regel je nach Währung deutlich höhere Zinsen erzielen als in Schweizer Franken. Damit geht ein Anleger jedoch ein zusätzliches Risiko ein: das Schwankungsrisiko der Fremdwährung. Theorie und Praxis zeigen, dass die höhere Verzinsung in der Regel durch Währungsverluste kompensiert wird. Grössere Wechselkursschwankungen sind insbesondere über längere Perioden nichts Ungewöhnliches. Für einen in Schweizer Franken denkenden Anleger lohnen sich Fremdwährungsobligationen langfristig in der Regel kaum." (Quelle: Raiffeisen)

Den Link kenne ich, ja. Trotzdem Danke für Deine Mühe.

Grüsse Benny


Dummerchen sagt am 14. Juni 2016

Hallo Benny,
ich werde nicht versuchen, Dich von einer gegenteiligen Meinung zu überzeugen, aber ich fürchte, wir reden etwas aneinander vorbei:

Dass Währungsschwankungen von verschiedenen Faktoren abhängen ist mir bewusst. Dass Raiffeisen vor Fremdwährungsanleihen warnt, kann ich auch verstehen. Ich würde Anlagen aus dem Teil meines "sicheren Hafens" (Tagesgeld, Festgeld, Anleihen,...) auch keinem Fremdwährungsrisiko aussetzen.

Wir reden hier aber nun über den Aktienbereich. Sowohl der Artikel als auch mein Beispiel beziehen sich jedoch auf Aktienanlagen. Und insbesondere da sehe ich meine oben zitierte Hoffnung als realistisch an. Übrigens bin ich da nicht alleine:
http://www.morningstar.ch/ch/news/135551/w%C3%A4hrungshedge-bei-etfs-%E2%80%93-performance-vs-sicherheit.aspx Fazit: Hedge kostet Geld und kann bei kurzfristigen Anlagen sinnvoll sein. Bei längerfristigen Anlagen eher weniger.

Aber wie gesagt, wenn Du einen Hedge glaubst zu brauchen, immer zu.

Liebe Grüße
Dummerchen


Matthias sagt am 04. Juli 2016

Hallo zusammen,

ich weiß nicht, unter welchen anderen Artikel meine folgende Frage thematisch besser passt, daher schreibe ich sie hier.
Es gibt auf diversen Internetseiten seit Jahren Behauptungen, dass das "weltweite Geldsystem" zum Scheitern verurteilt sei, und wir uns "kurz" vor dem Kollaps befünden. Ist das ein ernstzunehmendes Szenario, das man im Hinterkopf haben sollte, oder ist das reine Verschwörungstheorie?
Die grundlegende Argumentation, auf die sich dort gestützt wird, ist, dass sich die Spirale aus Zins, Geldmenge und Schulden, immer weiter zuspitzt und dies zwangsläufig zum Kollaps des Geldsystems führen muss.
Gibt es einen Punkt, den diese Leute, z.B. Michael Mross, nicht berücksichtigen? Ich kann das Thema fachlich überhaupt nicht bewerten, aber ich denke, dass es auf jeden Fall eine große Interessengruppe geben müsste, die von einem solchen Szenario profitieren müsste, damit so etwas eintreten kann.
So lange aber alle entwickelten Länder kein Interesse am Zusammenbruch des Geldsystems haben, werden sie alles tun, um genau das zu verhindern. Vielleicht kann mir ein Experte die diesbezüglichen Sorgen nehmen. Danke!


ChrisS sagt am 04. Juli 2016

@Matthias

Prinzipiell kann ich dir raten, immer die "cui bono"-Frage zu stellen: Damit meine ich nichtmal "wem nützt der Kollaps des globalen Geldsystems", sondern viel direkter: Welches Interesse haben eigentlich die Crashpropheten, die immer den Untergang herbeischreien ?

Ein Paradebeispiel dafür sind mir die ganze "Goldbug"-Szene, die im Internet gegen das zum Scheitern verurteilte Papiergeld wettern, nur um einen gleich ihr gelbes Altmetall verkaufen zu wollen.
Nun würde ich mir doch denken, wenn sie wirklich davon überzeugt sind, dass Gold die Rettung ist, warum wollen sie ihr Gold dann überhaupt noch so schnell an uns loswerden und gegen unsere ja achsowertlosen Scheinchen eintauschen?
Würden sie nicht eher ihr tolles Gold horten, um dann aus dem Crash als Gewinner herauszugehen? Sind sie einfach so große Menschenfreunde, oder, cui bono, glauben sie eigentlich garnicht wirklich an all den Bullshit den sie so verzapfen und ist das meiste davon nicht eigentlich nur Marketing-Eigeninteresse ?

Und so weiter, daneben gibts halt noch viele andere Dinge und Wege die ähnlich suspekt sind. Bei jedem Crashpropheten sollte man deshalb auch immer nüchtern hinterfragen, welches Geschäft er eigentlich betreibt.
Viele von denen wollen ja im Endeffekt damit auch nur ihre eigenen Bücher, Newsletter, Seminare, "alternative" Investments und was auch immer vertreiben.
Das wir alle "kurz" vom Untergang stehen kann man eigentlich seit Jahrzehnten schon hören. Für jedes Jahr in der Vergangenheit hat irgendjemand schonmal den Crash ausgerufen (bis man halt einmal damit zwangsläufig zufällig recht hat), und es gibt wohl psychologisch im Menschen auch eine gewisse "Lust am Untergang", die die Anziehung solcher Investmentpornographie (oder eher Investmenthorrorstories) ausübt.

Das mal soweit zu den Crashpropheten.
Zum generellen Themenkomplex globales Geldsystem, dessen Zustand und Entwicklung wirst du hier wohl auch keinen richtig dezidierten "Experten" finden, aber das ist auch relativ müßig. Niemand kann dir seriös sagen, ob alles "wunderbar in Ordnung ist, brauchst dir keine Sorgen zu machen" oder doch eher "oh Gott die Welt stürzt ein, alle ab in den Bunker!".
Am Ende liegt die Realität wohl irgendwo dazwischen: Ja, es gibt natürlich Probleme, und die werden auch nicht so einfach und ohne Verlierer gelöst werden können.
Die Geschichte war ja auch noch nie ein schnurgerader Weg nach oben, sondern immer mal mit Wirrungen und Rückschlägen durchsetzt. Inwieweit man aber als kleiner popeliger Privatanleger noch groß Schlaf darüber verlieren soll, sich dem ganzen zu entziehen (oder daraus sogar noch profit zu schlagen) sei jedem selbst überlassen.
Meine Oma hatte auch fünf Währungen erlebt, und 's Lebbe geed woida ;-)


M.K. sagt am 05. Juli 2016

Schließe mich der Frages an.


Finanzwesir sagt am 05. Juli 2016

Hallo Matthias,
ChrisS hat die Frage wunderbar beantwortet (@ChrisS: Danke für die ganzen Antworten). Dem ist wenig hinzuzufügen. Was den Untergang angeht: John F. Kennedy vs. Nikita Chruschtschow im Oktober 1962 - das war Krise.
Das dumme Geschwätz der Chrash-Auguren ist reine Geschäftemacherei. Wie bei einer Uhr die stehen bleibt. Die zwigt auch zwei mal am Tag die richtige Zeit an.
Wenn ich jedes Jahr den Chrash ausrufe, muss ich zwangsläufig auch mal richtig liegen. Das schlachte ich dann medial groß aus und den Rest lass ich unter den Tisch fallen, siehe http://www.finanzwesir.com/blog/lesen-sie-auch-so-gerne-investment-pornos Was unser Geldsystem angeht:

"Ja, es gibt natürlich Probleme, und die werden auch nicht so einfach und ohne Verlierer gelöst werden können."

Da stimme ich ChrisS voll zu. Aber wie genau das ablaufen wird, keine Ahnung. Aber es wird dann gut sein, wenn man Freunde und ein paar Whisky-Pullen hat ;-)

Gruß
Finanzwesir


Der Trombonist sagt am 27. August 2016

Hallo!
Vielleicht habe ich das in der Hitze gerade falsch herum gedeutet, aber: Wenn ich heute in Europa lebe und einen USD-Fonds kaufe, und der EUR in 10 Jahren 40% gegenüber dem USD abgewertet haben sollte, dann bekomme ich doch mehr EUR für meine USD zurück - der besorgte Leser hätte also hier noch einen Währungsgewinn eingefahren.
Gruß
Der Trombonist


Wolfiko sagt am 13. September 2016

| Ich erlaube mir als unbelekter Neuling, auch mal eine Frage zu stellen, weil ich derzeit auch einen möglichst "diversen" Weg zur Geldanlage suche und die Währungsthematik mir Kopfzerbrechen macht.
Wir bekommen aus einem Immo - Verkauf demnächst eine sechstellige Summe. Nun möchten wir (58) zwei Dinge erreichen: 1. Wir möchten einen Teil dieses Geldes außerhalb des Euro - Raumes anlegen. 2. Wir würden gern mit Währungen abseits vom Euro hantieren, vorzugsweise USD. Die Idee war: Konto in der CH, geführt in USD. Geht ohne jedes Problem. Dann Kauf von in USD notierten ETFs.
Problem für uns: Wir müssen Euro in USD tauschen. Das kostet. Also haben wir die Idee, ein Euro Konto in Euro ohne Umtauschkosten zu führen und ins Depot ETFs zu kaufen, die in allen Bereichen auf USD lauten. Für uns ist es wahrscheinlich (bitte: nur für uns) das der Dollar gegen den Euro aufwertet. Wenn nun der Dollar das macht, was wir hoffen: Profitiere ich dann am gestiegnene Dollar? Wenn ich die Erklärungen hier lese, ist das doch offenbar gar nicht möglich weil der Umtausch in Euro immer die Währungsveränderungen auffrisst. Oder verstehe ich da etwas nicht? Wenn ich Trombonist richtig deute, dann geht das aber doch irgendwie. Schon mal danke für die Antworten.-


Joerg sagt am 14. September 2016

| Hi Wolfiko,
angenommen du kaufst zB fuer 100.000 EUR ETFs die auf USD laufen (zB US-Anleihen oder S&P500)
das kostet dich je nach Broker 50-200 EUR Anschaffungskosten (vernachlaessigen wir mal) du bekommst einen fairen Interbankenkurs (ohne viel Spread). Dann haettest du Assets im Wert von 112.309 USD (heute https://de.finance.yahoo.com/waehrungen/waehrungsrechner/#from=EUR;to=USD;amt=100000).
Dann wartest du 10a, der USD wird gegenueber EUR staerker (weil's die EU zerbroeselt? oder die Zinsen in USA steigen?). Sagen wir der USD wertet von jetzt 1,12 USD fuer 1 EUR auf 0,9 USD fuer 1 EUR auf.
Angenommen du wohnst dann immer noch im EUR-Gebiet (ob dann D den EUR noch hat? ob dann die Inflation in den 10a bei uns gleich hoch wie in USA war?), dann koenntest du die 112.309 USD ETFs (falls nix gefallen oder gestiegen waere; meistens steigt's) wieder in EUR zuruecktauschen und bekaemst jetzt 112.309/0,9=124.788 EUR zurueck.
Wenn du das tatsaechlich auf einmal machen wuerdest, muesstest du den Gewinn von 124.788-100.000=24.788 EUR natuerlich versteuern ... (auch wenn die Inflation von deinen 24.788 EUR Gewinn nur 22.000 EUR Kaufwert uebriggelassen haette). Also: Steuern beachten.
Falls aber die USA alles falsch macht (falsche Praesidenten, Rassenunruhen, noch mehr Stellvertreterkriege, Kometeneinschlag ...) faellt deine Anlage womoeglich und du lagst falsch ...
Also: gute Idee, war vielleicht doch nicht gut?

Im Prinzip wird hier deshalb so oft die weltweite Diversifikation gepredigt. Das Anlagekonzept mit MSCI World und EM streut die Anlagen ueber viele Unternehmen, Regionen und Waehrungen (steuerliche, inflationaere, demokratische, autokratische, kometendipente, diskrediotische Situationen).
Egal, ob die Fonds auf USD oder EUR laufen, ist man so ueberall diversifiziert.

m.E. braucht es also keine Kunstuecke mit USD-Anlagen in der CH ... einfach weltweit-diversifizierte Assets in D kaufen, mit EUR ... und entsparen, wenn es so weit ist, wo man ist und solange man isst ...


Wolfiko sagt am 15. September 2016

Hallo Joerg, zunächst ganz herzlichen Dank für Deine umfassende Erklärung. Ich habe mich in den letzten Tagen überall schlau(er) gemacht. Wenn ich das richtig verstanden habe:
Wenn ich von einem Anstieg des Dollar gegen den Euro profitieren will, dann ist es vor allem wichtig, einen ETF zu kaufen, dessen INHALT sich (nur) in USD abspielt.
Also sagen wir auf den S+P 500. Dann nehme ich sozusagen die Dollarentwicklung - trotz Kauf in Euro - als Beigabe mit (natürlich auch die Negativentwicklung). Der MSCI World bietet ja noch eine zusätzliche Beimischung von x-verschiedenen / und verschieden gewichteten Währungen. Sicher auch nicht zu verachten.
Also: Die sehr teure Dollar-Kontoversion in CH werden wir sterben lassen. Allerdings möchte ich auf jeden Fall Konten außerhalb der BRD haben. Eines haben wir schon in Australien.
Deshalb wird es doch auf jeden Fall noch ein CH Konto geben. Über die Gründe will ich hier gar nicht groß viel erzählen. Jeder kann und muss für sich ja bei Anlageentscheidungen auch die innenpolitische Entwicklung eines Landes im Auge haben.
Ich hoffe zwar , wir werden die nächsten 30 Jahre immer in Ruhe in D zur Bank gehen können. Aber mein Vertrauen in eine verlässliche und glaubhafte Politik hat doch massiv gelitten und leidet weiter und ich schlafe mit diesen Lösungen erheblich besser.
Klar: Teuere als deutsche Direktbanken ist das leider allemal. Aber Versicherungen gibts leider nicht umsonst. Und ich habe mit coop und migross Alternativen, die sich in einem vernünftigen Rahmen bewegen. Nochmals Dank und einen schönen Tag.


Luke sagt am 05. Januar 2017

Hallo,

und wie ist es bei Swap-ETFs?

Der Lyxor MSCI World ist ein Swap-ETF. D.h. die darin enthaltenden echten Aktien sind fast alle aus Deutschland und somit in Euro. Der Index bildet aber den MSCI World nach. Das bedeutet der Index enthält über 50% US-Dollar.

Was ist dann für mich relevant? Die Währung des Index oder die Währung der Aktien, die real im ETF enthalten sind?

Danke

Grüße

Lukas


Dummerchen sagt am 12. Januar 2017

Hallo Luke,

"und wie ist es bei Swap-ETFs?"

Ernstgemeinte Gegenfrage: Warum sollte es dort anders sein als bei replizierenden ETFs?
Beide bilden den gleichen Index ab und unterscheiden sich nur in der Replizierungsart. Beide bewegen sich also (mehr oder weniger) genau gleich. Ob der Swap jetzt über deutsche oder amerikanische Aktien gebildet wird, ist völlig unerheblich. Beide werden sich anders als der MSCI World bewegen und deswegen wird der Swap bei einer entsprechenden Abweichung wieder glatt gezogen (vgl. http://www.finanzwesir.com/blog/perfekter-etf-replizierer-swapper).

"Was ist dann für mich relevant?"

Relevant in Bezug auf was? Dass die Währung des Index keine Rolle spielt, habe ich hoffentlich oben (http://www.finanzwesir.com/blog/geldanlage-etf-waehrungsabsicherung#1432130442) schon klar gemacht.
Dass die Währungsräume, in denen die Unternehmen operieren, entscheidend sind, wurde dabei hoffentlich auch klar.
Dass eine Währungsabsicherung bei global operierenden Unternehmen wenig sinnvoll ist, hat der Finanzwesir im Artikel erläutert.

Beantwortet das Deine Frage?

Liebe Grüße
Dummerchen


Stefan sagt am 18. Februar 2017

Hallo zusammen,

ich verkompliziere die ganze Sache nur ungern, aber:

Die Euro-Dollar-Problematik ist mir klar. Schwieriger wird es, wenn zu diesen beiden eine oder mehrere weitere Währungen hinzukommen. Beispielsweise bei einem aktiv gemanagten Aktienfonds, der in "exotische" Märkte mit vielen weiteren Währungen investiert.
Hier gibt es zwar Vergleichsindizes, die auch in Dollar notiert werden, aber im Fonds sind die Aktien (notiert in Lokalwährung) enthalten und diese werden erstmal nicht (wie bei MSCI-Indizes) in USD umgerechnet.
Was ich gut find eund dem Prinzip der Diversifizierung entspricht). Für diese Fonds gibt es manchmal keine Euro-Tranchen. Jetzt frage ich mich, ob mir ein Nachteil entstehen kann, wenn ich einen solchen Fonds in der USD-Variante kaufe. Beim Verkauf in Deutschland wird er natürlich wieder in EUR umgerechnet, aber hat man nicht ein zusätzliches Währungsrisiko, weil man ungewollt mit dem gesamten Investment auch noch in USD investiert ist, obwohl keine Aktie aus dem Dollarraum stammt? Sonst müsste es doch so sein, dass sich alle Währungen gleich gegenüber dem Euro verhalten, also zum Beispiel der Euro gegenüber dem Dollar aufwertet. Andernfalls entstünden Arbitragemöglichkeiten, also die Möglichkeit sicherer, unendlicher Gewinne.
Zur Vereinfachung kann man davon ausgehen, dass sich der Wert der im Fonds enthaltenen "exotischen" Aktien in Lokalwährung im Betrachtungszeitraum nicht verändert, wohl aber der Wechselkurs EUR/USD.
Von den Spesen für die Umrechnung können wir absehen. Ebenso von der Tatsache, dass jedem Währungsrisiko auch eine Chance innewohnt. ;-) Vielleicht (hoffentlich) ist die Sache ganz einfach und ich hab einfach gerade nur'n Brett vorm Kopp! :-)

Viele Grüße und vielen Dank!

P.S.: Nein, ich bin kein Freund von aktiv gemanagten Fonds, aber gerade in diesen exotischen Märkten sind die oft ohne Alternative und zwecks Diversifikation sinnvoll.


Dummerchen sagt am 19. Februar 2017

Hallo Stefan,

Du verkomplizierst nicht. Um die Quintessenz vorweg zu nehmen: Entscheidend ist das Verhalten der beiden Währungen in denen Du
a) das Geld "arbeiten" lässt
b) das Geld schließlich ausgeben möchtest.

In meinen USD/EUR-Beispielen (http://www.finanzwesir.com/blog/geldanlage-etf-waehrungsabsicherung#1432130442) waren das in meinem ersten Beispiel (Euro-Währungsraum) beide Male der Euro und in meinem zweiten Beispiel (Dollar-Währungsraum) a) USD und b) Euro.

Übertragen wir das Beispiel nun auf die Drittwährung des Entenhausener Talers ;-). Für den Wechselkurs Euro in Doller nehme ich fiktive Zahlen - das macht das Rechnen mitunter schöner.

Ausgangslage:

Investieren wir den Anlagebetrag von 1.000 Euro in die beiden Fonds-Varianten in Entenhausen (in Euro bzw. Dollar). Der Wechselkurs beträgt zunächst 1 Euro = 1,5 Taler = 2 Dollar. In der Euro-Variante hält man somit Fondsanteile von 1.000 Euro im Gegenwert von 1.500 Talern. In der Dollar-Variante hält man hingegen 2.000 Dollar im Gegenwert von 1.500 Talern. Die Wechselkurse sind somit Taler/Euro = 1,5, Taler/Dollar = 0,75 und Dollar/Euro = 2.

1. Fall

Was passiert, wenn sich der Entenhausen-Taler nun zwischen Euro und Dollar bewegt:
Wir erhalten neue Wechselkurse: 1 Euro = 1,6 Taler = 2 Dollar. Der Wechselkurs Euro/Dollar hat sich also nicht geändert, lediglich die Wechselkurse Taler/Euro (=1,6) und Taler/Dollar (=0,8) sind anders.
Der Euro-Anleger sieht also in seinem Depot, dass sein investiertes Vermögen nur noch (1.500 Taler)/(1,6 Taler/Euro), also 937,50 Euro wert ist. Der Dollar-Anleger sieht in seinem Depot, dass sein investiertes Vermögen nur noch (1.500 Taler)/(0,8 Taler/Dollar), also 1875 Dollar wert ist. In beiden Fällen ist der Wert des Depots gesunken, da ja der Entenhausen-Taler ggü. beiden anderen Währungen gestiegen ist.
Lässt sich der Dollar-Anleger das Geld in Euro auszahlen, erhält er dank des unveränderten Wechselkurses von Euro/Dollar ebenfalls 937,50 Euro (=(1875 Dollar)/(2 Dollar/Euro)) zurück.

Erste Erkenntnis: Wichtig ist, was mit der Währung in Entenhausen passiert. Es wirkt sich auf die beiden anderen Währungen gleichermaßen aus.

2. Fall

Was passiert, wenn sich der Dollar gegenüber Euro und Taler bewegt:
Neue Wechselkurse: 1 Euro = 1,5 Taler = 4 Dollar. Der Wechselkurs Euro/Taler hat sich also nicht geändert, lediglich die Wechselkurse Dollar/Euro (=4) und Taler/Dollar (=0,38) sind anders.
Der Euro-Anleger sieht also in seinem Depot keinerlei Veränderung. Es ist immer noch 1.000 Euro wert.
Der Dollar-Anleger sieht, dass sein Depot auf (1.500 Taler)/(0,38 Taler/Dolar), also 4.000 Euro gestiegen ist.
Lässt sich der Dollar-Anleger das Geld in Euro auszahlen, erhält er allerdings durch den veränderten Wechselkurs von Euro/Dollar ebenfalls 1.000 Euro zurück.

Zweite Erkenntnis: Wenn eine Drittwährung (hier Dollar) sich verändert, aber der Wechselkurs zwischen Investitionsort (Entenhausen) und in der Heimat (Euro) stabil bleibt, spielt die Drittwährung keine Rolle.

Ich hoffe, das Beispiel hilft bei der Verständnis. Das Beispiel lässt sich auf beliebig viele weitere Währungen und Mischungen zwischen den beiden Fällen erweitern. Die beiden Erkenntnisse bleiben die selben und lassen sich bezogen auf Deine Frage zusammenfassen zu: Nein, die Fondswährung spielt keine Rolle. Auch hier nicht. Nie.

Liebe Grüße
Dummerchen

PS: Das Thema "aktiver Fonds" vs. ETF spare ich hier bewusst aus, um das Thema "Währung" nicht mit einem Nebenschauplatz zu verwässern.


Maik sagt am 21. April 2017

Moin,

als Anfänger in dieser Thematik habe ich folgende Frage: Berechnet der Broker, bzw. der ETF die Währungsschwankungen tagesaktuell, so dass ich theoretisch am Ende des Tages in meinen Depot den aktuellen (Kurs und Währungswert) Eurowert habe oder wird die Verrechnung erst bei Verkauf des ausländ. ETF vollzogen?

Hoffe die Frage ist verständlich!

Grüße Maik


Dummerchen sagt am 21. April 2017

Hallo Maik,
Du siehst in Deinem Depot stets den Wert, der auf dem aktuellen Wechselkurs beruht.
Liebe Grüße
Dummerchen


Maik sagt am 22. April 2017

Vielen dank für die schnelle Antwort Dummerchen.

Gehe ich in der Annahme recht mit einem Swapper, dessen Fondswährung der Euro ist, dem Währungsrisiko zu entgehen, oder ist das falsch gedacht?

Grüße Maik


Schwachzocker sagt am 23. April 2017

Hallo Maik,

wie hier sehr ausführlich erklärt wird, entgehst Du dem Währungsrisiko nicht. Global operierende Firmen haben nun einmal ein Währungsrisiko. Wenn es schlecht läuft und die Firma sich nicht hinreichend gegen Währungsrisiken abgesichert hat, dann kann das die Gewinne schmälern. Dann geht der Aktienkurs zurück. Wenn das theoretischen vielen der im Index enthaltenen Firmen passiert, geht der Kurs des ETF zurück.
Das ist nun einmal bei einer Aktienanlage so, dass sich Firmengewinne verringern können. Wodurch das passiert ist mir eigentlich egal.

Die Währung, in der der ETF notiert, ist jedoch völlig egal und hat damit nichts zu tun.


Dummerchen sagt am 23. April 2017

Hallo Maik,

nein, die Fondswährung ist völlig uninteressant. Hast du meine Kommentare dazu weiter oben gelesen?

Alternativ hat jetzt auch Finanztest das Thema recht anschaulich erklärt:
https://www.test.de/Waehrung-von-Fonds-Wo-das-Waehrungsrisiko-wirklich-liegt-5166292-0/

Nur der Markt, in den investiert wird, ist wichtig, nicht die Währung des Fonds.

Liebe Grüße
Dummerchen

PS: Ich würde dem Thema Währungsrisiko nicht zu viel Bedeutung schenken. Wer international investiert, ist dem immer ausgesetzt und hat Unternehmen im Boot, die darüber hinaus auch in allen Währungen unterwegs sind.


lehoneybadger sagt am 25. April 2017

Hallo zusammen,

sehr spannende und ausführliche Diskussion hier. Ich verstehe euch so, dass nur die Währung der Aktien in die der Fonds investiert, relevant ist. Theoretisch müssten dann ETFs in USD oder EUR ja auch die gleichen Renditen erzielen.
Kann mir einer von euch dann erklären, warum der AMUNDI ETF MSCI Emerging Markets - USD eine 3 Jahres Rendite von 2,64% hat, der AMUNDI ETF MSCI Emerging Markets - EUR aber eine 3 Jahres Rendite von 30,99%? Ich dachte es liegt an den starken Währungsschwankungen zwischen USD und EUR in dem Zeitraum. Die Ausführungen hier sprechen ja aber dagegen.

Beste Grüße
lehoneybadger


Dummerchen sagt am 26. April 2017

Hallo lehoneybadger,

"Kann mir einer von euch dann erklären, warum der AMUNDI ETF MSCI Emerging Markets - USD eine 3 Jahres Rendite von 2,64% hat, der AMUNDI ETF MSCI Emerging Markets - EUR aber eine 3 Jahres Rendite von 30,99%?"

Vermutlich, weil der Vergleich von Äpfel mit Birnen gemacht wurde. Ich habe mal beide ETFs auf justetf miteinander verglichen (da gibt's ne Möglichkeit, die beiden auszuwählen und dann konkret zu vergleichen). Ergebnis: Beide liegen ziemlich eng beieinander. Winzige Unterschiede gibt es - vermutlich wegen der unterschiedlichen ETF-Kosten.

Du hast vermutlich beim Euro-ETF die Euro-Rendite (rund 30%) angeschaut und beim USD-ETF die USD-Rendite (rund 3%). Bei justetf kann man zwischen beiden Anzeigen wechseln. Für Dich als (vermutlichen) Euro-Anleger ist aber nur die EUR-Ansicht relevant.

"Ich dachte es liegt an den starken Währungsschwankungen zwischen USD und EUR in dem Zeitraum. Die Ausführungen hier sprechen ja aber dagegen."

Ich hoffe, es ist jetzt für Dich klar geworden: Der EUR-Investor hat (unabhängig von der Fondswährung) davon profititiert, dass viele EM-Firmen im Dollarraum operieren und dadurch ein "positives Währungsrisiko" gehabt, während der US-Investor (unabhängig von der Fondswährung) eben nur 3% Gewinn erwirtschaftet hat. Das wird sich sicherlich auch wieder mal umkehren.

Liebe Grüße
Dummerchen


Joerg sagt am 26. April 2017

honey, schaust du da: https://www.finanzwesir.com/blog/msci-world-etf-kurs#1493197510
und machst mal hier zur Uebung die gleiche Berechnung fuer Deinen Amundi ETF MSCI EM?
Du schaffst das!


HH64 sagt am 26. April 2017

@lehoneybadger
Wenn man die beiden Amundi Emerging Markets ETFs auf JustETF vergleicht, besteht nach 3 oder 5 Jahren nur ein Unterschied von ein paar 10tel Prozent. Die Währung hat also kaum einen Einfluß auf die Performance.


lehoneybadger sagt am 27. April 2017

Vielen Dank zusammen. Ich hatte mir tatsächlich die Performance Berechnung der Diba angeschaut. Die geben direkt unter dem Chart die 3 Jahres Performance für beide ETFs an. Daher stammen die Zahlen. Wie genau sie die Performance errechnen erschließt sich nicht. Die Antwort auf meine Frage per E-Mail war leider auch nicht wirklich ergiebig:

"Die Grundlage für die Wertentwicklung sind die Nettoinventarwerte (NAVs) aus einer Tabelle unseres Dienstleisters. Zusätzlich werden (Reverse-)Splits und Ausschüttungen berücksichtigt.
Es ist also schwierig die Angaben nachzurechnen, daher haben wir auf die Informationen zur Berechnung auf unserer Homepage verzichtet."

Schwierig auf jeden Fall ;)

Ich fasse zusammen: Währung in der ETF notiert ist egal, es zählt in welcher Währung die Aktien notieren, die der Index enthält.


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