25. September 2017


Podcast: Finanzielle Bildung ist teuer – Der Finanzwesir rockt, Folge 45

Shownotes

Finanzielle Bildung = merkelsche Alternativlosigkeit. Sie sind in einem Industrieland steuerpflichtig? Dann sind Sie Teil des Finanzmarktes und haben drei Alternativen.

  1. Alles selbst machen. Blogs, Podcasts und Youtube sind umsonst, Bücher gibt’s in der Stadtbibliothek. Investieren müssen Sie nur Ihre Lebenszeit. Und das nicht zu knapp.
  2. Die Hilfe unabhängiger Dritter in Anspruch nehmen. Der Nachbrenner spart Zeit, kostet aber Geld. Weniger als 150 Euro pro Beratungsstunde sind unrealistisch.
  3. Nichts tun, nichts lernen. Die teuerste Variante. Entweder 0,0 % Zinsen auf dem Konto oder das falsche Produkt mit 3 % laufenden Kosten und 5 % Ausgabeaufschlag.

Die Alternative vier: "Haltet das Karussell an, ich will aussteigen" ist nicht im Angebot. Hier gilt: mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen. Wir leben nicht auf der Selbstversorgerinsel, sondern in einer modernen arbeitsteiligen Welt.

Fazit

Entweder Sie setzten Geld ein oder Zeit. Wer weder Geld noch Zeit einsetzen möchte und als Vogel Strauß short geht, zahlt Opportunitätskosten: Hohe Gebühren, entgangene Chancen.
Da hilft auch der ganze Verbraucherschutz nichts. Es wird nicht billiger, nur ehrlicher. Wer nichts zahlen kann oder will, bekommt Produkte von der Stange und muss als Do-it-Yourselfer genau wissen, was er tut. Lehrgeld zahlt man so oder so.

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Finanzbegriff der Woche

Provision versus Courtage. Der Lohn des Maklers heißt Courtage. Versicherungsvertreter erhalten eine Provision. Bei reinen Beratungsdienstleistungen spricht man von Honorar (Honorarberater).
Das Honorar bezahlen Sie direkt, Courtage und Provision sind Teil der von Ihnen gezahlten Versicherungsprämie und werden von der Versicherungsgesellschaft an den Makler beziehungsweise den Vertreter ausgekehrt.
Was ist der Unterschied zwischen einem Makler und einem Versicherungsvertreter? Der Makler ist dem Kunden verpflichtet, der Vertreter der Versicherung.
Ein Makler hat einen Kunden und sucht die passende Versicherung, ein Vertreter hat eine Versicherung und sucht den passenden Kunden. Strukturvertriebe und ihre Mitarbeiter sind oft als Versicherungsvertreter registriert. Das gilt zum Beispiel für die DVAG, HMI (jetzt ERGO pro), WBK , Bonnfinanz, AWD (jetzt Swiss Life Select), ZEUS und viele mehr.

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(awa)

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Kommentare

Martin sagt am 28. September 2017

Es fehlt in der Auflistung noch die Option 4: Kein Geld haben. Entweder, weil man auf dem Selbstversorgertrip ist, zu wenig Geld verdient oder zu viel ausgibt um Vermögen anzuhäufen. Wird "erfolgreich" von zahlreichen Menschen in meinem Umfeld praktiziert. Nachteil: Unsichere Zukunft und immer das Risiko in die Armut abzurutschen.
Vorteil: Man kann sich die finanzielle Bildung sparen. Der Schaden von 100€, die mit 0% verzinst werden ist vernachlässigbar.


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