11. März 2019


Podcast: Gold kaufen - Der Finanzwesir rockt, Folge 68

Mythos Gold: Wie viel Midas steckt in jedem Goldinvestment? Ein ETF ist unsexy, aber Gold ist GOLD!! Siehe die diversen Goldräusche in den USA und die Völkermorde, die die Spanier in Südamerika begangen haben, um an das Metall zu kommen.
Ist Gold ein werthaltiges Investment oder in Barren gegossene Irrationalität?
Darüber diskutieren Luis Pazos und ich in diesem Podcast. Daniel moderiert diese Premierenfolge des neuen Formats "Finanzwesir Duell".
Neben den strategischen Punkten (ist Gold ein sinnvolles Investment, hilft es wirklich in der Krise) beantworten wir auch ganz pragmatische Fragen:

  • Wie viel Gramm sind eine Unze?
  • Gold mit 79 Protonen und 79 Elektronen pro Atom und einem Schmelzpunkt von 1337,73 Kelvin oder das Papierversprechen von Xetra Gold - in welchem Aggregatzustand erwerbe ich das Edelmetall am besten? Das ist der einzige Punkt, in dem Luis und ich uns einig sind.
  • Wo kaufe ich mein Gold? Luis rät vom Kauf auf der Autobahnraststätte ab. Gold zum halben Preis klingt erst einmal gut. Aber oft genug bekommt man kein 999er Gold, sondern schick lackierte Baumarktqualität.

Gold-Kaufnebenkosten

  • Wo fällt Mehrwertsteuer an, wo nicht?
  • Wie hoch sind die Lieferkosten?

Gold: Lagerung

  • Zu Hause: Was kostet ein guter Safe samt Einbau?
  • Bank: Was kostet ein Schließfach?

Gold und sein Preis

  • Wie stark schwankt der Preis im Laufe der Jahrzahnte
  • Gold wird in Dollar bepreist. Wie gehe ich mit dem Währungsrisiko um?

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Kommentare

Andi sagt am 11. März 2019

Hallo zusammen,

habe den Podcast heute angehört und habe noch eine Verständnisfrage:
Es wird Gold als Absicherung im Falle z.B. einer Hyperinflation diskutiert.
Sind Aktien an sich dafür denn nicht auch geeignet? Sind doch auch Sach- und keine Geldwerte.

Danke für die Erklärung,
Andi


vik sagt am 11. März 2019

Hallo Albert,

ich bin ein treuer Hörer des Podcast „der Finanzwesir rockt“. Ich würde mich freuen, wenn ihr eine Folge zu den REITs machen könntet. Vielen dank und weiter so.


David sagt am 12. März 2019

Gestern veröffentlicht und gestern schon gehört. Man freut sich einfach auf Eure Podcasts =)

Und ich finde mit dem neuen Format habt Ihr Mut bewiesen. Es kostet immer etwas Ueberwindung etwas neues auszuprobieren. Und ich finde es hat sich gelohnt.
Insbesondere auch deshalb, weil Ihr keine Stammtisch-Streiterei aufnehmt, sondern wirklich spannende und sachliche Argumente austauscht - garniert mit dem typischen Finanzwesir/Finanzrocker Humor. Hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Danke, und weiter so!


Slowroller sagt am 13. März 2019

Wieder mal eine tolle Folge und ein wirklich spannendes Format.

Gold ist ansonsten wirklich ein komische Geschichte. Eigentlich ist es ein Rohstoff - wird aber großteils garnicht als Rohstoff gekauft/gebunkter/gehandelt.
Damit ist es eigentlich ein doofer Rohstoff, da der ihm inneliegende Wert nichts mehr mit dem Handelswert zu tun hat. Damit erinnert es mich irgendwie an die Entwicklung von vielen Cryptowährungen: Den eigentlichen Zweck, als Tauschmittel, hat es in der ganzen Zeit nicht erfüllt, da im Grunde durch den Hype eine Deflation von Währungsseite aus passiert ist: Wer nutzt schon etwas heute als Tauschmittel, was morgen viel mehr Wert sein wird/könnte.
Gleichzeitig will man damit auch nicht handeln, wenn es im Abschwung massiv und schnell an Wert verliert - dann weg damit.

Ich persönlich habe (noch) kein Gold, und das wird auch eher so bleiben. Es gibt aber einen Fall, wo Goldbesitz sich wirklich bezahlt macht (das wurde auch angedeutet): Nicht in der absoluten Krise - da kann man vom Gold nicht abbeißen und bei Hunger will auch keiner den Mist haben zu einem guten Gegenwert. Da hat Albert Recht: Genußmittel, Konserven und eigene Fähigkeiten/Familienbande/Land sind Trumpf.
ABER: Nach der großen Krise ist dann Gold schier unschlagbar. Alles (vor allem Währungen) wurden resettet - niemand hat mehr "Geld". Welche Sachanlagen wie z.B. Aktien diese Krise überlebt haben weiß man nicht.
Das versteckte Gold hilft aber genau hier beim Neustart, bzw. hat immer geholfen. Ist im Grunde wie im Aktienmarkt: Wer Cash hat wenn die Talsole durchschritten ist und es wieder nach oben geht ist King. In diesem Fall hat sonst aber kaum jemand Cash - also kann man mit Gold ziemlich gut einsteigen und sich erholen.
Am Ende ist das aber nur ein wirklich wirklich hypothetischer Fall mit vielen abers:

  • Will man dann noch Gold?
  • Darf man es noch handeln?
  • Muss man es abgeben?
  • Hat man es nicht doch in der Krise gegen einen Schinken und nen Sack Kartoffeln getauscht?
  • Konnte man es gut verstecken bzw. verteidigen?

Ich freue mich auf zukünftige Folgen, auch und vor allem in diesem Format!


Gordon sagt am 14. März 2019

Mein "Gold" ist ein in UK geführtes und in Deutschland versteuertes Auslandsdepot (Interactive Brokers, UK).
Wenn es in Deutschland kracht, bilde ich mir ein noch weg zukommen, mich im Ausland ausweisen zu können und an meine Wertpapiere zu kommen. Im Depot halte ich Einzelwerte, die auch möglichst weit weg (ASX 50) und halbwegs diversiviziert sind.
Ich bin mir bewusst, dass ich Quellensteuer zahle und ein Klumpenrisiko habe (Australien).

Es kommen andere Risiken dazu: Transferrisiko, Vielleicht wird mein Depot seitens US mal gesperrt weil wir Gas vom Putin beziehen; Vielleicht get IB in Insolvenz und ich habe als Ausländer schlechte Möglichkeiten (anderes Rechtssystem) meine Forderungen geltend zu machen ..,
Keine Ahnung! Wie der Finanzwesir sagt: Ich weiß dass ich nichs weiß.
Aber es sind eben andere Risiken im Gegensatz zum Klumpenrisiko Deutschland.

Einen ETF wollte ich nicht, da mir der Aufwand bez. Steuer zu hoch ist und steuerehrlich möchte ich bleiben.
Verkauft wird nichts. Dadurch muss ich nur Dividenden versteuern. Alternativ könnte man auch Aktien kaufen, die aktuell nichts ausschütten und die nächsten 20 Jahre überstehen (Amazon, Google ....). Damit wäre das Steuerproblem für ganz Faule gelöst.

Um es deutlich zu sagen: Ich glaube nicht, dass es in Deutschland Probleme gibt, die zur allgemeinen Enteignung führen.
Mein IB Depotbestand ist über etwas mehr als 3 % meines Anlagevermögens (der Rest sind ETFs) aber ich fühle mich so etwas besser. Ich glaube auch nicht an Verschwörungstheorien und wähle oft grün.:-)

Für mich ist das die RK 0 ,die nichts bringen muss aber doch den australischen Markt minus Quellensteuer minus deutsche Kapitalertragssteuer halbwegs abbildet und besser als ein Tagesgeld ist.

Mir ist aufgefallen, dass in vielen Menschen so ein Risikoszenario oder nennen wir es tiefere Angst existiert (Luis Pazos im Podcast, Finanzrocker Interview mit Ben Warje an der Stelle als es um 100.000 Sondervermögen im Depot ging).

Ich halte das für nicht dumm, denn ich persönlich versichere mich nicht gegen Risiken die wahrscheinlich eintreten (kaputtes Handy) sondern gegen die, die meine Existenz im worst case in Frage stellen.

@Alle: Wenn man ein "deutsches" oder "EU" oder "EUR" Risiko (Vermögenssteuer, Enteignung) absichern will, was ist der beste steuerehrliche Weg? Das Gold von Luis oder das Depot in UK mit Werten ganz weit weg ?

@Finanzwesir: Wo oder wie kann man als Zivi das Schlachten von Tieren lernen? Mein Großcousin war Totengräber und das fand ich schon krass.

Ich finde das neue Format gut und bin überrascht, dass ihr immer noch interessante Themen findet! Weiter so!
Das Vorlesen von itunes Rezensionen im Podcast fand ich i.O. und hätte kein Problem damit, wenn es wieder eingeführt wird.

Gruß
Gordon


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