27. Mai 2015


Leserfrage: Soll ich einen Sektoren- oder Länder-ETF kaufen?

Leserin M. fragt

Mir kitzelt es unter den Fingern, neben meinem Lyxor ETF MSCI All Country World C-EUR (FR0011079466) noch in etwas turbulentere Gewässer zu fahren.
Der chinesische Markt. Dieser hier fiel mir dieser ETF auf den Tisch: db x-trackers CSI 300 Consumer Discretionary (LU0781021950), unfunded SWAP, steuereinfach laut Bundesanzeiger, mit einer Kostenquote von 0,5 %. Auf JustETF auch als TOP 1 der ETFs 2015 bewertet.
Was halten Sie davon?

Der Finanzwesir antwortet

Bevor alle aussteigen, die keinen China-ETF kaufen wollen – lassen Sie uns die Frage etwas umformulieren: Ich möchte einen ETF kaufen, der entweder

  • ein Länder-ETF ist (Ausnahme USA, denn die USA deckt den gesamten nordamerikanischen Wirtschaftsraum ab und ist deshalb das Pendant zu einem Europa- oder Pazifik-ETF)
  • ein Sektoren-ETF ist (Biotech, Gesundheitswesen etc.)

Nehmen wir den China-ETF der Leserin M. als Beispiel für die folgende Analyse.

Frage 1: Welche Firmen sind Teil des Index?

Die Indexbeschreibung:

"Dieser Index bildet die Wertentwicklung bestimmter Aktien ab, die an der Shanghai Stock Exchange und an der Shenzhen Stock Exchange notiert sind (chinesische A-Aktien). Der Index wird in Renminbi (CNY) berechnet.
Die Aktien werden von Unternehmen aus dem Sektor Consumer Discretionary (Nicht-Basiskonsumgüter) aus China ausgegeben.
Der Sektor Consumer Discretionary (Nicht-Basiskonsumgüter) besteht aus Unternehmen, die entbehrliche Konsumgüter und Dienstleistungen herstellen bzw. erbringen."
Quelle: Die db x-trackers Website

Es handelt sich hier also um eine Kombination aus

  • Länder-ETF (nur China)
  • Sektoren-ETF (nicht alle chinesischen Firmen, sondern nur die 45 Firmen, die Nicht-Basiskonsumgüter herstellen oder vertreiben)

Einschub: Als aufmerksame Leserin werden Sie sagen: "Stopp, der Index heißt doch CSI 300, wieso redet der Finanzwesir dann von 45 Firmen im Index? Müssten es nicht eigentlich 300 sein, wie es die Konvention gebietet?"

Das ist korrekt, der CSI 300-Index umfasst tatsächlich die 300 Dickschiffe des chinesischen Marktes. Aber nur 45 davon gehören zum Sektor "Consumer Discretionary".

Frage 2: Wie passt dieser Index in unsere Strategie?

Unsere Strategie heißt "Kaufen & Behalten". Als gute Türsteher lassen wir nicht jeden ETF ins Depot. Wir fragen jeden ETF: "Kannst Du mir für die nächsten 20 Jahre eine bessere Performance garantieren, als eine simple Mischung aus MSCI World und MSCI Emerging Markets?"
Jeder neue ETF, der ins Depot kommt, belastet uns erst einmal.

  • Er kostet Transaktionsgebühren,
  • muss verwaltet,
  • rebalanced
  • und steuerlich betreut werden.

Das ist sicher. Um für dieses Ungemach entschädigt zu werden, brauchen wir eine solide Chance auf eine dauerhafte Überrendite. Sonst fahren wir nicht in

"turbulentere Gewässer."

Die Fischer fahren auch nur deshalb in die mörderische Beringsee, weil sie dort mit Königskrabben reich werden können. Für ein paar lumpige Makrelen setzt kein Fischer sein Leben aufs Spiel.

Ihre Aufgabe ist es herauszufinden, wie fett die Fanggründe sind. Wie solide und wie dauerhaft wird die Überrendite über die Laufzeit Ihres Anlagehorizonts sein?

Ich akzeptiere jedes Argument bis auf zwei:

  1. Der Kurs steigt.
  2. Man liest und hört jetzt so viel über dieses Börsensegment.

Zu 1.

"Der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen, ist, weil sie steigt."
Warren Buffett

Zu 2.

Womöglich hört und liest man wegen Punkt 1. soviel über dieses Börsensegment. Die Finanz-Pornographen schreiben gerne über solche "Erfolgs-Storys". Ein Fonds, der heute zu den Top 10 gehört, wird höchstwahrscheinlich in einigen Jahren abgestürzt sein und unter ferner liefen rangieren.
JustETF listet den ETF in der Top-Liste, weil der Index einen unglaublichen Lauf hatte. Aber auch Bambus wächst nicht in den Himmel.

CSI Index

Der CSI-Index ist um 64 % gestiegen und der Sektor "Consumer Discretionary" lief noch einmal besser, als der gesamte Index. Ein Plus von 90 % lässt sich nicht beliebig oft wiederholen. Die Welt hat nur ein begrenztes Fassungsvermögen, was chinesische Kühlschränke, Herde und Klimaanlagen angeht.

Was tun?

Wenn Sie gerne einen Länder- oder Sektoren-ETF kaufen möchten, tun Sie Folgendes:

Analysieren Sie den Index. Was genau kaufen Sie? Welche Sektoren, welche Firmen? Im Fall des CSI 300 Consumer Discretionary Index sind die fünf größten Positionen:

Firma Anteil Geschäftsfeld
GREE ELECTRICAL APPLIANCES 9,62 % weltgrößter Klimaanlagen-Hersteller
BESTV NEW MEDIA 6,28 % seit Dezember 2011 börsennotiert, New Media (Internet, TV, Radio)
SUNING APPLIANCE 6,19 % Elektrogeräte-Einzelhandel
SAIC MOTOR 6,13 % größte chinesische Gruppe von Herstellern von Autos, Motorrädern und Autoteilen
MIDEA GROUP 5,58 % Haushaltsgeräte-Hersteller

Ich kenne keine einzige davon. Spricht das jetzt gegen diese Firmen oder für meine Ignoranz den chinesischen Markt betreffend?

Nur zum Vergleich

Index Firma Umsatz 2013 Anteil am Index
MSCI World Apple 170 Milliarden US$ 2,14 %
CSI 300 Consumer Discretionary Gree Electrical Appliances 19 Milliarden US$ 9,62 %
  • Umsatz: Apple ist neun Mal größer als Gree.
  • Anteil am Index: Gree hat mehr als das vierfache Gewicht im Vergleich zu Apple.

Selbst die wertvollste Firma der Welt kann den MSCI World nicht ernsthaft ins Schlingern bringen.
Wenn dagegen die drei aus dem Stecker-Business (Gree, Suning, Midea) in Turbulenzen geraten, ist Crime-Time im CSI-Index.

Wenn Sie die Index-Forensik abgeschlossen haben, starten Sie mit Schritt zwei: Der Beweiskette.
Legen Sie schlüssig und lückenlos dar, warum gerade dieser Index Ihr Depot langfristig renditemäßig befeuern wird. Wird ein roter Kader seine Hand schützend über BesTV halten, wenn Netflix und Amazon anfangen, Video-Streaming in China anzubieten?

Wenn Sie sagen: "Ich will traden und nicht kaufen & behalten und brauche deshalb keine dauerhafte Überperformance", beantworten Sie diese zwei Fragen:

  1. Wie stellen Sie fest, dass es Zeit ist auszusteigen? Ab wann ist eine Delle im Kursverlauf keine Delle mehr, sondern der Anfang vom Ende?
  2. Wo in Ihrem Leben haben Sie die Zeit für regelmäßige Marktbeobachtung reserviert?

Dieses Schema können Sie auf jeden nicht marktbreiten Index anwenden. Wenn Sie gute Gründe für den Kauf finden, kaufen Sie. Wenn es Sie nur

"unter den Fingen kitzelt"

überdenken Sie Ihr Engagement noch einmal.

Fazit

Statt CSI China vielleicht doch lieber CSI:Vegas oder CSI:Miami?

Zum Weiterlesen

Nur die Ahnungslosen streuen ihr Geld breit

(awa)

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Kommentare

Claudius sagt am 27. Mai 2015

Der einzige Grund nicht die gesamte Weltwirtschaft mit z.B. einem MSCI World ETF abdecken zu wollen ist doch, dass man sich sich so eine Überrendite erhofft. Eine Überrendite, da man überdurchschnittliches Wachstum in einem Land, Sektor oder bei Einzelaktien erwartet & in dieses Land oder diesen Sektor (bzw. diese Aktie) sollte man dann investieren. Oder sehe Ich das falsch? Gruß,

Claudius


Finanzwesir sagt am 27. Mai 2015

Hallo Claudius,
genau so ist es. Wenn Deine Recherchen ergeben, dass Du mit hinreichender Sicherheit annehmen kannst, dass Sektor X oder Land Y besser laufen werden, als der MSCI World, dann heißt es kaufen.
Genau das behaupten ja die Finanzprofis. Nur frage ich mich dann, warum 90% der aktiven Fonds den Index nicht schlagen...

Gruß
Finanzwesir


Dirk sagt am 27. Mai 2015

Ein sehr gutes Beispiel für die vielen passiv Anleger unter uns. Wenn das Depot einmal steht, egal ob mit einem oder mehr EFT, da kann es sicherlich mal in den Fingern jucken.
Denn: Es wird schnell langweilig im Depot, das habe ich und viele bestimmt schon festgestellt.
Und auch ich war der Versuchung nahe, mal in andere Gewässer zu schwimmen. Natürlich kann man das tun wenn man versteht was man da kauft, das ist ja ein Muss. Ich habe diese Gedanken schnell wieder verworfen, ich möchte mit solchen Experimenten nicht meine Strategie zunichte machen, ich bleibe bei bei meinen beiden ETF Word/EM, halte mich an meinen Sparplan und investiere lieber, wenn frisches Geld da ist, zusätzlich in diese Märkte.
Es spricht nichts dagegen, wenn man sein Depot abrunden oder "ausschmücken" möchte, nur sollte man verstehen was man tut. Aber nur um am Ende den Nervenkitzel zu beruhigen, tue ich so etwas nicht.


Franz sagt am 27. Mai 2015

Hallo Finanzwesir,
bei deiner Passage "Kannst Du mir für die nächsten 20 Jahre eine bessere Performance garantieren, als eine simple Mischung aus MSCI World und MSCI Emerging Markets?" musste ich an die Frontier Markets denken. Was hältst du grundsätzlich von den Frontier Markets, also quasi den Schwellenländern von morgen? Damit müsste sich als Beimischung analog zu den heute renditeträchtigeren Emerging Markets langfristig (> 20 Jahre) doch eine Überrendite gegenüber nur World + EM erzielen lassen, oder bist du da anderer Meinung?


Finanzwesir sagt am 28. Mai 2015

Hallo Franz,
ich weiß es nicht. Das kann sein, muss aber nicht. Die Industrialisierung begann in Deutschland - je nach Quelle - zwischen 1815 und 1835. Also vor rund 200 Jahren.
Nigeria, Bangladesch, Pakistan und Vietnam (es gibt genau so viele Vietnamesen wie Deutsche) sind die größten Frontier Märkte. Diese Länder hätten alleine von ihrer Größe die Chance einen kaufkräftigen Binnenmarkt aufzubauen. Je kleiner ein Land ist, umso mehr muss es exportieren, um reich zu werden. Wir Deutschen sind - gemessen an unserer Wirtschaftsstärke - ein kleines Volk.
Natürlich muss der Übergang von der Agrar- zur Internet-Gesellschaft nicht 200 Jahre dauern, wie in Europa. Aber wie schnell lässt sich ein Land nach vorne pushen? Mao hat es mit seinem "großen Sprung nach vorne" probiert und viel Leid über die Chinesen gebracht. Eine Gesellschaft braucht Zeit, um sich zu entwickeln.

"Industrienation sein" bedeutet ja erst einmal ganz banal:

  • Es gibt sichere und gut ausgebaute Transportwege.
  • Es gibt 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche genug Strom für alle.
  • Die Bevölkerung kann nicht nur lesen und schreiben, sondern auch Fremdsprachen und höhere Mathematik.
  • Es gibt eine stabile Regierung und Gesetze, die für alle gelten.

Erst dann können Firmen entstehen, die auch Gewicht haben. Und erst dann kann es eine funktionierende Börse geben, an der Beteiligungen gehandelt werden. Man muss ja auch in diese Länder investieren können. Ich will als ETF zu geringen Kosten, transparent und schnell handeln können. Solange die Börse eine Zettelwirtschaft ist, klappt das nicht.

Wann wird es das alles in den Frontier-Ländern geben?

Es geht ja darum eine Überrendite zu erzielen. Eine nennenswerte Überrendite erzielen wir nur, wenn die Märkte eine entsprechende Kapitalisierung haben. Was nützt es, wenn ein Frontier Markt seine Kapitalisierung verdoppelt, das aber - in absoluten Zahlen - bloß der Tagesschwankung des Apple-Kurses entspricht?
Man darf nicht vergessen: Der Jahresumsatz von Apple entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Bangladesch.

Dazu kommen noch die ganzen politischen Unwägbarkeiten. Wird es im islamischen Pakistan jemals eine westliche Geschäftskultur mit Aktienunternehmen und einer Börse geben?
Eine andere Frage: Kann eine totalitäres Regime überhaupt eine Börse, wie wir sie kennen akzeptieren? Kann ein autokratisches Regime überhaupt freien Kapitalverkehr zulassen, ohne seine Machtbasis zu schwächen.
Wenn in einer Diktatur auch die Börse kontrolliert wird, bedeutet das: Bevor die Frontier Märkte weiter wachsen können, muss ein Demokratisierungsprozess nach westlichem Vorbild einsetzen....

Wie gesagt, ich weiß es nicht. So viel Glaskugel habe ich nicht ;-)

Da musst Du Dir Deine eigene Meinung bilden und dann investieren oder es bleiben lassen.

Gruß
Finanzwesir

PS: Mehr zu den einzelnen Märkten hier: http://www.finanzwesir.com/blog/msci-world-schwellenlaender-diversifikation


Finanzwesir sagt am 28. Mai 2015

Hallo Dirk,
wer "abrunden" will, dem empfehle ich ein zweites Depot. Ein Depot ist das Brot & Butter-Depot für die Altersvorsorge. Streng passiv und langweilig.
Das andere ist das Testfeld für Strategien, Markttiming, exotische Fonds.
Der Vorteil der Trennung: Das erste Depot wird in Ruhe gelassen, man kommt nicht in Versuchung doch mal schnell umzuschichten. Außerdem kann man so schön die Gesamtperformance der beiden Depots vergleichen. Viele Broker bieten die Ansicht "Performance seit Zeitpunkt X an". Da kann man dann vergleichen...

Gruß
Finanzwesir


Christian sagt am 28. Mai 2015

Man kann solche Positionen doch mit einem stop kaufen oder sich virtuelle stops setzen? Dann hat man die Chance Rendite zu erzeugen, aber kaum ein Risiko.


Pin Gu sagt am 28. Mai 2015

@Christian: dann sind wir beim Trading/Spekulieren, was nichts mit langfristig Investieren zutun hat ;-)


Schwarzer Kater sagt am 28. Mai 2015

Es gäbe auch die Möglichkeit sich den MSCI World genauer anzuschauen und für sich zu beschließen, dass man sich wohler fühlt ohne Finanz-, Energie- und Rohstoffwerte.

Dann erwirbt man die Sektor-ETFs z.B. auf den MSCI World Consumer Staples, Information Technologie usw. - so baut man sich seinen eigenen MSCI World.


Mirco Warm sagt am 28. Mai 2015

Auch wenn sich der Post weg vom konkreten db x-trackers CSI 300 Consumer Discretionary hin zur Sektoren- bzw. Länderfrage gewandelt hat, ist der oben genannte ETF auf keinen Fall empfehlenswert, auch wenn man einen besonderen Sektor übergewichten möchte. Die angegebene TER umfasst leider nicht alle Kosten des Fonds, in diesem Fall sogar nur einen absoluten Bruchteil.

DBX-Trackers stellt die Swapkonstruktion mit sage und schreibe 2,4% in Rechnung, womit wir unter Berücksichtigung der zusätzlichen TER bei einer Abbildungsdifferenz im Vergleich zum Index um 2,9% landen. Da bezahlt man seine Wette auf einen bestimmten Sektor mit einem bestimmt zu hohen Preis - don't U think?

Quelle: http://etf.deutscheawm.com/DEU/DEU/ETF/LU0781021950/DBX0M7/CSI300-Consumer-Discretionary-UCITS-ETF


chaostrader sagt am 29. Mai 2015

Passt nicht 100%ig, kommt der Sache aber recht nahe: Auf welches Land soll ich setzen? Ganz klare (und eigentlich vorhersehbare) Antwort...

http://www.fintool.ch/emerging-markets-klar-doch


Christian sagt am 29. Mai 2015

Ich finde zu Zeiten solcher hohen Kurse dürften sich die meisten aber eher für eine Absicherung interessieren oder? Was haltet ihr davon zumindest einige Sparraten lang defensivere Sektoren zu erhöhen? Nach einem Crash kann man dann die sensibleren Sektoren kaufen?


Dummerchen sagt am 29. Mai 2015

@Christian: Nein. Absicherung (egal ob über Stop-Loss oder über Verschiebung in den Marktsegmente) interessiert (zumindest mich) nicht. Dazu habe ich ein breit diversifiziertes Portfolio, d.h. ich habe auch risikoärmere Anteile (der Bereich der Anleihen, Festgeld, Tagesgeld). Dieser Anteil fängt die Gesamtschwankung im Depot auf. Der Aktienanteil schwankt mit dem Markt und über ein regelmäßiges Rebalancing bei der Neuanlage, wird dort nachgekauft, wo es zuletzt am schlechtesten gelaufen ist: Buy-and-Hold mit Rebalancing, d.h. mein Depot sieht von der Ausrichtung und Gewichtung her immer (nahezu) gleich aus.

Das was Dir vorschwebt ist Markettiming, in der Hoffnung klüger als die meisten Marktteilnehmer zu sein und das mögliche Verhalten des Markts vorherzusehen. Wenn das so einfach wäre, würde es jeder machen ;-). Das Gros der Anleger scheitert daran.


Michael sagt am 28. August 2015

Hallo Finanzwesir,

danke für Deinen wirklich hilfreichen Blog...

Du schreibst öfters über eine einfache 70:30 Mischung von ETFs auf MSCI World:MSCI EM als Benchmark (wird in anderen deutschen Foren ebenfalls getan). Ist das nicht ein zusätzlicher Länderschwerpunkt, zumindest im Vergleich zum MSCI ACWI? Warum also diese Empfehlung? Deinen Antwort würde mich interessieren, weil meine Startaufteilung 85:15 war und heute eher 90:10 ist (und ich wahrsch. nicht rebalancen werde)...

Gruß, Michael


Finanzwesir sagt am 28. August 2015

Hallo Michael,
dann laß es so. Die 70/30-Aufteilung ist eine Heuristik, die sich in den letzten Jahren bewährt hat. Deine 90/10-Mischung ist mehr oder minder die Aufteilung, die man im MSCI ACWI findet.
Siehe auch: http://www.finanzwesir.com/blog/msci-acwi-imi-fm

Wichtig ist nur: Findest Du diese Aufteilung gut und bleibst Du dabei, auch wenn die Kurse sich halbieren?

Gruß
Finanzwesir


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