28. Januar 2019


Podcast: Zeitmaschine: Was würdet Ihr anders machen? - Der Finanzwesir rockt, Folge 65

Eine der Entdeckungen der Indiana-Jones-Reise in meine Anlegervergangenheit: Ich habe mal Debitel-Aktien besessen.
Für die Recherche zu diesem Podcast habe ich ganz tief gewühlt. Auf dem Dachboden, da wo die Ordner staubig sind und die Mäuseskelette im Eck vertrocknen.
Vergilbt aber lesbar:

  • Gillette (wurde am 5.10 2005 zu Procter & Gamble),
  • ThyssenKrupp, Erstkauf 28.2.2000 zu 24 €,
  • SER, eine der "Perlen" des neuen Marktes (Kursziel 1.000 €!!!, Egbert Prior ick liebe dir!).
  • Und noch etliche andere mehr.

Ja ja, der Finanzwesir als Einzelaktienbesitzer.

Auch die Fonds: Ganz klar chancenorientiert. Nicht Asien (Tiger-Staaten und so), nicht Small Caps (wegen Wachstumsstory), sondern Templeton Asian Smaller Companies (Tiger on Steroids! Digger: Wachstum im Quadrat!!).
Tja, so ging’s damals zu im August des Jahres 1997.
Auch alle anderen Fonds wollten Bäume sein, die in den Himmel wuchsen. Das Problem: Emissionskosten: 6,10% (das ist der Ausgabeaufschlag) plus laufende Kosten von 0,9% für den Templeton Growth. Die Kosten für die anderen Templeton Funds

  • Templeton Latin America: Anlageverwaltungsgebühr 1,4%
  • Templeton Asian Growth, Anlageverwaltungsgebühr 1,35%, - der Smaller Companies ist leider wegen der Tiger-Krise verendet. Der Fonds-Kadaver wurde im Asian Growth verwurstet.
  • Templeton Emerging Markets, Anlageverwaltungsgebühr 1,6%

Für diese drei Fonds: Anlageverwaltungsgebühr plus

  • 0,5% Administrationsgebühr plus
  • 0,2% Gebühren für "die Registerstelle , den Transferagenten, den Gesellschaftsagenten, die Domizielstelle und den Verwaltungsagenten"

Schwellenländer für 2,3% - das waren die goldenen Koks-und-Nutten-Zeiten der Finanzindustrie.

Bogle sei Dank haben wir die hinter uns gelassen. Und jetzt will ich kein Gejammer mehr hören: "Ich hab’ den EM-ETF von der UBS, TER 0,45%. Mein Kumpel hat das Comstage-Ding für 0,25% gekauft. Ich bin ruiniert!"

Genug der Finanzarchäologie. Was waren denn jetzt die Fehler?

Zu oberflächlich, zu vertrauensvoll, zu froh das Ganze delegieren zu können. Frei nach Goethe: "Halb zog sie ihn, halb sank er hin". Die Finanzindustrie hat es mir leicht gemacht und ich wollte vertrauen. Mein Fehler!

Die ganzen Experimente mit Aktien (Dogs of the Dow) sind für mich keine Fehler, sondern Erfahrungen, die mich zu dem gemacht haben, der ich bin. Das war mein Weg und ich mache es wie die Sonnenuhr: Ich zähl die heitren Stunden nur.
Versunkenen Kosten hinterher zu wimmern bringt nichts.
Alles Weitere im Podcast.

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Kommentare

Bullfighter sagt am 30. Januar 2019

Das mit den Fonds würde ich nicht jetzt nicht unbedingt als Fehler betrachten.
Es gab halt nichts anderes, wie so vieles andere auch nicht.
Lebensmittel z.B. machen heute einen sehr viel geringeren Anteil vom Haushaltsbudget aus als noch 1970 und das bei einer zig-fach größeren Auswahl. Das gleiche gilt für Kleidung (Kann sich noch wer an die Burdaschnitte erinnern?), Urlaubsreisen (das höchste der Gefühle war früher das Arbeiterstrandbad in Caorle, heute sind es zwei Wochen All-In auf den Malediven), etc.
Die Autohersteller brauchten ca. 70 bis 80 Jahre bis man halbwegs sicher sein konnte, nicht irgendwann im Laufe des Besitzes am Straßenrand mit ausgestrecktem Daumen zu stehen, bzw. bei einem mittelschweren Unfall nicht gleich draufzugehen. Aber die Finanzindustrie hätte ihr Angebot gleich auf Anhieb hinkriegen sollen?


Cameo sagt am 09. Februar 2019

Fehler sind wichtig. Ohne Fehler kein Lernen, ohne Lernen keine Weiterentwicklung.


Phil sagt am 16. Februar 2019

Vielen Dank, dass ihr keine Rezensionen mehr vorlest.
Das war vielleicht ganz nett für euch, aber ich fand es sehr nervig und unnötig, sodass ich diese Teile immer geskipped habe.
Herzlichen Glückwunsch zu den Sponsoren, es freut mich immer, wenn Podcasts unterstützt werden.
Viel Spaß und Erfolg auch im neuen Jahr.


Finanzwesir sagt am 18. Februar 2019

Hallo Phil,

"Das war vielleicht ganz nett für euch"

Nein, das ist keine nette Selbstbeweihräucherung, sondern für Content-Anbieter im 21. Jahrhundert einfach ein werbliches Muß. Qualität setzt sich nicht so einfach durch. Sie ist auf die Hilfe der Leser und Hörer angewiesen. Nur wenn sich genug 5-Sterne-Bewertungen ansammeln wird der Algorithmus einer Aggregations-Plattform aufmerksam und schiebt einen nach vorn. Ohne gute Bewertungen keine guten Rankings. Wer nicht massiv nach Bewertungen fragt, bekommt auch keine. Wir haben auch lange diskutiert, ob wir jetzt darauf verzichten können.
Wir werden jetzt mal ausprobieren, ob wir nach drei Jahren genug Momentum haben, um auf iTunes gegen die Marketing-Power der Öffentlich-rechtlichen Anbieter anzukommen.
Hoffen wir es.

"aber ich fand es sehr nervig und unnötig, sodass ich diese Teile immer geskipped habe."

Und ich finde es sehr arrogant, dass Du den ganzen Inhalt gratis entgegenimmst und noch nicht einmal bereit bist diese 30 - 60 Sekunden zu akzeptieren. Das ist sehr unreif und ichbezogen.
Es sei denn, Du hast auf iTunes eine Wertung abgegeben. Dann betrifft Dich das alles nicht und der Skip-Button ist angebracht.

Gruß
Finanzwesir


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