04. Mai 2018


Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 18 / 2018)

Diese Artikel sind mir in dieser Woche in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre aufgefallen.

Wer keine Lust hat sich durch die 500 Artikel meines Blogs zu wühlen, liest das hier und ist auch fertig.

Praxis

Leser Franz: In 10 Jahren will ich Millionär sein. Ich nutze dazu eine Trendfolge-Strategie mit Derivaten als JATOs.

Rebalancing ETFs, Aktien, P2P-Kredite – Excel Tool (Anleitung und Download).

Entpuppt sich Gilead Sciences doch noch als Value Trap? Lesenswert nicht wegen des Artikels, sondern wegen der Kommentare, bei denen es um Apple geht. Exemplarisch vorgeführt die ganzen kleinen Sorgen der Einzelaktienbesitzer: "Halten, kaufen, verkaufen - was soll ich nur tun?"

Das Kreuz mit der Ethik. CO2, Zucker, Datenhandel, Arbeitsbedingungen, irgendwas ist immer.

Vermietertagebuch: Immobilien-Deal geplatzt.

Politik

Die HSH Nordbank hat neu Jahre lang täglich fast 4.000.000 € an Steuergeldern vernichtet.

Probleme

Die unterschiedlichen Ansichten über Frugalismus.

Bezahlen mit der Digitalen Identität, oder: Identity is the new money.

Dinge gibt’s: Die ultimative Analyse des Geschäftsmodells des Fintech-Startups Savedroid.

Auf englisch

Are Your Goals Making You Miserable?

Understanding the State of the ETF Industry through Mergers, Acquisitions, and Fragility.

Does Higher Financial Literacy Lead to Better Portfolio Performance?

(awa)

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Kommentare

Michael sagt am 04. Mai 2018

zu "Identity is the new money."

".... Wenn Digitale Identitäten die Rolle eines Zahlungsmittels oder einer Garantie übernehmen, dann können Kunden demnächst einfach und – wie heute mit dem Bargeld – weitestgehend anonym bezahlen. ...."

Verstehe ich nicht. Entweder die digitale Identität entspricht meiner realen Identität - dann wäre ich kreditwürdig, oder die digitale Identität ist anonym und damit nicht kreditwürdig.

Kann mich mal jemand aufschlauen wie das gemeint ist?


Venyo sagt am 04. Mai 2018

Ich finde den Frugalistenartikel ja unglaublich schlecht. Er kontert die Argumente der Frugalismusgegner mit noch schlechteren Argumenten...

„Die einen teilen sich ihre (Lebens-)Zeit so ein, wie sie es für richtig halten, die anderen leben ihr Leben vorwiegend am Wochenende sowie im Urlaub.

Ich möchte beide [..] Gruppen an dieser Stelle nicht werten.“

Ganz ehrlich: Das ist doch schon eine unglaubliche harte Wertung, dem Otto-Normalbürger zu unterstellen er würde sich seine Lebenszeit nicht so einteilen wie er es für richtig hält und er würde nur am Wochenende leben. Das mag für viele Menschen stimmen, aber das hat dann wenig mit finanzieller Unabhängigkeit zu tun, sondern damit wie man sein Leben lebt.

Es gibt ja auch viele Menschen, die sehr gerne arbeiten und für die Arbeit ein schöner und wichtiger Teil seines Lebens ist. Zu Behaupten, dass man bei der Arbeit nicht „lebt“ ist einfach so völliger Quatsch.

„Wer viel Geld für sogenannte Status Symbole ausgibt“

Es ging in dem Argument das er entkräften wollte überhaupt nicht um Statussymbole, sondern um Spaß. Eine Weltreise oder ein Besuch im Sternerestaurant können ja sehr wohl teuer sein und Spaß machen und nichts mit Statussymbolen zu tun haben. Es gibt auch Menschen für die gibt es nichts tolleres als teure Weine. Er redet hier einfach komplett am Thema vorbei.

„Dieses Argument habe ich noch nie richtig verstanden. Wer finanziell unabhängig ist, belastet keine Sozialkassen“

Er zahlt aber weniger in diese Kassen ein, als wenn er (zusätzlich) arbeiten würde. Außerdem konsumiert er evtl. weniger und unser Wirtschaftssystem ist nunmal aktuell auf Konsum angewiesen. Dass ist das ein Fehler im System und nicht bei den Frugalisten, ist auch klar, aber das Argument kann ich schon nachvollziehen.

Hab mich ehrlich gesagt ziemlich über den Artikel aufgeregt. Gerade weil in der Diskussion vieles durcheinander geht hilft so ein schlampig geschrieben und wenig durchdachter Artikel halt nicht...


ChrisS sagt am 05. Mai 2018

keine allzu neue oder aufregende Nachricht, aber da es hier ja auch ein paar Comstage-Anleger gibt, die es vielleicht interessieren könnte:

Die ETF-Sparte der Commerzbank, die schon seit einiger Zeit zum Verkauf angeboten ist, wird wohl wahrscheinlich von der Societe Generale übernommen:
http://www.dasinvestment.com/comstage-verkauf-etf-sparte-der-commerzbank-soll-an-societe-generale-gehen/

Welche Relevanz das ganze Prozedere erstmal für bereits bestehende Anleger hat, tja, davon soll man sich auch nicht verrückter machen lassen als nötig (aber ich weiß eh, wenns dann mal soweit ist, werden schon genügend "hilfe, was bedeutet das? Was soll ich jetzt tun?"-Kommentare geschrieben werden).
Auf Comstage-ETFs wird dann einfach Lyxor draufgestempelt, bzw (grad da wo sie in Konkurrenz zu bestehenden Lyxor-ETFs stehen, wie zB bei den Standardindex World- und EM-Produkten) werden sie mit den Lyxor-ETFs verschmolzen, und für den Anleger geht die Sache auch ganz normal weiter


ChrisS sagt am 07. Mai 2018

@ Venyo

Vieles von dem Eindruck kommt vielleicht einfach daher, dass Leute die frugal leben bzw sich auf den Weg der finanziellen Unabhängigkeit gemacht haben, eben sehr von ihrer Vorgehensweise überzeugt sind - müssen sie ja auch, denn das ist mitunter ein harter Weg, der vor allem sozial noch relativ abseits des mainstreams läuft (bzw wohl schon mathematisch/menschlich bedingt nie mainstream sein könnte).
Auf deutsch gesagt, man muss sich manchmal auch schon Unverständnis und schlimmeres in seinem Umfeld aushalten lassen, wenn man nicht (wie die anderen in der selben Gehaltgruppe) genauso "standesgemäß" lebt wie alle anderen.
Natürlich ist auch klar, dass die dazu benötigten, festen Überzeugungen, auf der anderen Seite für Aussenstehende auch wieder bei ungeschickten Formulierungen manchmal wie Überheblichkeit wirken können, bzw die gute Bewertung der eigenen Vorgehensweise kommt manchmal wie eine mehr oder weniger implizite/explizite Abwertung der "Masse" rüber.

Ob sich das vermeiden lässt, weiß ich nicht - man kann ja noch so wischi waschi weichgespült, lieb und positionslos tolerant schreiben wie man will, irgendeiner wird sich immer auf den Schlips getreten fühlen, von daher würde ich auch noch nichtmal sagen, dass man das unbedingt vermeiden muss - manchmal ist auch etwas Übertreibung und Zuspitzung für die klarere Deutlichkeit des Gesagten ganz gut.
Dann steht wenigstens mal ungefiltert im Raum, was man wirklich meint, und jeder kann sich dazu zustimmend oder ablehnend positionieren.

Auch beim Finanzwesir selbst gibt es ja einige Artikel, die in eine ähnliche Kerbe schlagen, zB

mit ähnlichem Inhalt (aber vielleicht besserer, weniger angreifenden Formulierung?), also das Reichwerden ein harter Job ist, dass das auch viel mit Verzicht zu tun hat, eben nicht nur des Konsums, sondern auch sozial insofern als dass man halt was anders als die breite Masse machen muss, die selbst (weil sie nicht kann oder nicht will) eben nicht diesen Weg geht, und deren schiefe Blicke und Unverständnis man aushalten muss.
Klar könnte man auch hier wieder bei böser Interpretation aus der Aufwertung des eigenen Standpunktes eine Abwertung der anderen, also Überheblichkeit, herauslesen.
Aber im Endeffekt... so what? Die Finanzblogger haben ja auch weder den Anspruch, noch die Pflicht, es allen recht machen zu müssen und bloß niemandem auf den Schlips zu treten, die schreiben ja auch nur für ein bestimmtes Zielpublikum, nämlich im Gegensatz zur breiten Masse eben nur den einen kleinen Teil davon, der was anderes machen will, und für die soll das motivierend wirken.

Klar, wenn man sich auch nicht von allem davon gleichermaßen angesprochen fühlt, bzw von einigem auch abgestoßen fühlt, ist das auch okay.
Mir selbst sind ja auch einige Sachen zu schräg, bzw lese ich einfach nicht mehr - zB wenn ein Tim Schäfer o.ä. mal wieder den xhundertsten Artikel ala "Die Masse ist blöd, verpulvert sinnlos ihr Geld für irgendwelchen Scheiß, und wird am Ende alle in Altersarmut enden!" versus "Hans ist 20 Jahre alt, lebt von Wasser und Brot, und investiert jeden Monat zehntausend Euro in Qualitätsaktien, er hat alles richtig gemacht!" raushaut (ich überspitze natürlich, aber du weißt was gemeint ist ;-), dann les ich mir das auch nicht mehr durch, weil mir das auch nichts neues mehr bringt. :-D


BigMac sagt am 07. Mai 2018

@Venyo: Schön zu sehen, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine bin. ' habe mich schon gefragt, wie solch ein schlechter Beitrag es auf Alberts wöchentliche Liste der Empfehlungen geschafft hat. Normalerweise hat er da ein besserers Händchen.


ChrisS sagt am 07. Mai 2018

auch eine ganz interessante Nachricht, die zeigt wo die Reise hingeht:
"Deutsche Retailbanken verlieren durch Fintechs schon jetzt bis zu 1,5 Mrd. Euro Ertrag"
http://finanz-szene.de/exklusiv-deutsche-retailbanken-verlieren-durch-fintechs-schon-jetzt-bis-zu-15-mrd-euro-ertrag/

Die Hauptverursacher, die Druck auf die Margen der klassischen Banken ausüben, sind übrigens noch nicht mal die die vielgehypten Fintechs im Sinne von Smartphonebanken ala N26 oder die Robos oder sonst (an was man halt zuerst eigentlich denkt, wenn man "Fintech" hört)., sondern eigentlich vor allem die eher wenig aufregenden, bereits bekannten Vergleichsplattformen und Aggregatoren (Check24, Verivox, etc...).

Das Prinzip dahinter muss man sich wohl so ähnlich wie die Wirkung des Onlineshopping vorstellen.
Früher in der (für Banken ;-) guten alten Zeit, konnte sich der klassische Kunde Anton Ahnungslos ja nicht umfassend informieren und vergleichen, sondern konnte, wenn er zB einen Ratenkredit, Baufinanzierung oder Geldanlage etc wollte, eben nur in die örtliche Filiale o.ä. dackeln und nicht viel weiter, hatte also nur einen sehr begrenzten Tellerrand und keinen Überblick, und die Institute auf die man halt angewiesen war hatten damit viel mehr Preisgestaltungsmacht (man musste als Kunde halt nehmen, was man bekam).
Heutzutage können sich die Leute online (klar machen das (noch) nicht alle, aber immer mehr so dass die Banken es schon merken) aus vielen verschiedenen Angeboten das für sie günstigste/rentabelste (was im Umkehrschluss natürlich für die Banken eher schlechter ist) raussuchen, der Konkurrenzpool ist auch viel größer geworden (weg von den bequem abgesteckten regionalen Territorien stehen die Institute nun deutschlandweit, europäisch oder gar weltweit im Wettbewerb), und durch die Technik auch die Wechseleinfachheit/willigkeit gewachsen.
Und da die Rankinglisten der Vergleichsplattformen ihre Ergebnisse eben immer auch vor allem nach Preis sortieren, übt das einen stetigen Druck nach unten aus, dem sich niemand entziehen kann, und so schmelzen die schönen alten Margen halt immer weiter dahin.

Klar ist diese Entwicklung "noch" im Anfang (1,5 entgangene Mrd sind ja erstmal auch "nur" ein kleiner Teil des der gesamten Erträge von 54 Mrd im deutschen Retailbanking), aber das wird wohl immer stärker so weitergehen.
Für uns, also jedenfalls die Nicht-Banker von uns, ist das ja auch nichts schlechtes :-D


Nostradamus sagt am 07. Mai 2018

"Auf deutsch gesagt, man muss sich manchmal auch schon Unverständnis und schlimmeres in seinem Umfeld aushalten lassen, wenn man nicht (wie die anderen in der selben Gehaltgruppe) genauso "standesgemäß" lebt wie alle anderen."

(hat ChrisS geschrieben; [Anmerkung: Irgendwann finde ich nochmal raus, wie man hier zitiert...])

Als "echter Frugalist" sollte man sich tunlichst sein Umfeld so ausuchen, dass es zu einem passt!
Und zwar nicht nur, damit man nicht selbst "in Versuchung" gerät, sondern auch den anderen zuliebe. Ich lebe zwar sparsam, bin aber kein Frugalist.
Ich habe das aber auch schon erlebt, dass beim Cocktails trinken ein Frugalist dabei war, der die Cocktailkarte aufschlägt und dann als erstes die hohen Preise anspricht und sich dann ein Wasser bestellt, woraus er den Rest des abends nippt!
Da fühlt man sich dann fast schon schuldig, sich ein paar leckere Cocktails gegönnt zu haben! Gerade dann, wenn man eben weiß, dass der Kerl eigentlich viel Geld auf der hohen Kante hat, aber an jeder kleinen Ausgabe rummosert.
Das nervt echt und es war auch das letzte mal, dass diese Person mit eingeladen wurde. ;-)
Wenn man frugalistisch leben möchte, sollte man zumindest sozial nicht so anstrengend auftreten und den anderen mit seinem Sparzwang die Laune vermiesen.


Venyo sagt am 07. Mai 2018

@ChrisS: Sorry, aber dein Kommentar geht komplett am Inhalt meines Kommentars vorbei. Ich bin selber total interessiert an der Idee der finanziellen Unabhängigkeit und es geht mir keine Sekunde darum Pro/Kontra der Sache an sich zu diskutieren. Ich fand einfach nur den Blogpost unfassbar dumm.

Seine Argumentation geht einfach komplett an den Argumenten der Gegenseite vorbei...

Er sagt "Ich werte das nicht" und wertet dann. Da ist mir egal ob jemand links oder rechts ist, ob arm oder reich. Sowas ist halt Müll. Ende. Aus. Ob finanziell unabhängig oder nicht: Sowas ist dummes Zeug. Das hat auch nichts mit Arroganz zu tun, wenn man sich selbst widerspricht...

Die Finanzblogger müssen es natürlich nicht allen Recht machen, aber sie könnten zumindest grundlegende Logik beachten und den Leser ernst nehmen und ihn nicht intellektuell über den Tisch ziehen durch unredliche Argumentation oder seine Zeit verschwenden durch qualitativ minderwertige Argumente...

Sorry, wenn ich da etwas abrante. Ich hab es nur hier erwähnt, weil normalerweise die Empfehlungen des Finanzwesirs immer interessant sind und ein gewisses Niveau haben...


ChrisS sagt am 08. Mai 2018

@ Nostradamus

"Irgendwann finde ich nochmal raus, wie man hier zitiert"

genau so, ne bessre Methode gibts noch nicht ;-)

"Wenn man frugalistisch leben möchte, sollte man zumindest sozial nicht so anstrengend auftreten und den anderen mit seinem Sparzwang die Laune vermiesen."

Da ist sicher was dran, und betrifft im Prinzip auch nicht nur Frugalisten oder so - im Prinzip sollte jeder, soweit er kann, sein Umfeld so aussuchen dass es zu ihm passt und er darin glücklich sein kann (und sein Umfeld halt auch mit ihm, ist halt immer ein bissel ne Wechselbeziehung). Da werden sich unterschiedliche Grüppchen zusammenfinden und das ist auch okay so.
Ist auch ein relativ großes Thema in der "persönlichen Optimierungs-Szene" (also allgemein, der finanzielle Bereich davon ist ja nur eine Unterart), das Umfeld und die Entscheidung, mit welchen Leuten davon man sich eher mehr und mit welchen eher weniger abgibt.
Die Empfehlung lautet natürlich, idealerweise sollten das Menschen sein die einen voranbringen, von denen man noch was lernen kann und die sich gegenseitig helfen, während man auf der anderen Seite von Menschen voller Negativität, die einen nur mit runterziehen, eher meidet, aber wie gesagt, im praktischen Leben schafft man das sicher auch nie komplett, sondern ist halt nur ein fortlaufender Prozess.

"Das nervt echt und es war auch das letzte mal, dass diese Person mit eingeladen wurde."

Hm okay, das ist zwar natürlich auch nur meine persönliche Ansichtssache, aber da finde ich euch eher komischer als den Typen o_O
Wenn jemand "nur" ein Wasser trinkt oder was auch immer, macht ihn das für mich nicht gleich zu nem schlechten Gast, sondern interessiert mich eigentlich überhaupt nicht die Bohne - vielleicht wollte er ja auch wirklich nur ein Wasser und nichts weiter, das würde ich auch respektieren (sonst wäre ich eher ein schlechter Gastgeber).
Du sagst er hat die "hohen Preise angesprochen", okay je nachdem wie oft und deutlich kann das vielleicht schon nervig sein, aber insgesamt mache ich meine Bewertung, was ein guter oder schlechter Gast war, nicht an solchen Kleinigkeiten fest, sondern eher allgemein ob er darüber hinaus sonstweiter gute Gespräche geführt hatte etc. (ich nehme mal an er hat nicht die ganze Zeit nur schmollend in der Ecke gestanden... und euch mit seinem doofen Wasser provoziert :-D)
Klar, das ist nur ein Einzelfall, über den speziell es müßig ist tiefer zu diskutieren (kann man auch schwer, wir waren nicht dabei, und deine Aussagen sind ja auch nur deine persönlich gefärbte Einschätzung)

Im Gegenteil, weg vom speziellen Fall, da sieht man insgesamt wieder mal schön bestätigt was oben bereits gesagt ist, warum Sparsamkeit/Reichwerden/FU etc. so ein schwieriger Weg ist, besonders halt sozial.
Man wird eben tendenziell eher schief angeguckt, wenn man nicht mit den anderen "mithält", oder die nehmen es gar noch persönlich ala die Zurückhaltung des Anderen wird interpretiert als "Angriff auf die eigene Verschwendung".
Lustig das man es damit eigentlich auch keinem recht machen kann, wenn man eben nicht genau in der Mitte des Stromes mitschwimmt. Gibt man zuviel aus, heißts "Graf Koks vom Gaswerk will uns wohl mit seinem Protzen beeindrucken" und gibt man zuwenig aus ist man ne Kirchenmaus die anderen die Stimmung vermiest. Irgendwo eckt man immer an, wenn mans nicht einfach wie all die anderen auch macht.
Achja und was "zuviel und zuwenig" überhaupt sein soll, ist dann natürlich auch nicht mehr ne eigene Entscheidung, sondern betrachten die anderen als ihre Beurteilungszuständigkeit?
Ich sag mal so, wär ich das gewesen, wäre es wohl beiderseits auch ganz okay wenn ihr mich deshalb in Zukunft nicht mehr einladet, denn ich glaube auch nicht dass ich mit Leuten, die wirklich so über mich denken, selbst noch groß was anfangen will. :-D

Allgemein gesagt, ich kenn ja das Problem mit dem Umfeld - also nicht das "Wasser trinken", denn ich bin auch kein Asket und gerade mit wirklich guten Freunden ;-) gönn ich mir auch gern nen Trunk, der dann auch viel besser schmeckt ;-) - nein ich meine, dass es im Umfeld eher tendenziell weniger Leute gibt, mit denen man (was zB Finanzbildung etc angeht) auf einer Wellenlänge liegt und sich verständnisvoll unterhalten kann (auch ein Grund warum ich hier öfter schreibe, es macht halt Spaß).
Die Finanzwesir-Leserschaft ist halt noch ein Nischenpublikum. Und wenn man sich dann immer mal wieder auf Partys o.ä. Zusammenkünften befindet, wo die vorherrschende Mehrheitsmeinung eben wirklich der typische Allgemeinmassen-Bullshit ist, gegen den der Finanzwesir ja so ankämpft (das reicht dann von so alten Standarts wie "ein Eigenheim ist automatisch immer eine gute Investition" bis zu Kamellen wie "Aktien sind auch immer unseriöse Spekulation", und natürlich der Klassiker "Mein Finanzberater hat mir da was ganz tolles empfohlen..."), da muss man sich manchmal auch ganz schön zurückhalten, man will ja nicht sozial anstrengend und nervig sein und die Mehrheitsmeinung stören ;-)
Gerade Diskussionen mit Eigenheimlern sind ein absolutes Minenfeld, da merkt man schnell dass man sich garnicht neutral und objektiv drüber unterhalten kann.
Alles was nicht volle hundertprozentige Zustimmung ist, und sei's nur wenn man ganz allgemein einfach mal auf die eher durchschnittlichen langfristigen Realrenditen hinweist (also nur den Mythos "Betongold sei immer eine gute Anlage" ankratzt, ohne speziell ein Wertgutachten über ihre spezielle Immobilie zu erstellen), wird sofort als Angriff auf die persönliche Lebensstilentscheidung aufgefasst, auch wenn das garnicht so gemeint war. Ich kann das sogar insofern ja psychologisch ein bischen verstehen, da ein Eigenheim für die meisten Leute die größte finanzielle Entscheidung ihres Lebens sein wird und man sich lange dran bindet, deshalb kämen einem da Zweifel nur in die Quere, bzw man will auf der anderen Seite aus seinem Umfeld vor allem nur Bestätigung dafür bekommen, dass man damit ja auch "alles richtig gemacht" habe.
Hier wurde ja auch schon (vom Finanzwesir selbst oder einem Kommentatoren, weiß nicht mehr?) dazu amüsanterweise angemerkt, dass sich mit fortlaufende Zeit eher tendenziell immer weiter die Häuslebauer zu den Häuslebauern und die Mieter zu den Mietern sortieren, die angesprochene Grüppchenbildung halt, damit die ersteren sich halt schön immer nur über ihre Häuser unterhalten und gegenseitig auf die Schulter klopfen können :-D Na, wie gesagt, das ist halt ein natürlicher Prozess, muss auch nichts unbedingt schlechtes sein, wenn beide Seiten so zufriedener sind.

@ Venyo

"Sorry, aber dein Kommentar geht komplett am Inhalt meines Kommentars vorbei."

Schade dass du das so empfindest, dann erklär ichs halt nochmal - es ging mir auch nicht, wie du sagst, um den "Inhalt" (also Pro/Kontra von Sparsamkeit und Finanzieller Unabhängigkeit zu diskutieren, denn da glaube ich sind wir alle die hier auf einem Finanzblog kommentieren doch mehr oder weniger dafür), weswegen es auch weniger um die einzelnen Argumente des Artikels an sich ging, sondern eher auf der Meta-Ebene ging es mir darum, dass wenn einem der Artikel arrogant, überheblich und abwertend rüberkommt, versuchen zu erklären warum das so sein könnte, bzw also was eigentlich dahintersteckt.

Wenn du meine Ausführungen dazu nicht interessant und hilfreich findest, dann ist das bedauernswert, aber gut ich habs wenigstens versucht :-D

Wenn du stattdessen wirklich nur die einzelnen Argumente des Artikels auseinanderpflücken willst, können wir dir da wohl auch nicht groß weiterhelfen.
Ich hab den Artikel ja nicht geschrieben, muss ihn also nicht verteidigen. Das klärst du am besten mit dem Autor selbst auf seiner Seite ab anstatt hier andere für deinen Stellvertreterkrieg rekrutieren zu wollen :-D ne nur Spaß.
Aber mal im Ernst, wenn du mit dem Autor sprichst würde ich dabei, damit eine wirklich zielführende Diskussion mit ihm dabei rauskommt, auch ein bischen die Schärfe und das Rantige rausnehmen, also weniger direkt abmotzen dass du es für "Quatsch", "unfassbar dumm" und "Zeitverschwendung" hälst (wie man in den Wald hineinruft, so schallts dann auch hinaus, und das wollen wir ja wohl nicht), sondern lieber dem Autor mit qualifizierten Gegenargumenten erklären warum du das so siehst, so kann er ja vielleicht auch besser daraus lernen, bzw seine Ansichten im einzelnen nochmal so formulieren, dass du sie besser verstehen kannst? ;-)

"Ich hab es nur hier erwähnt, weil normalerweise die Empfehlungen des Finanzwesirs immer interessant sind und ein gewisses Niveau haben..."

Haja, die Diskussion hatten wir auch schon öfter - es melden sich ja immer wieder mal beim Finanzwesir Leute die von seiner Linkliste "enttäuscht" sind o.ä. , weil der ein oder andere Artikel dabei ist, der dem "Konzept" des Blogs (oder was die Leute halt dafür halten) "zuwiderläuft", oder ihnen sonstwie nicht passt, und dann hier (statt auf der Originalseite, wo's eigentlich mehr Sinn und Wirkung hätte) ein Fass darüber aufzumachen.
Dann muss man auch immer wieder neu drauf hinweisen, dass die Verlinkungen nicht als "Empfehlungen" (im Sinne von: das findet der Finanzwesir "gut" und rät allen seinen Lesern auch genauso nachzumachen) gemeint sind, sondern einfach nur den Tellerrand der eigenen Filterblase erweitern soll - wozu eben auch gehört das man nicht nur immer Sachen liest wo man voll zustimmt und die einem gefallen, denn daraus lernt man im Endeffekt auch nichts weiter.
Manchmal sollte man auch Sachen lesen die der eigenen Meinung widersprechen, das muss ja nichts schlechtes sein, denn so wird man sich in der Auseinandersetzung damit ja besser klar, wie die eigene Meinung überhaupt positioniert sind, bzw findet doch ab und zu mal was nachdenkenswertes dabei, wo man seine Meinung anpassen muss.
Dass das nicht jedem Leser auch immer bei jedem Artikel passiert, ist auch okay (da sind wir wieder beim keinen recht machen können), aber ich finde auch nicht dass man deswegen einen Vorwurf an den Finanzwesir richten muss, so als ob er ein Unterhaltungsdienstleister wäre der auch immer nur einem persönlich mundgerechte Ware präsentieren soll.
Klar, so magst du's nicht gemeint haben, ich sags nur allgemein falls jemand in der Leserschaft so denkt.
Wie stehts denn auch unter der Überschrift "Diese Artikel sind mir in dieser Woche in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre aufgefallen." Eben, aufgefallen, nichts weiter. Das heißt, der Finanzwesir selbst fand den Artikel wohl ausreichend interessant und niveauvoll (nochmal, was nicht automatisch "gut und nachahmenswert" oder "ich denke genauso wie der Artikel und jeder sollte genauso denken" heißt), um ihn in der Liste mitzuteilen, bzw er ging halt davon aus dass auch genug andere Leute den Artikel interessant finden würden (und nicht den Unterschied zwischen "interessant" und "gefallen" vergessen).
Wenn ein Leser diese Einschätzung, was Niveau und Informationsgehalt angeht, mal nicht teilt, ist das halt ne Geschmacksfrage, und über Geschmäcker kann man weder streiten, noch glaube ich dass der Finanzwesir wegen so einer Beschwerde seinen Geschmack für die Zukunft danach anpassen und darauf neu ausrichten würde, von daher ists auch relativ müßig.
Oder sagen wir's mal andersrum - man will ja auch Reaktionen hervorrufen, und die Leute ein bischen wachschütteln, und nicht nur mit Gefälligkeiten denen sie eh schon zustimmen in der Filterblase einlullen - in diesem Sinne kann man also fast sagen, tja, Zweck erfüllt ;-)


Problembär sagt am 09. Mai 2018

Ja, die "Tim Schäfer"-Artikel schaue ich auch nicht mehr an. Lebe von Reis, Bohnen in einer kleinen Wohnung am besten ohne Kinder, lege monatlich 50-80% deines Einkommens in Aktien an.

Ich weiß nicht, ob das dann wirklich soviel glücklicher macht. Mich zumindest nicht.


SuperKnuffel sagt am 10. Mai 2018

@ChriS - Danke für die Info bzgl. ComStage!

"Hilfeeeeee, was bedeutet das? Was soll ich jetzt nur tun?!? Sind meine Anteile dann weg?!? Weltuntergang?! -- Schon Wieder!?" ;-)

Glück Auf!
SuperKnuffel


ChrisS sagt am 12. Mai 2018

@ Problembär

"Ich weiß nicht, ob das dann wirklich soviel glücklicher macht. Mich zumindest nicht."

Eben, da ist jeder Jeck anders und solche Hardcore-Botschaften sprechen auch nicht jeden an (können sie garnicht).
Eine bestimmte Gruppe von Leuten findet sowas aber extrem motivierend (sieht man sich nur mal an, dass unter Schäfers' Artikeln, die für mich eigentlich immer gleich und langweilig klingen, trotzdem immer noch jedesmal eine eingefleischte Fangemeinde rege kommentiert), also für irgendjemand scheint das wohl nen Nutzen zu haben, für die und nur für die das geschrieben ist, von daher, jedem das seine... ;-)

Ich habe ja auch nichts gegen den ein oder anderen eingestreuten Motivationsartikel, mir wirds nur zu blöd wenn sonst ausser so Tschakka-Predigten nichts weiter wirklich anderes oder informationsgehaltvolleres mehr kommt :-D

@ Superknuffel

Ja gern geschehn. :-)
Wobei das nicht heißen soll, das es nicht ein paar Erklär-Artikel wert wäre, wenn der Comstage->Lyxor Verkauf dann tatsächlich mal vollzogen worden wäre. Eben um die Leute über das Thema bzw die Mechanismen dahinter aufzuklären bzw Befürchtungen abzubauen. Denn so eine ETF-Einverleibung/Umwandlung ist ja auch nichts alltägliches, da haben die meisten wohl keine Erfahrungen damit.
Das fängt dann beim einfachen "Ja, deine Anteile sind im Prinzip nicht weg und dein Depotwert verändert sich dadurch auch nicht" an, und hört bei so komplizierteren Themen wie den eventuellen steuerlichen Konsequenzen einer solchen Aktion auf.


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