05. Oktober 2018


Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 40 / 2018)

Diese Artikel sind mir in dieser Woche in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre aufgefallen.

FX-Trading und ETFs für den Vermögensaufbau.

Immer mehr deutsche Banken begraben ihre Robo-Projekte.

"Provisionsverkauf ist korrumpierend!" – Interview mit Anette Weiß von geld.wert Finanzbildung.

Adliger Private Banker: Der Serienbetrüger vom Genfer See.

New York

Die Fleece-Weste: Das Must-Have des erfolgreichen Bankers.

Die Ex-Studentin meldet sich.

(awa)

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Kommentare

Joerg sagt am 05. Oktober 2018

@privates Sicherheits- und Militaerunternehmen (https://de.wikipedia.org/wiki/Blackwater)

Vermoegensaufbau mit Forex-Trading ist meiner Meinung nach nur fuer 3-5% der Bevoelkerung eine Option.
Es ist ein Handwerk/ein Geschaeft. Der erhebliche Lernaufwand geht durch alle Bereiche bis zur Arbeit am eigenen Charakter/Persoenlichkeit (vielleicht der wichtigste Aspekt ueberhaupt).

Als Variante lasse ich mir das gefallen, aber ein Anschluss/Vergleich an Vermoegensbildung mit ETFs reicht es ueberhauptnicht heran!
ETF-Sparen ist fuer die Massen und fuer Lieschen-Mueller geeignet. FX-Trading ist was fuer hartgesottene Raubtiere.

Zum ETF-Kauf muss ich wenig wissen, nur die Regel "im Crash nicht verkaufen sondern zukaufen" verinnerlichen.
Einfach Sparplaene aufsetzen und wenig dran rumflicken bis zum Entsparen.

Wieso immer das Argument/das Stereotyp kommt, dass all die Newbie-ETF-Sparer in der Krise panisch alles aufloesen wuerden?

Keine Ahnung, wir werden sehen ... ich bin dann auf der Kaeufer Seite unterwegs ;-)


Philipp123 sagt am 06. Oktober 2018

Man kann mit FX trading also aus 5000 € in 72 Monaten 1.2 Mio. € machen, oder zumindest 100000 €. Das klingt wirklich seriös :D. Mich wundert es, dass nicht alle Trader Millionäre sind.
Im Ernst, ich dachte immer im Währungsmarkt gibt es keinen systematischen Vorteil, oder verstehe ich das falsch? Wie kommt der Autor dann darauf das an die breite Masse zu empfehlen?
Bezweifeln würde ich auch die Aussage, dass de Gesamtmarkt erst seit 1970 so richtig ansteigt. Schaut man sich den Chart in logarithmischer Darstellung an (was durch den Zinseszinseffekt sinnvol ist), sieht die Sache ganz anders aus.


Schneewittchen sagt am 07. Oktober 2018

Auf diesem Blog ein unkommentierter Link zu den Vorteilen des Forex-Handels (ich habe den langen Beitrag nur überflogen und vielen nicht verstanden) mutet etwas seltsam an.
Klar, spiegelt ein Link nicht die eigene Meinung wieder, aber dennoch bleibt mit der Verlinkung die Aussage "Prädikat Lesenswert". Warum ist es also für die ETF-Anleger wirklich lesenswert aus deiner Sicht, Finanzwesir?


CarstenP sagt am 06. Oktober 2018

Natürlich kann man in 72 Monaten aus 5000 EUR 1,2 Mio EUR machen. Ich kann sogar aus 1 EUR in nur einer Woche 10 Mio EUR machen, dafür muss ich doch nur einen Lottoschein kaufen und ein bissel Glück haben...

Es fehlt einfach das Gegenstück in dieser schnell-reich-werden Geschichte:

Viele Amateure werden in 72 Monaten aus 5000 EUR per FX-Trading ca. 0 EUR machen.

Meiner Meinung nach hat FX-Trading mehr gemein mit Spekulation oder einem Glücksspiel als mit langfristigen Investieren.
Währungsspekulationen sind genau das, Spekulation, die Rendite muss also vom Trading selber kommen, d.h. man muss mehr Gewinn durch Gewinner-Trades als Verlust durch Verlierer-Trades erzielen um profitabel zu sein.
Blöderweise wollen die Trader auf der anderen Seite der Trades genau das Gleiche erreichen. FX-Trading scheint mir also ein Nullsummenspiel zu sein, bei dem nach Kosten fast alle verlieren, außer die Handelsplattformen und ein paar erfolgreiche FX-Trader (die Typen mit den besseren Informationen, Insider, Glückspilze usw.).

Irgendwo im Internet habe ich mal diese nette Unterscheidung zwischen Spekulieren und Investieren gefunden:

  • Spekulieren ist das wahrscheinlich erfolglose Bestreben, aus wenig Geld ganz viel Geld zu machen.
  • Investieren ist das wahrscheinlich erfolgreiche Bestreben, viel Geld nicht zu ganz wenig Geld werden zu lassen.

Und um es mit den Worten von Warren Buffett zu sagen, warum vermutlich viele Leute von solchen schnell-reich-werden Schemen angezogen werden:

Because nobody wants to get rich slow.


M.K sagt am 06. Oktober 2018

Der Link zum Traden ist höchst bedenklich.

Die Adresse im Impressum lautet: Kemp House 152-160 City Road,London EC1V 2NX
United Kingdom

Googelt man diese Adresse so wird einem schnell bewusst das es sich dabei um kein gutes Investment handeln kann.

Finanzwesir wie wählst du deine Links für den Rückblick aus ?

Danke und Gruß
MK


Finanzwesir sagt am 07. Oktober 2018

Hallo M.K,

guckst Du hier: https://www.finanzwesir.com/blog/freitagsliste

Gruß
Finanzwesir


Finanzwesir sagt am 07. Oktober 2018

Hallo Schneewittchen,

"Warum ist es also für die ETF-Anleger wirklich lesenswert aus deiner Sicht, Finanzwesir?"

Weil auch ETF-Anlager noch etwas lernen können ;-) Und wenn es ein: "Das mache ich nicht" ist.
Wer nicht will, muss ja nicht. Ist ja kein Lesezwang.
Im Übrigen "lesenswert" heißt nicht "empfehlenswert" oder "bitte nachmachen".
Hitlers Buch ist ist auch lesenswert und die Bücher, die in in den Giftschränken des Vatikans lagern sind sicher leseswerter als das meiste, was man auf Amazon bekommt.
Was bringt der FX-Artikel konkret? Wir lernen: Es gibt da draussen einen Stamm, der die Dinge ganz anders angeht als ein ETFler. Als gute Ethnologen stellen wir uns "janz dumm" und fragen: Warum tun die das?
Oder wir kürzen das mit einem "alles Nazis" ab und sind fertig.
Das bleibt jedem und jeder selbst überlassen. Ich habe meinen Link-Bauchladen und wer sich bedienen mag darf zugreifen.
Alles Weitere hier: https://www.finanzwesir.com/blog/freitagsliste

Gruß
Finanzwesir


M.K sagt am 07. Oktober 2018

Danke für die schnelle Rückmeldung :)

Gruß M.K


Smartinvestor sagt am 07. Oktober 2018

@CarstenP

"Meiner Meinung nach hat FX-Trading mehr gemein mit Spekulation oder einem Glücksspiel als mit langfristigen Investieren."

Das bin ich ganz anderer Meinung. Langfristiges Investieren ist nämlich ein der vielen Arten von Spekulation. Nämlich dass du mit dem viel späteren Verkaufserlös mindestens annähernd so viel konsumieren kannst wie jetzt. Das ist eine rationale Spekulation oder Prognose der zukünftigen Wertentwicklung und auch deines (Über-)Lebens. Emotionales Glücksspiel ist hingegen das Gegenteil von beidem.

FX-Trading ermöglicht nun u.a. diesen beiden Marktteilnehmern, dass sie ihre Bedürfnisse in die Tat umsetzen können und damit gleichzeitig die Liquidität für alle Marktteilnehmer erhöhen. Denn wie willst du sonst jederzeit, wenn dir danach ist, in fremde Währungen investieren, wenn nicht genügend Liquidität vorhanden ist und deine Währung nicht schnell, effizient und fair konvertiert werden kann?

Außerdem können durch die langfristige Investition in wettbewerbsfähige, systematische Trading-Fonds, die mittlerweile für jeden als Liquid Alternatives UCITS-Fonds relativ leicht erhältlich sind, sehr wertvolle unkorrelierte Alpha-Erträge erzielt werden.
Diese Fonds beuten Preisentwicklungen aus, die bekanntlich mittelfristig vorhersagbar sind. Denn die Preisentwicklungen werden überwiegend von Glücksspielern durch ihr gleichartig von Denk- und Verhaltensirrtümern dominiertes irrationales emotionales Verhalten erzeugt.*
Diese rational erzielten Alpha-Erträge können zusammen mit langfristigen Investitionen in andere Anlageklassen die Gesamtportfoliorendite erhöhen und die Volatilität senken und somit die risikoadjustierte Rendite deutlich erhöhen.

Somit hat FX-Trading, genau wie jedes andere Trading, mit den Aktivitäten beider Marktteilnehmer, den Investoren/Spekulanten einerseits und den Glücksspielern andererseits, genau gleich viel zu tun.
Der einzige Unterschied ist, dass es zum Glück viel mehr irrationale Glücksspieler mit vielen kleinen Verlusten in den Märkten gibt als rationale Spekulanten/Investoren. Denn Erstere braucht es, damit Letztere langfristig nennenswerte (Mehr-)Renditen als der Durchschnitt systematisch erzielen können.

Solche Artikel sind daher äußerst wertvoll für langfristige Investoren. Denn die sollten schon ein gewisses Grundverständnis davon haben, woher ihre überdurchschnittlichen Erträge kommen, egal ob mit oder ohne Alpha. Denn damit können Sie ihre Denkfehler beim Investieren verringern und enden nicht eines Tages selber als IYI, der sich und anderen das Leben schwer macht.*

* Diese Denk- und Verhaltensfehler wurden in der Steinzeit fest in unserer Hardware im Oberstübchen verdrahtet und sind auch die Ursache des weltweit auftretenden Phänomens des IYI. Ein "Intellectual Yet Idiot" hat u.a seinen "Overconfidence Bias" nicht im Griff und pathologisiert laut Taleb "andere, weil sie Dinge tun, die er nicht versteht ohne sich jemals zu realisieren, dass es sein Verständnis ist, das u.a. aufgrund mangelhafter Ausbildung begrenzt sein könnte.
Es wird von Taleb in seinem neuesten Meisterwerk "Skin in the Game" anschaulich und unterhaltsam erläutert, siehe Video darüber.
Taleb spricht darin von "that little bit, that is missing, is what makes it or breaks it". Er spricht also von einer Kleinigkeit, die fehlt und die die Denkfehler verursacht.
Joerg bezeichnete "that little bit" analog als "Luecke", die uns "bei der Konstruktion eingebaut worden wäre". Die noch laufende sehr interessante Diskussion darüber hat schon einiges Kopfschütteln hervorgerufen aber auch die bedauerliche Erkenntnis erbracht, dass dieses IYI-Phänomen hier mehr verbreitet ist als befürchtet. :-(

@Schneewittchen

"Auf diesem Blog ein unkommentierter Link zu den Vorteilen des Forex-Handels (ich habe den langen Beitrag nur überflogen und vielen nicht verstanden) mutet etwas seltsam an.

" Klar, spiegelt ein Link nicht die eigene Meinung wieder, aber dennoch bleibt mit der Verlinkung die Aussage "Prädikat Lesenswert". Warum ist es also für die ETF-Anleger wirklich lesenswert aus deiner Sicht, Finanzwesir?"

@M.K

"Der Link zum Traden ist höchst bedenklich." I ch hoffe, dass ihr mit meiner Erläuterung sowie vielleicht dem sehr sehenswerten Taleb-Video und dem "lückenhaften" IYI-Thread noch etwas besser versteht, warum solche Links nicht etwa "bedenklich" oder "seltsam" sind, sondern ganz im Gegeteil seeehr wertvoll!
Denn sie helfen uns, die Auswirkungen unserer Denk- und Verhaltensfehler in der Realität unseres Themas hautnah zu erleben, besser zu verstehen und diese damit nicht nur besser in den Griff zu bekommen, sondern die der anderen sogar vorteilhaft ausbeuten zu können.
Denn überdurchschnittliche Erträge sind es doch, die wir alle hier wollen und die durch diesen tollen Blog vom Finanzwesir ermöglicht werden. Das ist jedoch wegen der eigenen angeborenen Denk- und Verhaltensfehler leider nicht so einfach. Aber mit solchen wertvollen Artikeln können wir uns dafür trainieren und weiterentwickeln.

Daher, lieber Albert, bitte weiter so und möglichst "seltsam", "bedenklich", schwer verständlich und nicht vom zunehmend zu beobachtenden "Kopfschütteln" irritieren lassen. ;-)
Das legt sich früher oder später, oder diejenigen suchen sich ein Blog oder Forum, wo Informationen gleichgeschaltet werden, wie beim "Staatsfunk".


Blackwater.live sagt am 07. Oktober 2018

Hallo Leute,

jetzt habe ich die Kommentare hier auch noch entdeckt. Unter dem Post zur Freitags Frage habe ich schon so einiges geschrieben. Der Finanzwesir hat mit seinem letzten Posting hier auch einiges beantwortet. Niemand ist gezwungen uns zu lesen, bei uns Kunde zu werden oder was auch immer.

FX kann mit mit ETF Sparen nicht vergleichen, dass stimmt. Auch wir provozieren gerne einmal wie der Wesir. Unsere Welt ist eine andere. Aber wäre es nicht langweilig, wenn alle deutschen Finanzblogs nur über ETFs schreiben?

Zum Investment selbst: Bei uns selbst investiert überhaupt niemand, das möchte ich hier deutlich klar stellen. Man kann etwas lernen und setzt selbst auf seinem eigenen Konto etwas um.

Warum sind nicht alle Trader Millionäre? Nun, wir sind uns sicher einig, dass es einige gibt, die genau das sind, so wie bei den ETF Sparern auch welche mit 40 in Rente gehen. Aber eben nur wenige.

Bei FX liegt aus meiner bescheidenen Sicht der Grund, dass eben die meisten Geld verlieren wegen Unwissenheit, Zockerei, fehlendem Risikomanagement, Ungeduld, Gier und Angst, den Market Maker Brokern und vieles mehr. Das sind unsere Themen und darüber schreiben wir.

Niemand von euch Lesern von dem Finanzwesir muss uns gut finden oder lesen. Aber gleich böses zu unterstellen, weil wir kein ETF Blog sind ist nicht ok.

Das FX Trading ein Nullsummenspiel ist, würde möglicherweise bei einem Geldsystem stimmen, indem die Geldmenge begrenzt ist, beispielsweise durch eine Bindung an Gold.
Da die globale Geldmenge aber wächst, ist das System grundsätzlich offen.
Und das ist übringens einer der Gründe, warum auch Aktien und damit die geliebten ETFs die oft gepriesenen 6% p.A. Rendite im 30 Jahresschnitt haben. Das seit Anfang der 70er Jahren bis heute eine Asset Inflation durch Ausweitung der USD Geldmenge statt gefunden hat, ist in der Wissenschaft recht unbestritten. Die Frage ist für uns alle doch nur, wie es weiter geht.

Und ich selbst liebe auch ETFs. So wie ich geschrieben habe, gibt es viele Wege Vermögen aufzubauen. Meinetwegen auch Lotto spielen. Vielleicht schreibt einer mal darüber einen Blog.

Ansonsten habt ihr Recht, wenn ihr sagt, dass langweiliges ETF Sparen nicht mit FX Trading vergleichbar ist. Klar. Manche mögen das eine mehr, manche das andere. Manche beides. Ist doch ok Leute. Jörg schrieb, dass ETF Sparen für die Massen gedacht ist. Recht hat er. Allemal ist das besser wie teure Bankfonds zu kaufen.

Also nichts für ungut Leute, aber bleibt bitte fair wenn mal etwas neues kommt und darüber geschrieben wird. Und wenn ihr es nicht mögt, dann lest es nicht.

Liebe Grüsse von Blackwater


CarstenP sagt am 07. Oktober 2018

"Langfristiges Investieren ist nämlich ein der vielen Arten von Spekulation."

Ja, Spekulieren und Investieren lässt sich nicht eindeutig trennen, aber warum löst das einen dieser wirren und unreflektierten Alpha-Monologe inkl. Taleb und IYIs aus.
Dir ist die Ironie doch hoffentlich bewusst, dass du dich selbst wie ein IYI verhältst indem du andere, die du nicht kennst oder verstehst, derartig bezeichnest.

Mir ging es um die Frage, woher die Renditeerwartung beim FX-Trading kommen soll.
Mir ist kein Grund bekannt, warum man langfristig eine Rendite dafür erwarten sollte, dass man eine Fremdwährung hält. Für das Wechselkursrisiko kann man keine Risikoprämie erwarten, da es vermeidbar ist.
Das hat auch mit der Geldmenge nichts zu tun, ganz im Gegenteil, die Ausweitung der Geldmenge führt eher zu einer Verdünnung und macht eine Währung wertloser (Inflation).
Somit bleibt bloß noch das Trading-Nullsummenspiel, die Renditeerwartung ist 0 und nach Kosten negativ (siehe Devisenmarkt Risiken), außer natürlich für alle überdurchschnittlichen Trader...
Aber du bist der Alpha-Experte, nenne uns doch einfach ein paar investierbare Fonds (am einfachsten US mit Ticker), die schon über 10 Jahre am Markt sind und mittels FX-Trading ihre Anleger glücklich machen, dann kann man ja mal prüfen, was die Profi-FX-Trader realistischerweise an Rendite/Risiko geliefert haben.

Beim Investieren geht es auch darum eine Rendite/Risiko-Erwartung zu entwickeln:

  1. Bei Anleihen ist das ziemlich eindeutig, damit verpflichtet sich der Schuldner zur Rückzahlung und Zinszahlungen.
  2. Bei Aktien ist es schwieriger, man wird zum Miteigentümer und trägt das Verlustrisiko und erhält Anspruch auf einen Gewinnanteil. Relativ zu Anleihen wird aber klar, dass Aktien riskanter als Anleihen vom gleichen Unternehmen sind und daher rationalerweise eine Risikoprämie im Kurs eingepreist sein sollte, sodass sich eine höhere Renditeerwartung ergeben sollte.
  3. Bei Fremdwährungen (hier geht es nicht um den Currency Carry Trade) ist meine Renditeerwartung 0 plus das Wechselkursrisiko, weil ich keinen fundamentalen Grund kenne, dass das anders sein sollte. Amateur-FX-Trading scheint nur Hin und Her zu sein, was bekanntlich die Taschen leer macht und eher einem Glücksspiel ähnelt.

Geduld+Spucke sagt am 08. Oktober 2018

"Da die globale Geldmenge aber wächst, ist das System grundsätzlich offen."

Da würde mich persönlich sehr ein Mechanismus interessieren wie (rein theoretisch) beim Handeln von Währungspaaren alle Beteiligten zusammen gewinnen können?

Ansonsten würde mich interessieren, wie ein Privatmann mit 5000 Euro und einem Konto bei einem Onlinebroker (nach Kosten) einen Stich gegen milliardenschwere Banken und Hedegefonds machen kann, die bewaffnet sind bis an die Zähne mit bestens bezahlten Mitarbeitern, diversen Informationsdiensten, fetten Computern und einer 20m kurzen Internetleitung zur nächsten Börse?


Blackwater.live sagt am 08. Oktober 2018

@Geduld+Spucke

Cooler Name, hat was muss ich sagen.

Also, ich gehe gerne mal darauf ein und aufgrund der vielen Fragen, die dieses Wochenende eingetrudelt sind, wird es auch einen Post bei uns dazu geben. In Kurzform hier erst einmal:

In Ihrer Frage liegt auch schon ein Teil der Antwort. Und das ist kein asiatischer Koan. Im FX, nicht an der Börse!!, interessiert sich keiner dieser Big Player für einen Privatmann mit 5.000, 50.000 oder 100.000 EUR. Der Devisenmarkt ist der größte Finanzmarktplatz der Welt und hat an guten Tagen den Jahresumsatz der NYSE an Volumen. Da sind die privaten Trader ein Häufchen Nichts.

Die besagten Banken, Hedgefonds und Co. sind kein Gegner wie man meint, eher das Gegenteil, wer bei einem echten ECN Broker handelt, hat diese unter anderem als Liquiditätsanbieter. Anders als an dem Mini Finanzmarktplatz Börse, bei dem man immer hoffen muss, dass etwas steigt und seien es nur die Gesamtindizes, spielt das in FX gar keine Rolle. Hier geht es nur um Bewegungen, egal wohin.

Die FX Broker kosten einen Bruchteil dessen, was man bei Akienbrokern und Direktbanken zahlt, wenn man das Volumen mal gegenüber stellt. Für ein Lot Volumen, dass sind 100.000 USD nimmt ein ECN Broker um die 4 USD. Damit kann man echt leben.

Wie können nun alle Beteiligten gewinnen?

In dieser Frage steckt das gleiche Problem, was ihr ETF Jungs ja auch habt und auch ich bin u.a. ein "ETF Junge". ;-)
Asset Meltown. An dem Tag, an dem eine Mehrheit von Menschen mehr Geld verbraucht statt einzuzahlen, müssten global gesehen ja Probleme entstehen, wenn die Geldmengenausweitung, wie seit den 70ern nicht weiter voran getrieben wird. Das ist jetzt einfach formuliert, aber diese Theorie ist anerkannt und sicher auch bekannt. Also bitte nicht wieder gleich bashen.
Also FX ist in diesem Punkt den Aktienindizes Investments gleich, denn beides lebt davon, dass die Geldmenge wächst. Wäre das nicht so, hätten wir ein geschlossenes System und nur eine Verschiebung innerhalb der Assetklassen. Dann wird des mit den 6% oder gar 9% p.A. im 30 Jahresschnitt bei den ETFs auch nichts.

Sparen wir deshalb nicht mehr in ETFs, weil obiges passieren könnte? Oder weil xyz passiert? Oder, oder, oder? Nein, stur durchziehen. Das Finanzsystem ist so wie es ist und wir versuchen das Beste daraus zu machen.

Einer der Denkfehler ist das, was Sie beschrieben haben im FX Trading. Die Leute konzentrieren sich auf Punkte, die gar nicht ursächlich für das Scheitern sind. Nicht die "Gegner" , böse Banken und was weiss ich noch verursachen das Scheitern, sondern Ungeduld, Angst, Gier, Unwissenheit, Zockerei, kein Risikomanagement, Bucket Shop Broker und und und. Das sind die Themen, bei denen es bei uns geht.

Klar machen wir auch unsere Rechnungen auf, gerade bei Sweet16 und rechnen mit dem Zinseszinseffekt. Wie alle das tun. Aber was dadurch erreicht wird ist, dass Menschen das Potential erkennen, was diese Effekte haben. Und da hat die Bevölkerung in Deutschland noch Nachholbedarf, wie wir alle wissen.

@CarstenP Wir halten keine Währungen, daher haben Sie recht in ihrer Aussage. Durch das Halten von Währungen entstehen meist Verluste, ausser man hat Swap Erträge und der Kurs versemmelt einem diese nicht.

@ All @ Finanzwesir

Ich möchte mich an dieser Stelle entschuldigen, falls jemand sich unnötig aufgeregt hat. Der Finanzwesir hat uns nochmal verlinkt, mit unserem FX Thema. Das war nicht abgesprochen, sondern eine Überraschung. Das ist in gewisser Weise schön, weil wir eine Menge Mails hatten, viele Fragen beantworten konnten und eine Menge netter Menschen kennen gelernt haben. Lieber Finanzwesir, danke dafür!!

Die, die kein Bock auf uns haben oder warum auch immer angenervt sind, von unserer Erklärung hier oder weil wir überhaupt leben: Leute ich versteh euch nicht. Es zwingt doch keiner euch uns zu lesen, den Link zu klicken oder Kunde zu werden. In dem anderen Post vom Wesir meint ein Leser (42sucht21) , wie haben gar keine Kunden und das die Seite vom Finanzwesir durch unseren Kommentar uninteressant wird.

Hallo? Was ist denn das für eine Gedankenwelt. Hätte man die 1990 erlernt und beibehalten, wäre man heute in Tagesgeld "investiert".

FX wird sicher nicht für jedermann sein. Aber das sagt weder der Wesir, noch behaupten wir das irgendwo. Unsere Seite ist voll von Warnung, Hilfen, Ratschlägen. Wer das alles überlebt und dann startet, der weiss, dass ist Risikokapital und ich wage mal etwas neues.

Nein, FX ist sicher keine Rentenversicherung und kein Sparbuchersatz. Und es ist kein Ersatz für ETFs. Auch das kann man auch bei uns überall lesen!

Der Wesir hat uns gebeten, noch zu erklären, was unsere Motivation ist. Das habe ich vergessen. Nun mache ich das hier:

FX, gerade im deutschen Netz, ist ein Thema was voll von "Bullsh..., stupid german money" und falschen Versprechungen ist. Und eine Menge Leute zocken unwissend rum, wie sie es auch mit Krypto oder binären Optionen tun.

Wir wollten mit Blackwater eine Seite schaffen, die das FX Thema auf einen gesunden Boden holt. Es bleibt Risikokapital, ja klar. Aber wir helfen unseren Kunden mit vollem Support, der Beantwortung aller Fragen und Handelssignalen etwas zu lernen und einige EUR zu verdienen. Es ist alles transparent erklärt, unsere Mitglieder erhalten Tutorials und vieles mehr. Was soll denn daran "Abzocke" sein? Das ist sehr einseitig gedacht.

Ich hoffe, dass ich mit diesen Ausführungen niemand verschreckt habe. Und lieber Finanzwesir, sorry für dein stressiges Wochenende wegen dieser Verlinkung. ;-)))

Wenn jemand Döner mag aber keine Pizza, dann soll er Döner essen. Ist doch ok. Deswegen sind die Menschen die Pizza essen nicht schlechtere Menschen.


CarstenP sagt am 08. Oktober 2018

"An dem Tag, an dem eine Mehrheit von Menschen mehr Geld verbraucht statt einzuzahlen, müssten global gesehen ja Probleme entstehen, wenn die Geldmengenausweitung, wie seit den 70ern nicht weiter voran getrieben wird. Das ist jetzt einfach formuliert, aber diese Theorie ist anerkannt und sicher auch bekannt. Also bitte nicht wieder gleich bashen. Also FX ist in diesem Punkt den Aktienindizes Investments gleich, denn beides lebt davon, dass die Geldmenge wächst.

Wilde Behauptungen aufstellen und sich dann vorm Bashing drücken wollen, soso:

Unter Verschwörungstheoretikern mag das eine anerkannte Theorie sein, unter Ökonomen ist sie es mit Sicherheit nicht.
Wenn jemand seine Aktien verkauft um mehr Geld zu haben, dann muss jemand anderes diese Aktien kaufen und der hat dann weniger Geld.
Das Wechselspiel zwischen Geldmenge/Inflation und Aktienmarkt ist sehr komplex und ist ein anderes als das Wechselspiel zwischen Geldmenge/Inflation und Devisenmarkt.
Jedenfalls ist es eine unlogische Schlußfolgerung, die Geldmengenausweitung für die Rendite von Aktien alleine verantwortlich zu machen um damit FX-Trading eine Rendite größer Null anzudichten.


42sucht21 sagt am 09. Oktober 2018

@Blackwater.live.

"In dem anderen Post vom Wesir meint ein Leser (42sucht21), wie haben gar keine Kunden und das die Seite vom Finanzwesir durch unseren Kommentar uninteressant wird. Hallo? Was ist denn das für eine Gedankenwelt."

Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Da habe ich mich wohl zwei Mal missverständlich ausgedrückt und möchte das einmal versuchen aufzuklären da Sie meine Gedankenwelt ansprechen:

a) Ich kann mir vorstellen das Sie Kunden haben. Ich persönlich glaube nur Ihren Satz nicht, "Stand heute nicht einen einzigen unzufriedenen Kunden". Sie können sich sicher vorstellen, was das im Umkehrschluss für mich bedeutet.

b) Ich sprach davon, dass für MICH die Finanzwesir.com weniger interessant wird u.a. durch verschiedene Themen-Verlinkungen Freitags, die Begründungen des Wesirs dazu und die Schreibweise mancher neuer Kommentatoren dieser Themen.

Ich meinte dabei gar nicht unbedingt Ihren Kommentar. Ich glaube einfach, diese Themen ziehen andere Personen mehr an als mich und ich möchte meine Zeit nicht auf Blogs verbringen, auf denen ich vielleicht bald Kommentare lesen werde, wie der auf Ihrem Sweet-16 Blog von 'Sandra' am 7.10. (ich hoffe ich darf das hier in der Länge zitieren): "Klar weiss ich auch, dass es nicht jeden Monat 10 oder gar 16% Plus gibt. Logisch. Selbst wenn es in einem Jahr sagen wir mal hypothetisch 40% wären, halloooo? Das wäre supergeil und wo geht das sonst?".


Henning sagt am 09. Oktober 2018

Meine Güte, was ist denn hier los!
Ich glaube, wir sind doch alle mit der gleichen Intention auf diesen oder ähnlichen Seiten unterwegs oder lesen Herrn Kommer, nämlich unser Vermögen so gut es geht aufzubauen, ohne auf irgendwelche Produkte der Banken hereinzufallen.
Aber das ist den meisten von uns bestimmt schon passiert, auf jedenfall dann, wenn man die 50 Lebensjahre durchschlagen hat. Bis vor nicht allzu langer Zeit waren Anlagestrategien außerhalb des Bankgebäudes Teufelswerk.
Heute investieren wir in ETFs, wo die meisten Bundesbürger immer noch urteilen würden, das man sein Geld dabei nur verlieren kann, weil, mein Banker hat gesagt das ist Quatsch.
Das Trading mit Forex existiert und funktioniert, bei Einhaltung wichtiger Regeln, ist so glaube ich unumstritten und das ist nicht auf dem Mist des Blackwater-Blogs entstanden.
Es ist sicher anders, aber darum schlechter?
Ich habe mittlerweile soviele finanzielle Konstrukte laufen, auch durch meine Selbstständigkeit,(manche auch mehr schlecht als recht), das ich es probieren werde. Im schlimmsten Fall versenke ich eine kleine Summe, habe ich auch schon für besch...... Urlaube.
Übrigens, der Frage, ob Mercedes oder BMW das bessere Auto ist, kann man aus dem Weg gehen, indem man eine andere Marke fährt, so ist mir dieser Streit "schietegal"!
Jeder kann, keiner muß, in dem Sinne ein schöner Abend und ein intensiver Traum von finanzieller Unabhängigkeit.


Geduld+Spucke sagt am 09. Oktober 2018

@Blackwater.live

Leider habe ich den Mechanismus noch nicht verstanden, wie beim Handeln von Währungspaaren alle Beteiligten gewinnen können. Vielleicht kannst du es noch ausführlicher erklären?

Ich kann aber gerne skizzieren, warum der Aktienmarkt langfristig 9% p.a. Rendite abwerfen kann und alle etwas davon haben.
Aktiengesellschaft kaufen Waren und Dienstleistungen ein, stellen Waren und Dienstleistungen her und verkaufen diese zu einem höheren Preis am Markt.
Stellen wir uns z.B. einen Autohersteller vor. Der Gewinn ist die Belohnung für das unternehmerische Risiko.
Die typische Aktiengesellschaft macht 7% Gewinn, schüttet die Hälfte aus (3.5%) und mit dem Rest kauft sie Aktien zurück oder weitet die Geschäftstätigkeit aus.
Dann kommen noch mal 1.5% durchschnittliches Wirtschaftswachstum durch Effizienzsteigerung und 1.5% Inflation drauf und Voila: Wir kommen auf ca. 10% Gewinn pro Jahr.
Hin und wieder geht eine Firma pleite, das ziehen wir noch ab und kommen auf 9% pro Jahr für den Aktienmarkt. Dafür brauche ich nicht einmal groß handeln, buy and hold reicht.
Dann kriegen wir die 3,5% Dividende cash und die restlichen 5.5% über das Wachstum derselben durch Aktienrückkäufe, Investitionen, Effizienzsteigerung und Inflation.
Dazu brauche ich keine Gegenpartei, die mir mehr für meine Aktien zahlt, als ich selbst bezahlt habe. Und das heißt, mein Gewinn ist nicht der Verlust eines anderen. Sondern es gibt einen sinnvollen volkswirtschaftlichen Deal, Geld gegen das Tragen von wirtschaftlich nützlichen Risiken.

Daß die Risikoprämie bleiben wird ist wahrscheinlich, weil wirtschaften mit Risiken verbunden ist.
In einer arbeitsteiligen Gesellschaft macht keine Firma alleine Gewinn, sondern ist Teil der Gesamtwirtschaft. Hin und wieder hakt es im Netz der Wirtschaft, dann werden Mittel fehlallokiert, Fehlinvestitionen abgeschrieben etc.
Dann kracht es gehörig und danach geht es weiter. Weil diese Risiken bestehen, will der Unternehmer zu Recht dafür eine Vergütung erhalten. Klar können wir nicht alle gleichzeitig und nur von unseren Aktiendepots leben und keiner arbeitet mehr, das ist schon klar. Aber da sehe ich aktuell auch keine Gefahr.

Wer gewinnt:
Der Unternehmer (Aktionär) erhält die Risikoprämie. Der Kunde erhält die Produkte, die er benötigt. Dazu noch jedes Jahr insgesamt 1.5% mehr bei gleichem Arbeitsaufwand. Alle sind zufrieden.

Zum Thema David gegen Goliat:

Im FX, nicht an der Börse!!

Bin mir nicht sicher, ob der Name des Handelsplatz hier entscheidend ist. Jedenfalls bewegen sich täglich ziemlich große Warenströme zwischen z.B. der EU und den USA, deren Wert durch den Wechselkurs bestimmt wird.
Und damit haben unglaublich viele Menschen auf der Welt ein Interesse an diesem einen Preis. Und das spricht sehr für einen unglaublich effizienten Markt.
Und sollte der tatsächlich wider Erwarten so ineffizient sein, warum tradet nicht z.B. die deutsche Bank Währungspaare? Hundert Millionen investiert (soviel sollten die noch rumliegen haben), nach einem Jahr 2 Milliarden, nach zwei Jahren 40 Milliarden Gewinn und die deutsche Bank hat keine finanziellen Probleme mehr.


Blackwater.live sagt am 11. Oktober 2018

Guten Morgen Leute,

erst einmal herzlichen Dank, dass wir alle wieder auf konstruktivem Boden gelandet sind. Ich wollte schon eigentlich nichts mehr hier schreiben, weil das niemand mehr geholfen hätte. Schön jedenfalls, dass ich den Pranger verlassen durfte. ;-)

@42sucht21
Ich weiss das es Menschen gibt, die falsche oder überzogene Erwartungen haben. Aber seien Sie bitte versichert, dass ich diese regelmässig korrigiere.
Das ist in dem ETF-Lager auch nichts anderes. Dort wird auch geschrieben, ich habs mit 40 geschafft und ähnliches.
Wir wissen alle, dass kann sein, muss aber nicht. Wir wissen es nicht. Dennoch ist uns allen dieser Gedanke wichtig die Chancen zu nutzen, die sich bieten.
Wenn jetzt jemand bei mir postet und schreibt hey, wenn wir 40% in einem Jahr machen wäre das super, dann hat er/sie/es recht. Das wäre super. Aber es ist nicht garantiert, wie nichts auf der Welt. Und ein Zinseszinsmodell hochzurechnen ist das gleiche, was die ETF Jungs auch machen. Auf dem Weg zum Ziel gibt es viele Unwägbarkeiten.

Was ich auch gerne erklären möchte ist dieses: Wir haben bis heute keinen unzufriedenen Kunden, aber ich habe an anderer Stelle ja auch schon gesagt, dass wir noch sehr jung im Netz sind.
Und vor Kurzem kommentierte eine Leserin bei uns, lasst euch Zeit, die unzufriedenen Kunden kommen noch. Recht hat sie, denn es wird auch schlechte Zeiten bei uns geben, wie beim ETF sparen auch. Und manche, die meine Worte ignoriert haben werde dann sagen, "oh ihr seid voll schlecht". Also Geduld. ;-)

@Geduld&Spucke:
100% Agree bei Ihrer Aktienerklärung.
Ich habe dazu nur angemerkt, dass wir alle von einem expansiven Geldmodel profitieren. Sonst würde das etwas weniger dynamisch aussehen. Auch ich bin Aktionär und vertrete keine Gegenposition dazu.
Was ich mache ist, den Leuten auch klar zu sagen, wenn es knallt wird es nicht schön. Nach über 10 Jahren Boom weiss kaum noch einer was Kursverluste sind. Und wenn wir uns die meisten Blogs anschauen und viele der Follower, sie starteten alle in den letzten 10 Jahren.

Was ich mir wirklich wünsche -das ist KEIN Zynismus- das wir hier alle auch schreiben und zusammen uns pushen, wenn es crasht und diese Hausse vorbei ist. Denn dann wird die Spreu vom Weizen getrennt. Und was gibt es schöner als in einem Weizenfeld zu sitzen?

Noch zu den Big Banks:

Gut, dass Sie das nochmal angeführt haben. Mal so gefragt, warum hält die Deutsche Bank im Eigenhandel nicht einfach nur ETFs? Gleiche Rechnung, nur etwas langfristiger, dann sind alle Probleme gelöst. Würde sie das machen, beispielsweise seit sagen wir 2008, dann müsste sie heute bombastisch da stehen.

Ganz im Ernst, was wissen wir schon was solche Giftküchen traden oder halten?
Fakt ist, dass Banken FX traden, auch die Deutsche Bank(kann ich aus eigener Erfahrung sagen ;-))) )
Manche Banken, verdienen im Eigenhandel Milliarden und das hat auch die Deutsche Bank lange Zeit getan, bis sie nach der Krise 2007/2008 mehr und mehr ausgestiegen ist.
Heute ist das Geschäft bei den US Banken, bei Nomura, bei Chinesen und was weiss ich noch wem.

Aber es gibt noch einen anderen Aspekt: Auch FX hat Grenzen, trotz seiner Größe als größter Finanzmarktplatz der Welt.
Man kann nicht einfach X Volumen hochrechnen. Ihr kennt das von den Aktien.
Auch hier kann man 500.000 EUR anders handeln als eben 5 Milliarden. Und das ist in FX nichts anderes. In FX paar tausender hochzutragen, dass ist eine Sache.
Kommt einer mit ner Mio um die Ecke, sieht es schon anders aus, vor allem weil man den im FX standardmäßigen Leverage Handel berücksichtigen muss, der im Aktienbereich noch eher weniger zu finden ist. (wobei in GB wird schon fleissig gehebelt um GB Stempelsteuer zu umgehen) Zumindest reicht dann der deutsche Bucket Shop Broker nicht mehr aus ;-) (ok, dass war nun wieder Zynismus.)

Ich glaube wir sind uns alle hier einig, das Geld kommt nicht vom Bankautomaten und nicht vom Nanny Staat. In all diesen Anlageklassen gibt es einen Preis und der muss bezahlt werden.

In FX habe ich definitiv das Problem, dass eine Gruppe still und heimlich damit arbeitet und erfolgreich ist, man aber nichts davon erfährt.
Und eine andere Gruppe ist furchtbar unseriös und es erweckt den Eindruck, das FX so etwas wie ein Casino und eine Spielautomatenhöhle ist.
Das ist sehr schade. Ich will mit Blackwater.live unter anderem eine ausgeglichenere Position vertreten. Ich merke, dass wird nicht einfach. Aber ich versuche es.

Und wenn Leser xyz nach Ende eines Jahres dann 40% hat, dann würde es mich sehr freuen, keine Frage. Aber ich freue mich genauso um den ETFler, der in der Mitte seines Lebens in Rente gehen kann.


42sucht21 sagt am 11. Oktober 2018

@Blackwater.live

ich hoffe, Sie erhalten ordentlich traffic vom Finanzwesir.com. Sie beiden haben ja die gleiche herangehensweise wenn ich den Text auf Ihrer 'legal/' Seite mit diesem Blog vergleiche: "Blackwater.live ist ein unabhängiger Finanzblog, .... Wir helfen Menschen selbst ihr Geld in die Hand zu nehmen und selbstständig zu denken und zu entscheiden."
Sieht ja nach einem perfect match aus.

Halt, einen kleinen Unterschied zum Weltportfolio mit ETFs habe ich dann doch noch etwas weiter oben auf der 'legal/' Seite gefunden: "Rechtlicher Hinweis zum FX-Service: Grundsätzlich besteht die Gefahr, das gesamte eingesetzte Kapital und sogar darüber hinaus zu verlieren." Aha.


Blackwater.live sagt am 11. Oktober 2018

@42sucht21

Wie ich schon oft sagte, gibt es eine Menge Unterschiede zwischen FX zum ETF kaufen und passiv halten.

Und den Hinweis auf der Legal Seite müssen wir verpflichtend geben, alleine schon wegen dem Zusammenhang mit einem Broker. Das ist wie bei McDonalds in den USA: "Achtung, an dem Kaffee können Sie sich den Mund verbrennen, da er heiss sein könnte".

So ist das in der schönen neuen Welt. Und die Warnhinweise werden eben immer mehr. Vorsicht Sie leben, dass könnte mit dem Tod enden!

Lieber 42sucht21, wir sind voll mit Warnhinweisen damit jeder dann gleich sagen kann, ja das passt zu mir oder nein, dass passt nicht zu mir. Aber das betrifft das FX Thema. Ansonsten sind wir einfach auch ein Internetblog wie viele andere auch. Lesen Sie doch einfach ab und an mit, dass würde uns sehr freuen. Liebe Grüße


Smartinvestor sagt am 11. Oktober 2018

@CarstenP

"Ja, Spekulieren und Investieren lässt sich nicht eindeutig trennen, aber warum löst das einen dieser wirren und unreflektierten Alpha-Monologe inkl. Taleb und IYIs aus."

Von den stereotypischen Begriffsfehlern angeregt, habe ich versucht, die gemeinsame Ursache der Spekulations- bzw. Alpha-Erträge einerseits und des IYI-Phänomens andererseits klar herauszuarbeiten.
Auch weil über beides hier ohne nennenswerte Fortschritte diskutiert bzw. sinnbefreit gebasht wird. Kein Wunder, denn die gemeinsame Ursache sind die bei allen Menschen ähnlichen, angeborenen Denk- und Verhaltensfehler. Wer hätte das gedacht?

Das verwirrt vermutlich, weil eklatante Kentnislücken bei der Verhaltensökonomie klaffen.
Unbeherrscht wird durch diese Fehler nämlich immer wieder das gleiche stereotypische Oberlehrer-Verhalten nach der fast schon kulthaften Freitagsliste mittels bekannter Reizthemen-Trigger, wie z.B. von sogenannten Klimaleugnern und "bedenklichen" Finanzlinks, verursacht.
Ganz ähnlich werden auch Vorhersagbarkeit bei Preisentwicklungen und entsprechende Alpha-Ertragspotenziale verursacht.

Z.B. hat Albert bei der Liste vom 30.8.2018 über seine Gaudi berichtet, dieses Verhalten nach Belieben mit Links auf sogenannte Klimaleugner-Artikel vorhersagbar zu reproduzieren und sogar darauf zu wetten:

"So ging das hin und her und am Ende hat Mr. Hyde gewonnen und hab das Ding noch mal reingeschmissen und Wetten mit mir abgeschlossen ob jemand anbeißt und wenn ja, wie lange es dauert... ;-)"

Die Verhaltensökonomie macht diese Manipulierbarkeit irrationalen Verhaltens von vermeintlichen Selbstentscheidern transparent.
Das ermöglicht deren systematische Nutzung sowohl für lehrreiche drollige Wesir-Späße mit vorhersagbarem Oberlehrer-Verhalten als auch für systematische Mehrrendite im Depot.
Aus denselben primär psychologischen Abhängigkeiten erwachsen nämlich ähnlich gut vorhersagbare mittelfristige Preisentwicklungen. Zur systematischen Erzielung von unkorrelierter Mehrrendite muss man nun einerseits Kenntnislücken bei der Verhaltensökonomie schließen und braucht andererseits u.a. auch FX-Trading.

"Dir ist die Ironie doch hoffentlich bewusst, dass du dich selbst wie ein IYI verhältst indem du andere, die du nicht kennst oder verstehst, derartig bezeichnest."

Diese komplexen verhaltensökonomischen Zusammenhänge lassen sich nun mal durch (Selbst-)Ironie, die offensichtlich unter die Haut geht und starke Gefühle auslöst, m.E. am besten nachvollziehbar machen und merken, damit wir alle miteinander hier (endlich) weiterkommen. Nehme das dafür gerne auf mich, keine Sorge. ;-)

"Aber du bist der Alpha-Experte, nenne uns doch einfach ein paar investierbare Fonds (am einfachsten US mit Ticker), die schon über 10 Jahre am Markt sind und mittels FX-Trading ihre Anleger glücklich machen, dann kann man ja mal prüfen, was die Profi-FX-Trader realistischerweise an Rendite/Risiko geliefert haben."

Danke für die seltenen Blumen :-)
Bekanntlich habe ich keine reinen FX-Trading-Fonds, sondern fokussiere auf breit diversifizierte reine Alphafonds ("Managed Futures Liquid Alternatives").
Die traden nicht nur FX. Und ich habe die bereits mehrfach genannt. Sie machen mich in der Tat seit rund 20 Jahren antifragil glücklich, also schon lange vor Talebs bahnbrechender Entdeckung. Wie willst du das denn prüfen?

Wie Interessierte das auch erreichen können, versuche ich hier altruistisch zu teilen. Darüber diskutieren wir im Alpha-Thread und im Finanz-Onanisten-Thread nun schon seit einigen Monaten sehr intensiv.

"Amateur-FX-Trading scheint nur Hin und Her zu sein, was bekanntlich die Taschen leer macht und eher einem Glücksspiel ähnelt."

Du kennst offensichtlich "nur" die Downside. Jeder Downside steht aber auch eine Upside gegenüber.
Die kann man jedoch nur dann kennen und nutzen, wenn man auch die Verhaltensökonomie kennt. Das an den Märkten überwiegende, irrationale Glücksspiel verursacht nämlich mittelfristig vorhersagbare Preistrends durch ähnliche Denk- und Verhaltensfehler.
Die o.a. reinen Alphafonds beuten wiederum diese Preistrends durch systematische Spekulation u.a. mittels FX-Trading als Ertragsgrundlage aus. Das fand mit dem 2013 Robert Shiller und Eugene Fama zuerkannten Wirtschaftsnobelpreis höchste wissenschaftliche Bestätigung und Anerkennung.
Es steht mittlerweile jedem zur vorteilhaften langfristigen Investition im eigenen Depot zur Verfügung, wie ich das in den o.a. Threads detailliert beschreibe.

Nichts für ungut, aber bitte das vor weiteren "unreflektierten" Äußerungen selber ausreichend zu reflektieren, um nicht auch noch als IYI... ;-)
Und wenn dir meine "Alpha-Monologe" zu lang sind - andere sind aber auch aus gutem Grund noch länger! - dann fasse die dafür ursächlichen komplexen Zusammenhänge doch bitte einfach kurz zusammen, damit sie für alle hier hoffentlich noch klarer werden und diese elementar wichtigen Grundlagen zukünftig ohne Wiederholung gut sitzen.
Mein begrenztes Schreibtalent hindert mich bislang leider noch daran. Vielleicht kann sich auch unser Wesir mit seinem Talent (wieder) mal daran versuchen.. ;-)


42sucht21 sagt am 12. Oktober 2018

@Blackwater.live

Es besteht da qualitativ ein Unterschied ob auf einem Kaffeebecher für ein Heißgetränk 'Achtung könnte heiss sein' drauf steht oder ob Anfängern gegen Gebühr, auf einem anonymisierten Businessblog eines für 18 Euro in London gegründeten Unternehmens ohne wirkliche Adresse mit einer zumindet für mich gestern nicht erreichbaren Handynummer irgendwo hinter Agenturbildern von hübschen Models und Bankerinnen, kinderleicht zu erreichende, exorbitante Renditen suggeriert werden für sehr komplexe Finanzspekulationen.
Ich zitiere:

"Mit Sweet16 traden inzwischen viele Menschen erfolgreich Forex, die vorher nicht einmal wussten was das ist...Eine erfolgreiche Mum und Hausfrau, eine 25 jährige, ein Teilzeitjobber....Sweet16 ist einfach, ist schnell erlernbar, ist profitabel....".

Der bereits weiter oben genannte 'jährlich nur 40% halloooo' Kommentar der Userin Sandra zeigt ja die Erwartungshaltung.
Woanders heisst es, das ganze sei "ein Experiment". Irgendwo auf einer 'legal/' Seite wird dann darauf verwiesen, dass Sie natürlich keine Anlage- oder Produktberatung machen sondern lediglich Wissen vermitteln, und Verluste natürlich eigene Schuld sind.
Die Verluste können nicht nur Totalverlust des eingesetzten Kapitals sein sondern darüber hinaus gehen und Existenzen vernichten. Da besteht ein qualitativer Unterschied zum ehrlichen Angebot und absichtlichen Kaufs eines heißen Kaffees im Becher.

Alle die bei Ihnen mitmachen möchten sollten sich Fragen:

  • Wenn das wirklich so funktioniert viel Rendite zu erhalten, warum machen die Jungs und Mädels von Blackwater.live das nicht einfach selber und werden reich.
  • Warum sind sie auf die Einnahmen aus dem Abo-Geschäftsmodell mit anonymen Blog angewiesen?
  • Kann ich als Privatperson wirklich so ganz nebenbei nach der Wissensvermittlung gegen die abgezocktesten Profis der Finanzelite, gegen die globalen Research- und Analyseteams der Hedgefonds und Banken aus Singapur, London, Frankfurt usw. mit deren Computeralgorithmen und kurzen Newsleitungen gewinnen? Wirklich? Oder bin ich etwa nur Zahlvieh welches bei hohen Renditeerwartungen zu gierig wurde?

Geduld+Spucke sagt am 12. Oktober 2018

Ich habe dazu nur angemerkt, dass wir alle von einem expansiven Geldmodel profitieren.

Da bin ich mir nicht so sicher. Kurzfristig vielleicht. Aber langfristig geht es ja eigentlich nicht um Geld, sondern um die Kaufkraft dahinter. Letztlich ist Geld ein Kompaß, der die gesamte Volkswirtschaft organisiert. Was wird wieviel produziert und wann? Im Sozialismus gibt's den Fünfjahresplan, in der Marktwirtschaft das Geld und den Markt.

Der Zins hat die Aufgabe Investitionen in die Zukunft nach Priorität zu staffeln, so daß lukrative Investitionen zuerst getätigt werden und weniger lukrative Investitionen erst, wenn nichts wichtigeres ansteht.
Dieses System sorgt für eine maximale Steigerung des Wohlstands. Dieses wichtige Prinzip wird durch Negativzinsen ausgehebelt. Langfristig ist das m.E. gar nicht gut und führt dazu, daß wirtschaftliche Resourcen (nicht Geld, sondern Stahl, Beton, etc.) fehlallokiert (man könnte auch sagen verschwendet) werden.

Auch technisch sind niedrige Aktienkurse eher gut, zumindest für die, die sich noch in der Kaufphase befinden. Niedrige Kurse heißt, ich bekomme viel Unternehmerischen Gewinn für wenig Geld. Wenn ich die ausgeschütteten Dividenden regelmäßig reinvestiere, sind Aktien auch ohne Liquiditätsschwemme der Notenbanken langfristig attraktiv.

Mal so gefragt, warum hält die Deutsche Bank im Eigenhandel nicht einfach nur ETFs?

Weil die Deutsche Bank 25% Rendite auf das Eigenkapital sucht statt 9% ;-)

Wie dem auch sei, mir ist noch immer nicht klar, wie beim Handel von Währungspaaren alle gewinnen können? Stichwort Nullsummenspiel.


CarstenP sagt am 15. Oktober 2018

Habe ich ernsthaft eine hilfreiche, verständliche oder konstruktive Antwort vom Smartinvestor erwartet??? Es ist wirklich idiotisch von mir auf deine Kommentare zu reagieren...

Hier geht es nicht darum ob und warum du in Managed Futures investierst sondern um wilde Behauptungen, dass FX-Trading total profitabel ist und genauso gut zum Vermögensaufbau geeignet ist wie Aktien-ETFs.
Diese Behauptungen ließen sich leicht überprüfen, wenn man sich die Performance von reinen FX-Trading-Fonds anschauen könnte. Ich bin nur zu blöd und finde keine.
Statt altruistisch zu helfen, konstruierst du lieber in deiner wirren Gedankenwelt aus dem Nobelpreis, der für die empirische Analyse von Kapitalmarktpreisen vergeben wurde, ein weiteres zusammenhangloses Pro-Argument für FX-Trading.

Aber gut, du hast Managed Futures ins Spiel gebracht, da habe ich mal den größten Managed-Futures-Fonds rausgesucht, den ich finden konnte und mit US-Staatsanleihen mittlerer Laufzeit verglichen:

AQR MF vs. IT Treasury

So sah das also aus, sehr überzeugend oder eher reine Zeitverschwendung, kann ja jeder für sich selbst entscheiden...


isten sagt am 15. Oktober 2018

@FX Trading von Blackwater.live

Ich habe davon keine Ahnung, deshalb schaue ich einfach mal auf die Gebühren.

Ich habe gelesen man sollte schon 5k bis 10k investieren. Nehmen wir mal ca. die Mitte mit 8k.

Wenn man dann die 800€ Gebühren und 25% Abgeltungssteuer abzieht muss man 20% Gewinn machen um 400€ zu verdienen.

Sollte man bei einem ETF die 8800€ mit 6% Anlegen kommt man auch auf 396 € nach Steuern.

Das Risiko kann ich nicht einschätzen, da ich keine Ahnung vom Devisenhandel habe, aber als Ahnungsloser klingt für mich 20% Rendite nach mehr Risiko. Und bei 20% Rendite habe ich noch nicht mehr erreicht als mit Aktien ETFs.

Jetzt kann jeder selber entscheiden ob 20+% Rendite realistisch ist, damit dieses sich überhaupt lohnt.


Blackwater.live sagt am 15. Oktober 2018

Genau, es kann jeder selber entscheiden, da wir weder in der DDR leben noch in Nordkorea. Und das ist doch schön, diese böse böse Freiheit...😂 Mal schauen ob die ETFs dieses Jahr ihre 6% machen. 😉


Blackwater.live sagt am 15. Oktober 2018

@42sucht21

Immer noch nicht glücklich? Immer noch diese ewig gestrigen Argumente, die nach 10 Mal wiederholen nicht richtiger werden? Ich gebe es auf.

Ein letzter Versuch: 42sucht21 Du hast in allem Recht und bist der beste Finanzanalyst aller Zeiten, wir feiern Dich. Hätten wir eine Krone zu vergeben, Du bekommst sie. Du bist einfach super, in allem, Du hast alles verstanden auf der Welt. Bitte sei uns gnädig und nicht böse. Wir verbeugen uns vor so viel Weisheit. Amen


Smartinvestor sagt am 16. Oktober 2018

@CarstenP

"Es ist wirklich idiotisch von mir auf deine Kommentare zu reagieren..."

Nicht d a s s du reagiert hast, ist "idiotisch", wenn du so willst, sondern w i e du reagiert hast... ;-)

"Hier geht es nicht darum ob und warum du in Managed Futures investierst sondern um wilde Behauptungen, dass FX-Trading total profitabel ist und genauso gut zum Vermögensaufbau geeignet ist wie Aktien-ETFs."

Sorry, aber wo habe ich behauptet, "dass FX-Trading total profitabel ist..."??? Am Anfang dieses Diskussionsstrangs stand deine irrige Meinung:

"Meiner Meinung nach hat FX-Trading mehr gemein mit Spekulation oder einem Glücksspiel als mit langfristigen Investieren."

Na dann frag mal Bogle, womit Aktien-ETFs mehr gemein haben und auch überwiegend genutzt werden:

"Simply put, the ETF is a fund designed to facilitate trading in its shares, dressed in the guise of the traditional index fund." Quelle: die frei verfügbare original "Bogle Bible", "The Little Book of Common Sense Investing".

Trotzdem schwören hier alle (zu Recht) auf ETFs, und keiner inkl. dir meint hier, dass Aktien-ETFs nach deinen Maßstäben auch "mehr gemein mit Spekulation oder einem Glücksspiel als mit langfristigen Investieren" hätten.

Du scheinst mittlerweile nur noch auf Basis von Vorurteilen zu diskutieren und auf FX-Trading sinnfrei einzubashen.
Warum eigentlich? Das ist doch ein ganz normaler Handel wie mit allem anderen, womit eben so gehandelt wird.
Das ist erstmal völlig neutral und erfüllt komplementäre menschliche Bedürfnisse durch Ausgleich von Angebot und Nachfrage, wie alles, was auf dem Markt so gehandelt wird. Jeder Anbieter, der hier den Handel ankurbelt, ist grundsätzlich willkommen. Denn er erhöht damit die Liquidität und erleichtert damit jedem, der handeln will, eben diesen Handel.

Was diskutabel ist, ist einzig das, was jeder daraus macht. Meinen Beitrag sehe ich darin, altruistisch Wege und Voraussetzungen für die profitable Anwendung von FX-Trading in der langfristigen privaten Vermögensanlage aufzuzeigen. Und die lauten, wie hier (fast) immer, D i v e r s i f i k a t i o n !

"Diese Behauptungen ließen sich leicht überprüfen, wenn man sich die Performance von reinen FX-Trading-Fonds anschauen könnte. Ich bin nur zu blöd und finde keine."

So geht es mir auch. Aber was ist der Unterschied zum Trading von was auch immer getradet werden kann?
FX ist doch nicht das Einzige, sondern z.B. auch Energies, Softs, Metals, Bonds, Stocks...?? Aus meiner Sicht gibt es da kaum Unterschiede. Ergo ist es doch absolut naheliegend, die Königsklasse wettbewerbsfähiger Managed Futures, die tatsächlich mit fast allem traden inkl. FX, vergleichend zu betrachten.
Denn bei Aktien nehmen wir doch auch grundsätzlich breitest diversifizierte ETFs, um unnötige unsystematische Risiken zu minimieren.

"...deiner wirren Gedankenwelt..."

Solange du dich nicht näher mit der Verhaltensökonomie befassen magst, werden dir die Ursachen deiner Verwirrung leider verschlossen bleiben und weiter selbstschädigend wirken. ;-(

"...aus dem Nobelpreis, der für die empirische Analyse von Kapitalmarktpreisen vergeben wurde..."

Das ist wieder nur ein Teil der Realität. Der andere Teil ist der, der dir in deinem Finanzweltbild bislang leider abgeht, s.o. Warum ignorierst du den also so persistent und erschließt dir mit entsprechender Lektüre des Wirtschaftsnobelpreisträgers Shiller und/oder Fachkollegen nicht dein Verständnis für ein für dich aus reiner Unkenntnis (nur) scheinbar

...zusammenhangloses Pro-Argument für FX-Trading."?

Wenn du dich (wider Erwarten) doch noch besinnen solltest, kann ich zum Anfang folgendes leicht lesbares Werk sehr empfehlen, das für jeden frei im Internet verfügbar ist:
Montier, J, 2010, “The Little Book of Behavioral Investing: How not to be your own worst enemy”.
Das hat ein ähnliches Kaliber wie die o.a. "Bogle Bible" und kann die grundlegenden Kenntnislücken schnell beseitigen. Nur lesen muss man es noch selber. Oder gleich Robert Shillers berühmtestes Werk bereits aus dem Jahr 2 000 frei runterladen: "Irrational Exuberance".

Also wenn ich Zusammenhänge nicht verstehe, freue ich mich über jeden Hinweis zu Verbesserung meines Verständnisses, aber verhöhne vor allem nicht den altruistischen Hinweisgeber und schaue, dass ich da schnellstens dahinterkomme.
Und jetzt nach diesem bahnbrechenden Nobelpreis für Robert Shiller ist doch Zeitverschwendung völlig ausgeschlossen, da ein bisschen Weiterbildungszeit zu investieren, die dir nicht nur beim profitableren Anlegen, sondern im ganzen Leben noch viel helfen wird.
Denn die Verhaltensökomomie ist eine Kern- und Schlüsselkompetemz z.B. für zunehmende Manipulationen bzw. "Nudging" bis hin zu kriminellem "Social Engineering"., das jeden früher oder später einhole wird.
Ich kann es einfach nicht verstehen, warum die drolligen aber lehrreichen Wesir-Späße hier als Arroganz dümmlich missverstanden werden, obwohl Albert auf seine von allen bislang doch hoch geschätzte humorvolle Art (nur) auf die Gefahren hinweisen will, die uns alle auf Basis der Erkenntnisse der Verhaltensökonomie mehr und mehr von anderen drohen, die diese Grundlagen wesentlich besser verstehen.

Hier ist das alles (noch) lehrreicher Spaß, Spiel und Spannung. Draußen kann jedoch ganz schnell bitterster Ernst daraus werden, wenn man z.B. einer mit allen verhaltensökonomischen Wassern gewaschenen Madoff-Type in die Fänge gerät. Ich habe gerade kürzlich von einem guten Bekannten gehört, wie er durch das Original vor 10 Jahren fast in den Selbstmord getrieben wurde! :-(((

Wer das weiterhin als "wirre Gedankenwelt" verhöhnt, über den freue ich mich dann zukünftig, wenn er -- im Best Case für ihn -- mein Alpha-Potenzial aufrecht erhält und -- im Worst Case -- die Evolution durch darwinistische Selektion voranbringt.
Aber ist es nicht so schon blöd genug, wenn man jedes Mal aus Unkenntnis hier aufläuft und auch sonst immer mehr Gefahr läuft, hoch- oder ausgenommen zu werden? Aber wer nicht hören will, muss halt fühlen...

"So sah das also aus, sehr überzeugend oder eher reine Zeitverschwendung, kann ja jeder für sich selbst entscheiden..."

Wenn du dir die statistischen Grundlagen unkorrelierter Anlagen, wie mehrfach empfohlen, endlich aneignen würdest, wäre dir dieser irrelevante Vergleich auch nicht passiert. Aber mache wissen es halt besser. Hier findest du (letztmalig von mir) fundierte Erläuterungen dazu, dass und warum das ein häufiger Bewertungsfehler von Managed Futures ist:
"Managed Futures & Dealing With Uncorrelated Assets":

"Many investors would look at these number and assume that managed futures are obviously not worth the risk. Why would you ever venture outside of stocks and bonds? The problem with this type of analysis is that it’s far too short of a window to make concrete conclusions."

Vielleicht denkst du jetzt nochmal besonnen darüber nach, was jetzt von wem wie "wirr" und/oder "idiotisch" war... ;-p


Kritiker sagt am 16. Oktober 2018

@blackwater
Das war es wohl mit den konstruktiven Argumenten.

@42sucht21
Warum verlagerst du die Diskussion nicht in deren Forum? Wäre gespannt, ob sie da auch kritische Fragen zulassen oder ob alle Kommentare frei erfunden sind. ;)


Blackwater.live sagt am 16. Oktober 2018

Alle konstruktiven Argumente wurden von mir und sogar anderen doch schon gebracht. Ich will dem Wesir sein Forum nicht blockieren, weil es nunmal so ist, dass wir uns hier im Kreis drehen.
Für manche ist FX Trading eine gute Sache und sie sind zufrieden und andere sehen ihre Aufgabe darin, es schlecht zu machen und meinen anderen ihre Meinung aufdrängen zu wollen. Deutsches Sendungsbewusstsein.

In unserem Forum lassen wir in der Tat unsachliche und nicht konstruktive Hetze nicht zu.
Allerdings muss ich sagen, dass wir bisher davon auch verschont geblieben sind. Und nachdem ich letzte Woche alleine am Wochenende über 100 Emails beantworten konnte, bei denen es um echtes Interesse und Neugier ging, habe ich mein Glauben an die Menschheit zurück gewonnen. ;-)
Die Mehrheit ist offen für Neues. Warum soll ich mich also weiter über 1-2 Leute ärgern, die nur bashen wollen und die immer gleichen falschen Argumente wiederholen? Daher ist das Thema nun erledigt.


CarstenP sagt am 16. Oktober 2018

Smartinvestor, ich kann dich leider nicht mehr ernst nehmen, daher mein letzter Kommentar in deine Richtung.

Sorry, aber wo habe ich behauptet, "dass FX-Trading total profitabel ist..."???

Bist du wirklich so schwer von Begriff??? Es geht mal ausnahmsweise nicht um deine Behauptungen...

Du scheinst mittlerweile nur noch auf Basis von Vorurteilen zu diskutieren und auf FX-Trading sinnfrei einzubashen.

Unangenehme Fragen/Feststellungen als Bashing/Vorurteile abtun, ist also konstruktives Diskutieren im Sinne von Blackwater.live, Smartinvestor und Co.??? Mir ging es darum eine Rendite/Risiko-Erwartung für FX-Trading zu entwickeln um evtl. vorhandene Vorurteile auszuräumen oder zu bestätigen. Dein Gequassel lenkt von der eigentlichen Fragestellung ab. Woher kommt die Rendite beim FX-Trading, wer sind die schwachen Spieler in diesem Nullsummenspiel?
Die Performance von Managed-Futures-Fonds deutet darauf hin, dass in der Praxis nicht besonders viel Rendite beim Traden entsteht...

Wenn du dir die statistischen Grundlagen unkorrelierter Anlagen, wie mehrfach empfohlen, endlich aneignen würdest, wäre dir dieser irrelevante Vergleich auch nicht passiert.

Diese Aussage ist, wie viele deiner Kommentare, auf mehreren Ebenen dumm und nicht smart.
Erstens ist die Unterstellung falsch, da ich mich mit Statistik und MPT schon längst auskenne. Zweitens kenne ich mich gut genug aus um zu wissen, dass unkorrelierte Anlagen keinen Vorteil im Portfolio bringen, wenn sie nicht gleichzeitig eine Mindestrendite liefern.
Und drittens übersiehst du, in deiner maßlosen Selbstüberschätzung, die Möglichkeit, dass es Leute gibt, die schon mehrere Erkenntnisstufen weiter sind als du und den ganzen Heckmeck für Zeitverschwendung halten.


DerMathelehrer sagt am 16. Oktober 2018

@ smartinvestor ;)

@blackwater.live und andere
Du hast recht. Ich habe von FX-Trading keine Ahnung und das oberlehrerhafte Auftreten ist wahrscheinlich beruflich bedingt. ;)
Aber eine grundkritische Einstellung hinterfragt einfach folgende Aspekte:

  1. Warum ist das Impressum anonym? Es tut mir leid, aber das tu quoque Argument zählt hier nicht. Ich möchte anonym bleiben, weil ich panische Angst habe, dass Leute vor meiner Tür stehen und über Alpha Strategien diskutieren möchten. Du bietest eine Dienstleistung an und da möchte ein möglicher Kunde seriöser Weise auch einen Ansprechpartner haben. Inwiefern das gegen die Impressumspflicht verstößt, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich würde aber, bevor ich 800 Euro investiere, diesen Begriff mal recherchieren.

  2. Berechtigte (und höflich formulierte) Kritik (z.B. isten- siehe oben) werden als unsachlich und ketzerisch abgetan. Der Kommentarbereich von Blackwater.live umfasst nicht einen kritischen Kommentar, weil jene gar nicht veröffentlicht werden. Wie gesagt, ich habe zwar keine Ahnung, aber eine erfolgreiche Strategie muss für mich immer in der Lage sein, Kritikern zumindest argumentativ zu begegnen. "Ist eh alles Hetze" gehört für mich nicht dazu.

  3. blackwater suggeriert, dass seine Strategie zuverlässig den Markt schlagen kann. Das hat er zwar konkret nicht gesagt, aber warum soll ich denn 800 Euro für eine Strategie zahlen, die das nicht schafft. Der 70/30 ETF Sparplan wird auf zahllosen Seiten kostenlos erklärt. Sollte nur ich eine solche Strategie kennen, würde ich diese doch nicht für 800 Euro verkaufen. Lieber schnell bei der Bank einen Kredit aufnehmen, Eltern und Freunde anpumpen sowie meine Gitarrensammlung bei Ebay versteigern und dann all in. Eventuell würde ich diese Strategie in meinem Testament den eigenen Kindern mit dem Hinweis erklären: Sagt es Keinem!

  4. Auf der anderen Seite: Das Konzept ist ja ganz originell. Modelgesichter und das Knappheitsprinzip (den FX-key auf der Seite kann ich leider erst im nächsten Jahr wieder kaufen- @blackwater ist hier eigentlich ne Vorbestellung möglich?). Wer dafür 800 Euro blecht, hat es auch irgendwie verdient. Besser kann man Lehrgeld einfach nicht investieren. Und blackwater.live hat ja auch irgendwie ein Anrecht, in Frührente zu gehen und hat mit seiner Internetseite wahrscheinlich eine (persönlich!!!) bessere Rendite als jede ETF-Kombination des Finanzwesirs. Alles richtig gemacht. Hätte ich auch selbst drauf kommen können. Meiner Familie würde ich wahrscheinlich die Parabel der Familie Gotrocks erzählen, aber ansonsten kann doch jeder frei entscheiden. Letzten Endes sind alle die Gewinner: Der Finanzwesir erzeugt traffic, und die kritischen Kommentatoren werden es auf der Seite schon wieder geradebiegen, den finanzpornographischen Inhalt in das richtige Licht zu rücken. Blackwater hat soviel Emails bekommen, dass er sich auf seiner Seite sogar dafür bedankt und sich mittlerweile zum gefühlten 5. mal verabschiedet- so richtig verlassen will man die Seite, die einem mehr Kunden gebracht hat als der vermutlich x-te selbstgeschriebene positive Kommentar auf der eigenen Seite wohl auch nicht.

Zu guter Letzt haben die kritischen Kommentatoren Recht. Das gibt ja immerhin ein gutes Gefühl. Ich glaube aber, dass wir einfach den schlechtesten Zeit-Nutzen- Vorteil in dieser Angelegenheit haben.
Es würde mich hierbei Folgendes interessieren: was wäre, wenn keiner der Kommentatoren den zeitintensiven Kampf gegen Strategien, „die den Markt zuverlässig schlagen“, mehr führen würde?
Wäre diesen Strategien hier eine Plattform geboten oder würde der Finanzwesir irgendwann selbst intervenieren? Seine Einstellung gegenüber solchen Strategien macht er ja ganz schlicht mit den ersten 3 Sätzen unter dem Register „Manifest“ deutlich. Ich bin jedenfalls aus der Diskussion raus, erwische mich aber trotzdem dabei, die weiterhin qualitativ hochwertigen Artikel des Finanzwesirs zu lesen.


Smartinvestor sagt am 17. Oktober 2018

@CarstenP

"Smartinvestor, ich kann dich leider nicht mehr ernst nehmen, daher mein letzter Kommentar in deine Richtung."

Und mit so jemand musst du dich jetzt trotzdem abgeben?

"Und drittens übersiehst du, in deiner maßlosen Selbstüberschätzung, die Möglichkeit, dass es Leute gibt, die schon mehrere Erkenntnisstufen weiter sind als du..." ...also noch ein "arroseur arrosé", der zudem noch Schwanzvergleiche nötig hat. ;-D

"Mir ging es darum eine Rendite/Risiko-Erwartung für FX-Trading zu entwickeln um evtl. vorhandene Vorurteile auszuräumen oder zu bestätigen. Dein Gequassel lenkt von der eigentlichen Fragestellung ab. Woher kommt die Rendite beim FX-Trading, wer sind die schwachen Spieler in diesem Nullsummenspiel??"

Diese Fragen stellst du jetzt zum wiederholten Male. Dabei habe ich sie gleich in meinem ersten Beitrag hier umfassend beantwortet. Aber weil du es bist, hier nochmal im Detail erläutert:

"Diese Fonds beuten Preisentwicklungen aus, die bekanntlich mittelfristig vorhersagbar sind. [= "woher kommt die Rendite beim FX-Trading?"] Denn die Preisentwicklungen werden überwiegend von Glücksspielern [= "schwache Spieler"] durch ihr gleichartig von Denk- und Verhaltensirrtümern dominiertes irrationales emotionales Verhalten erzeugt. Somit hat FX-Trading, genau wie jedes andere Trading, mit den Aktivitäten beider Marktteilnehmer, den Investoren/Spekulanten [=starke Spieler] einerseits und den Glücksspielern [= "schwache Spieler"] andererseits, genau gleich viel zu tun.

Der einzige Unterschied ist, dass es zum Glück viel mehr irrationale Glücksspieler [= "schwache Spieler"] mit vielen kleinen Verlusten in den Märkten [= "woher kommt die Rendite beim FX-Trading?"] gibt als rationale Spekulanten/Investoren [= starke Spieler]. Denn Erstere braucht es, damit Letztere langfristig nennenswerte (Mehr-)Renditen als der Durchschnitt systematisch erzielen können. [=> Cashflow von den "schwachen Spielern" zu den starken]."

Jetzt könnte ich mit Fug und Recht auch fragen "Bist du wirklich so schwer von Begriff???"

"Die Performance von Managed-Futures-Fonds deutet darauf hin, dass in der Praxis nicht besonders viel Rendite beim Traden entsteht..."

Wo hast du denn die Behauptung her? Ich habe jedenfalls immer nur was von "aktienähnlicher Rendite" geschrieben, nie "besonders viel".

"Erstens ist die Unterstellung falsch, da ich mich mit Statistik und MPT schon längst auskenne."

Sag mal, hast du überhaupt verstanden, was ich da gepostet habe und wie es sich auf deinen "Performance-Vergleich" mit total ungeeignet gewähltem Zeitfenster bezieht, der deine offensichtlichen Vorurteile von "nicht besonders viel Rendite beim Traden" leider immer noch nicht ausgeräumt hat, sondern (zufällig ?) genau bestätigt? Hier zunächst der wichtigste Satz aus meinem Zitat:

"The problem with this type of analysis is that it’s f a r t o o s h o r t of a window to make concrete conclusions."

Das bedeutet, dass man das Zeitfenster nicht zu kurz wählen darf, wenn man unkorrelierte und zeitweise sogar negativ korrelierte Anlagen seriös miteinander vergleichen will.
Ein Vergleich macht nur dann Sinn, wenn man solche Fonds über volle Börsenzyklen vergleicht. Denn sonst kann es ja sein, dass man einen Fonds mit einer guten und einen anderen unkorrelierten Fonds mit einer schwachen Börsenphase vergleicht.
Dieser Anfängerfehler ist dir bei deinem somit nutzlosen Vergleich leider unterlaufen, denn Aktien waren in der Zeit eher stark, MFs eher schwach. Der letzte volle Börsenzyklus ging etwa vom letzten Höhepunkt ca. Mitte 2007 bis zum aktuellen Höhepunkt jetzt ca. Mitte 2018. Also wenn dir noch irgend etwas an Seriosität liegt, dann wiederholst du diesen Vergleich jetzt nach diesen Anforderungen hier.

So und jetzt noch zu systematischem FX- im Vergleich zu diversifiziertem systematischem Futures-Trading durch MFs: Das Rendite-Verhältnis von FX-Trading ist sicher schlechter als in Kombination mit anderem diversifiziertem Futures-Trading. Aber das FX-Trading liefert einen nennenswerten Rendite-Beitrag, weil es in den liquidesten Märkten stattfindet. Das ist dessen größter Vorteil.


Das Buch zum Blog: 440 Seiten voller Informationen. Jetzt im Handel erhältlich.


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