Alle Artikel mit dem Tag: altersvorsorge

17. Dezember 2021


Sind drei ETFs zwei zu viel?

Leser M. schreibt

Ich habe versucht, den Aufbau meines ETF Depots von Anfang an zu "perfektionieren". Dazu habe ich zunächst einen ausschüttenden ETF auf den MSCI World gekauft, um den Sparerpauschbetrag auszuschöpfen. Ab einem bestimmten ETF-Wert habe ich jeweils einen thesaurierenden MSCI-World-ETF und einen thesaurierenden Emerging-Markets-ETF dazugekauft.

Jetzt ist absehbar, dass der ausschüttende ETF bald "zu viele" Ausschüttungen abwirft, sodass der Steuervorteil an Wert verliert und die drei ETFs das Depot leicht verkomplizieren, die Übersichtlichkeit nicht optimal ist. Auch im Alter wird die Auszahlung (leicht) komplexer.

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08. Dezember 2021


Ehrt Leser F. seine Eltern auf die richtige Weise?

Leser F. schreibt

Ich stehe als 57 jähriger Bundesbeamter kurz vor meiner Pensionierung, da ich mit 62 Jahren vorzeitig unter Abschlägen in den Ruhestand treten will.
Letzten Monat haben meine Schwester und ich in Erbengemeinschaft unser Elternhaus verkauft. Mein Plan mit dem Geld sieht nun folgendermaßen aus. Ich werde einen Teufel tun und von dem Geld auch nur einen einzigen Cent an die Börse geben. Denn wer sagt mir denn, dass nach 12 Jahren aufwärts nicht auch 12 Jahre abwärts möglich sind ( Beispiel Nikkei 15 Jahre abwärts zwischen 1988 und 2003).
Meine Eltern haben dieses Haus mit eigenen Händen aufgebaut und ich lasse nicht zu, dass die windige Finanzwelt es in Sekundenschnelle wieder abreißt. Stattdessen würde ich die gesamte Summe lieber in Tagesgeld bei mehreren deutschen Banken unter deutscher Einlagensicherung stecken. Wobei mir nicht klar ist, ob die staatliche Einlagensicherung pro Bank oder pro Anleger gilt.
Die "böse Börse" soll mir nun aber doch helfen und den Inflationsausgleich durch einen ETF Sparplan (333 € monatlich) auf den MSCI World bis zum 80. Lebensjahr sicherstellen. Damit hätte ich zwei niedrige Risikoklassen, nämlich Pension und Tagesgeld und eine hohe Risikoklasse mit dem Aktien-ETF. Mir scheint ein Sparplan in dieser Börsenphase sinnvoller als eine Einmalanlage zu sein. Es geht mir wie gesagt nicht um Rendite, sondern um Werterhalt und Inflationsausgleich.
Mich würde nun Deine Meinung zu meinem selbstgebastelten Konstrukt interessieren. Was hältst Du davon? Wo liege ich falsch?

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12. November 2021


Diese 4 Bio-Strategien sollten Sie kennen

Dieser Penisneid der Ökonomen auf die Physiker hat mich schon immer amüsiert. Das verzweifelte Verlangen ernst genommen zu werden und endlich den MA (Master of Arts) durch einen MS (Master of Science) zu ersetzen, führt zu einer solchen Weltsicht:

Tail Value at Risk

Risikomanagement als Rechenaufgabe. Parameter reinkippen und dann geschüttelt, nicht gerührt servieren. Eine Supersache in statischen Systemen.
Und in dynamischen Systemen?
Eher so semi würden meine Töchter sagen.
Aber die Börse ist doch dynamisch, oder?
Auf jeden Fall. Ich würde sogar sagen: Sehr dynamisch. Die Börse kann man nur statisch machen, in dem man ein rabiates "Jetzt-nehmen-wir-mal-an"-Regiment führt.
Das wollen wir heute mal nicht tun. Heute besuchen wir die Biologen und besprechen mit denen die Frage: "Wie verhalten sich Anlagestrategien an der Börse?" Die Biologen erzählen uns: Es gibt vier evolutionäre Konstellationen:

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04. November 2021


Die Macht im Schatten

Ergodizität ist das heißeste Ding überhaupt. Sagt Nassim Nicholas Taleb.

"Ergodicity is the most important property to understand in probability, in life, in anything."

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28. September 2021


Monte Carlo: Rendite aus dem Casino

Nach wie vor eine der größten Hürden: Wie stelle ich mein ETF-Depot zusammen? Hier ein neuer Anlauf von mir um zu zeigen: Die Depotprozente sind nicht der Hebel.
Wir begrüßen

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05. August 2021


Die unheilige Allianz

Leser Jörg schreibt

"Die Alpha-Strategie hat bei den Allianzfonds versagt. Für mich ein zu hohes Risiko."

Worum geht es? Die Allianz hat in den USA über Ihre Tochter Allianz Global Invstors die Fondsfamilie "Structured Alpha" aufgelegt. Diese Familie hatte fünf Mitglieder.
Nach heftigen Verlusten im Corona-März 2020 wurden die beiden Fonds Allianz Structured Alpha 1000 und Allianz Structured Alpha 1000 Plus geschlossen. Die anderen Fonds Allianz Structured Alpha 250, 350 und 500 haben auch stark verloren, wurden aber nicht geschlossen.

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03. August 2021


Risiko: Konvergent oder lieber divergent?

Kein Tag ohne Risiko. Wer aufsteht, rutscht aus und stirbt beim Gang ins Badezimmer. Wer liegen bleibt, isoliert sich, verliert seine sozialen Kontakte und wird depressiv.
Risk à la carte. Wie soll Ihr heutiges Risiko serviert werden: Konvergent oder divergent?

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16. Juli 2021


Ohne Risikomanagement kein Erfolg an der Börse

Meine persönliche Definition nach über 20 Jahren Börse: Risikomanagement ist, wenn man ruhig schlafen kann.

Gutes Risikomanagement für Börsianer besteht aus zwei Teilen:

  1. Begib Dich nicht in Gefahr – Vermeide Risiko
  2. Manage das Risiko, dass Du eingehen musst.

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22. Juni 2021


Anleihen: Keine gute Idee (mehr)?

Zwei Dinge gehören in ein Depot:

  1. Aktien für die Rendite
  2. Anleihen für Stabilität und Einkommen

Doch ist das noch so?

Was passiert, wenn man einem Juristen und einem Ingenieur ein Telefonbuch in die Hand drückt und sagt: "Auswendig lernen!"

Der Jurist fragt: "Bis wann?", der Ingenieur: "Warum?"

Wenn Sie als Anleger überleben wollen, müssen Sie sich wie ein Ingenieur verhalten. Fragen Sie immer: "Warum?" Besonders, wenn es sich um "amtliche Ansagen" handelt, die einfach ohne Begründung vor Ihrer Haustür abgestellt werden.

Grundsätzlich gilt das, was Samuel Arbesman in seinem Buch "The Half-Life of Facts" geschrieben hat: Alles, was wir wissen, hat ein Verfallsdatum.

Lassen Sie uns ein wenig containern. Mal sehen, was wir finden.

Anleihen und Aktien im Depot von 1970 bis heute

Entwicklung Anleihen-Anteil an typischen Anlage-Portfolios 1970 - 2020
Assetklassen-Drift von 1970 – 2020, Quelle: Salem Abraham

Diese Grafik stammt aus dem unten eingebundenen Video. Es zeigt die Assetklassen-Drift im Laufe der letzten fünfzig Jahre. In den 70-ger Jahren des letzten Jahrhunderts brachten Anleihen auskömmliche sieben bis acht Prozent vor Steuern und Inflation. Mit anderen Worten: Aktienrendite und keine Schwankungen. Kein klar denkender Mensch fasst da eine Aktie an.

Doch die Zeiten ändern sich. Die Anleihen wurden zum Juniorpartner degradiert. Von hundert Prozent auf zehn Prozent in 50 Jahren. Warum? Kümmern wir uns um den ersten Fakt: Anleihen liefern ein Einkommen. Stimmt das noch?

Anleihen: Der gnadenlose Zinsrückgang

Verlauf der Umlaufrendite deutscher Staatsanleihen 1974 - 2021
Umlaufrendite deutscher Staatsanleihen von 1974 – 2021; Quelle: Bundesbank

Am 28. September 1990 betrug die Umlaufrendite deutscher Staatsanleihen sagenhafte 9,21 % (das ist die MSCI-World-Liga). Seit diesem Tag geht es für die deutschen Staatsanleihen nur noch abwärts.

Das bedeutet: Der deutsche Sparer hofft seit 11.189 Tagen – das sind 30 Jahre, 7 Monate und 19 Tage – auf die Zinswende.

Schauen Sie, was aus dem stolzen Zins-Himalaya der 70-ger und 80-ger Jahre geworden ist: Eine kleine blaue Niedrigzins-Pfütze, die sich verschämt am rechten Rand herumdrückt.

Umlaufrendite

Die Umlaufrendite ist die gewichtete durchschnittliche Rendite eines Korbes börsengehandelter Anleihen allerbester Bonität. In unserem Fall besteht der Korb aus deutschen Staatsanleihen aller Restlaufzeiten. Die Umlaufrendite zeigt das Zinsniveau und die großen Zinstrends an und ist das Anleihen-Äquivalent zum DAX.

Anleihen in der Falle: Sinkende Zinsen, steigende Inflation

Rendite bedeutet für uns Anleger: Was bleibt nach Steuern und Inflation über? Die steuerliche Belastung ist individuell, die Inflation ist für alle gleich. Für 10-jährige Staatsanleihen stellt die Bundesbank die längste Zeitreihe zur Verfügung. Inflation und Rendite starten im Oktober 2001:

Rendite, inflationsbereinigt 10-jährige Bundesanleihen von 2001 - 2021
Inflationsbereinigte Rendite 10-jähriger Bundesanleihen von 2001 – 2021; Quelle Anleihenrendite; Quelle Inflationsraten

Bis zum September 2011 gab es noch etwas zu verdienen, danach schlägt die Inflation die Rendite der 10-jähringen Staatsanleihen. Seit knapp zehn Jahren, das sind 3.546 Tage oder 116 Monate, "Warten auf Godot und die Zinswende".

Zwischenfazit Anleihen und Einkommen

Mit Staatsanleihen – gleich welcher Laufzeit – ist kein Geld mehr zu verdienen. Hier regiert der Niedrigzins. Aber müssen es denn Staatsanleihen sein? Es gibt ja noch andere Anleihetypen. Vielleicht klappt es da besser mit dem Einkommen.

Anleihen jenseits der Staatsanleihen

Kursentwicklung Anleihen in CoronakriseKursentwicklung Anleihen in Coronakrise im Vergleich zu MSCI ACWI; Quelle: https://www.justetf.de

Wie sind die einzelnen Anleihetypen durch die Corona-Krise gekommen? Die hellblaue Linie ist der MSCI ACWI (umfasst Industrie- und Schwellenländer). Dieser Index ist unser Maß für den Maximalabsturz.

Assetklasse (alles in Euro) maximaler Verlust Kupon (per 8.9.2020)* WKN
MSCI ACWI -29,42 % n/a A1JMDF
—- —- —- —-
Firmenanleihen kein Investment Grade (Hochzinsanleihen) -20,28 % 3,4 % A1C3NE
Schwellenländer -19,66 % 4,94 % A0NECU
Firmenanleihen Investment Grade -8,35 % 1,53 % 778928
Staatsanleihen Eurozone -4,52% 2,18 % A0RL83
Deutsche Staatsanleihen -1,17 % 0,82 % 628946

Kursverluste Anleiheklassen in Coronakrise im Vergleich zu MSCI ACWI; * = gewichteter Anteil der Jahreszinssätze der im ETF enthaltenen Anleihen

Wir sehen:

  1. Hochzinsanleihen und Schwellenländer: aktienähnliche Verluste, Rendite bestenfalls halb so groß wie bei Aktien. Heutzutage sind drei bis fünf Prozent "Hochzins". In den 80-er Jahren haben grundsolide Staatsanleihen das Doppelte abgeworfen.
  2. Firmenanleihen: Für weniger als zwei Prozent Ausschüttung kriege ich Schwankungen von knapp 10 %. Das ist kein Stabilitätsanker.
  3. Euro-Staatsanleihen: Na ja, doll ist nicht. Pro 100 € kriege ich 2 € Zinsen, kann aber knapp 5 € Buchverluste machen. Ist das nicht ein bisschen asymmetrisch in die falsche Richtung?
  4. Deutsche Staatsanleihen haben halbwegs standgehalten. Aber im Kurs gestiegen sind sie nicht. Das erwarte ich eigentlich von diesen Anleihen. Niedrigzinsen, na gut; aber dann bitte Kurssteigerungen, um die Verluste meiner Aktien auszugleichen. So wie das in der letzten großen Krise passiert ist.

Vergleich Kursentwicklung von Anleihen und MSCI ACWI in Subprime FinanzkriseKursentwicklung Anleihen im Vergleich zum MSCI World in der Subprimekrise; Quelle: https://www.justetf.de

Die Subprime-Krise beginnt im Oktober 2007. Die Kurse beginnen zu bröckeln, ab September 2008 dann der große Ausverkauf. Was machen die Anleihen? Sowohl die Firmen-, wie die Staatsanleihen sind von "Investment Grade"-Qualität und tun das, was man von Ihnen erwartet: Sie steigen im Kurs. Die Firmenanleihen werden zunächst mit nach unten gezogen, bewähren sich dann aber auch als sicherer Hafen.

Warum steigen die Anleihekurse in der Krise?

  1. In der Krise drängt jeder den sicheren Schuldnern sein Geld auf, das treibt die Preise
  2. Die sicheren Schuldner beschließen: Na, dann statten wir unsere nächste Anleihe doch mit etwas frugaleren Zinsen aus.
  3. Wenn das Zinsniveau sinkt, steigen die Alt-Papiere im Kurs. Davon profitieren die Anleger ebenfalls.

Diese Kombination hat die Preise von Qualitätsanleihen in den letzten Jahrzehnten zuverlässig in jeder Krise nach oben getrieben.

Exkurs: Was beeinflusst den Kurs von Anleihen?

Vor allem das Zinsniveau ist verantwortlich für die Kursentwicklung von Anleihen. Hier ein Beispiel.

Sie kaufen für 1.000 € eine Anleihe. Der aktuelle Marktzins liegt bei 2 Prozent und auch die Anleihe wirft jedes Jahr 2 Prozent an Zinsen ab.

Investition Laufzeit Kurs Nominalwert jährlicher Zins Marktzins zum Kaufzeitpunkt
1.000 € 5 Jahre 100 % 1.000 € 2 % 2 %
—- —- —- —- —- —-

Zahlungsströme:

  • jährlich 20 €, in Summe 100 € über die 5 Jahre
  • im 5. Jahr zusätzlich die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals von 1.000 €

Nach zwei Jahren fällt der Marktzins auf 1 Prozent.

  • Das restliche Ertragspotenzial Ihrer Anleihe: drei Jahre zu je 20 € macht 60 €. Dann wird zurückgezahlt.
  • Das Ertragspotenzial der neuen Anleihe: Die neuen Fünfjährigen bringen ein Prozent. Auf drei Jahre gerechnet sind das 30 €.

Jetzt können Sie einen höheren Preis verlangen, denn das Ertragspotenzial Ihrer Anleihe ist höher als das, was ich zurzeit kaufen kann. Für 1.030 € kaufe ich Ihnen Ihre Anleihe ab, für die Sie zwei Jahre zuvor 1.000 € bezahlt haben.

Ihre Bilanz

Zahlungsströme Summe
Zinszahlung Jahr 1 20 €
—- —-
Zinszahlung Jahr 2 20 €
Verkauf 1.030 €
Summe 1.070 €
Kaufpreis – 1.000 €
Bilanz 70 € Gewinn

Anleihenkurse steigen, wenn die Zinsen sinken

Investition Rest-Laufzeit Nominal-Wert jährlicher Zins Markt-Zins Kurs Kurswert
1.000 € 3 Jahre 1.000 € 2 % 1 % 103 % 1.030 €
—- —- —- —- —- —- —-

In meinem Beispiel gab es noch Luft nach unten, nur: Wohin sollen die Zinsen noch sinken? Irgendwann ist es für die Banken billiger einen Duck'schen Geldspeicher zu bauen und das Geld einfach zu wiegen anstatt die EZB dafür zu bezahlen das Geld zu verwahren.

Die Niedrigzinsen haben dieses Spiel umgebracht.

Zwischenfazit Anleihen als Stabilitätsanker

Nur deutsche Staatsanleihen taugen als Stabilitätsanker. Alle anderen Anlageklassen schwanken viel zu stark. Aber wenn die Zinsen so darnieder liegen hilft auch ein Triple-A nichts mehr. Sämtliche Kurssteigerungspotentiale sind ausgereizt.

So sitzen die Anleger in der Falle. Sie haben zwei Optionen

  1. Die Renditewünsche herunterschrauben
  2. Mehr Schwankungen ins Depot holen (Aktien und Junk-Bonds)

Die Renditewünsche will aber niemand herunterschrauben, also werden Anleihen durch Aktien ersetzt und man redet sich das Ganze schön: Dividenden sind die neuen Zinsen. So sind wir in den letzten fünfzig Jahren von hundert Prozent Anleihen auf zehn Prozent Anleihen gekommen

Worüber wir noch nicht gesprochen haben

Über das Warum. Das war doch der Start unserer Reise: Wir wollten das Warum containern.

Das "Warum verdrängen die Aktien die Anleihen" haben wir geklärt. Aber was ist mit dem Master-Warum:

Aber warum sinken die Zinsen so?

Dieses Warum interessiert uns als Anleger nicht. "Et is wie et is" (erster Paragraph des Kölschen Grundgesetzes). Mehr müssen wir nicht wissen. Alles andere ist wüste Spekulation. Diese ganze Wühlerei in den Makro-Faktoren ist was für den Grill oder den Elfenbeinturm.

Makro-Faktoren? Ja, so nennen die VWLer das, wenn Sie beim Grillen ganz kühn Trumps Tweets, Chinas Corona-Maßnahmen und Deutschlands Defizit zu einem Zinskomplott gegen den deutschen Sparer verrühren. Sicher eine coole Story, intellektuell aufregend; aber auch hier gilt das alte Traderwort: Willst Du recht haben oder Geld verdienen?

Als Anleger können wir entweder in alten Zeiten schwelgen oder uns auf das besinnen, was unsere Spezies von den Savannen Afrikas bis in den letzten – oft sehr kalten und unwirtlichen – Winkel dieses Planeten gebracht hat: Wir passen uns einfach an und verfrachten die fünfzig Jahre gültigen Glaubenssätze bezüglich Anleihen in den Container, denn

"Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei".

Fazit

  • Vor 50 Jahren: Anleihe = aktienähnliche Renditen, null Schwankungen
  • Heute: Anleihe = null Rendite, aktienähnliche Schwankungen

Und jetzt? Das habe ich mich auch gefragt. Die einzige Anlageklasse, die mir - konstruktionsbedingt - sinnvoll erscheint sind Alpha-Fonds

Hintergrund-Infos

In diesem Video diskutiert Salem Abraham, ein Börsenveteran mit 30-jähriger Tradingerfahrung, das Thema "Niedrigzinsen und Assetklassen-Drift".


Abgelegt unter Strategie, Geldanlage, Grundlagen, Zinsen, Rendite, Index, Anleihen, Portfolio, Altersvorsorge, sparen, ETF

17. Juni 2021


Trendfolgestrategie, was ist das?

Holen Sie sich den Rendite-Ninja ins Depot

Trendfolgestrategien kommen nicht aus dem akademischen Elfenbeinturm, sondern sind praxiserprobt. Seit über zweihundert Jahren verdienen lebens- und börsenerfahrene Anleger mit Hilfe dieses strategischen Ansatzes Geld an der Börse.

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